Quo vadis, iKeePass?

Beim Thema iKeePass, der Portierung der Passwortverschlüsselungssoftware für das iPhone, nicht von einem Drama zu sprechen, fällt schwer, denn als etwas anderes kann man es inzwischen gar nicht mehr bezeichnen.

Aus deutscher Sicht ist die iPhone-Welt seit dem Projektstart von iKeePass im März 2008 praktisch am gleichen Ort, wie damals – iKeePass ist im deutschen App-Store nicht verfügbar. Genaugenommen ist es außerhalb der USA und Kanada nirgendwo verfügbar, weil jegliche Software, die Verschlüsselungskomponenten enthält, eine gesonderte Zertifizierung benötigt, um aus den USA exportiert werden zu können. Da alle App-Stores von Apple idiotischerweise in den USA stationiert sind, ergibt sich der skandalöse Zustand, dass Software, die gar nicht in den USA entwickelt wurde, dennoch für die USA eine Zertifizierung benötigt, um außerhalb der USA auf iPhones genutzt werden zu können.

Immerhin gibt es iKeePass 1.0 nun seit Oktober 2009 im US-App-Store und wer sich die Mühen macht, einen Account im US-App-Store anzulegen (dazu benötigt man eine Anschrift in den USA) kann tatsächlich iKeePass für 99 US-Cent erwerben und auf sein iPhone installieren. Alternativ können Besitzer eines gejailbreakten iPhones anhand Cydia einen Fork von iKeePass (und zwar schon der Version 1.1) namens JBiKeePass herunterladen und installieren (das übrigens auch außerhalb den USA).

Die Version 1.0 von iKeePass offenbart dann allerdings eine herb enttäuschende Software, die in meinen Augen selbst die 99 US-Cent, die iKeePass im US-AppStore kostet, derzeit keinesfalls wert ist. Passwortdateien müssen umständlich über einen externen Webserver importiert werden, die Entschlüsselung von größeren Datenbankdateien dauert und alle geöffneten KeePass-Dateien sind darüberhinaus read-only – es gibt keine Schreibfunktion. Dazu kommen dann noch so Dinge wie der fehlende Support der TAN-Listenfunktion (keine Einblendung des Benutzernamenfeldes in der Übersicht) und kein Support der Zwischenablage (behoben ab der Code-Basis 1.1, die Zwischenablagefunktion funktioniert also mit JBiKeePass). Im Grunde genommen lassen sich KeePass-Dateien einfach nur öffnen und betrachten. Für die KeePass- und auch für die iPhone-Idee und vor allem nach fast zwei Jahren Entwicklungsdauer ein mageres Produkt.

Was wirklich mehr als dürftig ist, ist die Kommunikation, denn die ist quasi nicht vorhanden. Der letzte Artikel im Projekt-Weblog stammt von Ende November und berichtet davon, dass die Version 1.1 von Apple nicht zugelassen wurde, da von der Version 1.1 undokumentierte API-Aufrufe benutzt werden, die von Apple so nicht gewünscht sind. Gut, kein Thema, könnte man ja fixen. Oder zumindest darüber diskutieren – wenn man denn wollte. So sammeln sich in jedem der wenigen Artikel jeweils viele Dutzend Kommentare von Nutzern, die wissen wollen, in welchem Stadium das Projekt ist, wie die Bemühungen um Zertifizierung zwecks Exportmodalitäten der Verschlüsselung aussehen, ob die Version 1.1 inzwischen denn mal resubmitted wurde und und und. Resonanz: Null. Hier und da werden vereinzelt Fragen zu einzelnen Benutzerproblemen geklärt, der Rest bleibt unbeantwortet.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich verstehe, dass iKeePass – ebenso wie KeePass und die anderen Portierungen – weitgehend Projekte sind, die in der Freizeit entstehen und gepflegt werden. Es spricht jedoch überhaupt nichts dagegen, iKeePass als kostenpflichtige Software anzubieten oder einen PayPal-Button zum Spenden hinzupappen, bei denen selbst ich nicht einfach vorbeigehe, sondern meinen Obolus entrichte. Ich erwarte jedoch auch bei Entwicklern von Open-Source-Projekten, die auf bestehenden Projekten aufbauen, eine gewisse Professionalität und Verantwortung und es ist sicherlich nicht zu viel verlangt, mit seinen Nutzern oder Interessenten zu kommunizieren oder einfach einmal ein Forum einzurichten, wo sich eine Community bilden könnte. Schafft man das nicht, sollte man als Maintainer eines Projektes, das wirklich einen Bedarf nachweisen kann, wirklich so fair sein und sich bemühen, das Projekt auf eine größere Entwicklerbasis zu stellen oder in andere Hände zu geben. Oder, so fürs erste, einfach mal einen Statusbericht und Projektausblick zu geben.

Meine Top-7 der iPhone-Jailbreak-Anwendungen.

In Cydia nach den App-Juwelen zu suchen, kann zu einer Suche nach der Nadel im Heuhaufen werden. Und dabei ist es schade, nicht nach diesen Juwelen zu suchen, denn einige Programme fügen dem iPhone Funktionen zu, die man bei einem modernen Smartphone schmerzlich vermisst.

Alle die hier empfohlenen Anwendungen sind „nutzbar“, also mit vernünftigem Anwendungszweck, weder Spiele, noch kostenpflichtig. Das heißt nicht, dass ich für gute Software nicht bezahlen würde, sondern das ist eher dem Umstand gemünzt, dass man beim iPhone leider nie so richtig weiß, ob es nach dem nächsten OS-Update noch einen Jailbreak für die Kiste gibt.

  • Backgrounder
    Eigentlich reicht nur ein Satz, um Backgrounder zu erklären: Willkommen in der Welt des Multitaskings. Denn das macht Backgrounder so, wie man es eigentlich vom iPhone von Hause aus erwarten würde. Möchte man eine laufende App nicht beenden, sondern in den Hintergrund verschieben, drückt man nicht einfach nur auf den Home-Button, sondern hält diesen so lange gedrückt, bis gemeldet wird, dass die jeweilige App nun im Hintergrund läuft. Nach dem Sprung zurück ins Springboard kann nun einfach eine weitere App aufgerufen werden, ohne dass es zu Prozesskrawall kommt. App aus dem Hintergrund wieder herausholen? Rein in die App, Home-Button wieder gedrückt halten und Backgrounder meldet, dass die App nun „richtig“ beendet wird. Mit einem Manko: Alle laufenden Apps teilen sich die rund 160 Megabyte freien Arbeitsspeicher, damit muss man auskommen. Das ist aber kein Problem, wenn man sich auf die Kernkompetenzen beschränkt. Beispiel: Im Safari surfen und vor einem Login-Screen stehen. Safari in den Hintergrund schieben. iKeePass öffnen, Passwort auslesen. iKeePass schließen. Safari wieder hervorholen. Alles erheblich schneller, als wenn jedes Mal die betreffenden Apps geschlossen und neu aufgerufen werden müssen. Natürlich funktioniert es auch, eine App dauerhaft im Hintergrund zu belassen, beispielsweise Skype. Allerdings geht das auf Kosten des Akkustroms und der ist, wie man weiß, auf dem iPhone ein rares Gut. Sehr nützlich ist übrigens die einstellbare Option, dass Anwendungen, die sich im Hintergrund befinden, mit einem kleinen Symbol im Springboard angezeigt werden können. Und auf diese Weise sieht man dann recht schön, dass das iPhone das mit dem Multitasking ja eigentlich schon von Hause aus beherrscht, denn Mail, iPod und Safari machen es schamlos.
  • CyDelete
    CyDelete ist ein kleines Hilfsprogramm, dass es auch Anwendungen, die über Cydia installiert wurden, ermöglicht, auf herkömmlichen Wege gelöscht zu werden, also auf dem Springboard eine App getappt halten, bis alle anfangen zu tanzen und dann sieht man schon, dass nun auch die Cydia-Apps ein Deinstallationssymbol haben. Zur besseren Unterscheidung haben Cydia-Apps ein rotes Deinstallationssymbol, im Gegensatz zu einem schwarzen Symbol wie bei den herkömmlichen Apps.
  • Five Icon Dock
    Bitte zusammenrücken! Und zwar auf dem Dock, das ist auf dem Springboard die unterste Buttonreihe, in der sich üblicherweise die Telefon-, Mail-, Safari- und iPod-App befinden. Mit dieser App gibt es hier nun Platz für fünf Apps, wovon bei mir normalerweise iPod den Weg zu den normalen Apps antritt und dafür die AppStore- und die Cydia-App einzieht. Ehre dem, dem Ehre gebührt.
  • PrivaCy
    PrivaCy ist ein sehr kleines Progrämmchen, das noch nicht mal ein eigenes Symbol mitbringt, sondern nur über die iPhone-Einstellungen konfiguriert werden kann. Es sorgt dafür, dass das iPhone daran gehindert wird, zu einigen datensammelnden Diensten Kontakt aufzunehmen, wenn eine App das möchte. Das sind im Falle von PrivaCy vor allem Dienste, die Bewegungsabläufe innerhalb einer App aufzeichnen und weitergeben wollen (im Klartext sind das die Dienste Flurry, Medialets, Mobclix und Pinch Media). So bald eine App einer dieser Dienste nutzen will, meldet PrivaCy dies dem Benutzer und bietet zwei Möglichkeiten: App trotzdem nutzen oder Rückwärtsgang nach draußen.
  • SBSettings
    Bluetooth aktivieren auf dem iPhone? Einfach? Tap auf „Einstellungen“. Tap auf „Allgemein“. Tap auf „Bluetooth“. Schalter aktivieren. WiFi zu aktivieren, ist ähnlich unergonomisch zu aktivieren. Hier setzt SBSettings an und macht den Zugriff zu einem Kinderspiel: Kurz über die Statusleiste oben streichen und schon blendet sich von oben eine Einstellungsleiste, die so Dinge die Bluetooth, WiFi, GSM, 3G mit einem Tap aktiviert. Zusätzlich gibt es auch Möglichkeiten zum Steuern der Bildschirmhelligkeit oder ein Prozessmonitor (der auch ganz nett mit der Backgrounder-App arbeitet).
  • SMS Helper
    Bei keinem anderen Telekommunikationsdienst ist es ein so großes Thema, mit möglichst wenig Buchstaben auszukommen, wie bei SMS. 160 Zeichen. Ein Zeichen mehr und es wird sofort eine zweite SMS fällig, das man auf dem iPhone jedoch nicht signalisiert bekommt. SMS Helper modizifiert den Senden-Button so um, dass dort nun die noch freie Zeichenzahl steht und die Anzahl der benötigten SMS. Siehe auch: Weshalb man ein iPhone jailbreaken muss.
  • Winterboard
    Einem Bisher-Einfach-Handy-Benutzer muss man das erst mal erklärt bekommen: Auswahl aus zwei Hand voll beschränkt origineller Klingeltöne, eine stark reglementierte Importmöglichkeit für eigene Klingeltöne, keine Möglichkeit von Hintergrundbilder, ebenso lässt sich der der Rest der Benutzeroberfläche herzlich wenig konfigurieren. Hier setzt Winterboard an und macht die Hintertüre auf. Die Bedienung ist nicht ganz einfach, allerdings ist Cydia brechend voll mit Themes, Klingeltönen, Hintergrundbildern, Button-Sets und weiteren Schriftarten, so dass dieses Manko mehr als wettgemacht wird.

Der Facebook-Hassartikel.

Zweifellos: Facebook hat einmal Spaß gemacht. Leute fanden sich ein, kommunizierten ungezwungen miteinander und Facebook ist nach wie vor ein Synonym für Social Networking schlechthin. Noch. Denn in der Zwischenzeit habe ich so meine Probleme mit Facebook und das obwohl ich Facebook halbwegs auch für „Publishing-Zwecke“ brauche und empfehle. Doch das ist immer mehr eher ein „leider müssen“ als ein „wirklich wollen“. Facebook geht bei mir den Bach herunter.

Mit inzwischen gutem Gewissen kann man sagen, dass die Idee, Applikationen externer Entwickler in Facebook einzubinden, ein völliger Schuss in den Ofen war und Facebook inzwischen eigentlich der beste Beweis dafür ist, wie man es als Social Network besser nicht machen sollte. Nur die wenigsten Nutzer wissen, wo eigentlich Facebook-Applikationen laufen, nämlich nicht auf der Facebook-Plattform, sondern auf der Plattform des Besitzers der Applikation. Die Applikation wird dann, wenn sie von Facebook akzeptiert wird, von Facebook aus eingebunden und darf über definierte Schnittstellen mit Facebook und letztendlich mit dem Benutzer interagieren. Was genau der Applikationsbesitzer mit den Schnittstellen und den daraus gewonnenen Daten macht, interessiert Facebook nur halbherzig viel, mit der Zusicherung, dass der Besitzer der Applikation keinen Schindluder mit den gewonnenen Daten macht, gibt man sich schon zufrieden.

Was Facebook allein quantitativ seinen Benutzern an Applikationsfluten zumutet, ist schon schwer zu ertragen. Schon bei mehreren Dutzend Freunden im Netzwerk wird man von morgens bis abends mit den dollsten Informationen zugeballert. Da schenkt mir jemand einen Elch, jemand anderes will meinen Geburtstag in seinen Kalender eintragen, ein anderer hat sein Horoskop gelesen und teilt es der Welt mit. Und so weiter. Zwar bietet Facebook es an, Meldungen von bestimmten Benutzern oder bestimmten Applikationen auszublenden, letzteres ist aber ein Kampf gegen die Hydra – schlägst du einen Kopf ab, wachsen drei nach.

In meinen Augen geht Facebook mit der Privatsphäre seiner Nutzer erschreckend um. Das ist schon lange nicht mehr eine gewisse Nachlässigkeit, sondern inzwischen ein gezielter Vorsatz, Benutzer dazu zu bringen, wissentlich oder gern auch unwissentlich ihre Privatsphäre aufzugeben. Aktuelles und leider bestes Beispiel sind die neuen Änderungen, die jeder Facebook-Benutzer vor einigen Tagen bestätigen musste. Grundsätzlich sind diese nun feiner granulierten Einstellungen ja gut, allerdings hat Facebook jegliches Goodwill damit verspielt, dass für eine neue Einstellung der Privatsphäre die denkbar ungünstigsten Voreinstellungen empfohlen wurde. Jeder, der diese Einstellungen nur kurz überflogen hat und diese Empfehlungen von Facebook gedankenlos übernommen hat, hat damit praktisch alle seine in Facebook hinterlegten Inhalte auch allen Facebook-Teilnehmern freigegeben. Dazu kommt, dass Mark Zuckerberg, der Chef von Facebook, eine haarsträubende Art und Weise an den Tag gelegt hat, dies zu rechtfertigen – er verharmlost nämlich. Final beispielsweise dadurch, dass er angeblich bedenkenlos sein Bilderalbum freigegeben hat (und erst später merkte, dass dies vielleicht nicht so gelungen war, da nach dieser publikumswirksamen Aktion einige offenbar kompromittierenden Fotos verschwanden).

Okay, werden Kritiker sagen, ist doch letztendlich alles ein Problem der Benutzer, sollen sie halt Facebook nicht mehr benutzen, wenn sie Angst um ihre Privatsphäre haben. Doch so einfach ist das nicht mehr in unserer digitalen Welt. Ich kann durchaus jemandem sagen, dass er beispielsweise bei der Eingabe einer PIN an der Supermarktkasse, wenn er dort mit seiner Maestro-Karte bezahlen will, aufpassen soll, dass ihm niemand über die Schulter schauen soll und das tut er dann vielleicht auch. Einem unbedarften Benutzer, der mit seinen Freunden kommunizieren will und nicht unbedingt Zeit und Muße hat, sich über alle Spitzfindigkeiten, die Facebook seinen Benutzern zumutet, Gedanken zu machen, ist das mitunter deutlich schwieriger zu erklären. Privatsphäre ist im Internet weit schwieriger zu schützen, wenn sich viele Menschen allein fühlen, nur weil sie allein vor dem Bildschirm sitzen. Und man muss leider sagen: Facebook nutzt dies schamlos aus.

Auf dem iPhone: Doodle for iPhone.

Wer das erste Mal auf die schweizerische Website Doodle.com kommt, macht das meist aus der Intention, dass er dazu eingeladen wurde, einen gemeinsamen Termin mit anderen Nutzern auszuhandeln. Und dann steht man tatsächlich auf der Website, kreuzelt die Terminmöglichkeiten an, an denen man kann und fragt sich tatsächlich, wieso man auf die Idee, die hinter Doodle.com steckt, nicht selbst gekommen ist. Termin anlegen, Termin aushandeln, abstimmende Personen informieren und den ausgehandelten Termin in die eigene Kalenderanwendung importieren – Doodle.com macht diese augenscheinlich einfachste Aufgabe der Welt unwiderstehlich einfach.

Zwar hat Doodle.com unter http://m.doodle.com/ eine für mobile Endgeräte vorbereitete Website, aber irgendwie ruft das alles nach einer eigenen App für Smartphones, die nun zumindest für das iPhone existiert und im App-Store gekauft werden kann. Die ebenfalls schweizerische Firma Neoos GmbH hat sich diesem Thema angenommen und die Doodle-App für das iPhone geschrieben, zunächst als nichtöffentliche App im Rahmen eines Programmierwettbewerbs der Doodle AG, die nun aber seit dieser Woche erhältlich ist.

Die Ansicht ist in der App zwar teilweise deutlich anders, als auf der Doodle.com-Website, die Ergebnisse führen aber zum gleichen Ziel. Nach dem Starten der App möchte sie zunächst auf das „Dashboard“ und eine Übersicht anzeigen, wenn man selbst einen Doodle.com-Account hat (der sich „MyDoodle“ nennt). Ein Doodle-Account ist für die Nutzung zwar nicht unbedingt nötig, macht jedoch Sinn, weil man mit MyDoodle seine eingerichteten Terminfindungen und auch Terminabstimmungen später wieder editieren kann. Nutzt man also MyDoodle, kann man der App seine Zugangsdaten verpassen (die standardmäßig einen Monat „halten“, bis zur nächsten Nachfrage, außer wenn Doodle.com zwischendurch Wartungsarbeiten durchführt), die durch eine Umleitung in den Safari direkt auf Doodle.com eingegeben werden und danach wieder zurück in die App führt. Nutzt man MyDoodle nicht bzw. hat keinen Doodle.com-Zugang, kann man der App dies in den Einstellungen mitteilen und wird fortan nicht mehr nach Zugangsdaten gefragt.

Das Dashboard sieht folgendermaßen aus und zeigt, wenn man sich bei Doodle.com angemeldet hat, die gleiche Übersicht, wie auf MyDoodle unter Doodle.com auch:

Doodle for iPhone - Startscreen

Mit einem Tippser auf einen Termin kommt man in die Terminansicht, die die einzelnen Termine aufführt, die in der Terminfindung zur Verfügung stehen. Wer Doodle.com kennt, findet sich zurecht:

Doodle for iPhone - Terminansicht

Anzumerken ist, dass alle Funktionen von Doodle.com auch in der App nutzbar sind. Die Kommentarfunktion funktioniert, Administratoren einer Terminfindung können ihren Termin bearbeiten. Was alles bisher auf der mobilen Website etwas frickelig war, funktioniert in der App so, wie man es vom iPhone-Benutzerinterface kennt. Die Doodle.com-Macher haben übrigens daran gedacht, dass nun auch eine App am Start ist und fragen beim Aufruf eines Doodle.com-Terminlinks von einem iPhone aus nach, ob auf die Doodle.com-App umgeschaltet werden soll oder ob man die sich, falls man sie noch nicht hat, vom App-Store holen möchte.

Hübsche App, die genau das tut, was sie tun soll, nicht mehr und nicht weniger, nicht überfrachtet, sondern übersichtlich. Einzig der Preis von 2,39 Euro ist für meinen Geschmack schon nah am oberen Limit, das wird so vermutlich nur für Hardcore-Doodler interessant sein. Aber kommt Zeit, kommt Rat, die App zumindest macht einen guten und funktionierenden Eindruck, bei deren Entwicklung sich jemand was dabei gedacht hat. Das ist bei der Fülle an Apps im App-Store leider keinesfalls eine Selbstverständlichkeit mehr.

Weshalb man ein iPhone jailbreaken muss.

Na, wer entdeckt es in diesem Screenshot des SMS-Editors dieses iPhones?

Screenshot SMS Helper auf dem iPhone

Schwer, nicht? Denn eigentlich gibt es nichts, was nicht auch ein normales Mobiltelefon bei einem SMS-Editor zeigen würde. Schon mal im obigen Screenshot rechts auf den blauen „Senden“-Button geschaut? Stimmt, dort findet sich ein Zeichenzähler. Und den gibt es weniger von Hause aus in der SMS-Anwendung, noch kann so ein Zeichenzähler offiziell nachgerüstet werden, weil Apple keine Applikationen in seinem AppStore freigibt, die Apple-Anwendungen manipulieren.

So kann man sich das bisschen Komfort mit einer Minianwendung namens „SMS Helper“ nachrüsten, die es eben nur für gejailbreakte iPhones über den alternativen Installer Cydia gibt.