Echte Streetperformance ist ein Geschenk. Was für eine grandiose Show, unbedingt bis zum Ende anschauen und wenn möglich in Vollbild in HD:
Dass es sich hierbei um einen Obdachlosen handelt, sei nur am Rande erwähnt. Wer so eine Performance an den Tag legt, weiß zumindest, worauf es im Leben ankommt. Ich hätte gern sofort wieder neue Folgen der Muppet Show und ich hätte gern diesen Mann, wie er noch ganz andere Musikstücke performt. Gleich. Sofort.
So, Folks, dieses Video hier ist für die ganz Harten unter uns. Also die, die Fleisch roh essen, Eier aus Stahl haben – und gern mal auf Fernsehtürme klettern. Empfehlung: Video trotz der miesen Auflösung auf Fullscreen stellen und das Ding genießen:
Und jetzt stellen wir uns vor: Wir wachen morgens auf und befinden und urplötzlich und unerklärbar mitten auf diesem Fernsehturm… have fun and good luck.
Update am 08.10.2010: Offensichtlich haben es sich die Jungs nochmal überlegt und bekämpfen wieder die Veröffentlichung des Videos, zumal auch die Blog-Einträge nun alle verschwunden sind. Da hat wohl jemand einen auf den Deckel bekommen. Nur bringen wird es niemandem etwas, da es den Film in zig Inkarnationen schon in YouTube gibt. Da dies kaum noch zu verhindern ist, habe ich jetzt einfach mal eine andere Inkarnation verlinkt. Falls das Filmchen hier nicht mehr zu sehen, ist, bitte mir kurz Bescheid geben, suche ich eben eine andere Inkarnation… Katz und Maus geht immer.
Update 2 am 18.09.2010: Respekt nochmal vor den Machern, die haben nämlich beschlossen, dass sie die Veröffentlichung des Videos nicht mehr bekämpfen, weil es nach einer Veröffentlichung in YouTube praktisch zwecklos ist, zudem wurde das Video bereits im US-Fernsehen ausgestrahlt. Deshalb gibt es das Video hier wieder verlinkt.
Update 18.09.2010: Leider gibt es das Video nicht mehr auf YouTube und das hat einen delikaten Grund. Der Hauptdarsteller des Filmchens hat inzwischen das Problem, dass er von Kollegen darauf angesprochen wird und er Sorge hat, dass er von Auftraggebern darauf angesprochen werden könnte. Der angenehm offene Blog-Beitrag von TheOnLineEngineer.org zu dieser Situation ist an der Stelle etwas schmalsilbig, aber offensichtlich geht es darum, dass der Kletterer nicht durchgehend abgesichert ist, wie es hierzulande üblich ist. Nun ja, okay – das Ding ist online, hat zehntausende Abrufe hinter sich und ist damit an sich schon unters Volk gebracht. Die Devise “Augen zu und durch” wäre die vermutlich bessere, aber das liegt nicht in meiner Entscheidungsgewalt.
Was Microsoft kann, kann Siemens schon lange. Wird man sich wohl so bei Siemens gedacht haben, als man dieses Machwerk fabriziert hat. Eine Art Spiderman, der allein mit der Kraft eines Staubsaugers eine Staumauer hochklettern möchte und das natürlich schafft.
Das war es. Nur dieser eine Film. Wir fragen uns, ob es vielleicht ein (ebenfalls gefaktes) Filmchen über die Vorbereitung gibt? Oder wenigstens eine Microsite, die es dem Besucher ermöglicht, den beworbenen Staubsauger nicht unter www.siemens.de suchen zu müssen? Vielleicht wenigstes unter Facebook eine kleine Seite? Oder dann wenigstens eine auf die Kampagne abgestimmte YouTube-Sonderseite? Oder wenigstens eine Anzeige? Pustekuchen.
Nur dieser eine Film. Und ich nöhle ja nicht wirklich über die Realitäten: Wie würde ein halbwegs tragbare Akku aussehen, mit dem man einen 1.200-Watt-Staubsauger mindestens eine halbe Stunde lang betreiben will. Und der dann die 1.200 Watt Leistung auf vier Rohre verteilen soll. Und wie man auf einer Staumauer, die ja nicht glatt wie ein Babypo ist, sondern eine eher unregelmäßige Oberfläche aufweist, mit einer Saugvorrichtung hochklettern will. Wolfgang, das wäre alles in einem Gedankenexperiment eine Berechnung wert. Und das wäre dann das hochwertigste an der ganzen Kampagne.
Unglaublich, was Kinder heutzutage an Spielzeug haben. Bei mir hat einst ein analoger Teddybär gereicht, mit dem ich stundenlang meine Erlebnisse austauschen konnte, heute geht ohne vernünftiges Force Feedback gar nichts mehr:
Ich hätte gern so ein Ding mit Guido-Westerwelle-Antlitz. In Sachen Töne kann man ruhig das Gejaule des grünen Wichtes übernehmen, gibt auch nicht mehr Sinn.
Zum Wochenende gibt es ein ganz erstaunliches Stück YouTube-Video, in dem der Ukulelenspieler Jake Shimabukuro eindrucksvoll zeigt, wie man es im New Yorker Central Park korrekt einer ordinäre Ukulele so besorgt, dass das Ding am Ende vermutlich raucht und glüht. Vermutlich nutzt Jake seine Ukulele auch als Spätzlesbrett und zum Haarekämmen. Unbedingt das Filmchen bis zum Ende anschauen und staunen, vor allem ab 2:40 min:
[Durch Zufall gefunden beim Blogger-Kollegen Mario, der das zweifellose Vergnügen hatte, diesen Teufelszupfer live gesehen zu haben.]
Dies ist das Weblog von Besim Karadeniz, dem Autor von netplanet. An dieser Stelle finden Sie Dinge und Undinge aus meiner Arbeit an netplanet, zu Themen rund um das Internet und durchaus auch aus anderen Geschehnissen aus meinem Leben.