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Entstörung in Sachen Bluetooth-Maus.

9. September 2011 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Dass ich jemals außerhalb der Telefonwelt mal den Begriff “Entstörung” verwende… :-)

Anyway… ich habe mir vor einer Weile eine Bluetooth-Maus für mein Notebook gekauft. Anforderung dabei war, dass die Maus ohne Bluetooth-Dongle zu kommen hat, immerhin hat mein HP Elitebook einen eingebauten Bluetooth-Empfänger und wegen eigenwilliger Produktpolitik eines Mausherstellers baue ich hier keine zusätzlichen Bluetooth-Netzwerke auf. Die Wahl fiel daher auf eine Microsoft-Maus, nämlich eine “Microsoft Bluetooth Notebook Mouse 5000 v1.0″, die ich stolz für schlappe 5 Euro bei eBay ersteigert habe. Dort verkauft mit dem Hinweis, dass sie Spirenzien machen würde und deshalb als kaputt verkauft wird.

Die Maus selbst war dann tatsächlich nagelneu und unbenutzt und funktioniert seitdem auch einwandfrei. Das Problem war auch sehr einfach einzugrenzen und dürfte so vermutlich häufig auftreten. Es hat nämlich etwas mit Stand-By, Hibernation und der Energieverwaltung zu tun, also dem Wiederauferstehen einer schlafengelegten Windows-Sitzung.

Das Problem macht sich folgendermaßen bemerkbar: Hat man eine Windows-Sitzung frisch gestartet, funktioniert die Maus ohne Probleme. Die Probleme tauchen erst auf, wenn eine Windows-Sitzung mit Stand-By oder Hibernation eingefroren und wieder gestartet wurde. Da funktionieren Mäuse ohne Dongles nicht mehr so zuverlässig und verlieren gern einmal die Verbindung. Das kann man dann akut nur noch dadurch beheben, in dem man die Bluetooth-Schnittstelle in der Windows-Sitzung hardware-seitig und dann auch noch die Bluetooth-Maus neu startet. Und selbst dann dauert es meist nicht lange, bis die Maus schon wieder nicht funktioniert.

Das Rätsels Lösung ist ein rein notebook-technisches, nämlich das Energiesparen. Standardmäßig sind auch die Netzwerkschnittstellen in die Energiesparpläne von Windows eingebunden und werden beispielsweise bei Nichtnutzung – je nach Energiesparplan – vorübergehend deaktiviert. Das mag mitunter nicht jede Bluetooth-Maus, weshalb übrigens einige Maushersteller gern eigene Dongles liefern, um genau hier nicht in solche Schwierigkeiten zu tappen.

Dabei ist die Lösung eigentlich sehr, sehr einfach. Im Geräte-Manager lässt sich für jedes Peripheriegerät die Berechtigung für Windows in Sachen Energieverwaltung separat konfigurieren. Und erfahrungsgemäß ist die Bluetooth-Schnittstelle kein wirklicher Energiefresser, zumal sich bei allen gängigen Notebooks die Funkschnittstelle nochmal gesondert deaktivieren lässt und das auch für die Bluetooth-Schnittstelle gilt, unabhängig davon, ob sie aus der windowsschen Energieverwaltung genommen wurde oder nicht.

Aber nun eine Kurzanleitung für Windows Vista und 7, wie man die Bluetooth-Schnittstelle aus der Windows-Energieverwaltung nimmt:

  1. Klick auf den Start-Button.
  2. Im Startmenü rechte Maustaste auf “Computer”.
  3. Dort “Eigenschaften” auswählen, es öffnet sich das “Basisinformationsfenster”.
  4. In diesem Fenster dann links auf “Geräte-Manager”, es öffnet sich derselbige.
  5. Im Geräte-Manager gibt es dann eine Gruppe namens “Bluetooth-Funkgerät, die mit einem Klick auf das vorangehende Pluszeichen aufklappen.
  6. Das Bluetooth-Gerät des Notebooks mit der rechten Maustaste anklicken, “Eigenschaften” auswählen.
  7. Im Eigenschaftsfenster ganz rechts den Reiter “Energieverwaltung” auswählen.
  8. Dort gib es dann den Punkt “Computer kann das Gerät ausschalten, um Energie zu sparen”. Hier den Haken raus, alles mit OK bestätigen, Geräte-Manager wieder schließen.
  9. Glücklich sein.

 

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Hardware-Aufrüstungen.

10. August 2010 | 4 Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Über’s Wochenende, gestern und heute war es an dieser Stelle ruhig, was auch daran liegt, dass einige hardware-spezifische Entscheidungen zu treffen und umzusetzen waren. Angenehmerweise ließen sich die meisten Dinge zueinander aufbauend regeln und entscheiden.

Windows 7 auf dem PC

Die Lizenz war schon vor einigen Wochen gekauft und wartete eigentlich nur darauf, endlich einmal installiert zu werden. Am Samstag ergab sich dann die Chance deshalb, weil ich plötzlich mit meinem vor drei Jahren installierten Windows Vista ein unangenehmes Problem bekam – die meisten Elemente der Systemsteuerung verursachten beim Aufruf den Absturz der explorer.exe. Das sind dann sehr elementare Probleme, den die explorer.exe ist der Fenstermanager von Windows und der stürzt eigentlich nur dann ab, wenn ihm irgendein anderes Programm oder ein Dienst in die Quere kommt. Fehleranalyse ist, wenn die Ereignisanzeige nichts besagt, quasi aussichtslos. Eine Wiederherstellung eines früheren Wiederherstellungspunktes fiel flach, weil – klar – eben auch genau dieser Programmpunkt in der Systemsteuerung nicht mehr starten wollte.

Kurzum, die Windows-7-Lizenz brachte sich freundlich in Erinnerung. Der erste Gedanke, einfach ein Upgrade auf die bestehende Vista-Installation zu machen und dann weitgehend (hoffentlich) keine Probleme zu haben, ließ ich gleich fallen, denn das beobachtete Problem mit der explorer.exe ließ mich misstrauisch werden und außerdem bin ich immer noch ein Fan von frischen und sauberen Windows-Installationen, zumindest bis zur Installation von iTunes. ;-)

Speicherplatzmangel auf der Festplatte

Den Speicherplatzmangel hatte ich eigentlich schon beim Versuch, das Upgrade von Windows 7 zu starten, denn das ging mit meiner Konstellation insofern nicht, da das Setup gern 16 Gigabyte freien Speicherplatz auf der Systempartition sehen wollte, was ich jedoch nicht hatte. Kurzfristige Verschiebeaktionen führten nur bedingt zum Ziel, so dass bei der Gelegenheit zwei Lösungsmöglichkeiten zur Wahl standen: Neue Festplatte oder endlich mal die Anschaffung einer NAS, einem Network Attached Storage.

Es lief dann auf letzteres hinaus. Das hatte nicht nur seinen Grund mit quasi unendlich viel Speicherplatz (aus heutiger Sicht), sondern vor allem auch mit dem Damoklesschwert der sicheren Speicherung von Daten. Bisher habe ich mir immer damit ausgeholfen, dass ich die wichtigsten Daten auf meiner Festplatte in einer eigenen Partition und in streng organisierten Verzeichnisstrukturen abgelegt habe, die ich dann manuell auf diverse USB-Sticks wegsicherte. Das funktionierte mehr schlecht als recht, denn manuelle Backups macht man nie und im Ernstfall wäre Datenverlust höchstwahrscheinlich unumgänglich gewesen.

Eine NAS

Also eine NAS gekauft, und zwar eine Buffalo Link Station Duo 2 TB. Zwei 3,5-Zoll-Festplatten mit je 1 Terabyte Speicherplatz, die zusammen in einem RAID-1-Array organisiert werden können, sich also spiegeln. Fiele eine Platte aus, wäre die andere noch da und da beide alle abgelegten Inhalte spiegeln, gibt es theoretisch keinen Datenverlust.

Auf die Link Station Duo bin ich eigentlich darauf gekommen, dass sie mit schlappen 220 Euro die billigste NAS in der Kapazitätsklasse ist und von einem Markenhersteller kommt. No-Name-Ware kommt mir bei Datenspeicherung grundsätzlich nicht ins Haus und bei einigen fernöstlichen Marken halte ich bei dieser Thematik auch freundlichen Abstand. Am liebsten wäre mir ja aus Systemadministratorzeiten ja ein Gerät von QNAP gewesen, allerdings liegt selbst das Einsteigermodell beim mehr als Dreifachen des Preises der Link Station Duo und da sind dann noch keine Festplatten dabei …

Was bei der Buffalo Link Station Duo spontan auffällt, ist die atemberaubend schlechte Web-Oberfläche, die mit der Beta 2 von Firefox 4.0 einfach mal gar nicht läuft – sofort nach dem Login wird gemeldet, dass die Sitzung abgelaufen wäre. Mit dem IE 8 sieht das schon besser aus, allerdings ist die Oberfläche derart zäh, dass es keine Freude ist, die Box zu konfigurieren. Dazu kommt, dass dem Gerät keine Anleitung beiliegt (eine grassierende Unart, muss man echt mal so sagen) und das Handbuch nur umständlich über die Web-Oberfläche zu bekommen ist, da immerhin mit einem Link auf die japanische Website von Buffalo.

Ansonsten glänzt das Gerätchen mit Schnelligkeit und vieeeeeel Platz. Nach Auslagern meiner Musikbibliothek und meiner Fotos mit insgesamt 20.000 Dateien sind gerade mal 4,7 Prozent des Speicherplatzes belegt. Und die Anzeige, dass die Speicherkapazität insgesamt 984.697.667.584 Bytes betrüge, macht einfach etwas her. :-)

Detailierter Bericht zu dieser NAS folgt.

Ein Switch, ein Switch!

Ich habe mir heute tatsächlich einen Switch gekauft! Jetzt echt mal. Um dieses Thema habe ich mich nun erfolgreich siebzehn Jahre drücken können, aber heute war es mit der Lieferung der NAS unumgänglich. Ein D-Link 5-Port-Switch mit 10/100-MBit-Ports – und das war eine dämliche Entscheidung, denn ohne Gigabit-Switch macht der Datentransfer zwischen PC und NAS – zumindest beim initialen Verschieben von Daten – absolut keine Laune. Nun gut, für den ersten eigenen Switch meines Lebens sind die 20 Euro gut angelegt.

Aber nennt es gern den Treppenwitz des Jahres, dass ein ehemaliger Systemadministrator, Internet-Fachmensch und Computerbesitzer seit 21 Jahren erst nach genau diesen 21 Jahren seinen ersten Switch gekauft hat.

Apple Protection Plan für iPad

Und weil ich Ende letzter Woche so in Geberlaune war, habe ich die Garantieerweiterung für mein iPad gekauft. Das gab es als Schnäppchen anstatt für 99 Euro für schmale 81 Knödel. Ein richtig freiwilliger Kauf ist das allerdings nicht, denn ich ahne, dass mein jetziges iPad nicht mein ewiger Begleiter sein wird und demnächst eine Reise zur Reparatur/zum Austausch antreten wird. Schon nach zwei Wochen fand sich hinter der Displayscheibe und vor dem eigentlichen Display die ersten Staubteilchen, was sehr für eine eher miese Verarbeitung spricht. Und tatsächlich sitzt der Feind zwischen Glasscheibe und dem Alurahmen, denn das, was da als Dichtungsring verbaut ist, hat ein Spaltmaß, dass es einem die Barthaare aus der Backe zieht.

Was noch?

Nichts mehr. Der Festplattenkauf am PC hat sich nun glücklicherweise erledigt und da man mit Windows 7 inzwischen sehr komfortabel Partitionen erweitern kann, konnte ich nun der Systempartition endlich den Platz gönnen, den sie mittelfristig brauchen wird.

Ansonsten sollte nun bitteschön alles laufen und möglichst wenig Ärger machen, denn die Hardwareinvestitionen sind jetzt am Limit.

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SimCity 4 unter neueren Windows-Versionen und anderen Bildschirmformaten.

14. Juni 2010 | 16 Kommentare | Veröffentlicht in GamingWelt

SimCity 4 ist inzwischen sieben Jahre alt und immer noch eine Legende in Sachen Städtesimulation am PC. Überhaupt reizen mich Computerspiele am PC kaum, eben mit der Ausnahme SimCity und dem Microsoft Flight Simulator. Sieben Jahre alte Software kann man dennoch getrost als “reife” Software bezeichnen, die ursprünglich einmal unter Windows XP laufen sollte.

Entwarnung: SimCity 4 läuft auch prima unter Windows Vista und Windows 7. Die Installation von CD/DVD funktioniert problemlos. Womit ich Probleme hatte, sei hier geschildert:

  1. SimCity 4 will bei jedem Start die CD/DVD im Laufwerk sehen. Bei mir ist das CD/DVD-Laufwerk auf dem Laufwerksbuchstaben “B:”, was beim Start von SimCity 4 jedoch Probleme macht. Da jedoch nur die wenigsten PC-Benutzer jemals den Laufwerksbuchstaben ihres CD/DVD-Laufwerks ändern und noch viel weniger Leute auf die Idee kommen, ausgerechnet den Laufwerksbuchstaben “B:” auszuwählen, ist das Problem wohl nur marginal …
  2. Grafiktreiber: Sind, wie üblich, auf dem aktuellsten Stand zu halten. Zu beachten ist, dass SimCity 4 schon damals mit weitgehend absurden Grafikanforderungen daherkam, so dass auch heute noch für die wirklich vollständige Ansicht eine verhältnismäßig gute Grafikkarte erforderlich ist. Mit einfachen Onboard-Chipsätzen ist jedenfalls auch bei neueren PC nicht viel zu holen.
  3. SimCity kennt in den Einstellungen nur einige wenige Bildschirmauflösungen und kann mit wirklich großen und mit exotischen Bildschirmformaten wie beispielsweise Full-HD (1920 mal 1080 Pixel) von Hause aus mit den angebotenen Auflösungen nur insofern etwas anfangen, dass die Ansicht teilweise erheblich verzerrt erscheint. Muss man aber nicht hinnehmen, denn es gibt zwei Programmstartparameter, mit denen man SimCity 4 mit einer Custom-Auflösung starten kann. Dazu einfach in die Eigenschaften des Programmsymbols gehen und unter “Ziel” den vorhandenen Programmeintrag rechts um folgendes erweitern, hier für die Auflösung 1920 mal 1080 Pixel: -CustomResolution:enabled -r1920x1080
  4. Das letzte Update ziehen und installieren, das bekommt man im Update-Bereich von SimCity bei Electronic Arts. Das Update ist zwar ebenfalls aus dem Jahre 2003, behebt aber eine ganze Latte von Fehlern. Bei der Auswahl des Updates unbedingt auf die Region achten, aus der die SimCity-4-Version kommt. Europäische und deutsche Versionen sind in der SimCity-4-Sprech “SKU2″.

Ansonsten läuft alles so, wie man es früher gewohnt war. Wer mit bescheidener Hardware Wunder erwartet, wird enttäuscht sein, allerdings muss es auch nicht mehr unbedingt die allerletzte und neueste Hardware sein. Und die normalerweise erforderlichen 512 MB RAM hat man heutzutage auch problemlos frei. Wer weiter basteln und spielen möchte, dem sei die deutschsprachige Website SimCityPlaza empfohlen, auf der es sehr viel interessante Add-Ons zum Herunterladen gibt. Unter anderem so phantastische Dinge wie “Europa”-Pakete, mit denen sich europäische Straßenmarkierungen, Gebäude und Fahrzeuge hinzufügen lassen. Sicherlich alles Details, aber wer SimCity spielt, der ist genau für das empfänglich. Und es ist teilweise wirklich unglaublich, was die eingefleischte SimCity-4-Community an Dingen produziert, vieles davon selbst noch in jüngster Vergangenheit.

Zu beachten ist: Es gibt “SimCity 4″ und ein offizielles Add-On namens “SimCity 4 Rush-Hour”. Letzteres ist automatisch dabei, wenn man im Besitz der Version “SimCity 4 Deluxe Edition” ist, ansonsten braucht man dieses Add-On für die meisten Zusatzpakete von SimCityPlaza, beispielsweise für das “Network Addon Mod”, mit dem man dann Mods in Sachen Straßenverkehr und anderen Verkehrsmitteln importieren kann.

Wer das Add-On nicht hat, kann bei eBay oder im Amazon.de-Marketplace danach suchen oder lieber gleich die “SimCity 4 Deluxe Edition”, wo dann beides dabei ist. Angenehmerweise bewegt sich der Preis dafür teilweise im einstelligen Euro-Bereich, manchmal findet man das Paket auch in der Grabbelkiste beim Elektrofachmarkt, teilweise ist es aber noch ganz normal im Spieleregal zu finden, weil Electronic Arts diesen Evergreen immer wieder einmal neu auflegt. Wenn es mehr als 20 Euro kostet, kann man aber durchaus mal mit dem Verkaufspersonal reden.

Mein kleines Problem ist ganz anderer Natur: Es will nicht mehr das “SimCity-Feeling” aufkommen, das ich früher hatte, wenn ich ohne weiteres stundenlang Wohnungen, Industrien, Geschäfte und Parks für “meine” Sims baute. Ich bedaure das sehr. An viele der gebauten Städte, teilweise in SimCity 4, aber auch in den Vorgängern SimCity 2000 und SimCity Classic, kann ich mich selbst nach Jahren noch gut erinnern. Schade drum, dass ich vieles aus dieser Zeit nicht in die Gegenwart gerettet habe. Eine gewisse Portion Sentimentalität kann ich da wirklich nicht verbergen.

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Don’t use IE6 anymore!

14. Mai 2010 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in World Wide Web

Genau das. Bitte, falls ihr tatsächlich noch den Internet Explorer 6 nutzen solltet und die Installationsgewalt über euren Computer habt: Werdet den Browser los und aktualisiert ihn! Dafür sprechen gleich eine Reihe von Gründen:

  1. Der Internet Explorer 6 ist uralt, veröffentlicht wurde er tatsächlich im August 2001, ist also fast neun Jahre alt. Tatsächlich kommt er also noch aus einer Zeit, in der Windows 2000 und Windows ME (wer erinnert sich tatsächlich noch an Windows ME?) als Betriebssysteme aktuell waren. Okay, Windows 2000 war für damalige Verhältnisse gar nicht so schlecht, aber pardon, lieber Leser: Danach kamen Windows XP, Windows Vista und jetzt haben wir Windows 7.
  2. Der Internet Explorer 6 hielt sich damals schon an einige Standards, war aber auch schon damals weit davon entfernt, sich großflächig an HTML- oder CSS-Konventionen zu halten. Logischerweise ist er das heute immer noch und das Problem hat sich im Laufe der Zeit erheblich verschlimmert, da die Entwicklung im Bereich von HTML, CSS, aber auch dem Document Object Model (DOM) und anderen Bereich weitergegangen ist.
  3. Der Patchsupport für den Internet Explorer 6 ist eingestellt, Microsoft pflegt dieses Ding nicht mehr. Man könnte da im ersten Moment auf Microsoft schimpfen, allerdings ist das unberechtigt, denn kein Browserhersteller pflegt alte Versionen ewig. Firefox
  4. Für den Internet Explorer gibt es aktuell mit dem Internet Explorer 8 einen würdigen Nachfolger, der viele Dinge kann, die man dem Internet Explorer 6 nur mit viel Einsatz von externen Tools beibringen konnte. Denken wir da nur mal an das Tabbed Browsing, dem Lesezeichenmanagement, den verbesserten Sicherheitseinstellungen etc. Und ja, der Internet Explorer 8 lässt sich auch problemlos unter Windows XP installieren.

Der Internet Explorer 6 war nie wirklich gut, er war nur zufällig bei Windows XP von Hause aus dabei. Und nun lasst ihn bitte gehen. Echt jetzt. Hier geht es zum Internet Explorer 8.

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Lösung des Update-Problems mit ElsterFormular unter Windows.

7. April 2010 | 6 Kommentare | Veröffentlicht in GeschäftsWelt

Die aktuelle Version von ElsterFormular hat ziemliche Probleme mit Benutzerrechten unter Windows. Schuld daran ist das Update-Programm, das ohne Administratorrechte schlicht und einfach nicht korrekt funktioniert und offensichtlich auch dann nicht, wenn der Benutzer, der angemeldet ist, eigentlich administrative Rechte hat. Es lädt Inhalte herunter, kann sie aber nicht installieren.

Deshalb müssen wir ran und das Problem fixen. Dankenswerterweise ist das relativ einfach, denn es genügt, dem Update-Programm mitzuteilen, dass es, wenn es gestartet wird, dies als Administrator tun soll. Damit verlassen wir uns zwar darauf, dass das Update-Programm hoffentlich keine derartig krassen Bugs hat, dass es mit dieser Administratorberechtigung schlimme Dinge tut, allerdings bleibt dem geneigten Steuerzahler, der einfach nur Steuererklärung und Umsatzsteuervoranmeldung übertragen möchte, gar keine andere Wahl.

Windows (XP, Vista, 7) hilft einem mit derartig dreckig programmierter Software da aus der Patsche, nämlich mit dem Kompatibilitätsmodus. Der ist zwar eigentlich dafür da, historischer Software vorzugaukeln, dass das Betriebssystem ein anderes sei, aber wir sind ja hart im Nehmen:

Hier gehst du im Startmenü in die ElsterFormular-Programmgruppe (ggf. unter “Alle Programme” und klickst dort auf das Programm “ElsterFormular – Update” mit der rechten Maustaste. Aus dem Kontextmenü den Punkt “Eigenschaften” auswählen. In dem sich öffnenden Fenster für die Eigenschaften des Programmes bitte die Registerkarte “Kompatibilität” auswählen:

Dort findet sich ganz unten bei “Berechtigungsstufe” das Feld “Programm als ein Administrator ausführen”. Hier den Haken hineinsetzen und mit OK bestätigen. Fertig. Der Nachteil: Bei jedem Start dieses Updates bittet Windows, wenn die Benutzerkontensteuerung standardmäßig aktiv ist, um Bestätigung, dass dieses Programm wirklich gestartet werden soll, weil es ja eben als Administrator gestartet wird. Das ist allerdings in Kauf zu nehmen.

Was ausdrücklich nicht notwendig ist und nicht getan werden sollte: Dem ElsterFormular-Hauptprogramm ebenfalls Administratorrechte zu geben.

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Microsoft Security Essentials für Windows.

7. April 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Jeder, der sich mit Computern auskennt, bekommt früher oder später mal die Frage gestellt, welchen Virenscanner er so empfehlen kann. Das passiert zum einen im Bekanntenkreis, allerdings rufen auch immer wieder mal verirrte Kunden hier im Büro an und klagen ihr Leid. Gut, muss man ein Auge zudrücken, für Privatkunden kann man auch mal einen einfachen Ratschlag so herauslassen.

Lange Jahre war Avira AntiVir ein Tipp, zumal es in einer kostenlosen Privatkundenversion heruntergeladen werden kann. Avira AntiVir ist sicherlich nicht schlecht, aber ich persönlich habe AntiVir inzwischen nicht mehr auf meinen Computern im Einsatz. Einfach deshalb, weil ich die (sicherlich ein Stück weit subjektive) Beobachtung mache, dass AntiVir von Version zu Version immer mächtiger wird und mir die Performance von der Kiste frisst.

Gut, Avira leistet aufopferungsvolle Arbeit dadurch, dass sie für Privatkunden ihren Virenscanner schon kostenlos ins Netz stellten, als die restliche Konkurrenz nicht im entferntesten daran dachte und lieber ordentliche Geschäfte mit den Herstellern von Computern machte, die die Virenscanner vorinstallierten. Aber es gibt immer die Gratwanderung zwischen “nützlich” und “nervig”. Bei der neuen Version von AntiVir war für mich der No-Return-Punkt erreicht, als AntiVir aufmuckte, als mein gerade eingesteckter USB-Stick per Autostart meinen darauf installierten Programmstarter aufrufen wollte und ich erst in den Einstellungen von AntiVir die betreffende Funktion suchen und ausschalten musste. Mich zu nerven ist eine Sache, aber andere nerven, die dann wiederum bei mir den Rat suchen und das dann letztendlich wieder meine Zeit kostet, das ist zu viel.

Deshalb fällt AntiVir aus meinem “Empfehlungsportfolio” nun heraus und wird gegen Microsoft Security Essentials ausgetauscht. Auch das ist ein Viren- und Malwarescanner, lässt sich unter Windows XP, Vista und 7 installieren und MSE macht seinen Job außerordentlich gut und leise, wenn man nicht unbedingt Wert auf alles legt. Mir ist es zum Beispiel relativ egal, wenn im Thunderbird eine Mail mit angehängter Malware landet. Sie macht erst dann Schaden, wenn ich diesen Anhang als Datei auf dem Rechner speichern und möglicherweise ausführen will und da soll dann der Virenscanner zuschlagen. Ständig die Mailbox zu scannen und das auch nur bei POP3-Mailboxen zu können, ist Kokolores.

Ebenso soll ein Virenscanner seinen klassischen Jobs mit möglichst wenig Performance-Verbrauch tun, aber gern auch unauffällig. Das macht MSE, der im Hintergrund seine Virendefinitionen aus dem Internet lädt und auch im Hintergrund scannt, ohne mir das groß mitteilen zu müssen.

Nochmal: Es geht nicht darum, dass MSE von Microsoft ist und AntiVir von Avira. Es geht darum, dass ein Virenscanner seinen Job gut machen und bitte so lange die Klappe halten soll, wie es nicht erforderlich ist, etwas vom Benutzer zu möchten.

Dazu, dass sich Microsoft Security Essentials gegenüber seinen vielen Kollegen nicht schämen muss, hat Daniel Melanchthon vor einiger Zeit etwas gebloggt.

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Windows-Rechner im Energiesparmodus aufwecken.

26. März 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in Netztechnik

“Wake on LAN” ist eine wunderbare Technik, um damit einen Rechner ferngesteuert hochzufahren. Beispielsweise sitze ich im Büro, habe eine netzwerktechnische Merkwürdigkeit in unserem Netz, die ich gern einmal “von außen” analysieren möchte. Also ein VPN aufgebaut zu meiner Fritzbox (7270) nach Hause, in die Fritzbox-Konfiguration hinein, in der LAN-Übersicht meinen PC ausgesucht und auf den Button “Computer einschalten” gedrückt. Die Fritzbox sendet dann an meinen ausgeschalteten PC eine Reihe von Wake-on-LAN-Datagramme, die die Netzwerkkarte des PC, die permanent für einige wenige Watt “mithört”, empfängt. Das BIOS meines PC registriert dann den Aufweckwunsch und fährt den PC normal hoch. Über das VPN kann ich mir dann bequem per Remote Desktop den Desktop ins Büro holen.

Das funktioniert zuverlässig auch dann, wenn der PC im Ruhezustand (Hibernation) ist, nicht aber, wenn er im Energiesparmodus schlummert. Und das hat auch einen einfachen Grund: Im Energiesparmodus ist der PC nicht wirklich ausgeschaltet und damit ist auch das BIOS nicht mehr im Spiel. “Wake on LAN” funktioniert also nicht, weil nicht das BIOS auf der Netzwerkschnittstelle hört, sondern das Betriebssystem. Schickt man also einen Rechner ferngesteuert nach dem Einsatz nicht in den finalen Schlaf oder in den Ruhezustand, sondern in den Energiesparmodus, dann bringt man ihn unter Umständen in eine Sackgasse, aus dem er nur direkt an der Konsole wieder erweckt werden kann.

Um den PC auch im Energiesparmodus ferngesteuert wieder hochfahren zu können, ist also eine Einstellung im Betriebssystem gefragt. Und die bringt, wie alle anderen Betriebssysteme auch, die Energieeinstellungen der Netzwerkkarte mit – wenn die Netzwerkkarte das unterstützt, was aber alle moderneren Karten und direkt auf Mainboards verbauten Module tun. Unter Windows also ab in den Gerätemanager (Rechte Maustaste auf “Computer”, dort auf “Eigenschaften”, dann links auf “Geräte-Manager”).

Im Geräte-Manager gibt es dann unter “Netzwerkadapter” alle im System verfügbaren Netzwerkkarten, bei den meisten Rechnern wird das eine einzige sein. Ein Doppelklick darauf und schon erscheinen die Eigenschaften ebendieser. Auf der Registerkarte “Energieverwaltung” gibt es dann die gewünschten Optionen:

Die erste Option ist für uns uninteressant und kann angehakt bleiben, denn wenn jemand ferngesteuert auf dem PC ist, ist tatsächlich auch die Netzwerkkarte in Betrieb und der PC wird diese nicht ausschalten. Die zweite Option ist standardmäßig nicht aktiviert, die wollen wir aber nun aktivieren, denn das ist genau die gesuchte Funktion. Mit dieser Einstellung wird PC dann tatsächlich aus dem Energiesparmodus wieder starten, wenn auf der Netzwerkschnittstelle Pakete empfangen werden.

Damit das nicht bei jedem empfangenen Paket passiert, sollte unbedingt auch noch die dritte Funktion aktiviert werden, damit nur “Verwaltungsstationen” den PC starten können. Die Fritzbox beherrscht das.

Alles im OK bestätigen und fertig.

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Boot-Probleme unter Windows Vista wegen einer “crcdisk.sys”.

25. Februar 2010 | 16 Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Ein mittelgroßes Windows-Problem und dessen Lösung. Und weil es vielleicht für den ein oder anderen interessant sein könnte, den Weg zur Lösung, wie wir ihn als Techniker im Kundensupport gehen.

Problemstellung

Windows Vista. Ich starte meinen Rechner grundsätzlich immer “from the bottom”, also kalt. Das funktioniert unter Windows Vista im Gegensatz zu den Vorgängern flott und zügig, in der Regel ist nach spätestens einer Minute der Anmeldebildschirm da. Das funktionierte jahrelang auch so, bis es irgendwann nicht mehr so funktionierte – der Boot-Vorgang hing beim Booten am Fortschrittsbalken fest, der nach dem BIOS-Bildschirm und vor dem Windows-Trara kommt. Und er hing massiv.

Analyse 1 – Wo klemmt es eigentlich?

Zunächst dachte ich, die Kiste hängt final, was mich anfänglich dazu brachte, den Resetknopf zu betätigen. Das führte beim Neustart dazu, dass es schon wieder an der gleichen Stelle hing. Der erste Schritt war deshalb der, beim Neustart unmittelbar nach dem BIOS-Startbildschirm die F8-Taste zu drücken, um den Windows-Start zu verfolgen. Es stellt sich heraus, dass das Problem beim Laden von fundamentalen Systemdateien entsteht, nämlich beim Laden einer Datei mit dem Namen “crcdisk.sys”.

Diese Datei beinhaltet Funktionen zum windows-eigenen “CRC Disk Filter System”, vermutlich eine Art Technik, mit der der Zustand einer Festplatte auf unerfindliche Weise festgestellt werden kann. I dunno. Was verwunderlich war, war der Umstand, dass beim Hängen offensichtlich nichts mehr passierte, auch kein Festplattenzugriff mehr.

Die erste Suche im Internet nach dem Fehlerschema führt zu abenteuerlichen Lösungsansätzen. Beispiel: Festplatte ausbauen, an einen anderen Rechner anschließen, auf der Festplatte die Datei crcdisk.sys suchen und – löschen. Windows findet die Datei beim Booten nicht und überspringt dann das Laden (glücklicherweise).

Diese Vorgehensweise ist inakzeptabel, denn wer sagt mir, dass Windows irgendwann nicht ins Eiern kommt, wenn diese Datei fehlt?

Analyse 2 – Es klemmt gar nicht final!

In der ersten Verzweiflung überlegte ich, Windows neu aufzusetzen. Also ließ ich den vor sich hinhängenden Rechner für einen Moment allein, um am Notebook irgendwas zu recherchieren. Was genau, ist unwichtig, denn als ich wieder zurückkam, sah ich, dass der vor sich hinhängende Rechner plötzlich am Anmeldebildschirm war. Der Rechner hing also nicht final am Laden dieser “crcdisk.sys”, sondern macht tatsächlich irgendwann weiter, schätzungsweise nach ca. 10 Minuten. Und nach dem Anmelden läuft Windows auch völlig problemlos.

Analyse 3 – Liegt es an der Festplatte?

Wenn ein Treiber, der in irgendeiner Form unmittelbar mit der Festplatte interagiert, werde ich hellhörig, denn Festplattenprobleme kündigen sich selten und in diesen seltenen Problemen gern mit nicht nachvollziehbaren Symptomen.

Also, Festplatte testen. Zunächst einmal schauen, ob die Platte “dirty” ist, also irgendwie das Filesystem beschädigt ist oder sonstige Unfälle Windows dazu gebracht haben, das Dirty-Bit für eine Partition zu setzen. Ist eine Festplatte nämlich “dirty”, hat man danach zu schauen.

Also Eingabeaufforderung als Administrator starten und eingeben:

fsutil dirty query <Laufwerksbuchstabe:>

Das Ergebnis aller Partitionen war eindeutig: Alle Volumes sind nicht fehlerhaft. Trotzdem lässt man die Partitionen besser nochmal generalprüfen, das geht mit dem Kommandozeilenwerkzeug “chkdsk” in folgender Syntax:

chkdsk /f /r <Laufwerksbuchstabe:>

Dieser Prüfvorgang geht nur, wenn “chkdsk” exklusiv auf die Festplatte zugreifen darf, geht also nicht im Betrieb von Windows. “chkdsk” bietet deshalb an, dies beim nächsten Neustart zu tun. Bestätigen, für alle Partitionen und den Rechner neu starten. Dieser Prüfvorgang beim nächsten Neustart dauert in der Regel sehr lange, man darf mit einigen Stunden rechnen. Immerhin gibt es Fortschrittsanzeigen.

Das Durchnudeln von “chkdsk” ergab, dass die Partitionen in Ordnung waren.

Analyse 4 – Huch, es geht wieder.

Tatsächlich schien das Problem behoben zu sein, Neustarts nach der chkdsk-Behandlung schienen wieder so schnell zu sein, wie vorher. Gut, aber wir halten mal ein Auge drauf.

Analyse 5 – Problem wieder da.

Genau das gleiche, Rechner hängt beim Boot-Vorgang, im abgesicherten Modus hängt der Startvorgang wieder beim Laden der “crcdisk.sys”. Noch einmal die Punkte von Analyseschritt 3 durchgezogen, nach ein paar Neustarts trat wieder der hängende Boot-Vorgang auf. Also, Nahkontrolle ist angesagt, letzter Schritt vor der Windows-Neuinstallation.

Analyse 6 – Um die Ecke schauen.

Schauen wir mal in den Gerätemanager, was denn die Hardware im Rechner macht. Und siehe da, hier klemmt etwas, nämlich die Firewire-Karte, ein No-Name-Produkt, das aber zumindest einmal funktionierte. Ein gelbes Warnsymbol meldete, dass der Treiber zu der Karte nicht geladen und die Hardware deshalb nicht gestartet werden konnte. Der angegebene Treiber ist ein “OHCI-kompatibler Treiber”, die Hardware wird also mit einem allgemeinen Windows-Treiber zu starten versucht. Interessanterweise hat diese Firewire-Karte so gar nichts mit der Festplatte zu tun, die ist per SATA an den PC angeschlossen, die Firewire-Karte über den PCI-Express-Anschluss und an dieser Firewire-Karte hängt auch nichts, außer ab und an mein Camcorder zum Einspielen von Filmmaterial.

Muss allerdings alles nichts bedeuten, Treiber haben oftmals Abhängigkeiten. Prinzipiell lässt sich per Firewire nämlich auch eine Festplatte anschließen und wenn ggf. die Firewire-Karte muckt, könnte das letztendlich auch Windows auf den Plan bringen, sich darüber zu wundern.

Das windows-eigene Ereignisprotokoll (in der Systemverwaltung zu finden) meldete zu diesem Vorgang, der unmittelbar beim Systemstart protokolliert wird, nichts detailiertes, die Hardware lässt sich nicht starten. Also, Hardware checken.

Das bedeutet: Rechner auf, Karte ausbauen, schauen, was da so montiert ist. Die Karte ist, wie geschrieben, No-Name, aber der dickste Chip auf der Karte trägt Informationen, nämlich dass er vom Chiphersteller VIA stammt und die Kennung “VT6306L” hat. Das ist ein recht weit verbreiteter Firewire-Chip, der allerdings, so die Information auf der Produkt-Website von VIA, keinen eigenen Treiber benötigt, sondern dieser von Windows-eigenen Treibern gestartet wird. Es macht also Sinn, nach Chip-Kennungen oder Nummern, die auf so No-Name-Karten aufgedruckt sind, in einer Suchmaschine zu suchen.

Okay, also mal schauen, was Windows für weitere Treiber zu dieser Karte anbietet. Also Karte wieder einbauen, Windows starten, Gerätemanager, Gerät auswählen, Treiber auswählen und zwar manuell. Und tatsächlich führt Windows noch einen weiteren Treiber für das Gerät auf, nämlich einen Treiber für VIA-Chipsätze. Aha, das sieht doch schon mal rein vom Namen her besser aus. Also dieser Treiber ausgewählt, ausprobieren.

Lösung – Karte beerdigen.

Kurzum: Auch dieser andere Treiber führte nicht zum Erfolg, die Karte ist auch mit dem anderen Treiber nicht ansprechbar. Also verlässt die Karte den Rechner und wird ausgebaut. Treiber müssen keine deinstalliert werden, Windows führt nach einem Neustart das ausgebaute Gerät schlicht nicht mehr auf. Dauertesten.

That’s it: Die Firewire-Karte war es. Hinüber. Und darauf wäre man nicht gekommen. Interessanterweise hätte hier vermutlich noch nicht mal die Windows-Neuinstallation geholfen, denn das offensichtliche Hardware-Problem wäre höchstwahrscheinlich auch in der neuen Windows-Umgebung aufgetreten. Vor dem Dampfhammer hilft es also durchaus, wenn man vorher etwas nachdenkt.

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Öffnen von alten Dateiarchiven.

3. Oktober 2009 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in ComputerWelt

Wenn es in Zukunft einen wirklich lukrativen Job in der EDV geben wird, dann wird es mit Sicherheit im Berufsfeld eines “Dateiarchäologen” zu suchen sein. Was wir im Laufe eines Lebens an Dateien speichern und für die Nachwelt festhalten, ist nicht nur gewaltig groß, sondern schon nach wenigen Jahren höchst spannend, überhaupt an die Inhalte heranzukommen.

Beispiel: Ich habe vor ca. drei Jahren eine Software gekauft, die aus einem proprietären Dateiformat EPS-Grafikdateien exportieren kann. Schon damals, also im Jahre 2006, war das Programm relativ altbacken, was sich auch schon an der Setup-Datei zeigte, denn die darin enthaltenen Dateien waren teilweise aus dem Jahre 1997. Aber damals ließ sich das installieren und gut war es. Nun habe ich wieder eine Datei umwandeln wollen und wollte mit der Setup-Datei die Software installieren: No way, es ging nicht.

Nach etwas Recherche offenbarte sich die Misere: Die Setup-Datei wurde einst mit InstallShield gepackt. An sich auch heute kein Problem, da InstallShield nach wie vor ein wichtiger Platzhirsch im Feld der Installationsprogramme ist. Allerdings wurde damals die Version 3 genutzt und die arbeitete als 16-Bit-Anwendung. Für 32-Bit-Betriebssysteme kein sonderliches Problem, da sie 16-Bit-Programme in einem eigenen Modus ablaufen lassen können, das funktioniert jedoch nicht mehr mit heute immer weiter verbreiteten 64-Bit-Betriebssystemen, die ich ausschließlich einsetze. Die Problemstellung war also die, an ein Programm heranzukommen, dass in einem unausführbaren Setup-Programm liegt. Moderne Packprogramme können heute übliche Setup-Archive wie CAB- oder MSI-Dateien problemlos öffnen, allerdings eben nicht mehr in diesem Dateiformat, wie sie einst InstallShield 3 verwendete.

Nach nicht wenig Suche bin ich auf ein Programm namens Universal Extractor gestoßen, das genau dies kann und nebenbei auch noch viele andere Archive öffnen, von denen ich teilweise noch nie etwas gehört habe. Die Bedienung ist dabei sowas von Understatement, wie es sich für ein Programm, das viel drauf hat, gehört:

Screenshot "Universal Extractor"

Das Freeware-Tool gehört wirklich in jeden Werkzeugkasten eines Windows-Benutzers.

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Formulare am PC mit Windows Journal ausfüllen.

19. Mai 2009 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Ich bin durch und durch einer, der bedrucktes Papier nur als Buch oder Zeitschrift erträgt, nicht unbedingt aber als handschriftlich auszufüllende Formulare, die man dann möglicherweise auch noch faxen muss. Denn dazu braucht man einen Drucker (den ich nicht besitze), ein Faxgerät (das ich auch nicht besitze) und Papier (was ich als Träger von nur wenigen Minuten auf Papier bereitzuhalten Informationen für zu schade halte).

Eine feine Sache ist hier das PDF-Format, wenn der Ersteller eines Formulars sich die durchaus mühselige Arbeit gemacht hat, ausfüllbare Felder in das Formular einzuarbeiten. Formular herunterladen, im Adobe Reader am Bildschirm ausfüllen und ausdrucken, entweder auf Papier oder per Druckertreiber auf ein virtuelles Faxgerät (beispielsweise per Fritz!Fax).

Leider sind ausfüllbare PDF-Formulare eher die Seltenheit. Die meisten Formulare sind einfach nur in PDF gegossene “dumme” Formulare und wenn es schon ausfüllbare PDF-Formulare gibt, haben die gern noch gelegentlich die Eigenschaft, dass nicht alle Felder auch am Computer ausgefüllt werden können, beispielsweise Unterschriftsfelder. Doch hier bringt Windows Vista eine hauseigene Lösung mit und die nennt sich Windows Journal.

Windows Journal ist ein Programm, das eigentlich ursprünglich aus der TabletPC-Welt von Windows XP kommt und dazu dient, dass an einem TabletPC mit einem Stift bequem via Bildschirm handschriftlich auf virtuelles Notizpapier geschrieben werden kann. Das funktionierte sogar richtig gut, so dass Windows Journal fest im Lieferumfang von Windows Vista dabei ist. Es findet sich im Startmenü im Zubehör-Ordner und dort im Unterordner TabletPC. Falls dieser Unterordner nicht vorhanden ist, müssen die “optionalen TabletPC-Komponenten” als Windows-Funktionen unter “Programme und Funktionen” in der Systemsteuerung nachinstalliert werden. Ist aber eine Sache von wenigen Minuten.

Der Weg eines auszufüllenden Formulars zu Windows Journal funktioniert über einen virtuellen Drucker namens “Journalnotizdruck”, der installiert wird, wenn Windows Journal erstmals gestartet wird:

Windows Journal: Installation des Druckertreibers

Und danach wird es einfach: Einfach das gewünschte Formular auf den Bildschirm holen (in meinem Beispiel ist es das nicht direkt ausfüllbare GEZ-Abmeldeformular), Drucken, als Drucker den “Journalnotizdruck” auswählen und in der Dateiauswahl den Standort der zu erstellenden Datei angeben:

Windows Journal: JNT-Datei erzeugen via Druck

Erzeugt wird dann eine Datei mit der Dateiendung “.jnt”, was eine Windows-Journal-Datei kennzeichnet. Mit einem Doppelklick lässt sich das dann in Windows Journal öffnen und kann dort mit dem Stift direkt am Bildschirm ausgefüllt werden. Wer keinen TabletPC bzw. Grafiktablett hat, hat natürlich hier nur wenig Chancen, kann sich aber immerhin (recht umständlich) mit Textfeldern behelfen. Wer damit fertig ist, kann das so ausgefüllte Formular abspeichern und ausdrucken, entweder auf Papier oder beispielsweise eben auf einen virtuellen Faxdrucker.

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