Pizzalieferung im Blitzbetrieb.

Im Gegensatz zum Pforzheimer Mainstream bestelle ich, wenn ich denn mal Pizza bestelle, nicht beim Standardservice in der Christophallee (zu fettig und zu teuer) und auch nicht beim Super-Duper-Franchisenehmer in der Bleichstraße (von der Größe und dem Preisleistungsverhältnis eher etwas fürs Kanapee), sondern seit einigen Monaten bei der Pizzeria Orchidea in der Holzgartenstraße. Und das hat eine durchaus fein gewürzte Ironie, denn eigentlich lebte ich jahrelang genau gegenüber dieser Pizzeria und habe nie dort bestellt und musste offensichtlich erst wegziehen, um zu merken, dass die vernünftige Pizza machen können.

Heute habe ich das wieder einmal gemerkt. Um 19:32 Uhr habe ich per Pizza.de dort bestellt und um Punkt 19:49 Uhr klingelte es an der Türe und die Pizza war da. 17 Minuten. Zubereiten, backen, verpacken, ausfahren. Allein für die Strecke zu mir herauf sind locker 5 Minuten drin. Der Fahrer meinte glaubhaft, dass er bei der Lieferzeit jetzt eigentlich keine Besonderheit sehe, wäre halt so. Bitte wie? Normal? Ja, schön wäre es, wenn das auch bei der Konkurrenz Normalzustand zur Primetime wäre.

Doch, mein Lieber, das ist besonders. Die Konkurrenz braucht gern mal 45 Minuten und mehr. Bei 17 Minuten muss ich mich ja schon fast beeilen, Teller und Besteck herauszuholen und auf den Tisch zu drapieren.

Wohin mit den Pizzazetteln?

Pizzazettel? Das sind die lustigen, kleinen, gefalteten „Speisekarten“ der Pizzalieferanten, die hier und da im Briefkasten stecken und die man entweder wegwirft oder abheftet, um im Falle eines gröberen Hungers sich schnell etwas liefern zu lassen. Dummerweise lassen sich diese Dinger genau dann meist nie finden, wenn man sie wirklich sucht.

Also, wie archivieren? Abtippen (und in ein TiddlyWiki) damit? Es geht viel einfacher.. man nehme das Handy mit Kamera und fotografiere das schlicht in vernünftiger Größe ab und hebe das genau dort auf. Dann hat der moderne Informationsnomade von heute diese Dinge nämlich auch dann zur Hand, wenn er nicht zu Hause ist und beispielsweise aus dem Büro heraus etwas bestellen möchte.

Kleines Problem bei der Abwicklung: Die Zettelchen sind meist auf weißem Papier gedruckt. Da allerdings die Belichtungssteuerung jeder vernünftigen Kamera auf 18 % Grau geeicht ist, werden die abfotografierten Speisekarten herzlich dunkel und müssen nachträglich in Sachen Helligkeit aufgehübscht werden.