Projekt “Eltern ans Netz” gestartet.

Die Frage, wie ich meine Eltern am sinnvollsten ins Internet bringe, beschäftigt mich schon eine ganze Weile. Ein normaler PC ist in meinen Augen Overkill, hat zu viele Single Points of Failures und futtert mir zu viel Strom für zu wenig Nutzen. Ein Notebook wiederum ist auf den ersten Blick zwar praktikabel, dafür aber in den reifen Lebensjahren ergonomisch eine Zumutung – geschweige denn vom eher miesen Preis-Leistungsverhältnis. Ein Netbook wäre preislich interessant, ist aber in Sachen Größe überhaupt nicht akzeptabel. Meine Eltern brauchen keinen mobilen Rechner, sie brauchen in erster Linie einen bedienbaren.

So wird es nun also ein "Nettop-PC”, also so ein kleines, schwarzes Kästchen mit Prozessor und Speicher, den man sich auf den Tisch stellen kann und eben ein PC ist. Genau genommen ein ASRock ION 330, bestückt mit einem Intel ATOM-Prozessor 330 (Dualcore und 64-Bit), 2 Gigabyte Arbeitsspeicher, dem NVIDIA ION-Chipsatz, einer 320-GB-Festplatte und einem DVD-Laufwerk. Dazu eine Handvoll Anschlüsse für Maus, Tastatur und für Monitor/Fernseher via HDMI (oder mit Adapter auf DVI). Brutto kostet das Kistchen ohne Maus, Tastatur, Bildschirm und Betriebssystem genau 300 Euro. Das ist okay. Aus der Rückmeldung von Kollege Oliver Sigrist, der ebenfalls so eine Kiste besitzt, weiß ich, dass er damit arbeiten kann. Also werden das auch meine Eltern können.

Next Step: Windows 7 Ultimate. Das deshalb, weil ich ggf. eine türkische Sprachumgebung brauche und die Multi-Language-Funktion nur mit der Ultimate-Version von Windows 7 (auch bei Vista) daherkommt. Außerdem kann ich mit den “Kinderversionen” von Windows nicht wirklich viel anfangen, immerhin muss ich das System ja aufsetzen und pflegen.

Und genau das wird eine spannende Sache: Ein System für absolute Laien aufsetzen und da dann die volle Packung: Betriebssystem, Browser, Mail und nebenbei natürlich möglichst sicher und ohne die Sorge, dass mir die Herrschaften gleich am nächsten Tag Ungeziefer ins Netzwerk einschleppen. Wird einen spannende Sache. 🙂

Wohin mit Laufwerksabdeckungen & Co.?

Ihr kennt das: Da hat man einen PC, schraubt gelegentlich daran herum. Hier mal ein weiteres Laufwerk, da mal eine neue Karte. Übrig bleiben bei solchen Aktionen Laufwerksabdeckungen und Slotbleche. Dinger, die durchaus ihre Berechtigung im Gehäuseaufbau haben. Sie dienen nämlich weniger dem Staubschutz (ein moderner PC ist durch seine eingebauten Lüfter schon von Hause aus ein Staubfänger), sondern eher zum Abschotten des Temperaturniveaus und zum Bilden eines definierten Wegs für den Luftstrom. Tatsächlich ist es nämlich so, dass beispielsweise abgenommene Seitenteile eine erheblich schlechtere Kühlleistung der Lüfter zur Folge haben. Es ist im Sommer deshalb beispielsweise auch eine ganz schlechte Idee, einen PC, dessen Lüfter lauter dreht, als im Winter, vermeintlich damit zu helfen, indem man ihm die Seitenteile abnimmt.

Werden Laufwerksabdeckungen und Slotbleche nicht gebraucht, gehören sie in normalen Haushalten normalerweise umgehend zur Phalanx des Krempels, der regelmäßige Tourneen durch die gesamte Wohnung abhält, bis alles irgendwann im Müll landet. Und wenn man dann mal den PC weitergeben möchte und die wertvollen Teile vorher ausbaut, hat man es mit einem buchstäblich zahnlosen Gehäuse zu tun.

Gute EDV-Abteilungen heben solche Teile auf, denn sie sind als Ersatzteile nicht mehr zu normalen Preisen nachbestellbar, wenn überhaupt. Es geht aber auch viel einfacher, vor allem für einzelne Gehäuse: Slotblech und Laufwerksabdeckung ausbauen und mit Tesafilm im Gehäuseinnern auf den Boden kleben.