Microfiches als moderne Archivierungsmethoden.

Der Sysadm.in-Oliver aus meiner Oliver-Phalanx schreibt in seinem Blog, dass er beim aktuellen Datenklau der Landesbank Berlin in erster Linie bemängele, dass da Microfiches zum Archivieren genutzt werden. Da er in seinem Blog keine Kommentare zulässt (eine Krankheit, wie ich finde), hier mal eine Antwort von mir:

Microfiches mögen zwar altmodisch sein, sind aber in Sachen Haltbar- und Lesbarkeit jedem eletronischen Datenträgersystem, das derzeit existiert, höchstwahrscheinlich mehrfach überlegen. Bei Microfiches setzt man als Mindesthaltbarkeit (bei korrekter Lagerung) mindestens 400 Jahre an und vor allem ist das Auslesen von Microfiches denkbar einfach – man braucht einfach nur ein optisches Lesegerät. Will man einen bewußten Medienbruch in einem Archivierungskonzept haben, sind Microfiches immer noch unschlagbar in der Langzeitarchivierung.

Social failing.

Ich habe gerade im Auto die 16-Uhr-Nachrichten gehört und musste bei der allerersten Nachricht aufpassen, vor Lachen und Staunen nicht in die Leitplanken zu fahren. Der Datenskandal bei der Landesbank Berlin hat sich nämlich aufgeklärt. Wir erinnern uns: Dort ist ein Paket mit offensichtlich sensiblen Kreditkartendaten verschütt gegangen und der Redaktion der Frankfurter Rundschau zugespielt worden.

Des Rätsels Lösung: Zwei Kurierfahrer haben verbotenerweise einen Christstollen, den sie eigentlich hätten liefern sollen, aufgefuttert. Und? Nun, so clever, wie die beiden offenkundig waren, haben sie den Christstollen aufgefuttert, den Versandaufkleber aber sicherheitshalber auf ein anderes Paket gepappt, zufälligerweise eben auf das Paket mit den sensiblen Daten der LBB. Und dummerweise stand auf dem Versandaufkleber als Empfänger die Redaktion der Frankfurter Rundschau, an die eigentlich der Christstollen adressiert war.

Das ist mal sowas von dumm gelaufen, da muss man wirklich schon staunen. 😉

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