Eskalierende Post von O2.

Dass sich O2 völlig ohne Not vor allem administrativ und verbal gleich eine Reihe von Äxten ins eigene Knie hackt, war ja schon in meinem letzten Blog-Artikel zu meinen aktuellen Erfahrungen eines von mir vorab beendeten O2-MyHandy-Vertrages der Rückschluss. Und tatsächlich kann man das sogar noch weiter toppen und eskalieren lassen. Denn letzte Woche erhielt ich ein Schreiben von O2. Wohlgemerkt: Noch lief letzte Woche der Zeitraum, der in der SMS zur Zahlung der letzten, noch nicht beglichenen Rate aufforderte.

Dieses Schreiben, die „2. Mahnung“, war vom Ton dann schon so direkt, wie man sich O2 als an sich pünktlicher Zahler eher nicht vorstellt. Zu den 32,50 Euro noch zu zahlende Rate kamen noch 19 Euro „Rücklastschriftgebühr“ dazu – von einer Rücklastschrift, die nie stattgefunden haben konnte, da schon die dazu korrespondierende Lastschrift mangels der von O2 selbst aufgehobenen Einzugsermächtigung nicht ausgelöst werden konnte. Und abschließend die Drohung, dass dieser Vorfall, wenn er denn nicht zu lösen sei mit diesem Schreiben, an Schufa & Co. übermittelt würde.

Dass zum Zeitpunkt des Schreibens die fällige Rate nach dem vorherigen Anruf schon beglichen war – geschenkt, das kann der Automat, der diese 2. Mahnung ausspuckt, ja nicht wirklich wissen. Da aber nun der Rechnungsbetrag hier ein anderer ist und zudem in dieser Mahnung mit Meldung an Schufa & Co. gedroht wird, war ein weiterer Anruf von mir auf der O2-Hotline nötig.

Immerhin erkannte die erste Callcenter-Mitarbeiterin nach meinem Hinweis, dass hier etwas gewaltig schieflaufe, sofort, dass jetzt zugehört werden muss. So landete mein Anliegen auch gleich wieder in der Mahnabteilung. Trotz schneidigerem Ton, immerhin: Die Rate kam bei O2 an, das jetzige Schreiben ist demzufolge hinfällig. Ich musste allerdings meinen Unmut loswerden, dass es mich schon irritiert, wie O2 mit Einzugsermächtigungen umgeht, Kunden da faktisch ins Messer laufen lässt und in Mahnungen Sachverhalte behauptet, die definitiv falsch sind (eben die angebliche Rücklastschrift). Dass das Automatenpost ist, ist mir sehr wohl klar, aber auch bei Automatenpost kann man sicherlich mehrere Vorfallsoptionen abbilden.

Unumwunden sagte der Mitarbeiter der Mahnabteilung, dass ich vollkommen recht hätte, das sei mitunter schwer verständlich. Es wäre aber meine Pflicht… Achtung… bei der vorzeitigen Auflösung eines Vertrages darauf zu achten, alle bis dato angefallenen Raten auch sauber zu bezahlen. Damit hat er durchaus eine richtige Ansage gemacht, aber dass ich ja nicht die Einzugsermächtigung als aufgehoben betrachtet hatte, sondern O2, das kam bei ihm zwar an, führte aber nicht zur an sich logischen Überlegung, dass im Hause etwas nicht ganz richtig läuft.

Bemerkenswert. Und bedenkenswert. Ein Kreditgeber, der bei der deutlich beworbenen Flexibilität von Handyfinanzierungen und bei einer vorzeitigen Vertragsauflösung offensichtlich per System nicht aufpasst und vereinbarte Raten dann einfach, wider der ursprünglichen Vereinbarung, gar nicht mehr abholt, will den Kunden dafür in Haftung nehmen und dann auch noch Gebühren für angeblich geplatzte Lastschriften einkassieren. Könnte man besser machen, liebe Telefónica.

Adressbuchverlage.

Wenn mich jemand aus einem Callcenter anruft, muss schnell machen. Während die Drohne normalerweise ihren Singsang ausführt, frage ich nach, für welche Firma sie anruft und wenn da nicht sofort die passende Antwort kommt, lege ich kommentarlos auf. Und das tue ich eigentlich bei allen Firmen, außer wenn es meine Bank oder die Kreditkartengesellschaft ist, die anderen Dienstleister, denen Dienste ich in Anspruch nehme, rufen mich nicht an.

Zur Zeit sind die Adressbuchverlage wieder schwer unterwegs. Gestern wollte meinestadt.de nett über die Firma plaudern und die Dame hatte so gar keine Probleme damit, mit mir über die Firma zu plaudern, ohne einen Gedanken darüber zu verlieren, dass ich das vielleicht nicht will. *klick*

Heute hat dann der nächste Verlag angerufen und gefragt, ob die dort hinterlegten Daten einer Mitarbeiterin immer noch im gleichen Job arbeitet. Nein, habe ich mal pauschal geantwortet, zu näheren Auskünften sei ich nicht befugt. Leider ist die Kollegin auch nicht im Haus. Okay, das genüge ihr. Achso.

Jetzt haben sie gerade wieder angerufen und wollten direkt die Kollegin sprechen. Tja, leider nicht im Haus. Rückkunft leider unbekannt. Okay, das genüge ihr auch. Schreibt die das jetzt in ihr Adressbuch so hinein?