Rufnummernportierung – nix für Zartbesaitete.

Einmal davon abgesehen, dass eine Rufnummernportierung von einem Mobilfunkbetreiber zum nächsten fast einem halben Staatsakt gleichkommt – der Zeitpunkt der Umstellung ist mit gutem Grund in die tiefe Nacht verlegt.

Punkt 0 Uhr passierte erst einmal gar nichts. Erst 15 Minuten später machte es *pling* und Vodafone warf mein altes Handy mit der Vodafone-SIM-Karte mit dem Hinweis „Inaktive SIM“ aus seinem Netz. Ein Testanruf auf meine Handynummer führte jedoch weiterhin in das Vodafone-Netz, nun allerdings mit der Meldung, dass die Rufnummer nicht vergeben sei. Das sind dann vermutlich die Grauzonen in der Rufnummernvermittlung… *hust* Ich beschloss, einfach ins Bett zu gehen und das auf klassische Weise wie bei einer Erkältung auszukurieren.

Und tatsächlich, heute morgen funktionierte dann die Rufnummer wieder und routet nun ins O2-Netz. Die erste Amtshandlung ist das Ausschalten der Mailbox, die O2-Mailboxtante flötet mir etwas zu frivol daher.

Hightech heute: Rufnummermitnahme.

So eine Rufnummernmitnahme von einem Mobilfunkanbieter zum nächsten, das muss ja so richtig Hightech sein. Oder möglicherweise auch ein sehr schweres und langwieriges Verfahren, bei dem die Rufnummer beim alten Mobilfunkanbieter zunächst von einem Steinmetz in eine Granitstatue gemeißelt, diese dann von 11 Transporteuren (8 Träger links und rechts, ein Mitarbeiter für die Vorhut mit dem Lieferschein, ein Mitarbeiter für die Nachhut zur Absicherung, ein Mitarbeiter für die Qualitätssicherung) zum neuen Mobilfunkprovider getragen und dort dann in den großen Vermittlungsapparat eingesetzt wird.

Anders kann ich mir nicht erklären, weshalb Vodafone eine Woche zur Bestätigung des Rufnummernwegzuges benötigt und dann der Zeitpunkt der Rufnummernübertragung nochmal vier Tage dauert. Beim Einzug der 25 Euro als Vodafone-Bearbeitungsgebühr ging es doch auch innerhalb von wenigen Stunden.