Ich hätte gern: Einen Friedensnobelpreis.

Was für ein hanebüchener Schwachsinn: Barack Obama, also tatsächlich der US-Präsident, der seit Januar im Amt ist, erhält den diesjährigen Friedensnobelpreis. Und das für seine “außergewöhnlichen Bemühungen für die Zusammenarbeit zwischen den Völkern”. Äh, wie bitte? Der Mann ist gerade mal neun Monate im Amt, kämpft vor allem damit, die Zusammenarbeit von Arm und Reich in seinem eigenen Land wieder zu etablieren und hat außenpolitisch außer vielen Sondierungen bisher noch nicht wirklich viel zustande gebracht. Ganz im Gegenteil: Gestern beherrschte unter anderem die Nachricht die Welt, dass die US-amerikanische Diplomatie schwammig mit einer “Superbombe” in der Iran-Diskussion schwadroniert, mit der tiefliegende Bunker getroffen werden könnten. Sehr friedensstiftende Maßnahme. So steht dieser Friedensnobelpreis unter dem Verdacht, als Vorschusslorbeeren zu gelten. Und das ist wahnsinnig schlecht.

Sehr übel, für alle Seiten. Zeigt es doch, dass es offensichtlich schon reicht, zwei Jahre einen auf Hoffnung basierenden Wahlkampf zu machen, sich dann (zu Recht) wählen zu lassen und dann letztendlich für all diese warmen Worte dann den Friedensnobelpreis zu kassieren.