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Mehr RAM – und deine Kiste steht!

20. Februar 2009 | 8 Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Ich war gerade doch nicht wenig verblüfft. Da sitzt man munter am Tisch mit Leuten, dröhnt herum, dass mein Notebook jetzt 4 Gigabyte Arbeitsspeicher hat, will das Ding anwerfen und dann dauert es und dauert es und dauert es. Das Hochfahren dauert wirklich unangenehm lange. Und das hat einen sehr einfachen Grund: Hibernation. Oder wie wir in der deutschen Sprache sagen: Ruhezustand.

Im Gegensatz zum Standby-Modus, bei dem ein Notebook nicht gänzlich heruntergefahren wird, sondern der Arbeitsspeicher weiter mit Strom versorgt wird und damit das Herunter- und Hochfahren sehr schnell geht, wird im Hibernation-Modus das Notebook tatsächlich heruntergefahren. Damit dann beim Hochfahren nicht ein komplett neuer Windows-Start fällig wird, wird der Inhalt des Arbeitsspeichers auf die Festplatte geschrieben und beim Starten wieder in denselbigen eingelesen. Das waren bis heute Nachmittag eben noch zwei Gigabyte und das sind nun vier. Und das ist nur bedingt witzig, weil es den Ruhezustand wirklich massiv ausbremst.

Sprich: So geht das ja mal gar nicht – ohne Hibernation stehe ich mir so die Füße in den Bauch. Und deswegen werde ich die vier Gigabyte morgen wieder ausbauen und gegen zwei Gigabyte austauschen. Zumindest so lange, bis ich so reich bin wie Göksi-Man und der Kiste wohl oder übel etwas vorgezogen eine Solid State Disk anstatt der bisherigen Festplatte gönne. Rein faktisch gesehen wäre dieses Tuning dann aber wirklich die absolute Oberlatte, denn die Preise für Solid State Disks sind sowas von hochexplosiv, das ist der regelrechte “Ober-Burner”, um mal in der Sprache meiner Cousinen zu sprechen.

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Würde die ARD Giga.de kaufen?

19. Februar 2009 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in MedienWelt

Vor einigen Jahren hätte man noch sagen können: Auf gar keinen Fall. Die ARD kauft nichts, was sie a) nicht selbst erfunden hat, b) was modern wirken könnte, c) was albern ist und d) was mehr als 20 Euro kostet.

Heutzutage gilt genau das Gegenteil. Auf der inzwischen verzweifelten Suche nach Zuschauern unter 55 Jahren, die nicht nur das Erste anschauen, weil es zufälligerweise bei vielen Fernsehern das erste Programm ist, das nach dem Einschalten des Fernsehers auf dem Bildschirm erscheint, ist nichts mehr sicher vor der Altherrenriege der Anstaltsleitungen, die sich auch heute noch traditionell mindestens einmal in der Woche in einer Telefonkonferenz trifft und möglicherweise das schon richtig modern findet. Immerhin ist gelebte Dezentralität das Credo der ARD und ist nicht auch das Internet irgendwie dezentral?

Anyway: Giga.de ist am Ende. Der lustige Handkäsesender für Computerspiele, amerikanische Sportarten, Lifestyle, Promi-News. Mit furchtbar jungen Moderatoren und offenbar auch furchtbar jungem Produktionsteam, die sich auf furchtbar burschikose Kameraführungen spezialisiert haben. Premiere, der derzeit letzte Besitzer des Formates, hat augenscheinlich ganz andere Probleme und muss das Ding loswerden.

Da es ja nun auch schon einen schwarzen US-Präsidenten gibt und man heutzutage tatsächlich auch für jeden umfallenden Sack Reis eine eigene Facebook-Unterstützergruppe einrichten kann, hat die Giga.de-Community – immerhin angeblich 1,5 Millionen (!) Mitglieder stark – nun doch tatsächlich die Lösung gefunden: Endlagerung bei der ARD.

Man bloggt sogar schon liebevoll mit Rechtschreibfehlern und hält Interviews (bezeichnenderweise mit ARD-Sendern). Und auch wenn ARD und ZDF mit Computerformaten im Fernsehen nach wie vor nichts anfangen können – kein noch so kruder Hype ist vor der ARD inzwischen sicher, immerhin darf sogar Oliver Pocher bei der ARD auf den Sender, sogar vor Publikum. Noch vor zehn Jahren wäre sowas sofort vom Sicherheitsdienst aus dem Haus getragen worden.

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Who cares about RAM limits?

19. Februar 2009 | 4 Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Kurzum, ich liebe mein HP tx1000. Ein kleines, feines Notebook mit einem AMD Turion x2 (demnach ein Dual Core), der mit 1,8 GHz Taktgeschwindigkeit befeuert wird. Der Grafikchip basiert auf einem GeForce Go 6150, was nicht unbedingt das Beste, allerdings für ein 12-Zoll-Notebook ein guter Kompromiss ist. Mit einem Vista Ultimate x64 ist das Ding einfach mein Notebook. Nicht zu groß, auch nicht zu klein, aber im Gegensatz zur Netbook-Klasse läuft auf meinem Notebook problemlos auch rechenintensivere Software.

Nur ein Manko gibt es: Laut HP-Dokumentation lässt sich der Arbeitsspeicher nur auf 2 Gigabyte aufrüsten, aufgeteilt in zwei SODIMM-Riegel zu je einem Gigabyte. Eigentlich. Denn mein Chef meinte, ich solle doch einfach mal spaßeshalber zwei Riegel mit je 2 Gigabyte Arbeitsspeicher einbauen und schauen, ob die Kiste hochfährt. Sie fährt problemlos und hat dann tatsächlich 4 Gigabyte Arbeitsspeicher. So einfach ist das. Und ich bedaure seit Monaten leise vor mich hin, dass es angeblich nicht mehr als 2 Gigabyte sein können…

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Ein Kaminofen kühlt.

18. Februar 2009 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in EnergieWelt

Ja, richtig gelesen. Und wir reden hier nicht von einem nicht angeheiztem Kaminofen, sondern von einem Kaminofen, der richtig auf Betriebstemperatur ist. Wie geht das? Sehr einfach: Im Zusammenspiel mit einer Zentralheizung.

Wir haben im Haus zwei Stockwerke. Beide Stockwerke werden mit einer Zentralheizung und dort fest installierten Heizkörpern von einer Gastherme im Keller versorgt. Die Gastherme selbst ist ein neueres Modell, die die Außentemperatur und die Wasserrücklauftemperatur auswertet und anhand einer einstellbaren Heizkurve den Brenner steuert. Die Gastherme kann also bei kühler Witterung dies über den Außensensor ermitteln und die notwendige Heizleistung zusätzlich über die Wasserrücklauftemperatur, die, wenn das Haus zu gering beheizt ist, kühler ist, als wenn es beheizt wäre. Und schon geht der Brenner auf Touren oder eher nicht. So weit, so gut.

Wenn nun ein Kaminofen im ersten Stock angeworfen wird, dann heizt natürlich der Kaminofen den Raum mit und damit auch das Wasser in den Heizkörpern. Das hat zur Folge, dass die Wasserrücklauftemperatur zur Gastherme hin höher ist, die Gastherme deshalb einen Gang herunterschaltet. Für den ersten Stock ist das ja dann auch in Ordnung, für den zweiten Stock aber nicht. Und schon wird es dort merklich kühler. Zusätzlich unangenehm dabei ist, dass dieser Effekt nachlaufend ist. Feuer in Kaminöfen gehen nämlich in der Regel nicht schlagartig aus und darüberhinaus verlieren Kaminöfen auch nicht sofort ihre Temperatur, so dass sich die Normaltemperatur im Haus erst nach einigen Stunden wieder regelt.

Ergo: Ich muss eine Thermostat-Lösung kaufen, die vor dem Beheizen mit dem Kaminofen die Möglichkeit bietet, die Heizkörper im ersten Stock herunterzuregeln, damit die Raumtemperatur nicht die Gastherme durcheinander bringt. Und ich dachte, wir sind im 21. Jahrhundert angekommen…

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Internet kaputt.

18. Februar 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in SupportWelt

Gerade von einer meiner Gernekunden (nämlich genau bei dem im Artikel gemeinten Gernekunden) habe ich in den letzten Tagen vermehrte Anrufe bekommen, dass der Internet-Zugang bei ihnen Spacken machen würde. Jeden Morgen würde der Zugang erst einmal nicht funktionieren und man müsse erst einmal den DSL-Router neu starten, denn erst danach würde es funktionieren – bis zum nächsten Morgen.

Nun sagt der Admin-Bauch, dass das entweder ein kneifender T-DSL-Anschluss ist oder der DSL-Router kränkelt. Den T-DSL-Anschluss habe ich dann durch die Telekom prüfen und zurücksetzen lassen, was die Symptome nicht verschwinden ließ. Blieb also nur der DSL-Router, den ich dann heute eigentlich austauschen wollte. Mich störte nämlich grundsätzlich auch der Umstand, dass die Administrationsseite des DSL-Routers über die feste IP-Adresse, die der Internet-Zugang hat, nicht erreichbar ist.

Bis ich mal heute spaßeshalber auf die Idee bekommen bin, nicht HTTP auf Port 80 zu nutzen, sondern HTTPS auf Port 443. Und siehe da, es kam etwas zurück. Nur nicht die Administrationsseite des DSL-Routers, sondern die Administrationsseite eines NAS, eines Network Attached Storage. Das wäre schon kurios genug, wenn es nicht den Umstand gäbe, dass der Kunde gar keine NAS bei sich zu Hause stehen hat.

In der Tat ist es nämlich so, dass die vergebene IP-Adresse, die ich bei der Anmeldung des ADSL-Zuganges erhalten habe, gar nicht mit dem ADSL-Zugang verknüpft ist und der Zugang bei jeder neuen Einwahl – nämlich alle 24 Stunden – mangels zugeteilter IP-Adresse vom Einwahlrouter gar keine nach außen rout-fähige IP-Adresse erhält. Damit funktioniert nach erfolgter Neueinwahl zwar der Internet-Zugriff in Richtung Internet, von außen ist der Router und das Kundennetz jedoch nicht zu erreichen. Und die ursprünglich vergebene IP-Adresse gehört einem ganz anderen Kunden. Auf solch spannenden Probleme muss man erst einmal kommen.

Die Lösung wiederum ist dann unspektakulär einfach – man suche eine wirklich freie IP-Adresse aus dem für die DSL-Zugänge reservierten Adresspool heraus, editiere den Datensatz, der per RADIUS bei der PPPoE-Anfrage herausgegeben wird und schon gibt es bei der nächsten Einwahl, die durch einen simplen Neustart des DSL-Routers provoziert wird, eine gültige und auch rout-fähige IP-Adresse.

Bei so einem Problem hat der ursprüngliche Hilferuf, dass das Internet kaputt sei, ausnahmsweise eine richtige Berechtigung gehabt. Es war hier wirklich kaputt.

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