„Haselnüsse – Türkisch. Knackig. Ideal.“

Alle paar Monate steigt in meiner Statistik der Suchbegriffe, mit denen dieses bescheidene Weblog angesteuert wird, die Begrifflichkeit „Levantiner Haselnüsse“. Das offenbar deshalb, weil just zu diesen Momenten wieder ein Nahrungsmittelhersteller eine Kampagne für ein Produkt bewirbt, das Haselnüsse beinhaltet, für gewöhnlich ist das Ferrero mit „Ferrero Rocher“ und Bahlsen mit „Ohne Gleichen“. Das, was nämlich hübsch mit „Levantiner Haselnüsse“ bezeichnet wird, sind nichts anderes wie Haselnüsse, die von der Schwarzmeerküste der Türkei stammen, dem weltweiten Hauptanbaugebiet für Haselnüsse. Und dass die ursprüngliche Levante gut und gerne 500 Kilometer südlich ihre nördlichste Flanke hatte, findet sich in meinem früheren Artikel zu den „Levantiner Haselnüssen“.

Man kann es aber auch einfach so sagen, wie es ist: „Haselnüsse – Türkisch. Knackig. Ideal.“ Und das ist nicht meine Erfindung, obwohl jeder Begriff hübsch mit einem Punkt beendet wird, sondern die des Schokoladenherstellers Ritter Sport, der das so auf einer erläuternden Seite zu den verwendeten Haselnüssen sagt. Zufällig gefunden durch einen Artikel im RabenZeit-Blog zum gleichen Thema der „Levantiner Haselnüsse“. Zwar sind die Haselnüsse auch bei Ritter Sport noch „levantiner“, aber immerhin sagen die Schokofreunde hier klipp und klar, woher die gute Haselnuss kommt beziehungsweise nur kommen kann: Nämlich aus der Türkei und nicht aus dem, was man früher einmal als Levante bezeichnete.

Vor der Website von Ritter Sport muss ich übrigens dringend warnen – man findet sich danach in einem undefinierbaren Zustand und wildert wahllos nach Schokolade. Es wird wieder einmal Zeit, nach Waldenbuch zu pilgern und den Schokoladenladen von Ritter Sport zu überfallen.

Keine Überraschungseier?

An der Supermarktkasse habe ich vorhin staunen müssen. Da, wo sonst palettenweise die Kinderüberraschungseier stehen, stehen sie nun nicht mehr, sondern ein Verschnitt namens “Kinder-Joy”. Die sind zwar auch eierförmig, das Ei besteht aber aus zwei Kunststoffschalen, In der einen Schale ist eine Milch- und Haselnusscreme mit zwei seltsamen Keksbällchen eingegossen und in der anderen befindet sich, abgetrennt durch eine kleine Folie, eine Figur. Und dieses Ding ist auch noch deutlich teurer, als das klassische Überraschungseier.

Also im Büro etwas recherchiert und tatsächlich gibt es dieses Kinder-Joy schon seit dem Jahr 2006 und wird zwischen Mai und Juli anstelle des Überraschungsei verkauft, weil dem echten Schoko-Ei die Wärme nicht gut bekommt. Na das ist ja mal etwas wirklich Neues!

Wie haben wir das früher nur geschafft, auch im Sommer die Überraschungseier weitgehend heil nach Hause zu bekommen? Vermutlich waren die Sommer nicht so heiß, wie heute. Oder hat etwa Ursula von der Leyen bei den Überraschungseiern auch ihre Finger im Spiel? Das wäre dann nämlich wirklich politischer Selbstmord.