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Die Un-Security am Flughafen.

21. Januar 2010 | 5 Kommentare | Veröffentlicht in SicherheitsWelt

Als ich die ersten Meldungen über den Vorfall am Münchner Flughafen gehört habe, in denen stand, dass die Flughafen-Security am Münchner Flughafen möglicherweise einen Sprengstoffanschlag verhindern konnte, las sich das noch überraschend. Nun liest es sich eher schlapp, wenn man sich das mal anschaut, was für eine peinliche Nummer das war.

Es spaziert ein Flugpassagier in den Check-In am Flughafen. Er hat offensichtlich sein Ticket und seinen Personalausweis am Eingang gezeigt, denn sonst wäre er nicht bis zum zweiten Schritt gekommen, der Personen- und Handgepäckkontrolle. Der Passagier hatte ein Notebook dabei, das nochmal gesondert kontrolliert werden sollte.

An vielen Flughäfen ist die Kontrolle eines Notebooks relativ simpel – Notebook auspacken und gesondert aufs Röntgenband legen. Ist das Sicherheitspersonal nicht ganz so gelangweilt, hat man das Notebook einmal zu starten, so als ob ein Windows-Startschirm ein perfekter Indikator dafür wäre, dass in einem Notebook nicht noch zusätzlich ein kleines Päckchen Plastiksprengstoff eingepackt wäre (beispielsweise bei größeren Notebooks im Slot für eine eventuell zweite Festplatte oder einfach im Slot eines ausgedockten CD-ROM-Laufwerks).

Die einzig korrekte Prüfmethode ist tatsächlich ein Test nach eventuellen Sprengstoffpartikeln. Dazu wird mit einer Art Staubsauger das Notebook abgesaugt, die eingesogene Luft durch ein Filterpapier geleitet und dieser Filter in einem Analysegerät getestet. Ein Vorgang, der ca. 3 bis 5 Minuten dauert und der darüber hinaus auch noch zusätzlich Geld kostet und vom Sicherheitsunternehmen, das dies vornimmt, in Rechnung gestellt wird.

Offenbar kam man beim betreffenden Passagier mit seinem Notebook auch schon soweit und die Analyse schlug an. Das muss erst einmal noch nichts heißen, da solche Analysen verhältnismäßig breit greifen und beispielsweise schon Probleme anzeigen, wenn jemand nach einem Feuerwerk mit schwarzpulverkontaminierten Händen am Notebook arbeitet und diese Rückstände einige Tage und Wochen am Gerät verbleiben können. Im Prinzip sagt so eine Analyse auch nur aus, dass das betreffende Gerät und dessen Besitzer nochmal genauer unter die Lupe genommen werden müssen.

Und genau hier hat man in München kläglich versagt, denn der Passagier ist hastig weitergegangen. Ursprünglich hat er in den ersten Meldungen die Flucht ergriffen, inzwischen ist man sich gar nicht mehr ganz so sicher, ob der Passagier nicht eventuell aufgrund eines kurz bevorstehenden Fluges die Nase voll hatte und die Sicherheitsprüfung einfach auf seine eigene Faust hin beendet hat. Dann wäre das tatsächlich ein Skandal, denn was nützt eine Sicherheitsüberprüfung, wenn jeder, der möglicherweise verdächtig ist, einfach so weitergehen kann?

Vor allem zeigt es eine Sache: Die immer stärkere Dezentralität der Flughafen-Security erzeugt immer bizarrere Blüten. Der Staat vergibt seine eigentlich von ihm auszuführende Arbeiten immer weiter an Unternehmer und Subunternehmer, der Sicherheitsvorgang ist eine Frage der Preisklasse geworden und dann passieren eben auch mal so Dinge, dass keiner so recht weiß, was da eigentlich passiert. Die eigentliche, höchst spannende Frage wird sein, wer die Zeche  zahlt, wenn am Ende doch noch der betreffende Passagier gefunden wird.

Absurdistan ist gar nicht so weit weg, es beginnt überall da, wo der Staat anfängt, sich zurückzuziehen und mit angeheuerten Sicherheitsunternehmen, deren Mitarbeiter Hunderlöhne verdienen und Stundenzeiten ansammeln, die kein Beamter jemals ansammeln würde, versucht, die entstehende Sicherheitslücke auszufüllen. Auf der Strecke bleibt: Die Sicherheit. Aber immerhin wissen wir immer häufiger dann später, wenn möglicherweise dann tatsächlich der Sprengstoff hochgeht, anhand einer der tausendfach installierten Kameras und deren Aufzeichnungen, welche Krawatte der Terrorist hatte.

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Helpdesk im Mittelalter.

19. Januar 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in HumorWelt

Sicherlich uralt, aber ich erkenne meine tägliche Arbeit sofort wieder. Und nein, ich arbeite nicht im Buch-Support. ;-)

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Blogs aus der Region (23).

17. Januar 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in BlogWelt

Januar-Update der Liste mit Weblogs aus Pforzheim & Enzkreis und dann gleich richtig viel:

  • Die Website der August-Kayser-Stiftung Pforzheim ist ein echtes WordPress mit RSS-Feed und als über einhundertjährige Stiftung, die in Pforzheim ein Pflegeheim betreibt, hat man das Medium erstaunlich gut im Griff, denn die Neuigkeiten fließen.
  • Ebenfalls ein WordPress einsetzen tut die Homepage des Waldkindergartens Pforzheim des Vereines Menschenskinder Jung & Alt e.V.
  • Das Theater Option orange von Susann Würth ist ein freies Theater in Pforzheim. Die Neuigkeiten des Theaters auf der Website verbergen sich in den rechts angezeigten Kategorien oder im RSS-Feed.
  • Das Weblog Diabetes-Diary.de ist ein weiteres Weblog von Stefan Laszczyk und versteht sich, wie der Name schon andeuten lässt, als Plattform für Erfahrungsberichte und Informationen rund um das Thema Diabetes.
  • Und noch einer von Stefan Laszczyk, nämlich das Weblog Goldstadtstreife.de. Hier arbeitet er an einem Online-Krimiroman, der in Pforzheim spielen soll. Die letzten Artikel sind zwar schon eine Weile her, aber abwarten und Tee trinken, die Idee hört sich sehr spannend an.
  • Und wo wir gerade von der Blogosphäre von Stefan Laszczyk schreiben, legen wir noch ein Weblog von ihm nach, nämlich Zii-online.de, das sich mit Zii-Produkten von Creative Labs beschäftigt (Handheld-Computer).
  • Das private Weblog von Markus Karg ist bei Java.net beheimatet und zeigt auch die strategische Grundausrichtung des Weblogs, nämlich seine Beschäftigung mit der Programmiersprache Java.
  • Host Beg Suffer! ist der etwas strange Name des Weblogs von Stefanie Karg und Charles S. Kuzmanovic, zwei Diplom-Designern. In ihrem Weblog geht es schwerpunktmäßig deshalb auch um Kunst, aber nicht ausschließlich.

Herausgeflogen aus der Liste ist ein privates Weblog, das seit mehreren Wochen kaputt ist, vorher aber auch schon mehr oder weniger verwaist war. Das hier ist kein Friedhof, also haltet euch alle ran! Aktuell sind auf der Liste nun 94 Weblogs.

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Auf der PS3: Colin McRae Rally DiRT 2.

15. Januar 2010 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in GamingWelt

Irgendwie habe ich, obwohl ich schon seit fast drei Monaten an Colin McRae DiRT 2 herumspiele, vergessen, einen Testbericht darüber zu schreiben, was ich hiermit nachhole. Ist vielleicht auch nicht ganz so schlecht für die Gelegenheitsspieler, denn inzwischen dürfte sich der Verkaufspreis im Gegensatz zu den “Early-Adopter-Preisen” deutlich nach unten bewegt haben.

Colin McRae Rally DiRT 2 oder einfach nur “DiRT 2” ist nun die siebte Auflage des Rallyespieles und setzt auch in dieser siebten Version wieder Höhepunkte. Waren und sind andere Rallyespiele meist eher reine Unterhaltungsveranstaltungen, die mit einer vernünftigen oder zumindest einigermaßen vernünftig ausschauenden Fahrphysik eher wenig zu tun haben, so war bei der Colin-McRae-Rally-Serie immer der Anspruch im Raum, dass der Name des legendären Rallyefahrers Colin McRae für ein Rallyespiel stehen soll, dass eher als Simulation durchgeht. Und so waren diese Spiele immer etwas “schmutziger”, die Fahrzeuge detaillierter und härter zu fahren und es gab Missionen zu fahren – immer wenn Missionen in ein Spiel kommen, hat sich an dieser Stelle jemand verewigt, der einem etwas beibringen möchte.

Und so steht man auch bei DiRT 2 als Spieler vor einem riesigen Berg von Autos, Strecken, Rennarten und Rennen, die zu fahren sind. Allein mit dem Karrieremodus ist man gut und gern 15 bis 20 Stunden und mehr beschäftigt. Neun Länder mit unterschiedlichen Umgebungen und Strecken stehen bereit, dazu eine Reihe von zusätzlichen Veranstaltungen und Einzelwettbewerben mit konkurrierenden Fahrern. Im Fuhrpark, den man sich natürlich schön zu verdienen hat, stehen 35 Karossen mit teilweise höchst unterschiedlichen Fahreigenschaften.

DiRT 2 im Karrieremodus zu spielen, hat durchaus seine “Würze”. Für meinen Geschmack ist der Karrieremodus zu lang geraten und leidet darunter, dass es verhältnismäßig wenig Strecken gibt. Die Standorte “UK” und “Japan” bestehen beispielsweise jeweils gerade mal aus einer Strecke mit leichten Variationen, so dass hier schnell eine gewisse Langeweile aufkommt. Man kann natürlich alle einzelnen Rennen in höheren Schwierigkeitsmodi spielen, aber auch hier zeigt sich relativ bald, dass die KI-Fahrer doch recht vorausschauend fahren.

Andererseits, und das ist in DiRT 2 gegenüber dem Vorgänger DiRT auch neu, werden nun die Trophäenfunktionen der PS3 und der Xbox 360 unterstützt, die man natürlich gern haben will. Auf der PS3 warten insgesamt 46 Trophäen und wer die alle hat, darf sich eine der seltenen Platintrophäen in den virtuellen Schrank stellen. Der Clou dabei ist: Der Gewinn aller Trophäen ist erreichbar – nicht nur für die Spieler, die Tag und Nacht an ihrer Ideallinie arbeiten, sondern auch für die, die sich nur 20 bis 30 Stunden gesamte Spielzeit geben und eher zur Fraktion der Gelegenheitsfahrer gehören.

Schön ist bei DiRT 2 nun der Online-Modus, der im Gegensatz zum Vorgänger sehr viel hinzugewonnen hat. War bei DiRT der Online-Modus eher eine peinliche Verlegenheitsnummer, der keinerlei Spielspaß und Motivation aufkommen lies, so hat sich dies bei DiRT 2 sehr gewandelt. Etwa ein Drittel der Trophäen müssen im Online-Modus verdient werden und allein die Trophäe, die es im Online-Level 30 gibt, bedeutet, dass man sich mindestens zehn Stunden mit Online-Fahrern beschäftigen darf. Hört sich einfach an, ist es aber nicht, denn bei Online-Rennen spielt man in der Regel immer in der höchsten Schwierigkeitsklasse, denn Online-Spieler sind eben Menschen, keine Computer. Und das kostet gerade bei den Rennmodi, in denen alle gemeinsam eine Strecke befahren, oftmals richtig virtuelles Blech. Immerhin hat man aber auch dafür gesorgt, dass umsichtige Fahrweise angezeigt wird und besonders auffällige Knallköpfe automatisch zeitweise für bestimmte Strecken gesperrt werden. Und tatsächlich läuft es eher zivilisiert ab, vermutlich auch weil eben jeder an seinen Trophäen arbeitet.

DiRT 2 ist, um es zusammenzufassen, eine sehr gelungene Rallyesimulation und mit der zweiten DiRT-Auflage nun endlich auch eine würdige Referenz in der Rennspielserie. Es gibt für den ambitionierten Fahrer genug zu “beißen”, die Grafik bewegt sich bei Fahrzeugen und Umgebung auf dem feinsten Niveau (wenn man mal etwas von den eher staksigen und grobtexturierten Menschenfiguren absieht), eine richtig gut gewordene Spielumgebung und mit erstaunlich vielen Songs ein richtig guter Soundtrack, der im Beiheft auch zum Einkaufen dokumentiert ist. Macht Spaß!

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Spendenbutton reloaded.

14. Januar 2010 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in netplanetares

Der Spendenbutton ist wieder da. Beziehungsweise die Spendenkachel. Das letzte Mal war das Ungetüm an Weihnachten 2004 im Rahmen des Tsunami in Fernost im Einsatz und nun muss er aufgrund des verheerenden Erdbebens in Haiti wieder ran. Nur gut, dass ich grundsätzlich keine Grafikdateien vernichte, sondern alles auf den Großen Haufen werfe, wo man es dann wiederfinden kann, früher oder später.

Hinter dem Button bzw. eben der Kachel steckt auch eine kleine Anekdote, denn das Ding ist schamlos geklaut und zwar von Amazon.com. Die haben 2004 nämlich eben mit dieser Grafik (und natürlich anderem Text und Logo) eine eigene Spendenaktion für die Tsunami-Opfer beworben, in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz der USA. Für die Erdbebenopfer in Haiti wirbt Amazon.com auch wieder, allerdings mit einer kleinen Textbox. Falls sie ihre Grafik nicht mehr finden, können sie sie ja gern zurückklauen.

Verlinkt ist mein Spendendingens wie immer mit der Spenden-Website von Ärzte ohne Grenzen Deutschland. Der Logo-Vertrag, den ich mit Ärzte ohne Grenzen einmal unterzeichnet hatte, ist zwar, wie ich gerade sehe, auch schon wieder abgelaufen, aber darum kümmere ich mich mal in Zeiten außerhalb von Erdbeben und Tsunamis.

Der Spendenbutton darf übrigens rege genutzt werden. Geht online und auch schmerzlos per Kreditkarte.

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