*bork*

Da liege ich so im Wohnzimmer auf dem Teppich vor dem Notebook (so denkt es sich am besten und deshalb liebe ich auch die Arbeit am Notebook so). Und dann höre ich ein leises Geräusch. Das stellt man sich am besten so vor wie eine leise vor sich hinklickernde 2,5-Zoll-Festplatte, also den Teilen, die in Notebooks oder in kleinen mobilen Festplatten verbaut werden. Nur: Es ist gar nicht die Festplatte meines Notebooks, die dieses Geräusch erzeugt, denn die Festplatte macht dieses Geräusch deutlich lauter. Und vor allem – Totschlagargument – ist das Geräusch auch dann noch präsent, nachdem ich im Laufe der Geräuschanalyse das Notebook testweise herunterfahre.

Also, die Suche wird nun intensiviert, diesmal mit zugespitzten Ohren. Und das Geräusch kommt aus  der Richtung des Kaminofens. Genauer: Des Holzhaufens, das neben dem Kamin gestapelt ist. Ein genüssliches, zufriedenes Geknuspere. Da lebt etwas. Und zwar eine Horde Borkenkäfer. Die sich jetzt vorläufig draußen auf der Terrasse weiter um das Holz kümmern dürfen.

Holz für die Welt.

Heute gab es wieder ein inzwischen immer häufiger werdendes Schauspiel bei uns: Ein Bekannter klingelt, fährt einen Anhänger voll mit Brennholz an und ladet es bei uns ab. Seit dem sich herumgesprochen hat, dass mein Vater stolzer Besitzer eines Kaminofens sind und Leute entdeckt haben, dass man damit wunderbar um die obligatorische Zweitwährung, der Rotweinflasche, herumkommt, türmen sich bei uns die Brennholzberge. Und leider fehlt meinem Vater da immer noch das Gefühl dafür, wieviel Brennholz genug ist.

Denn nach einer kleine Hochrechnung, die ich anhand des bisher in dieser Saison verheizten Holz gemacht habe, reichen die jetzigen Vorräte mindestens noch drei weitere Saisons. Der ganze Garten steht voll mit abgepackten Holzhaufen und mein Vater ist zum ersten Holzhacker des Herrn geworden.