Obama 2012 – Ein paar externe Links.

Den Obama-2012- bzw. den US-Präsidentschaftswahlkampf im Internet beobachte nicht nur ich, sondern auch andere Leute. Auf drei interessante Links möchte ich an dieser Stelle verweisen, die andere Aspekte im Online-Campaigning sehr detailiert beleuchten:

Eigene Links gefunden? Her damit und reinschreiben als Kommentar zu diesem Artikel!


Alle Teile meines Dossiers zu Obama 2012 unter dem Stichwort „Obama 2012“.

„Dieser Content ist in deinem Land nicht verfügbar, da er aufgrund einer Regierungsanfrage entfernt wurde.“

Ich habe heute morgen zuerst gedacht, da macht sich irgendjemand lustig über unsere Bundesregierung. Völlig verständlich, weil ohne bissigem Sarkasmus selbst die SPIEGEL-Redaktion die aktuelle Legislaturperiode nicht mehr erträgt. Was aber hinter dieser Aktion steckt, dürfte sehr spannend werden und die Frage klären, ob wir inzwischen schon so weit sind, dass unser Staat sich nicht mehr zu schade ist, für alle sichtbar Zensur zu betreiben:

Der Beitrag findet sich bei YouTube genau hier: http://www.youtube.com/watch?v=ZcEdfgTynCs

Auf Twitter liest man, dass das ZDF sich um die Geschichte mit der „Regierungsanfrage“ bereits kümmert. Abwarten, Tee trinken.

Update 1: Die WISO-Redaktion hat relativ schnell um halb zwölf reagiert und in ihrem Blog einen Artikel hierzu geschrieben. Dabei wird erwähnt, dass die obige Sendung nicht im offiziellen ZDF-YouTube-Kanal veröffentlicht wurde, das ZDF aber nicht der Auslöser der Sperrung sei. Von anderer Stelle im Web wird davon gesprochen, dass die Sendung, die in der ZDF-Mediathek zu finden ist, an einer Stelle geschnitten ist, da das ZDF aktuell in einem Rechtsstreit mit der Sparkasse Bremen sei, die in diesem Teil der Sendung erwähnt wird. Wie es allerdings zur obigen Meldung kommt, dass die Sendung „aufgrund einer Regierungsanfrage entfernt wurde“, entschließe sich beim ZDF. In der Zwischenzeit ist die Meldung auf YouTube in die englischsprachige Standardmeldung geändert worden, dass der Content aufgrund „legal complaint“ entfernt wurde.

Update 2: Das ZDF hat sich nun einem noch längeren Artikel unter heute.de mit dem Thema beschäftigt und auch ein Feedback von Google eingeholt. Dort wird die obige Vermutung bestätigt, dass der Beitrag wegen einem Rechtsstreit gesperrt wurde, bestätigt. Es handelt sich dabei um die Sparkasse Bremen, die wegen einer Darstellung in der Sendung eine einstweilige Verfügung gegen das ZDF erwirkt hat und das ZDF daraufhin den Beitrag in der eigenen Mediathek entsprechend geschnitten hat. Google hat die Sendung dann aufgrund Beschwerde, wohl dann ebenfalls von der Sparkasse Bremen, entsprechend gesperrt, aber eine falsche Begründung für die Sperrung angegeben.

Geld verprassen in Empire Avenue.

Der ein oder andere Durchgeknallte, der mir auf Twitter und Facebook folgt – und ich leite an dieser Stelle schon mal vorsorglich ein, dass ich selbst an twitter-intensiven Tagen bei weitem nicht das an Zwitscher-Output erreich, wie einige andere Zeitgenossen – wird in den letzten Tagen mitbekommen habe, dass ich in Empire Avenue eingefallen bin, einem Social-Media-Web-2.0-Dingsbums, das eine ganz harte und direkte Tour fährt: Bewerten von Freunden und Followern mit virtuellem Zaster.

Was ist Empire Avenue?

Empire Avenue ist eine Art Wertpapierbörse, allerdings nicht für Unternehmen im herkömmlichen Sinne, sondern für Social-Media-Entitäten und solche, die sich dafür halten. Das können so Menschen sein wie du und ich, die mehr oder weniger regelmäßig über Twitter, Facebook, YouTube, flickr ihre Ergüsse ins Netz kippen, aber auch Unternehmen, die ebensolches tun. Wer gelesen wird (und ergo Reaktionen auslöst) wird als Autorität gegenüber Anderen empfunden, die weniger gelesen werden. So mal zum Grundprinzip.

Die Idee basiert auf zwei Säulen: Die „Influencer“ und die „Investors“. Beide Säulen kann im Prinzip jeder Benutzer ausüben, „Influencer“ ist man, wenn man mit Aktivitäten auf den angeschlossenen Social-Media-Diensten Twitter, Facebook, flickr, YouTube und in den hauseigenen Foren Aktivitäten erzeugt. Sprich: Twittert etc. „Investor“ ist man, wenn man in Empire Avenue in den Kurs anderer Leute und Firmen investiert.

Beeinflusst wird der Kurs jeden Benutzers durch eine Mischung von beidem. Kauft jemand mit der hausinternen Währung „Eaves“ meine Shares, steigt logischerweise mein Kurs, verkauft sie jemand, fällt er. Ich selbst beeinflusse meinen Kurs mit meinem Social-Media-Aktivitäten und natürlich auch mit meinem Handeln auf Empire Avenue als „Investor“, da ich auf diese Weise ja mein dortiges Vermögen, meinen „Wealth“ beeinflusse.

Ganz zuletzt kann man mit seinen „Eaves“ dann natürlich auch noch so richtig sinnlose Dinge anstellen, beispielsweise das Kaufen eines (selbstverständlich nur) virtuellen Hauses, Bootes oder Flugzeuges. Es bleibt also am Ende tatsächlich so, wie es immer ist: Von nichts kommt nichts.

Die richtige Strategie zum Kohlemachen?

Einfach auf die Kurse seiner bekannten Freunde zu setzen, ist weitgehend eine „sichere Bank“, allerdings herzlich unprickelnd und mitunter ein Verlustgeschäft. Das vor allem wegen der etwas langweiligen Logik – es passiert halt relativ wenig, wenn erst mal ein bestimmter Kurs erreicht ist. Die Tendenz bei den meisten etablierten Empire-Avenue-Benutzern ist daher entweder stagnierend oder leicht fallend. Hat man erst einmal dieses Phänomen entdeckt, tut man sich allerdings relativ schwer, mal eben die Shares seiner Freunde und Bekannten wieder verscherbeln zu müssen … der schnöde Mammon trifft Freundschaft. 😉

Um richtig Kohle zu scheffeln, bleibt daher das Setzen auf IPOs, also das Beobachten der Neuankömmlinge und eine möglichst schnelle Investition in die Kandidaten, die mit einem wichtig ausschauenden Namen daherkommen oder gleich von Anfang an alle möglichen Dienste in ihrem Empire-Avenue-Account registrieren. Hier ist die Chance auf kurzfristigen Kursanstieg am größten, eine Verdoppelung oder gar Verdreifachung und mehr ist da in wenigen Stunden und Tagen durchaus drin. Der Zeitpunkt ist dabei wirklich ausschlaggebend, denn kommt ein Neuling hinein, kaufen sich die Profis teilweise innerhalb der ersten Sekunden und Minuten ein. Das registriert Empire Avenue natürlich und setzt dem Kauf solcher „Fast Movern“ mitunter eine höhere Kommission vor – zahlt man normalerweise 5 % Kommission der virtuellen Währung, ist es bei Fast Movern dann 15 % oder gar 30 %. Das sind Abschläge die man mit einem hoffentlich danach stattfindenden Kursgewinn erst einmal wieder erwirtschaften muss (und oft nicht gelingt).

Und dann gelten natürlich die üblichen Strategien aus der klassischen Wertpapieranlage: Diversifizieren in möglichst viele „Branchen“, eine Mischung zwischen „sicheren Banken“ und „aufstrebenden Verrückten“ schaffen und bei all diesem Einkauf immer schön darauf achten, den Überblick im eigenen Portfolio nicht zu verlieren, die Kurse im Auge zu behalten und die Papiere der Kandidaten dann entsorgen, wenn deren Kurs stagniert oder gar abfällt.

Funktioniert Empire Avenue denn?

Sagen wir mal so: Redlich. Es ist für eine Maschine natürlich relativ schwer, Autorität im Sinne von „wird gelesen“ sinnvoll messen zu können. Die Erfahrung zeigt, dass es sehr viele Publikationen gibt, die stark gelesen werden, aber selten Reaktionen der Leser auslösen. Hier mit festen Algorithmen zu kommen, ist eine echte Wissenschaft für sich und da sind schon alle großen Suchmaschinen mit Mannjahrhunderten am Werk. Dazu kommt, dass die Logik von Empire Avenue viel zu statisch daherkommt und auch gar nicht anders kann. Beispielsweise lassen sich ja auch Weblogs in das eigene Profil in Empire Avenue einbinden, aber das ist ein rein statischer Vorgang. Die Zahl der Leser, die Zahl der Kommentare, eventuelle Facebook-Likes und so weiter und so fort, das bleibt Empire Avenue verborgen. Rein nur die Zahl der veröffentlichten Blog-Artikel auszuwerten, das ist ein bisschen wenig.

Dazu kommt, dass die Basis an Benutzern in Empire Avenue verschwindend gering gegenüber anderen Social-Media-Plattformen sind. Es also relativ wenig Autoritäten gibt, an die man sich halten könnte. Ich komme bei meinen rund 1.000 Kontakten, die ich mal so Pi-mal-Daumen in allen mir gängigen Social-Media-Diensten am Start habe, in Empire gerade mal auf 30.

Mit echter Börse hat das alles allenfalls ansatzweise etwas zu tun. Bei meiner Investitionsstrategie, einfach mal in Neulinge kräftig zu investieren und zu schauen, was dann passiert, wäre ich im echten Leben vermutlich nach zwei Tagen pleite oder hätte zumindest einen dringenden Anruf meiner Hausbank in der Leitung.

Die Idee von Empire Avenue ist demnach recht cool und gewitzt, aber mehr als augenzwinkernd darf man sich das alles auch schon nicht mehr anschauen. Die Logik prellt schon aus architektonischen Gründen schwer und hat wenig mit der Wertpapierrealität draußen zu tun. Wer allerdings echte Wertpapiererfahrung mitbringt, hat seinen Heidenspaß dabei, endlich mal mit einer virtuellen Währung eine Anlagestrategie zu verfolgen, die man sich im echten Leben nicht leisten kann. 😉

Mitmachen?

Hier geht es lang, das ist mein Invitation-Link: http://empireavenue.com/?t=hi4muums

Und wer dann eingeloggt ist, sucht nach „BESIM“. 😉

YouTube mit 4K-Wiedergabe.

Okay, man kann die Leute, die verantwortlicherweise mit YouTube zu tun haben, durchaus mit elektronischen Easy Ridern vergleichen. Im Jahre 2005 gegründet (tatsächlich, YouTube gibt es erst seit fünf Jahren) haben alle noch weitläufig darüber staunen können, wie so ein Geschäftskonzept Früchte abwerfen soll – ein Dienst, auf den jeder Videos hochladen kann und der diese Videos dann zum Abspielen bereithält, kostenlos. Welcher halbwegs vernünftige Mensch will sowas finanzieren?

Eineinhalb Jahre später, der Suchmaschinengigant Google, selbst damals erst rund sieben Jahre alt, schob im Oktober 2006 für rund 1,31 Milliarden Euro Aktien aus dem eigenen Hause über den Tisch. Und man hörte noch lange nicht auf, YouTube als das ziemlich verrückteste Projekt im Internet zu etablieren.

Als letztes Jahr YouTube anfing, HD-Material zuzulassen, musste ich schon staunen, denn höhere Auflösungen bedeuten höhere Datenraten. Bei Google muss man sicherlich nicht um jedes Byte feilschen, aber dennoch war es bemerkenswert. Das höchste der Genüsse, das man heutzutage auf YouTube gestellt bekommt, ist 1080p-Material, also Videos mit einer Auflösung von 1920 mal 1080 Pixel zu 25 beziehungsweise 30 Vollbildern. Damit braucht man im Download durchaus Bandbreiten im Megabit/Sekunde-Bereich. Wer allerdings einen FullHD-Bildschirm und einen hinreichend flotten PC hat, sieht das Ergebnis tatsächlich und es unterscheidet sich nicht mehr stark vom klassischen Fernsehen.

Nun hat YouTube heute einen weiten Meilenstein gesetzt und bietet doch tatsächlich auch 4K-Auflösung (4096p) an, also das Abspielen von Videomaterial mit der Auflösung von 4096 mal 3072 Pixel mit 24 Vollbildern. Das ist die Auflösung, die Filmproduktionen in der digitalen Produktion als Ersatz zum klassischen 35-mm-Film einsetzen. Mit Equipment, der sich in der Preisklasse von Neuwagen in der oberen Mittelklasse bewegt.

Rein aus heutiger Sicht heraus würde ich über diesen Coup einfach nur lachen. Andererseits kosten heutzutage einfache Camcorder, die in FullHD-Auflösung und erstaunlich guter Bild- und Audioqualität aufzeichnen, selten mehr als 500 Euro, während vor zehn Jahren noch ein analoges Videoaufzeichnungssystem namens “Hi8” als todschick galt, dass mit doch schon 400 Linien eine damals recht gute Bildqualität an den Tag legte.

Und auch über entsprechende Fernseher oder Beamer, die man dann natürlich sinnvollerweise auch haben sollte, will ich gar nicht groß lachen. Wann sie kommen und was sie kosten, sind die entscheidenden Fragen – dass sie kommen, darüber muss man nicht streiten.

Der heutige YouTube-Coup mag verrückt sein und für quasi alle YouTube-Benutzer völliger Overkill bedeuten. Nur die wenigsten Menschen werden eine dementsprechende Auflösung an ihrem PC fahren und überhaupt einen PC und eine Internet-Anbindung haben, die das alles einigermaßen ruckelfrei abspielen lässt. Aber geschichtsträchtig ist das allemal. Und eine weitere, deutliche Kampfansage an das klassische Fernsehen. Der Content mag heute noch scheiße sein – zumindest die Technik überholt gerade.

Eric Whitacres virtueller Chor.

Der Vorspann sagt eigentlich fast alles: 185 Stimmen, 243 Aufnahmen, Sänger aus 12 Ländern und alle singen gemeinsam unter dem US-amerikanischen Dirigenten Eric Whitacre. Die Kleinigkeit dabei ist, dass all diese Sänger nicht in einem echten, sondern in einem virtuellen Raum singen. Muss man sich angeschaut haben:

Wer einen größeren Bildschirm und eine höhere Bandbreite sein eigen nennt, kann mit einem Klick auf den Film das Ding auf der Website von YouTube auch in HD und in Full-HD anschauen.

[via Mario Sixtus]

???????????????????????.

Ich habe keine Ahnung, ob der oben geschriebene Titel wirklich korrekt rezitiert ist. Ich habe noch nicht mal eine leise Ahnung, ob das chinesisch, japanisch oder koreanisch ist, aber das spielt hier auch absolut keine Rolle:

http://www.youtube.com/watch?v=KtkSVCd4JSo

Der schräge Numa-Numa-Boy hat einen wahren Nachfolger bekommen, das wird der Renner in 2010.

???????????????????????

„Gag Alert.“

Einem Moderator können selten so schlimme Dinge passieren, wie Lachanfälle:

Was bei dem Moderator im folgenden Moment passiert, ist auch rätselhaft, vermutlich eine Art Reflex:

Man höre beim folgenden Schnipsel mal darauf, warum der Kollege des CBS-Moderators nicht mitmoderieren kann:

Der vermutlich einfach unbezwingbare Evergreen an Moderator, den die folgenden drei Minuten übrigens die Karriere gekostet haben, gibt es ebenfalls in YouTube. Bei dieser niederländischen Talkshow kommt es gar nicht auf die Inhalte an (noch nicht mal, wenn man die Sprache versteht), sondern darauf, wie der Moderator reagiert:

Es geht wohl hier um Behandlungsfehler und der Gesprächspartner mit der hohen Stimme hat bei einer Operation Verletzungen an den Stimmbändern erlitten. Und dann redet er auch noch über sein verpfuschtes Liebesleben…

YouTube für die PS3.

YouTube und PS3 sind in der Kombination zwar keine völlig Unbekannten, allerdings auch nicht wirklich miteinander befreundet. Mit dem internen PS3-Webbrowser kann man zwar auf YouTube springen und dort surfen, sich nach einer der letzten PS3-Updates sogar anzuspielende Filmchen im Großformat (nicht im Vollformat, sondern im Format des Browser-Fensters) anschauen, allerdings ist das alles von Komfort weit entfernt.

Nun gibt es wohl schon seit einer ganzen Weile eine weitgehend unbekannte Entwicklung der YouTube-Macher auf der Website http://www.youtube.com/tv (funktioniert nur mit demm PS3-Webbrowser), die eine andere YouTube-Benutzeroberfläche hat, die eher auf Fernseher und deren Bedienkonzepte ausgerichtet ist. Die Schrift ist größer, die Navigation stark vereinfacht und das Ding damit erheblich einfacher mit der PS3-Fernbedienung von der Couch zu bedienen.

Nähere Bilder gibt es im PlayStation.Blog: YouTube on your PS3…in Full-screen!

Terroristen in Birkenfeld.

Hach, ist das Internet aufregend! Sagen sich sicherlich jeden Morgen die Redakteure der Pforzheimer Zeitung, der anerkannten Zeitung für Moral und Bürgerpflicht.

Um was geht es? Zwei Jugendliche spielen im April 2007 (!) in einem 27-Sekunden-Filmchen eine Hinrichtung nach. Mit einer knatternden Spielzeugpistole. Eine Menge Kommentare, die den eher müden Film nicht gut finden. Irgendwann geht ein entsetzter Zuschauer zur Polizei und es ermittelt dann doch tatsächlich die Birkenfelder Polizei. Die Pforzheimer Zeitung bekommt Wind davon und schreibt einen absolut aufregenden Aufreißer, ohne Rücksicht auf die eh schon extrem peinlichen Fettnäpfchentritte in der Vergangenheit:

Birkenfelder Jugendliche stellen auf YouTube Geiselerschießung nach

Das ist eine derart dämliche und armselige Geschichte, es macht schlicht sprachlos. Da muss unsereiner fast schon froh sein, dass wir während unser Kindheit keine Kamerahandys hatten und unsere Cowboy&Indianer-Spiele im Kindergarten nicht gefilmt haben, möglicherweise hätten wir dann ebenfalls zeigefingerschwingende Moralaposteln und die Lokaljournallie am Hals. Und wer dann später in die Politik wollte, hätte vermutlich handfeste Rassismusanschuldigungen an der Backe.

Was wird wohl passieren, wenn die Birkenfelder Polizei und die Pforzheimer Zeitung die Videos von Saddam Husseins Hinrichtung in YouTube entdeckt? Vermutlich eine Sonderausgabe.

Unsere Genossen und das Internet.

Kann bitte einer ganz schnell den Genossen in Hessen erklären, dass es inzwischen viel zu spät ist, den besagten Mitschnitt wieder aus dem Internet herauszuholen, ja, bitte? Mir ist das schlicht zu doof. Und ich dachte vor einiger Zeit mal laut, dass der hessische Landesverband eigentlich gar nicht so wäre. Beim nächsten Mal halte ich die Klappe, wenn die Landesnachbarn Wahlkampf machen.

Prinzipiell ist es aber so, dass ein Ding, was schon mal in YouTube landet und dort auch schon fünfstellige Abrufraten hat, schlicht draußen ist und seine Runden zieht. Da hilft dann kein hilfloser Ruf nach Rücknahme mehr, sondern da hilft nur noch der Schritt nach vorn und die Auseinandersetzung mit der Schockwelle. Und ja, man hätte sogar mit etwas Humor und einer guten PR sogar noch etwas Positives aus der Misere schnitzen können und nein, nichts ist schlimmer als Verleugnung von Tatsachen.

Aber nein, man will es noch alberner und will jetzt sogar öffentlich nach dem Schuldigen suchen, was der Radiosender ffn schon mal vorsorglich damit kontert, dass der Mitschnitt keinesfalls aus seinem Haus käme. Ach so, na dann wird es vermutlich einfach mal Roland Koch gewesen sein, nicht? Und vermutlich wird sich sogar irgendeiner finden, der das dann auch noch glaubt und kommentiert.

Schade, dass ich nicht Parteivorsitzender bin. Sonst hätte ich spätestens jetzt mal zum Hörer gegriffen und tatsächlich in Frankfurt angerufen und man hätte dabei keinesfalls irgendwelche Zweifel, dass ich tatsächlich am anderen Ende bin.

Whoosah! Whoosah!