Rückblick auf 2010.

Die trillian war so freundlich, mir ein Stöckchen zukommen zu lassen, das beantwortet werden will:

1. Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen. Viel. Bis jetzt 21 Kilogramm, Tendenz weiter fallend.

2. Haare länger oder kürzer?
Wie immer. 12 Millimeter pro Friseurbesuch, das hält dann auch vier bis sechs Wochen. 🙂

3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Weiterhin Normalnull.

4. Mehr Kohle oder weniger?
Unterm Strich tatsächlich weniger, was damit zu tun hat, dass ich Ende April mein Angestelltenverhältnis beendet habe und nun seit Oktober selbstständig bin. Der Anfang ist steinig und hart, aber motivierend.

5. Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr ausgegeben, was leider am Ende des Jahres dann noch von einem kaputtgegangenen Notebook gekrönt wurde.

6. Mehr bewegt oder weniger?
Mehr bewegt, sonst wäre das mit dem 20 Kilogramm auch nicht gegangen. Oder ist mit „mehr bewegt“ gefragt, ob man mehr bewegt hat? Falls ja, gilt hier auch „Ja“. Ein paar Dinge begonnen, die begonnen werden mussten.

7. Der hirnrissigste Plan?
Eine geschäftliche Entscheidung.

8. Die gefährlichste Unternehmung?
Im September beinahe an einem Fußgängerüberweg angefahren worden, den ein Autofahrer eine Sekunde vor meinem Überqueren mit Höllentempo durchfahren hat. Das wäre bös‘ ins Auge gegangen, wenn mein Schutzengel das nicht geregelt hätte.

9. Der beste Sex?
Null. Single. 🙁

10. Die teuerste Anschaffung?
Der Vorschuss fürs Autoleasing, den die Leasinggesellschaft wollte. Mir ist ja nicht zu trauen. Gleich gefolgt von einem Ergometer.

11. Das leckerste Essen?
Eigentlich schon haarscharf im neuen Jahr, allerdings produktionstechnisch noch dem alten Jahr zugehörig: Der Apfelkuchen von Donia. Unfassbar leckerer Kuchen.

12. Das beeindruckendste Buch?
Mein alter Rechtschreib-Duden, Modell 1992, der inzwischen eher eine Loseblattsammlung geworden ist. Es gilt hierzu immer noch mein Artikel, den ich 2005 bei NEON.de veröffentlicht habe.

13. Der ergreifendste Film?
Der Dokumentationsfilm „Hunger“, der in der gleichnamigen Themenwoche im Oktober in der ARD ausgestrahlt wurde und an fünf Schauplätzen Auswirkungen des weltweiten Hungers gezeigt hat. Am verstörendsten fand ich hierbei die Verzweiflung auf Haiti, die dazu führt, dass dort der „Schlammkeks“ als wichtiges Nahrungsmittel gilt. Passierter Dreck, vermengt mit Butter, Salz und Wasser und getrocknet an der Sonne. Ich war selten so entsetzt, wie bei dieser Doku.

14. Die beste CD?
„Waking Up“ von One Republic. Ein schönes Album von einer ziemlich verdrehten Band, die immerhin U2-Vorgruppe in München war.

15. Das schönste Konzert?
Genau das – U2 360°-Tour mit der Station in München im Sommer. Tolles und verhältnismäßig stressarmes Konzert, währenddessen ich im Kopf einige Entscheidungen getroffen habe. Passiert mir bei Konzerten in der Enterprise-Klasse ständig.

16. Die meiste Zeit verbracht mit …?
… Gedanken darüber, wie ich den nächsten Abschnitt meiner beruflichen Arbeit gestalten kann und will und wie ich mir das eigentlich mit dem Privatleben so vorstelle. Disclaimer: Keine Midlife-Crisis. 😉

17. Die schönste Zeit verbracht mit …?
… mir.

18. Vorherrschendes Gefühl 2010?
„Los geht’s!“ und „Dreck nochmal, ich falle gleich vor Erschöpfung vom Ergometer.“

19. 2010 zum ersten Mal getan?
Aperol getrunken und eine Sonnenbrille gekauft.

20. 2010 nach langer Zeit wieder getan?
Konsequente Bewegung.

21. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Auf die Kratzer im Auto, auf das Kaputtgehen meines Notebooks und auf die Realisierung des Verlustes eines vierstelligen Betrages, den ich durch eine Falschberatung meiner früheren Hausbank in den Sand gesetzt habe.

22. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Meine Schwester davon, dass Arbeit nicht alles ist und alles nicht Arbeit. Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich sehr, sehr stolz auf meine Schwester bin, die letztes Jahr zum Head of Bodywear bei einem namhaften, deutschen Modeunternehmen aufgestiegen ist und sich das allein durch ihre Leistungen erarbeitet hat?

23. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Wird nicht verraten, hat aber jemanden wirklich überrascht.

24. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Das ernstgemeinte Feedback eines Kunden, der mir offen gesagt hat, dass ihm meine Gewichtsabnahme schwer beeindruckt.

25. 2010 war mit einem Wort …?
Gut, es hat mir gefallen, kann aber nur ein Vorspiel für 2011 gewesen sein.

Will jemand das Stöckchen haben? Bitte einfach die Fragen übernehmen, im eigenen Blog beantworten, Trackback auf diesen Artikel setzen oder mir Bescheid geben zwecks Link.

Die große Fragerei zur Bloggerei.

Ein Stöckchen pro Jahr muss einfach gehen und da Kollege Pottblog gerade ein Stöckchen bearbeitete, bat ich ihn, ein Stöckchen seinerseits in meine Richtung zu werfen.

Warum bloggst du?

Es liegt wohl an meinem ausgeprägten Mitteilungsbedürfnis, mit allen damit verbundenen Vor- und Nachteilen. Es ist etwas sehr faszinierendes und an sich ein viel zu unterschätztes Privileg, Dinge in die Öffentlichkeit sprechen bzw. brüllen zu können, ohne dafür in ein Verlies gesperrt zu werden. Und man mag es nicht glauben, wie sehr selbst einfach gesprochene Worte dafür sorgen können, Meinungen zu verschieben, Dinge zu lernen, Missstände zu erkennen.

Seit wann bloggst du?

An sich seit März 2004, allerdings erst seit Juni 2007 unter dieser Adresse und in diesem Blog. Von März 2004 bis Juni 2007 habe ich “Das BesimBlog” beschickt, ebenfalls ein privates Weblog, allerdings mit weniger Augenkompatibilität. Der/die ein oder andere wird sich noch an den knallroten Hintergrund erinnern. 😉

Die Idee hinter diesem Blog ist eine stärkere Ausrichtung zu internet-spezifischen Themen, da unter www.netplanet.org mein Internet-Lexikon liegt. Dazu muss ich mich zwar gelegentlich zwingen, aber es ist gut, ein paar Leitlinien zu haben, an die man sich halten kann, wenn man gar nichts mehr zu bloggen weiß.

Warum lesen deine Leser dein Blog?

Vermutlich weil sie unterhalten werden wollen. Meist gut, oft sehr offensiv und auch nicht immer ohne Färbung, aber das ist immerhin auch ein persönliches Weblog und da erlaube ich mir solche Dinge. Kontroverse Themen gibt es hier frei Haus, ich denke, das ist so etwas wie einer der Erkennungszeichen hier.

Welche war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf deine Seite kam?

Das war der Name einer Person, über die ich vor einigen Tagen ein paar Zeilen geschrieben habe.

Welcher deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?

Das war vor einiger Zeit mal eine Theorie von mir, wie Google funktionieren könnte, ohne jeglichen Schnickschnack, sondern nur mit reiner Power der Besucher. Ist einer der Artikel, in die ich mich richtig reingehängt habe und dennoch ist dieser Artikel einer der Ladenhüter im Blog. Die Theorie gefällt mir allerdings nach wie vor immer noch gut, ich bin immer noch davon überzeugt, dass das Google-Ranking zu einem größeren Teil nicht maschinell erstellt wird, sondern durch die Benutzer.

Was auch etwas kurz kommt, sind meine Aphorismen.

Dein aktueller Lieblings-Blog?

Das ist erst vor wenigen Tagen in den Feed-Reader gekommen und hat an sich so gar nichts mit dem Internet zu tun, sondern mit Design, nämlich das Blog I Heart Pluto. Macht sich schön im Feed-Reader, jeden Morgen eine Packung Farbe. 🙂

Welchen Blog hast du zuletzt gelesen?

Das kann ich so gar nicht sagen, da ich ein überzeugter Blog-im-Feed-Leser bin, also die Feeds lese und die Blogs eher selten “echt” besuche. Und da ist es so, dass ich die Feeds nicht einzeln lese, sondern in der zentralen Timeline und die sich dann auch noch löscht, wenn ich sie durchgegangen bin. Ich kann also beim besten Willen nicht sagen, welches Blog das letztbesuchte war. Ist aber an sich auch nicht wichtig, denn alles, was im Feed-Reader ist, ist wichtig.

Wie viele Feeds hast du gerade im Moment abonniert?

Das sind aktuell 64 RSS-Feeds, allerdings sind davon etwa nur die Hälfte reine Weblogs, der Rest sind Feeds zu Softwareprojekten, Pressemitteilungen und Nachrichtensites.

Dazu kommen dann noch rund 160 Twitterista, denen ich in Twitter folge. In Facebook schaue ich auch gelegentlich auf die Timeline, da allerdings deutlich weniger.

An welche fünf Blogs wirfst du das Stöckchen weiter und warum?

  • Der Claus, der mal unbedingt sein About-Me aktualisieren sollte,
  • der Göksiman, der für so Sachen immer zu haben ist,
  • der Mathias, der viel zu selten bloggt,
  • der Marian, weil ich das Thema seines Blogs spannend finde, immerhin jemand, der sich mit dem Thema Paid Content im Zeitungswesen beschäftigt,
  • der Martin, der für so Sachen bestimmt gar keine Zeit hat. 😉

Stöckchen von Carola.

Carola hat eine weise Vorahnung, wenn sie in ihrem Blog schreibt, dass sie keine 5 Blogger kennen würde, die sich über Stöckchen freuen. Da ihre Taktik jedoch dann darin bestand, einfach den letzten fünf Kommentatoren in ihrem Blog das Stöckchen zuzuwerfen, ist das Ding nun da. Nun gut, here we go:

  1. Nimm ein Buch in deiner Nähe, das mindestens 123 Seiten hat …
    Das ist das kleine Büchlein namens „Jeffersons Erben“ von Tobias Moorstedt, der den Internet-Wahlkampf von Barack Obama näher beleuchtet. Hat 164 Seiten. (Theoretische Alternative wäre mein SPD-Parteibuch gewesen, was deshalb gerade in der Nähe ist, weil ich gestern mein Beitragsmärkchen für 2008 eingeklebt habe, das hat aber keine 123 Seiten, sondern nur 32.)
  2. Schlage das Buch auf Seite 123 auf …
    *aufschlag*
  3. Suche den 5. Satz …
    „Man beachte die militärische Metaphorik, deren sich ein A-List-Blogger wie Jerome Armstrong bedient:“
  4. Lese und poste die nächsten drei Sätze …
    Wird leider kaum besser. Das ist übrigens ein Zitat des obigen US-Bloggers: „Die akademischen Blog-Ethiker verstehen nicht, dass wir uns im Kriegszustand befinden. Als Demokratische Blogaktivisten stehen wir Tag für Tag an der Front im Kampf gegen eine Republikanische Maschine, die alle Mittel einsetzt, um zu gewinnen. Solange das, was wir tun, nicht illegal ist, will ich von dieser Kritik nichts hören.“
  5. Wirf das Stöckchen an fünf Blogger weiter …
    Da mache ich mal Gebrauch von einer anderen Taktik und fordere einfach fünf Leser dieses Blogs auf, dieses Stöckchen hier einfach abzuholen und zu bearbeiten, dafür gibt es dann an dieser Stelle einen echten Link zum jeweiligen Artikel.