Windows 10 manuell vorreservieren.

Rechtmäßige Besitzer einer Windows-7- oder Windows-8-Lizenz sind bekanntlicherweise von Microsoft dazu auserkohren worden, ab Ende Juli pro lizenziertem Gerät eine Lizenz für Windows 10 kostenlos zu erhalten. Wer regelmäßig das Windows Update durchführt, hat vor einigen Wochen ein entsprechendes Updatepaket mit der Vorregistrierungsanwendung erhalten und vor einigen Tagen hat Microsoft auch begonnen, auf vielen Windows-Rechnern in der Symbolleiste unten rechts ein entsprechendes Symbol einzublenden. Ein Klick darauf führt zur Möglichkeit der Vorregistrierung, die letztlich aus einem Klick auf einen Button und die Angabe der eigenen Mailadresse besteht. Durchgeführt kann diese Vorregistrierung auf beliebig vielen Windows-Installationen, selbst wenn diese alle unter einer Mailadresse registriert werden sollen.

Problem ist, dass diese Vorregistrierungsmöglichkeit offenkundig nicht auf allen Rechnern funktioniert. Das liegt zum einen wohl an den Rechneranforderungen, die, wenn sie nicht den Mindestanforderungen von Windows 10 entsprechen sollen, dazu führen, dass die Vorregistrierung schlicht nicht durchgeführt werden kann. Zumindest bei meinem Notebook ist es jedoch so, dass es bei allen Mindestanforderungen locker mithält – trotzdem startet dort die Vorregistrierung nicht.

Man kann jedoch mit einigen kleinen Schritten nachhelfen, alles auf legale Weise. Hier eine kleine ToDo-Anleitung für Windows-7- und Windows-8-Rechner, bei denen die Vorregistrierung auf Windows 10 nicht automatisch startet:

  1. Zuerst einmal prüfen, ob folgende Windows Updates installiert wurden:
    * Windows 7: KB3035583 und KB2952664
    * Windows 8: KB3035583 und KB2976978
    Diese Updates werden üblicherweise über das normale Windows Update durchgeführt. Wenn diese in der Liste der installierten Updates im Windows-Update-Fenster nicht zu finden sind, einfach ein Windows Update manuell durchführen.
  2. Ein Editor-Fenster öffnen (oder auch einen normalen Texteditor)
  3. Folgenden Textinhalt in den Editor kopieren (der Text scrollt hier im Blog rechts heraus, was aber kein Problem ist. Einfach den Text von der ersten bis zur letzten Zeile markieren und kopieren):
    REG QUERY "HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\AppCompatFlags\UpgradeExperienceIndicators" /v UpgEx | findstr UpgEx
    if "%errorlevel%" == "0" GOTO RunGWX
    reg add "HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\AppCompatFlags\Appraiser" /v UtcOnetimeSend /t REG_DWORD /d 1 /f
    schtasks /run /TN "\Microsoft\Windows\Application Experience\Microsoft Compatibility Appraiser"
    :CompatCheckRunning
    schtasks /query /TN "\Microsoft\Windows\Application Experience\Microsoft Compatibility Appraiser"
    Powershell -Command "Get-ScheduledTask -TaskName 'Microsoft Compatibility Appraiser' -TaskPath '\Microsoft\Windows\Application Experience\'" | Find "Ready"
    if NOT "%errorlevel%" == "0" ping localhost >nul &goto :CompatCheckRunning
    :RunGWX
    schtasks /run /TN "\Microsoft\Windows\Setup\gwx\refreshgwxconfig"
  4. Ist der obige Text im Editor, das Dokument speichern. Als Speicherort am besten den Desktop auswählen und die Datei „win10.cmd“ nennen und die Datei somit als Batch-Datei abspeichern. Wichtig: Die Anführungsstriche mit angeben und wirklich nur „win10.cmd“ schreiben, also kein „.txt“ oder ähnliches am Ende.
  5. Auf die nun so gespeicherte Datei mit der rechten Maustaste klicken und „Als Administrator ausführen“ auswählen. Es wird nachgefragt, ob das Programm wirklich ausgeführt werden soll, das bitte bestätigen.
  6. Fertig. Rechts unten in der Symbolleiste erscheint nun das Windows-Symbol und mit einem Klick darauf kann die Vorregistrierung durchgeführt werden. Die erstellte Datei „win10.cmd“ kann nun bedenkenlos gelöscht werden.

Ein verhängnisvolles RAM-Update.

Mitte Juli habe ich meinem PC ein größeres Arbeitsspeicher-Upgrade gegönnt. Die bis dato installierten 2 Gigabyte haben sich immer häufiger als Engstelle in der Arbeit erwiesen. Ich bin nun mal jemand, der punktuell sehr heftig arbeitet und wer schon mal Photoshop, Illustrator, Sony Vegas (Videoschnitt), nebenbei dann auch Firefox, Thunderbird und Tweetdeck geöffnet hält, merkt sehr schnell, dass 2 Gigabyte Arbeitsspeicher nicht mehr viel sind. Zuletzt machte dann auch der Nvidia-Grafiktreiber immer häufiger die Grätsche wegen Speichermangels.

Bei den aktuellen Speicherpreisen habe ich dann kurzfristig beschlossen, gleich den ganz großen Hammer zu holen und den Rechner auf volle 8 Gigabyte Arbeitsspeicher aufzurüsten. Vier mal 2 Gigabyte-Riegel und das dann mit einem netten Preis meines Haus-und-Hof-Hardwarelieferanten und gut. Da ich meinen Dualcore-Rechner schon von Anfang an mit einem 64-Bit-Windows betreibe, ist der Speicher soweit auch nutzbar. Und ich merke dieses Upgrade sehr deutlich, denn der PC ist zwar nicht schneller in seiner Verarbeitung (Dualcore 2,1 GHz reichen mir allerdings noch), allerdings läuft einfach mehr gleichzeitig.

Was ich allerdings nicht bedacht habe, ist der Umstand, dass RAM-Riegel defekt sein können. Und das war dann auch einer der vier Riegel. Gemerkt habe ich das gar nicht mal so direkt, sondern eher an subtilen Symptomen – unvermittelte Programm- und Diensteabstürze, merkwürdige Verarbeitungsfehler und heute Mittag dann mal ein inzwischen extrem selten gewordener Besucher – ein Bluescreen. Immerhin gingen keine Daten verloren.

Der lotste mich dann immerhin auch in die richtige Richtung. Die Meldung “PFN_LIST_CORRUPT” ist ein sehr deutlicher Hinweis darauf, dass der Arbeitsspeicher an einer Stelle fehlerhaft arbeitet. Also, Speicherriegel nacheinander und einzeln mit dem Memorytest im BIOS überprüft und tatsächlich einen Riegel gefunden, der Speicherfehler hat.

Immerhin war der Umtausch des Riegels bei der Firma Arlt mehr als unkompliziert. Ein kurzer Anruf, kurz vorbeigeschaut, freundlich bedient, eine Garantierechnung unterschrieben und schon gab es einen neuen Riegel. Der nun auch funktioniert. Warten wir es mal ab.