Virales Marketing, made by Siemens… *gähn*

Was Microsoft kann, kann Siemens schon lange. Wird man sich wohl so bei Siemens gedacht haben, als man dieses Machwerk fabriziert hat. Eine Art Spiderman, der allein mit der Kraft eines Staubsaugers eine Staumauer hochklettern möchte und das natürlich schafft.

Das war es. Nur dieser eine Film. Wir fragen uns, ob es vielleicht ein (ebenfalls gefaktes) Filmchen über die Vorbereitung gibt? Oder wenigstens eine Microsite, die es dem Besucher ermöglicht, den beworbenen Staubsauger nicht unter www.siemens.de suchen zu müssen? Vielleicht wenigstes unter Facebook eine kleine Seite? Oder dann wenigstens eine auf die Kampagne abgestimmte YouTube-Sonderseite? Oder wenigstens eine Anzeige? Pustekuchen.

Nur dieser eine Film. Und ich nöhle ja nicht wirklich über die Realitäten: Wie würde ein halbwegs tragbare Akku aussehen, mit dem man einen 1.200-Watt-Staubsauger mindestens eine halbe Stunde lang betreiben will. Und der dann die 1.200 Watt Leistung auf vier Rohre verteilen soll. Und wie man auf einer Staumauer, die ja nicht glatt wie ein Babypo ist, sondern eine eher unregelmäßige Oberfläche aufweist, mit einer Saugvorrichtung hochklettern will. Wolfgang, das wäre alles in einem Gedankenexperiment eine Berechnung wert. Und das wäre dann das hochwertigste an der ganzen Kampagne.

Zurück nach Gestern.

Mein HTC Touch Pro muss leider auf eine Reise, nämlich in die Werkstatt zu einer Garantiereparatur. Leider haben sich in den letzten Wochen einige Schwächen mit dem Bildschirm gezeigt, über die mal ein technisch Versierter schauen muss, nachdem das auch die HTC-Hotline empfohlen hat. Und bei der Gelegenheit sollen die Fachleute auch gleich mal schauen, was es mit dem Bluetooth-Problem auf sich hat, denn das besteht im Zusammenhang mit der Freisprecheinrichtung meines Autos immer noch.

So muss meine SIM-Karte also vorübergehend in ein Ersatzgerät und das ist vorläufig mein wenig eingesetzte Diensttelefon, ein uraltes, aber noch voll funktionsfähiges Siemens S55 und das ist wirklich mehr als retro: Bildschirmauflösung von 101 mal 80 Pixel, der doch immerhin schon 256 Farben anzeigen kann, ein Megabyte (!) Speicher für Bilder und Java-Programme, die Möglichkeit, eine externe Kamera anzuschließen, aber immerhin eine doch ganz erstaunlich funktionale Benutzerführung. Der Formfaktor ist allerdings nach wie vor aktuell, es bewegt sich von der Größe her im Rahmen, in denen sich auch heutige Mobiltelefone bewegen – kleiner geht es halt kaum noch. Nähere Informationen gibt es in der Wikipedia zum Siemens S55.