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Firefox 7 – und es geht doch!

27. September 2011 | 4 Kommentare | Veröffentlicht in SoftwareWelt

Eigentlich bin ich Firefox-Fanboy, seit der ersten Stunde und eigentlich auch noch weit davor. Angefangen mit dem Netscape Navigator 2.0, der eine Ausgeburt an wackeligem Surfen war, war Netscape, Mozilla, Firefox und Thunderbird immer meine allererste Wahl in Sachen Webbrowser.

So richtig blöd wurde Firefox ab der Version 4. Der Hunger nach Arbeitsspeicher wurde immer mehr und mehr und ich kann wirklich nicht akzeptieren, wenn ein Webbrowser mit maximal 10 geöffneten Tabs mal eben so ein halbes Gigabyte Arbeitsspeicher abgreift und dennoch nicht wirklich flott unterwegs ist. Arbeitsspeicher habe ich ja nicht extra für Firefox gekauft. Mit Firefox 5 und 6 wurde das alles auch nicht besser, aber der Hinweis, dass für Firefox 7 geplant ist, den Speicherhunger zu begrenzen und zudem in Sachen Geschwindigkeit einiges zu tun, ließ hoffen.

Heute nun ist Firefox 7 veröffentlicht worden und lässt sich über die normale Update-Funktion herunterladen und installieren. Und der erste Eindruck ist positiv. Der Arbeitsspeicherverbrauch pendelt sich bei fünf Tabs (Backend meines Weblogs, Facebook, Google Reader, Empire Avenue und SPIEGEL Online) gerade bei rund 150 MB ein, das ist akzeptabel. Das Tempo beim Rendering ist deutlich flotter, gefühlt bewegt es sich nun erheblich näher an Google Chrome, auch wenn letzteres immer noch in einer eigenen Liga spielt. Es geht aber deutlich etwas. In Sachen Stabilität und weitere Performance werde ich mal die nächsten Tage weitertesten und ggf. nochmal was darüber bloggen. Aber generell gilt für alle, die von Firefox in der letzten Zeit erheblich genervt wurden – Firefox 7 testen.

Kleiner Nachtrag: Auch Thunderbird hat ein Update verpasst bekommen und ist nun auch auf Version 7. Konnte ich aber noch nicht antesten, weil zwei wichtige Plugins, die ich einsetze, (noch) inkompatibel für Version 7 sind. Erfahrungsgemäß sind Thunderbird-Updates jedoch eher konservativ.

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Kleine Überarbeitung im Webbrowser-Artikel.

2. Oktober 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in netplanetares

Der netplanet-Artikel über die Geschichte des Webbrowsers hat eine Überarbeitung und Aktualisierung erfahren. Dringend notwendig war mal die Bereinigung der Rechtschreibfehler, da waren schon ein paar Dinger drin, die nicht sonderlich gut aussahen.

Und bei der Gelegenheit habe ich die Browser-Geschichte auch wieder etwas fortgeführt, weil gerade dieses Kapitel in der Geschichte des World Wide Webs ja nicht gerade am Ende ist und auch in Zukunft noch viele spannende Stunden versprechen dürfte, wenn ich mir mal die Erwartungshaltung Googles in seinen hauseigenen Browser anschaue. ;-)

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Daten-GAU mit Google Chrome.

4. September 2008 | 8 Kommentare | Veröffentlicht in SicherheitsWelt

Ich muss zugeben, es erfüllen sich absolut alle übelsten Befürchtungen, die ich bei einem Webbrowser aus dem Hause Google aus dem Bauch heraus erst einmal hatte. Während schon von Anfang an klar war, dass Google Chrome quasi ständig mit Google kommuniziert, so setzt es Stück für Stück alles das außer Kraft, das eigentlich für Privatsphäre steht.

Das fängt schon damit an, dass dieser Browser eine eindeutige ID erzeugt und damit der Benutzer einen schmierigen, roten, breiten Faden durchs Web zieht, der komplett bei Google nachvollzogen werden kann. Das können im Prinzip auch diverse Toolbars, allerdings eben nur dann, wenn diese aktiv installiert werden. Chrome ist aber von Hause aus aktiv und sendet und sendet. Man könnte das auch einfach “Spyware” nennen.

Der aktuelle Gipfel ist, dass dieser Browser Zeichen für Zeichen alles das übermittelt, was in die Adresszeile eingegeben wird, wie Andreas Krennmair aus Linz anschaulich analysiert hat. Wohlgemerkt: Nicht erst dann, wenn der Benutzer auf Enter drückt, sondern tatsächlich schon während der Eingabe. Damit versucht Google freilich genau das, was Suchboxen auf Webseiten auch schon gelegentlich machen, nämlich aus den ersten Zeichen schon Suchergebnisse zu liefern, aber dass das nun schon in der Adresszeile des Browsers passiert, ist eine neue Qualität des Ausspionierens und schlicht eine Schweinerei erster Güte. Nichts wird der Benutzer mit diesem Browser machen können, ohne dass er offenbar munter jeden Pups nach Hause telefoniert.

Da kann ich mich noch lebhaft daran erinnern, wie groß der Aufschrei mal war, als der Internet Explorer weit weniger kritische Dinge nach Hause telefoniert hat. Heute kommt Google daher und klaut dem Benutzer praktisch alles, was er in die Tasten haut und verkauft das scheinheilig unter dem Deckmäntelchen mit Schnelligkeit und Standardkonformität. Und wie? Wir regen uns auf, weil Leute unsere Adressen verkaufen?

“Don’t be evil.” … das glauben vermutlich nur noch die Aktionäre.

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Warum die Welt Google Chrome nicht braucht.

3. September 2008 | 8 Kommentare | Veröffentlicht in World Wide Web

Eigentlich kann man die Frage, warum die Welt Google Chrome nicht braucht, sehr einfach beantworten: Warum nutzen wir Firefox? Genau, weil der Internet Explorer von Microsoft ist und Microsoft den Internet Explorer schamlos als Marketingplattform für seine eigenen Dienste nutzt. Abgesehen davon, dass der Internet Explorer einfach nur dämlich ist, schon immer dämlich war und auch immer dämlich bleiben wird.

Der ganze Marketing-Firlefanz, dass Google Chrome deshalb geschrieben hat, um dem User endlich einen stabilen Browser hinzustellen… sorry, Crap. Es geht darum, mit Google Chrome noch deutlicher, noch universeller und noch ungestörter möglichst nur die Google-Dienste schmackhaft zu machen und sonst nichts. So lustig bunt und sauber Google auch daherkommen mag – der Kampf auf dem Desktop (beileibe nicht nur unter Windows) ist beinhart und da ist Präsenz gefragt. Google-Präsenz ist in Firefox und dem Internet Explorer austauschbar, also bleibt die einzige Alternative, selbst einen Browser zusammenzubasteln, der natürlich immer besser als die Konkurrenz ist. Wenn es nicht ganz so penetrant und bodenlos wie mit der Religionsmethode von Steve Jobs läuft, kann man es zumindest tolerieren.

In diesem Sinne weiß ich partout nicht wirklich auch nur ein einziges Argument, weshalb ich Firefox aufgeben sollte und weshalb dieser Planet Google Chrome braucht.

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