Im Fernsehen: ZDF Terra X „Morgenland“.

Wie der geneigte Leser teilweise mit Unverständnis registriert, umschiffe ich unter anderem das Thema Islam in meinem Blog großzügig. Es ist nicht so, dass ich zur Thematik Islam/Weltreligionen/Migration/Integration etc. nicht viel zu sagen hätte, aber ich habe schon zu Beginn dieses Blogs in einer meiner ungeschriebenen Leitlinien beschlossen, hier vorsichtig zu sein, zumal ich mit Religion so ziemlich gar nichts anfangen kann. Die Gründe dazu sind vielschichtig, vielleicht komme ich ein anderes Mal darauf näher zu sprechen.

Heute morgen bin ich erst um halb vier ins Bett gekommen, weil ich, übrigens ebenso wie Christiane, wie gefesselt vor dem Fernseher hing und drei ZDF-Terra-X-Folgen hintereinander schnupfen musste. In einer dreiteiligen Dokumentation wurde nämlich die Entstehungsgeschichte des Islam nachgezogen. Und das auf eine derart gute, fundierte und anschauliche Art und Weise, dass ich diese drei Folgen eben bis zum Ende anschauen musste.

Ich möchte darüber auch gar keine großen Worte verlieren, sondern dem Interessierten einfach empfehlen, sich diese drei Terra-X-Folgen in der ZDF Mediathek anzuschauen:

Die Folgen dauern jeweils zwischen 40 und 43 Minuten. Die Bildqualität ist mäßig, aber noch erträglich.

Website archivieren.

Heute hatte das Wahlkampfteam um den neuen Pforzheimer Oberbürgermeister Gert Hager seinen letzten Auftritt als Wahlkampfteam, in dem wir zu viert einen Termin beim Pforzheimer Stadtarchiv hatten, um einen Haufen Wahlkampfmaterialien für die Pforzheimer Geschichtsschreibung abzugeben. In der Tat sind selbst in unserer modernen und augenscheinlich so dokumentierten Zeit gerade solche Sachen wie Wahlkampfmaterialien ein höchst zu archivierendes Gut, denn Wahlkampf spiegelt auch immer ein Stück Zeitgeist und gesellschaftlichen Diskurs.

Nun gut, in Sachen von Plakaten, Prospekten, Aufklebern, Flyern, Briefpapier und so weiter ist das alles kein Problem -man zweigt von Anfang Material ab, packt das in eine Kiste und trägt das ins Stadtarchiv. Bei klassischen analogen Fotos ist das auch kein Problem, sowas überdauert bei vernünftiger Archivierung seine Jahre und Jahrzehnte.

Anspruchsvoller wird es dann schon mit digitalen Fotos und digital vorliegenden Materialien, beispielsweise Druckvorlagen. Hier gilt die Maßgabe tatsächlich auf PDF-Dateien, gebrannt auf CD oder DVD.

Das alles beantwortete dann aber nicht meine Frage, was denn mit der Wahlkampfhomepage zu machen wäre zwecks Archivierung. Denn dahinter steckt eine WordPress-Installation und das ist alles andere als flach.

Hier haben wir uns dann darauf geeinigt, dass die Seiten und Artikel in Form von Monatsarchiven angezeigt und dann als PDF-Dateien ausgegeben werden sollten. Das lässt sich nämlich dann wieder elektronisch archivieren, aber auch ausdrucken und binden.

Und binden ist tatsächlich eine gute Idee, denn es wird viel. Nach den ersten Seiten habe ich einen Zielwert von 50 bis 80 Seiten hochgerechnet. Erstaunlich, was da alles an Content zusammengekommen ist in einem halben Jahr.

Es ist aber andererseits auch höchst interessant zu sehen, was an Wahlkampfberichterstattung schlicht wegfallen würde, wenn wir eben den schnellen Löschfinger machen und nicht daran denken, dass man in möglicherweise ferner Zukunft den Krempel nochmal anschauen oder zumindest nachvollziehen will.