flattr-Testing.

Probieren geht über mit Studieren. Aus diesem Grund habe ich in mein Weblog hier flattr eingebaut. Das ist insofern relativ unproblematisch, weil es für WordPress ein Plug-In namens „flattr“ gibt, mit dem der flattr-Button sehr einfach unter jeden Artikel eingehängt werden kann. Ein weiteres Plug-In namens „flattRSS“ bindet den flattr-Button zusätzlich auch in den RSS-Feed ein.

Wie funktioniert flattr?

Warum ich nach 12 Jahren Webpublishing ausgerechnet jetzt teste, liegt an der Einfachheit von flattr. Ein flattr-Nutzer lädt auf sein flattr-Konto einen Betrag per PayPal. Im nächsten Schritt definiert er, wie viel Geld er monatlich per flattr verteilen möchte, beispielsweise fünf Euro. Klickt er nun auf Websites, Blogs etc. auf flattr-Buttons, dann werden all diese Klicks als Divisor für den monatlichen Betrag gezählt. Hat also der Nutzer zehn Websites ausgewählt, werden die fünf Euro durch zehn geteilt und jeder erhält demnach 50 Cent.

Warum tue ich das?

Hauptsächlich, um zu testen. Weniger, ob das technisch funktioniert (das scheint ja zu funktionieren), sondern um zu testen, ob es überhaupt ansatzweise möglich ist, auf diese Weise Menschen dazu zu bewegen, auf einen Button zu drücken und Geld für das Lesen von Artikeln zu bezahlen. Ich bin da üblicherweise skeptisch, allerdings muss man es sinnvollerweise testen.

Dass der flattr-Button auch im RSS-Feed steckt, wird sicherlich den ein oder anderen nerven. Allerdings: Der RSS-Feed meines Weblogs war immer und bleibt zukünftig auch werbefrei und mein RSS-Feed hat alle Artikel immer vollständig enthalten, was auch weiterhin so bleiben wird. Das ist der Deal.

Was machen wir mit dem Geld?

Eine fette Party. Die wollte ich schon immer mal machen und dazu einfach mal das Internet einladen und abwarten, wer alles kommt. Die Idee ist übrigens ernsthaft, daran habe ich mit einigen Freunden schon mal geistig daran gearbeitet und keiner fand die Idee so bescheuert, dass man sie sofort vergessen sollte. Dass allein flattr zur Finanzierung reicht, sei dahingestellt, die Hoffnung stirbt immer zuletzt und Partyhosts sind immer die Deppen der Nation, sie zahlen so oder so drauf.

flattr ist ja invite-only!

Stimmt. Ich hätte drei Einladungscodes hier. Die ersten Kommentatoren bekommen jeweils, wenn sie einen wollen. First come, first serve. Wer zu spät kommt – auch nicht schlimm. Auf der flattr-Website registrieren und ein paar Tage warten.

Das Blitzgerät Nissin Speedlite Di622.

Meine Nikon D700 besitzt zwar einen eingebauten Blitz, der jedoch architektonisch bedingt eher als kleine Funzel zu bezeichnen ist, die zwar schön zum Aufhellen bei Portraitaufnahmen fungieren kann, aber schon bei der Ausleuchtung eines mittelgroßen Raumes an ihre Grenzen stößt. Wer also etwas mehr möchte, kommt um ein externes Blitzgerät nicht herum und da kann man richtig Geld loswerden.

Der erste Griff führt natürlich gern zu Systemblitzgeräten der jeweiligen Kamerahersteller. Keine Frage, diese Blitzgeräte sind gut und meist auch gut auf die Kamera abgestimmt. Man erkauft sich diesen Komfort, der sicherlich auch etwas mit Markenfetischismus zu tun hat, allerdings teuer. Beispiel bei Nikon: Das Systemblitzgerät SB-600, das in der semiprofessionellen Klasse angesiedelt ist, kostet zwischen 240 und 280 Euro. Das ist ein schöner Batzen Geld für ein Blitzgerät, dass man vielleicht gar nicht so häufig braucht. Es macht also Sinn, sich umzuschauen und vor allem mal einen Fachkundigen zu fragen. Ich kenne da nix, wobei das weniger mit Geiz zu tun hat, sondern eher damit, dass Systemzubehör nicht unbedingt das Beste ist und in vielen Fällen noch nicht mal von Nikon, Canon & Co. selbst gebaut wird.

Mein Fotohändler des Vertrauens empfahl mir hier den Hersteller Nissin und dessen Spitzengerät Speedlite Di622. Preis: 120 Euro. Und die 120 Euro sind sehr angemessen angelegt. Das Blitzgerät kommt angepasst für Canon- oder Nikon-Kameras, wobei deren Unterscheidung sich weitgehend auf die TTL-Blitzsteuerung beschränkt. Ansonsten sind beide Typen baugleich und mehr als simpel zu bedienen. Es gibt lediglich drei Knöpfe zum Ein- und Ausschalten, Modi-Wechsel, sowie zum Testblitzauslösen. Die LED-Anzeige ist ebenfalls simpel und gibt die Blitzbereitschaft und bei manueller Blitzsteuerung die Intensität des Blitzes an. Mehr nicht und mehr braucht keiner, der nicht Profi ist, denn moderne Kameras haben schon vor Jahren externe Blitzgeräte immer mehr zu teuren Lampen degradiert, in dem sie viele Aspekte der Blitzsteuerung selbst übernehmen.

So funktioniert das TTL-Blitzen (nennt sich bei Nikon-Digitalkameras “i-TTL”) einwandfrei. Zu bemängeln ist der eher magere Ausleuchtkegel, der für die Brennweite von 105 mm (bei 24 mal 36 mm Bildformat) ausgerichtet ist und die eingebaute Streuscheibe meines Erachtens nicht wirklich tolle Ergebnisse sichert. Ein eigener Diffusor ist deshalb sicherlich keine schlechte Investition, Profifotografeure verzichten eh kaum auf solche Statusobjekte. Ansonsten leuchtet der Speedlite Di622 sehr ordentlich aus, nicht zu viel und nicht zu knapp, wobei ich das Gefühl habe, dass in Grenzbereichen des Blitzens das Gerät eher etwas vorsichtiger ans Werk geht, als mein damaliges Systemblitzgerät SB-28 aus der analogen Welt. Das ist aber nicht wirklich gut vergleichbar, zudem ist so ein Eindruck höchst subjektiv.

Mitgeliefert wird eine kleiner (unkomfortabler) Schutzbeutel und ein Blitzschuh, mit dem das Blitzgerät auf den Tisch gestellt oder auf ein Stativ montiert werden kann. Das deshalb, weil der Speedlite Di622 noch ein Feature hat, wie die Großen, nämlich das “dumme” manuelle Blitzen: Stellt man es so auf, achtet eine eingebaute Fotozelle auf externe Blitzsignale und feuert einen Blitz ab. So kann man das Gerät ein paar Meter weiter weg von der Kamera aufstellen und indirekt blitzen, ohne dass man Kabel verlegen oder mit relativ teuren Funkauslösern arbeiten muss. Das Hübsche dabei ist, dass das Speedlite Di622 dabei auf die Hilfsblitze nicht reagiert, die die Kamera bei dunklen Motiven vor der eigentlichen Auslösung zur Belichtungssteuerung abfeuert. Zwar muss man beim “dummen” manuellen Blitzen die Blitzintensität am Blitzgerät manuell einstellen, dank Digitalfotografie kann man das aber sofort nach dem Fotografieren beurteilen.

Eindeutiger Kauftipp, man kann nicht viel falsch machen bei diesem Preis.

Hello world im Bild.

Ohne ein „hello world“ geht es bei Techies nicht. Also flux das Fisheye auf die D700 und aus dem Fenster fotografiert. In voller Auflösung ist das Ergebnis 4.256 mal 2.832 Pixel groß und im Nikon-RAW-Format NEF verlustfrei komprimiert etwa 10,7 Megabyte groß. Ich habe das jetzt mal zu JPEG mit 80 % Qualität konvertiert. Der Kaventsmann (bei dem auch Photoshop warnte, dass das Konvertierungsmodul für web-konforme Dateien für solche Größen nicht programmiert wurde) ist allerdings immer noch 2,2 MB groß und der Versuch, das in die Medienverwaltung von WordPress zu importieren, ist eine wirklich gar nicht gute Idee.

Da auch flickr solche Größen in der kostenlosen Basisversion nicht haben möchte, gibt es hier einen schnöden Link auf das Bild hier auf dem Server, das in einem neuen Fenster/Tab geöffnet wird: nikond700_helloworld.jpg

(Ja, das Motiv ist bescheiden, ich hätte auch einfach mal das Fenster aufmachen können. Und die Unterseite der Dachrinne gehört eigentlich auch mal wieder gestrichen.)

Profiling.

Die Buttons rechts im Blog, die auf einschlägige Web-2.0-Sites verweisen, in denen ich irgendwie ein Profil habe, dienen weitgehend nur zum Experimentieren, um damit zu testen, inwiefern man mit direkten Verweisen das eigene Netzwerk verstärken kann oder auch nicht. Ich werde das in den nächsten Wochen und Monaten mal etwas beobachten. Bitte deshalb nicht so sonderlich darüber wundern, dass mit dem flickr-Button ein Profil verknüpft ist, dass derzeit keine Bilder enthält – das wird in der nächsten Zeit gefüllt.

Zum anderen dienen die Buttons auch für einige weitere Projekte in der Zukunft. Wer sie unbedingt klauen muss… bitte.

Testeintrag zu WordPress 2.7-RC1.

Ja, ich frickle gerade und ja, ich frickle gerade an der Live-Installation, weil ich mutig und heroisch jeden Herausforderungen aufgeschlossen entgegenstehe und sie kompromißlos um die Ecke bringe.

Deshalb ist jetzt hier der Release Candidate 1 der Version 2.7 installiert. Und das ist ein Test. Bitte ignorieren oder, wie immer, gern auch ausdrucken und an die Wand hängen.