Home > Archiv nach Tag 'Werbung'

| Abonnieren via RSS

“Haselnüsse – Türkisch. Knackig. Ideal.”

5. Januar 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in SonstigeWelt

Alle paar Monate steigt in meiner Statistik der Suchbegriffe, mit denen dieses bescheidene Weblog angesteuert wird, die Begrifflichkeit “Levantiner Haselnüsse”. Das offenbar deshalb, weil just zu diesen Momenten wieder ein Nahrungsmittelhersteller eine Kampagne für ein Produkt bewirbt, das Haselnüsse beinhaltet, für gewöhnlich ist das Ferrero mit “Ferrero Rocher” und Bahlsen mit “Ohne Gleichen”. Das, was nämlich hübsch mit “Levantiner Haselnüsse” bezeichnet wird, sind nichts anderes wie Haselnüsse, die von der Schwarzmeerküste der Türkei stammen, dem weltweiten Hauptanbaugebiet für Haselnüsse. Und dass die ursprüngliche Levante gut und gerne 500 Kilometer südlich ihre nördlichste Flanke hatte, findet sich in meinem früheren Artikel zu den “Levantiner Haselnüssen”.

Man kann es aber auch einfach so sagen, wie es ist: “Haselnüsse – Türkisch. Knackig. Ideal.” Und das ist nicht meine Erfindung, obwohl jeder Begriff hübsch mit einem Punkt beendet wird, sondern die des Schokoladenherstellers Ritter Sport, der das so auf einer erläuternden Seite zu den verwendeten Haselnüssen sagt. Zufällig gefunden durch einen Artikel im RabenZeit-Blog zum gleichen Thema der “Levantiner Haselnüsse”. Zwar sind die Haselnüsse auch bei Ritter Sport noch “levantiner”, aber immerhin sagen die Schokofreunde hier klipp und klar, woher die gute Haselnuss kommt beziehungsweise nur kommen kann: Nämlich aus der Türkei und nicht aus dem, was man früher einmal als Levante bezeichnete.

Vor der Website von Ritter Sport muss ich übrigens dringend warnen – man findet sich danach in einem undefinierbaren Zustand und wildert wahllos nach Schokolade. Es wird wieder einmal Zeit, nach Waldenbuch zu pilgern und den Schokoladenladen von Ritter Sport zu überfallen.

Tags: , , ,

Aus einer Werbemail.

10. November 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MüllWelt

Wenn man schon in einer Werbemail etwas herausstreichen will, sollte man wenigstens das einmal querlesen, bevor man es raushaut:

Rechtschreibfehler im Angebotstext.

Tags: ,

Monsterdateien.

16. Oktober 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MüllWelt

Böse Monsterdateien tauscht man über den Yahoo Messenger:

yahoo_monsterdateien

Tags: ,

Die Polizei aus Sicht der ARD.

20. September 2009 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in MedienWelt

Wer die ARD-Vorabendserie “Großstadtrevier” nicht kennt, könnte über die vermittelnden Botschaften des eindringlich dafür propagierenden Werbebanner glatt irritiert sein. So habe ich mir Polizisten eigentlich schon immer vorgestellt:

Szenen eines Werbebanners für die ARD-Vorabendserie "Großstadtrevier"

Dummerweise ist die Serie auch genau so, wie das Klischee zu vermitteln versucht. Willkommen in der ARD und willkommen bei der deutschen Polizei. “Bärendienst erweisen” nennt man so etwas dann auch.

Tags: , ,

“Wir treiben die Sau durchs Dorf.”

11. September 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MedienWelt

Wo die Pforzheimer Zeitung Recht hat, hat sie Recht, in diesem Fall in einer Anzeige für ihr Online-Portal, die im eigenen, kostenlos verteilten Anzeigenblatt veröffentlicht ist (click for big):

Foto Werbeanzeige pz-online.de mit dem Slogan: "Wir treiben die Sau durchs Dorf."

Die eigene Medienkritik ist vorbildlich. ;-)

Tags: , ,

Vodafone, Vodafail und so weiter.

21. Juli 2009 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in BlogWelt

Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, die aktuelle Werbekampagne von Vodafone nicht mehr weiter zu kommentieren. In der derzeitigen Art und Weise, wie allesamt alle Mobilfunkbetreiber Kasse machen und sich nur da preislich anpassen lassen, wo sie knallhart reguliert werden, halte ich diesen Wirtschaftszweig für eine moderne Fassung von unfassbar skrupellosen Halsabschneidern, die problemlos junge Menschen mit einem Berg Schulden in die Zukunft entlassen.

So kam es, wie es kommen musste, als Vodafone auf der Suche nach neuen Käuferschichten irgendwann auf die Idee kam, dass man da mit dem Web 2.0 etwas machen könnte. Also flugs eine Kampagne mit dem Titel “Generation Upload” gezimmert und gestandene Blogger vor den Karren gespannt.

Werbung ist Verkauf. Verkauft wird in der Werbung eine Ware, eine Dienstleistung oder eine Vision. Und damit das funktioniert, nimmt man die Ware, Dienstleistung oder Vision direkt als Werbeträger oder einen Protagonisten. Für letztere bedeutet dies, dass sie das tun, was jeder Arbeitnehmer tut: Eine Eigenleistung für Geld zu verkaufen. Das ist alles kein Problem, wenn man beispielsweise weitgehend unbekannt ist, eine markante Nase hat und für eine Nudelsuppe werben soll. Ein Job.

Es wird allerdings spätestens dann ein Problem, wenn der Protagonist als Werbeträger nichts anderes zu verkaufen hat, als seine Authentizität. Das kann man natürlich auch machen, wenn man nichts anderes hat und mit dem Folgen leben kann. So hat es mich ehrlich gesagt nicht gewundert, dass Robert Basic in der Kampagne auftaucht und es hätte mich schwer gewundert, wenn bei so einem Spektakel Sascha Lobo in der Kampagne nicht im Bus herumfahrend plakativ auf ein Mobilgerät schaut und staunt. Robert Basic kann mit jeder Art von Publicity umgehen und Sascha Lobo ist ein Werbemann, der dafür bezahlt wird, mit jeder Art von Publicity umzugehen und den Großen Zampano zu spielen.

Ja, ist hart. Vor allem für Menschen, die sich plötzlich in einer stark polarisierenden Werbekampagne wiederfinden und harten Worten ausgesetzt sind. Und man muss tatsächlich nicht alle Kommentare gut finden, die Schnutinger im unsäglichen Vodafone-Kampagnenblog da verpasst bekommen hat. Aber man spielt mit seiner Authentizität nicht einfach mal so eben herum und lässt sich auf einen wirklich atemberaubend schlechten PR-Gag herab, wenn man das nicht mittragen kann.

Vom Verkauf seiner Authentizität sollte man eher lieber Abstand nehmen, wenn man mit den möglichen Folgen eher nicht leben kann. Die Notbremse, die Schnutinger alias Ute Hamelmann nun auch in ihrem Blog gezogen hat, ist vermutlich tatsächlich eine authentische Notbremse – aber es hätte ja ruhig jemand mal vorher darüber intern sprechen können, was man für einem Gegenwind ausgesetzt sein könnte. Gagen sind auch immer ein Stück Schmerzensgeld und das hängt nicht immer nur von der eigenen Leistung ab, sondern möglicherweise auch von so Umständen wie einem schlechten Haus, in dem man spielt.

Andererseits: In ein paar Wochen, wenn Vodafone den Kampagnenetat verpulvert hat und die Mobilfunkkonzerne weiterhin alles dafür tun, die Kundschaft abzuzocken, wo es nur geht, spricht keiner mehr davon. Auch in der Blogosphäre wächst das Gras zwar langsam, dafür jedoch ebenso in bewährter Qualität, wie draußen.

Tags: , , ,

Vodafone, kauft euch erst mal einen Duden!

9. Juli 2009 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in GeschäftsWelt

Dass sich Vodafone früher oder später auch mal an die “Generation Internet” wendet und es mit User-Generated-Content Werbung versucht, war absehbar. Dass sie das machen und zum Start der Kampagne weder interessante Geräte, noch interessante Tarife propagieren, mag amüsieren. Weniger amüsant und schon eher tragisch ist, dass die üblichen Verdächtigen wie Sascha Lobo, Robert Basic und weitere Blogger wieder an die Front rangelassen werden, die offenbar inzwischen für jede Peinlichkeit zu haben sind.

Juckt mich allerdings auch keinen Meter. Was mich dann eher entsetzt, ist eine grauenhafte Rechtschreibung in den Claims. Bestes Beispiel:

“Befrei Deine Ideen.”

Das muss man dann auch erst einmal schaffen: Zwei Fehler in einem Satz mit drei Wörtern. Für so eine Häufung von Fehlern auf kleinstem Raum gab es von meiner Deutschlehrerin in meiner Grundschulzeit immer noch einen Extra-Anschiss.

Bei “Befrei” fehlt entweder der abschließende Buchstabe “e” oder ein Apostroph, der ein umgangssprachliches Weglassen eines Vokals markieren würde. Und das Wort “deine” großzuschreiben, ist zugegebenermaßen ein “weicher” (und leider dennoch schmerzhafter und sehr häufig begangener) Fehler, denn vertrauliche (!) Anredepronomen und deren Pluralformen sollte man (muss man aber auch dort nicht) nur in Briefen großschreiben.

“Gehüpft wie gesprungen” sollte man da wohl eher sagen. Dennoch stört mich das. User-Generated-Content hat nur in den seltensten Fällen etwas mit übereifernden Emotionen, omnipräsenten Self-Made-Protagonisten und schrecklicher Rechtschreibung, die wohl irgendwie “nerdig” aussehen soll, zu tun. User-generated-Content ist einfach da und könnte noch viel besser da sein, wenn solche Unternehmen wie Vodafone beim Ausnehmen der “Generation Internet” nicht ganz so schamlos daherkommen würden. Für die Anschaffung eines Firmen-Dudens sollte es immer noch allemal reichen.

Tags: , ,

Spam von Quelle Türkei.

5. Mai 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MüllWelt

Auch drollig. Nicht, dass ich jemals beim Versandhaus Quelle etwas bestellt hätte und in nüchternem Zustand zukünftig etwas bestellen werde, nein, jetzt kommt der Spam gar von der türkischen Niederlassung von Quelle. “Nette Bikinimode” wird da angepriesen, in der türkischen Landeswährung und natürlich online zu bestellen.

Das zeigt mir vor allem eine Sache sehr deutlich: Die türkische Quelle-Niederlassung hat mal eben in der Türkei eine schicke E-Mail-Adressliste gekauft und ballert die Empfänger nun mit E-Mail-Müll zu oder lässt sich von einem Dienstleister die Warenanpreisungen ins Volks blasen. Opt-In oder Opt-Out? Wen stört sowas?

So funktioniert die Welt außerhalb Deutschlands, so von wegen “deutsche Maßstäbe”, die deutsche Unternehmen gern im Ausland nehmen. Immerhin glaubt man in der Türkei schon mal aus architektonischen Gründen nicht an den Weihnachtsmann.

Tags: , ,

Für alle, die am Wochenende arbeiten müssen.

21. März 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in HumorWelt

Zwei schwedische Werbespots, die man auch ohne schwedische Sprachkenntnisse bestens versteht:

Tags:

Say no to dirt.

4. März 2009 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in HumorWelt

Tags: ,