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Keine Überraschungseier?

20. Mai 2009 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in SonstigeWelt

An der Supermarktkasse habe ich vorhin staunen müssen. Da, wo sonst palettenweise die Kinderüberraschungseier stehen, stehen sie nun nicht mehr, sondern ein Verschnitt namens “Kinder-Joy”. Die sind zwar auch eierförmig, das Ei besteht aber aus zwei Kunststoffschalen, In der einen Schale ist eine Milch- und Haselnusscreme mit zwei seltsamen Keksbällchen eingegossen und in der anderen befindet sich, abgetrennt durch eine kleine Folie, eine Figur. Und dieses Ding ist auch noch deutlich teurer, als das klassische Überraschungseier.

Also im Büro etwas recherchiert und tatsächlich gibt es dieses Kinder-Joy schon seit dem Jahr 2006 und wird zwischen Mai und Juli anstelle des Überraschungsei verkauft, weil dem echten Schoko-Ei die Wärme nicht gut bekommt. Na das ist ja mal etwas wirklich Neues!

Wie haben wir das früher nur geschafft, auch im Sommer die Überraschungseier weitgehend heil nach Hause zu bekommen? Vermutlich waren die Sommer nicht so heiß, wie heute. Oder hat etwa Ursula von der Leyen bei den Überraschungseiern auch ihre Finger im Spiel? Das wäre dann nämlich wirklich politischer Selbstmord.

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Äh, nein, Fefe.

19. Mai 2009 | 5 Kommentare | Veröffentlicht in Netztechnik

Fefes Blog ist an sich eine Institution. Hoch verschwörerisch (sagt er selbst), regelmäßig unterhaltsam, allerdings manchmal auch nicht ganz korrekt und einseitig. So auch heute mit folgendem Posting:

Die ganzen extremistischen Terroristen-Nazi-Bombenleger betreiben ja im Moment aus Protest gegen die Internetzensur öffentliche Nameserver, mit denen man DNS-Zensur umgehen kann. Wisst ihr, wer noch?

$ host -t ns bundestag.de
bundestag.de name server s615.babiel.com
[...]
$ host s615.babiel.com
s615.babiel.com has address 217.79.215.156
$ host blog.fefe.de 217.79.215.156
blog.fefe.de has address 80.244.246.150

Der Bundestag! (Danke, Lutz)

Was will uns Fefe sagen? Nämlich das, dass der Deutsche Bundestag DNS-Nameserver verwendet und diese offenbar auch für externe Benutzer Adressen auflösen kann. Was er allerdings nicht schreibt, ist der Umstand, dass es sein könnte, aber nicht wirklich getestet werden kann. Fangen wir mal an mit den Tatsachen:

Was hat er da überhaupt oben analysiert? Also, der Befehl “host” ist etwas ähnliches wie “nslookup”, nämlich ein Werkzeug zum Auflösen von DNS-Namen. In der ersten Zeile wird abgefragt, welcher Nameserver für die Domain “bundestag.de” autoritativ zuständig ist. Die zweite Zeile beantwortet dies mit dem Nameserver “s615.babiel.com”. In der vierten Zeile fragt er mit “host s615.babiel.com” die IP-Adresse des Nameservers ab und bekommt dies in der fünften Zeile geliefert (“217.79.215.156″). In der sechsten Zeile fragt er mit “host blog.fefe.de 217.79.215.156″ den so ermittelten Nameserver, ob er blog.fefe.de kennt.

  1. Nameserver, die Domains hosten, müssen nicht unbedingt auch die gleichen Nameserver sein, die für die Nutzung von DNS-Auflösungen bei Kundenzugängen genutzt werden. Bei Hosting-Providern ist dies sogar eher unüblich. Spielt aber bei unserer Betrachtung nur eine sekundäre Rolle.
  2. Die wenigsten Nameserver sind für bestimmte Adresskreise beschränkt und können aus dem ganzen Internet heraus für DNS-Auflösungen genutzt werden. Das hat weitgehend historische und technische Gründe, denn das Domain Name System ist durch seinen streng hierarchischen Aufbau vergleichsweise starr und wenig reglementierbar, weshalb es auch relativ wenig Mißbrauchspotential für Nameserver gibt – zumal eben letztendlich auch jeder Nutzer einen eigenen DNS-Nameserver einrichten und nutzen könnte, wenn er wollte und der Trend zukünftig auch in diese Richtung gehen dürfte. Dass der obige Nameserver deshalb auch aus dem Internet heraus für andere Domainnamen zur DNS-Auflösung genutzt werden kann, ist eher nichts besonderes, sondern (derzeit) weitgehend Normalität im Internet.
  3. Gehört das Blog von Fefe mit ziemlicher Sicherheit zu keiner Website, die derzeit in irgendeiner Datenbank mit zu sperrenden Websites etwas zu suchen hätte. “Derzeit” deshalb, weil man ja inzwischen kaum noch davor gefeit ist, dass man morgen in einem Dorf aufwacht, durch das der nächste Minister auf der Suche nach seinem Profil die nächste Sau treibt.

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Formulare am PC mit Windows Journal ausfüllen.

19. Mai 2009 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Ich bin durch und durch einer, der bedrucktes Papier nur als Buch oder Zeitschrift erträgt, nicht unbedingt aber als handschriftlich auszufüllende Formulare, die man dann möglicherweise auch noch faxen muss. Denn dazu braucht man einen Drucker (den ich nicht besitze), ein Faxgerät (das ich auch nicht besitze) und Papier (was ich als Träger von nur wenigen Minuten auf Papier bereitzuhalten Informationen für zu schade halte).

Eine feine Sache ist hier das PDF-Format, wenn der Ersteller eines Formulars sich die durchaus mühselige Arbeit gemacht hat, ausfüllbare Felder in das Formular einzuarbeiten. Formular herunterladen, im Adobe Reader am Bildschirm ausfüllen und ausdrucken, entweder auf Papier oder per Druckertreiber auf ein virtuelles Faxgerät (beispielsweise per Fritz!Fax).

Leider sind ausfüllbare PDF-Formulare eher die Seltenheit. Die meisten Formulare sind einfach nur in PDF gegossene “dumme” Formulare und wenn es schon ausfüllbare PDF-Formulare gibt, haben die gern noch gelegentlich die Eigenschaft, dass nicht alle Felder auch am Computer ausgefüllt werden können, beispielsweise Unterschriftsfelder. Doch hier bringt Windows Vista eine hauseigene Lösung mit und die nennt sich Windows Journal.

Windows Journal ist ein Programm, das eigentlich ursprünglich aus der TabletPC-Welt von Windows XP kommt und dazu dient, dass an einem TabletPC mit einem Stift bequem via Bildschirm handschriftlich auf virtuelles Notizpapier geschrieben werden kann. Das funktionierte sogar richtig gut, so dass Windows Journal fest im Lieferumfang von Windows Vista dabei ist. Es findet sich im Startmenü im Zubehör-Ordner und dort im Unterordner TabletPC. Falls dieser Unterordner nicht vorhanden ist, müssen die “optionalen TabletPC-Komponenten” als Windows-Funktionen unter “Programme und Funktionen” in der Systemsteuerung nachinstalliert werden. Ist aber eine Sache von wenigen Minuten.

Der Weg eines auszufüllenden Formulars zu Windows Journal funktioniert über einen virtuellen Drucker namens “Journalnotizdruck”, der installiert wird, wenn Windows Journal erstmals gestartet wird:

Windows Journal: Installation des Druckertreibers

Und danach wird es einfach: Einfach das gewünschte Formular auf den Bildschirm holen (in meinem Beispiel ist es das nicht direkt ausfüllbare GEZ-Abmeldeformular), Drucken, als Drucker den “Journalnotizdruck” auswählen und in der Dateiauswahl den Standort der zu erstellenden Datei angeben:

Windows Journal: JNT-Datei erzeugen via Druck

Erzeugt wird dann eine Datei mit der Dateiendung “.jnt”, was eine Windows-Journal-Datei kennzeichnet. Mit einem Doppelklick lässt sich das dann in Windows Journal öffnen und kann dort mit dem Stift direkt am Bildschirm ausgefüllt werden. Wer keinen TabletPC bzw. Grafiktablett hat, hat natürlich hier nur wenig Chancen, kann sich aber immerhin (recht umständlich) mit Textfeldern behelfen. Wer damit fertig ist, kann das so ausgefüllte Formular abspeichern und ausdrucken, entweder auf Papier oder beispielsweise eben auf einen virtuellen Faxdrucker.

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Die Magie der RAW-Formate.

18. Mai 2009 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in BilderWelt

Unter Zeitdruck fotografieren, ist ein Graus, vor allem für Fotografen, die zur Zeit eigentlich gar nicht zum Fotografieren kommen. So ging es mir am Samstag, als kurzfristig ein Anruf aus dem Wahlkampfteam kam und zwei Personen fotografiert werden mussten. Vorlauf: Eine Viertelstunde.

Nun gibt es Fotografen, die nach Gebrauch das Setting ihrer Kamera wieder auf ihren Standard zurückstellen. Zu dieser Gruppe habe ich noch nie gehört, was am ehesten durch meine frühere Tätigkeit als Kameraassistent zu erklären ist. Nach einem Dreh will man viel, aber auf jeden Fall nicht vor Ort am Drehort den Wagen wieder korrekt beladen. Also reingeschmissen den Krempel und zurück. Zuhause dann maximal noch die Akkus ans Ladegerät und dann nach Hause. Das ist natürlich schlecht, wenn man im Team arbeitet und man sich eigentlich gern darauf verlassen würde, dass das Arbeitszeug möglichst standardisiert im Kofferraum liegt, aber da sich alle Beteiligten bei EB-Teams im Broadcast-Bereich nicht daran halten, ist es quasi doch wieder ein Standard.

Zurück zum Fotografieren. Kurzum: Ich habe einen Fehler beim Fotografieren begangen und mittenbetont die Belichtung gemessen. Das hat dazu geführt, dass die Bilder auf dem Display noch einigermaßen ansehnlich waren (was ich bei gleißendem Sonnenlicht allerdings auch nur schlecht beurteilen konnte), dafür aber zu Hause am Computer das ganze Elend preisgaben – zweieinhalb Blenden überbelichtet, so rein aus dem Bauch heraus. So ein Fauxpas ist mit Diafilm ein klassischer Rohrkrepierer, weil praktisch unreparierbar.

Da ich in Nikons RAW-Format NEF fotografiert habe, konnte ich aber etwas herumspielen und staunen, denn die krasse Überbelichtung ließ sich problemlos mit den Bilddaten herausregeln, die das NEF-Format intus hatte. Gut, zugegeben, ich habe sinnigerweise aufhellgeblitzt und damit die übelsten Kontraste im Bild verhindert, aber es ist dennoch höchst erstaunlich, was da in so einem RAW-Format an gewaltigem Dynamikumfang steckt und man normalerweise nicht sieht.

Das Ergebnis wird derzeit verarbeitet und kommt demnächst online, ich werde dann mal dorthin verweisen und vor allem auch mal das Rohprodukt zum Vergleich zeigen.

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Blogs aus der Region (15).

17. Mai 2009 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in BlogWelt

Ein kurzes Update der Liste mit Blogs aus Pforzheim & Enzkreis, wiederum mit politischen Aktivitäten und alle souverän mit WordPress aufgesetzt, wie es sich für kleine und hübsche CMS-Projekte gehört:

  • Caroline Mai ist Kandidatin der FDP für den Pforzheimer Gemeinderat und fährt ein klassisches und überaus authentisches Personen-Weblog. Im Vergleich zu vielen anderen lokalen Polit-Weblogs hat sie richtig viel Kommentare im Blog, darauf kann man dann doch neidisch werden, die Strategie scheint zu stimmen. :-)
  • Notizen, Kommentare von Marcus Böhm ist ebenfalls ein privates Weblog und auch in dieser Rubrik einsortiert, obwohl Marcus auch auf der SPD-Liste für den Pforzheimer Gemeinderat kandidiert. Da aber sein Blog neutral gehalten ist, läuft sein Blog unter den privaten.
  • Die Liste BürgerBeteiligungsHaushalt – LBBH ist eine Wählerinitiative aus Pforzheim.
  • missionpoken ist eine Website mit Webshop für Pokens, relativ neuen Gerätschaften, mit dem man unkompliziert Kontaktdaten austauschen und sich außerhalb des Internets Kontaktdaten anderer Leute für soziale Netzwerke merken kann. Betreiber ist mit Steffen Siegrist wieder einer der üblichen Verdächtigen aus der regionalen Web-2.0-Szene. ;-)

Wo sind wir jetzt? Genau bei 67 Blogs. Dafür, dass diese Liste noch keine neun Monate alt ist, ist das ein guter Wert.

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Wo Datenmisthaufen sind, da sind auch Datenkäfer.

17. Mai 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in SicherheitsWelt

Es gibt ein ganz einfaches Gesetz beim Bilden von Vorratsdatenhaltungen: Sammle Daten wie ein Weltmeister und du wirst Freunde gewinnen, von denen du später weißt, dass du sie in diesem Zusammenhang am besten nie kennengelernt hättest. Das müssen sich vor allem Leute heutzutage fragen, die in der Ära Mehdorn in der Führungsriege der Deutschen Bahn gearbeitet haben.

Immer wieder erstaunlich ist dabei, wer da alles in welchen Daten herumgeschnüffelt hat und es offenbar lange Zeit null Widerstände oder ein “unangenehmes Bauchgefühl” bei Verantwortlichen gab. Die hübscheste Randnotiz dabei ist das, was der Heise-Newsticker heute schreibt, nämlich dass in den Jahren 1994 und 1998 die Deutsche Bahn im Auftrag der Gewerkschaft (!) Transnet überprüft hat, ob Mitarbeiter der Deutschen Bahn, die in Transnet gewerkschaftlich organisiert sind, auch satzungsgemäße Gewerkschaftsbeiträge abführen, die sich grundsätzlich nach der Gehaltshöhe orientieren.

Und das ist dann eine sehr spannende Verquickung, denn die Gewerkschaften sind im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG vertreten und zudem eigentlich auf der anderen Seite des Managements und auf Seiten der Mitarbeiterschaft. Wenn es aber gilt, den eigenen Hintern einpudern zu lassen, dann gibt es offenkundig keine Skrupel mehr.

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Wo Gabi hinkommt, wächst kein Gras mehr.

16. Mai 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in PolitikWelt

Das zumindest habe ich mir gedacht, als ich die neueste Lokalposse aus Pforzheim gelesen habe, die so eigentlich auch nur in Schilda Pforzheim passieren kann.

Gabriele Pauli, die Holzfällerin für selbsternannte, bayerische CSU-Edelhölzer, stattet Pforzheim am 25. Mai einen Besuch ab. Das macht sie nicht einfach deshalb, weil Pforzheim eine besonders sehenswerte Stadt oder zu diesem Zeitpunkt die an Pforzheim vorbeiführende Autobahn gesperrt wäre, sondern weil sie im Wahlkampf ist. Genauer: Im Europawahlkampf. Sie ist nämlich Spitzenkandidatin der Partei der Freien Wähler, was insofern schon mal sehr bemerkenswert ist, weil sich die Freien Wähler eigentlich eher nicht als zentral organisierte Partei verstehen. Zumindest außerhalb Bayerns.

Das muss man deshalb etwas vorausschicken, da die lokale Truppe der Freien Wähler in Pforzheim derzeit ebenfalls im Wahlkampf ist, allerdings eher mit dem Schwerpunkt auf der Kommunalwahl. Sprich: Europa ist schön und nett, man hat als Freie Wähler in Pforzheim allerdings einen Kampf ganz anderer Natur zu kämpfen, als der schönen Gabi den Platz im Europaparlament zu sichern. Und aus diesem Grund – und auch aus dem Grund, dass außerhalb Bayerns die Freien Wähler mit Gabriele Pauli eher nichts anfangen können und wollen – hat man sich vom Besuch von Gabriele Pauli in Pforzheim doch tatsächlich öffentlich mit einer Pressemeldung distanziert.

Nun fragt man sich natürlich in so einem Zusammenhang, wie das denn zusammenpasst. Wer hat den Gabriele Pauli eigentlich eingeladen, wenn es offensichtlich die Freien Wähler nicht sein können, wenn sie sich öffentlich davon distanzieren? Des Rätsels Lösung ist eine Wählervereinigung in Pforzheim, die so genannten Unabhängigen Bürger. Und diese Truppe ist im Gemeinderat pikanterweise mit den Freien Wählern in einer Fraktionsgemeinschaft im Pforzheimer Gemeinderat.

Das bedeutet also unterm Strich, dass eine Wählerinitiative eine Spitzenfunktionärin einer anderen Partei bzw. Wählervereinigung eingeladen hat, mit der man in einer Fraktionsgemeinschaft gemeinsam im Gemeinderat sitzt. Nicht dass das so viele Menschen sind, dass man da mal etwas vergessen könnte, gemeinsam zu diskutieren: Sechs Menschen teilen sich da in der Fraktionsgemeinschaft den Fraktionstisch, zwei von den Freien Wählern, zwei von den Unabhängigen Bürgern und zwei Stadträte von zwei weiteren Wählerinitiativen. Da könnte man ja durchaus mal den Terminkalender miteinander grob synchronisieren.

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Raritäten.

16. Mai 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in Interna

Okay, ich gebe zu, ich bin derzeit etwas unter Druck in Sachen Bloggen und mache mich gerade etwas rar. Um präziser zu sein: Etwas unter Druck in Sachen privatem Bloggen. Wir sind nämlich hier in Baden-Württemberg und im speziellen in Pforzheim in der nun heißen Wahlkampfphase zur Kommunal- und Oberbürgermeisterwahl. Für beide Wahlkämpfe laufen zwei Kampagnenplattformen im Web, wobei der derzeitige Arbeitsschwerpunkt derzeit eindeutig auf der Website des OB-Kandidaten Gert Hager liegt. Das Ding hatte ich ja Anfang Januar gestartet, flankierend zur Ankündigung von Gert Hager, als Oberbürgermeister in Pforzheim zu kandidieren.

Ich gebe zu, meine damalige These, dass kommunale Wahlkämpfe das eigentliche Zuhause von Politik 2.0 sind, war damals gewagt und hatte mehr mit dem Prinzip Hoffnung zu tun, als mit den Tatsachen, die es nach wie vor kaum gibt. In der Zwischenzeit habe ich meine Lektionen gelernt und alle, wirklich ausnahmslos alle Lektionen bestätigen meine Thesen dermaßen deutlich, dass ich Respekt vor meiner Kühnheit habe, die ich da vor rund fünf Monaten an den Tag gelegt habe.

Politik 2.0 ist in der Kommunalpolitik ein hochspannendes Werkzeug, das problemlos einige Dinge massiv auf den Kopf stellen kann, wenn man es vom Kopf aus beginnt. Gerade in der Kommunalpolitik herrscht auch nach wie vor die Arbeitsweise vor, dass man vornehmlich eine Pressemeldung schreiben und adäquat in der Lokalpolitik unterbringen muss, um publik zu werden – mit allen daraus resultierenden Vor- und Nachteilen.

Politik 2.0 mit dem Paradigma der engen Wahlkampfbegleitung sprengt diese Fesseln auf eine schwer widerstehliche Art, wenn man sich darauf einläßt. Man kann als Politiker im Web das ausdrücken, was man tatsächlich tut bzw. gemacht hat und der Wähler kann sich darauf einlassen, Aspekte von politischer Arbeit aus direkten Quellen zu erfahren. Das hört sich oft genug gestelzt an und eben auch nach “Wahlkampf”, aber auch genau da sind wir ja auch. Es müssen in der Politik zuvorderst Menschen überzeugt werden und Politik 2.0 bietet genau hier eine ultraschnelle Verbindung zum Wähler und das in direktester Luftlinie.

Es fängt träge an, man zweifelt am Anfang durchaus und bekommt vor allem von den beteiligten Wahlkampfmanagern fast schon mit ein wenig Mitleid Terminankündigungen und ein paar Bilder zur Zweitverwertung auf der Website. Da aber Politik 2.0 und vor allem ein Weblog nicht nur von aktuellen Nachrichten, sondern auch von allen anderen, bis dato dort veröffentlichten Texten und Bildern lebt, kommt der Punkt der “kritischen Masse” zwar gemächlich, dafür dann aber mit Warp 8. So deutlich, dass  sich sogar die Kampagnenleiter, die sich schon im gesetzteren Alter befinden und eine Menge traditioneller Wahlkampferfahrung an den Tisch bringen, dabei von mir erwischen lassen, dass sie die Wahlkampfaktivitäten plötzlich so mehrgleisig medial planen, wie man es ein paar Ebenen höher kennt. Plötzlich sind Bilder bereit, Stichworte geliefert, der Kandidat bloggt zwischen Tür und Angel einen Entwurf, der Terminkalender wird zentral mit Google Calendar verwaltet und fallweise ins Weblog importiert. Die Masse an Content erzeugt den Wunsch, noch mehr Content zu liefern und genau damit läuft der Reaktor.

Da geht was, Folks. Was genau, ist schwierig zu definieren und auch die Frage steht noch unbeantwortbar im Raum, wohin uns das alles hinführt. Aber wir haben mit der Kampagnenseite im Januar bei genau Nullkommanull angefangen und haben jetzt mehr Visits, als mein gar nicht ganz so selten gelesenes Blog. Wer sich dahinterklemmt und seine Aufgabe in der Kommunalpolitik als “Aufgabe” erkennt, die er immer im Konsenz mit anderen angehen muss und die er gern mit der interessierten Bevölkerung diskutieren möchte, der ist immerhin schon mal da, wo wir im Januar angefangen haben.

Für den nächsten Schritt muss man entweder experimentieren und durchaus auch Spass dabei haben. Oder bald zwei Leute fragen, die sich damit auskennen und tragfähige Konzepte liefern. ;-)

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Was ist Polka?

14. Mai 2009 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in HumorWelt

Das hier. Ihr dreht am besten mal eure Lautsprecher ordentlich auf, denn dieses Video der Gruppe Los Colorados aus der Ukraine ist fast besser, aber auf jeden Fall unterhaltsamer, als das Original. Ich habe Tränen gelacht:

(Ja, ich habe das mal vor Monaten getwittert, finde es aber nicht mehr. Deshalb wird es hiermit verbloggt.)

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PS3-Update 2.76.

14. Mai 2009 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in GamingWelt

Verstehe einer mal das Versioning von Sony Computer Entertainment an dieser Stelle, denn die Version 2.76 der PS3-Firmware, die nun ausgeliefert wird, folgt direkt auf die Version 2.70, die Anfang April veröffentlicht wurde. Was mit 2.71, 2.72, 2.73, 2.74, 2.75 passiert ist… niemand weiß es.

Und auch mit der Version 2.76 passiert, laut dem US-Playstation-Blog, nicht sonderlich herzlich viel, denn es wird nur die “Abspielqualität von einigen PS3-Titeln verbessert”. Na denn, lassen wir die Firmware halt eben verbessern.

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