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Auf der PS3: Blazing Angels 2.

19. November 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in GamingWelt

Ganz wie Teil 1 ist auch Teil 2 des Flugkampfspieles mehr oder weniger für die Katz, weil es schlicht keinen Spaß auf Dauer macht und vermutlich auch deshalb selbst in den Platinum-Regalen für PS3-Spiele, die praktisch für den halben Preis nochmal offiziell verscheuert werden, nicht zu finden. Da ich aber nun mal eine Schwäche für Spiele habe, die nicht auf dem Boden stattfinden, sondern die virtuellen Lüfte unsicher machen, habe ich, trotz meiner wirklich schlechten Erfahrungen mit Blazing Angels, einmal Blazing Angels 2 gebraucht gekauft. Offensichtlicher Fehlkauf.

Es krankt leider an den gleichen Stellen: Die Übersetzung aus dem Englischen ist weitgehend auf Untertitel beschränkt, die neben dem Umstand, dass sie eine miese Übersetzung enthalten, auch noch viel zu schnell durchlaufen, so dass man missionstechnisch weitgehend einen Blindflug macht, wenn man sich nicht auf die englisch gesprochenen Texte konzentriert. Leider sind die auch nicht wirklich ein Genuss, so dass man die Einführungen in die Missionen getrost überspringen kann.

Das Fliegen der Kampfvögel ist weitgehend einfach, wenn auch nicht wirklich realistisch, aber das hat bei einem klassischen Shoot’em’Up-Spiel keine wirkliche Relevanz. Die Missionen sind allerdings nur zu Anfang einfach und lassen einen schnell wieder mit dümmlichen Anforderungen verzweifeln. Beispielsweise müssen in der dritten Mission eine Horde gegnerischer Kampfflugzeuge bekämpft werden und das auf eine abenteuerliche Weise: Da diese Mission eigentlich Bombenabwürfe zum Hauptziel hatte, ist das Bordgeschütz des Piloten ausgebaut und man muss als Pilot auf eine bestimmte Weise an die Gegner heranfliegen, damit der virtuelle Heckschütze schießen kann. Wie das aber sinnvoll passiert, davon steht nirgends etwas, so dass man herumprobieren darf - nach einer halben Stunde hatte ich dann die Nase voll.

Die Netzwerkfähigkeiten von Blazing Angels 2 sollen deutlich besser sein, als die des Vorgängers, was auch durchaus in der Demo erkennbar war. Nur leider finden sich auf den Netzwerkservern inzwischen kaum noch Mitspieler bzw. Gegner, da offensichtlich nur noch wenige andere PS3-Besitzer Blazing Angels 2 spielen, so dass sich damit die Katze in den eigenen Schwanz beißt.

Ergo: Blazing Angels 2 kann man gerade im Gebrauchtspieleregal stehen lassen. Ubisoft hat aus den Fehlern des Erstlingwerkes leider nicht sonderlich viel gelernt, so dass man selbst als Liebhaber von Flugspielen hier rein gar nichts verpasst.

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Auf der PS3: MotorStorm Pacific Rift.

18. November 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in GamingWelt

Ja, ich musste es einfach kaufen, ich bin zu sehr MotorStorm-Fan, um da länger darauf zu warten. Das kostete mich zwar mit 65 Euro wirklich eine gewaltige Stange Geld für ein Rennspiel, allerdings ist MotorStorm Fun pur. Ich hatte vor einigen Wochen ja mal über die Demo von MotorStorm Pacific Rift referiert und gehofft, dass die Vollversion wirklich auch konsequent mit Neuerungen und Verbesserungen kommt - sie kommt.

Aufgebaut ist das Rennen im Festival-Mode in vier Kategorien: Earth, Water, Fire, Air. Alle sechszehn Rennstrecken sind in diese vier Kategorien gruppiert und lassen so schon mal spüren, um was es geht. Earth ist schmutzig und schlammig, Water ist feucht und nass, Fire ist heiß und feurig (Lava…) und Air ist wolkig und gespickt mit Flügen. Prosaisch ist alles so gedacht, dass alle diese Strecken und Wettbewerbe auf einer fiktiven Pazifikinsel stattfinden, deshalb auch der Namenszusatz.

Angespielt ist einfach: Im Festival-Mode geht es darum, möglichst viele Punkte zu sammeln, da mit Erreichen einer bestimmten Punktezahl das nächste Level und damit die nächsten Wettbewerbe freigeschaltet werden. Wettbewerbe finden sich pro Level jeweils zwei (oder später auch drei, keine Ahnung, bin noch nicht soweit) in einer Kategorie, also acht (oder evt. mehr) Rennen pro Level. Es gilt auch hier wieder die Hürde, dass man mindestens als Dritter im Ziel ankommen muss und sich die ersten drei Plätze in den zu gewinnenden Punkten unterscheiden. Das mag am Anfang noch einfach sein, aber spätestens in den nächsten Leveln geht es dann wirklich darum, möglichst immer als Erster über die Ziellinie zu rauschen.

Was auffällt, sind die wirklich grandiosen Strecken. Es geht durch kaum zu durchschauenden Dschungel, durch Tümpel, am Strand entlang, per Sprungschanze über Felsspalten, auf langen Kiesstrecken am Rande eines Vulkanes, über düstere Strecken zwischen Lavaseen und vieles mehr. Die Streckendesigner haben wirklich bedeutende Arbeit geleistet und virtuelle Meisterwerke gebaut, die vieles in den Schatten stellen, was als Rennspiel in den letzten Jahren so erschienen ist. Der Gameplay ist enorm, es macht einfach Spaß, sich mal eben hinzusetzen und ein paar Wettbewerbe zu fahren, ohne wirklich ins Detail gehen zu müssen. Einschalten, hinsetzen und lospreschen. Selbstverständlich gibt es auch hier wieder den Turbo-Boost, den man tunlichst nicht bis zum Anschlag austesten sollte, netterweise lässt sich aber ein heißlaufender Boost durch das Befahren eines Tümpels oder den bei manchen Strecken bereitgestellten Duschen wieder herunterkühlen, auch wenn es so manch Explosion einfach wert ist - selten haben sich Autos so spektakulär zerlegt, wie hier.

Ebenso wurde an den Netzwerkfunktionalitäten gearbeitet, es macht nun schlicht und ergreifend Spaß, mit zwölf Online-Gegnern gemeinsam die schlammigen Strecken zu beackern.

MotorStorm Pacific Rift kommt schneller, rasanter, schmutziger, überraschender daher und ist einer der wenigen Spiele, die vermutlich dem Gamepad alles abverlangen. Mit keinem anderen Spiel (selbst nicht mit dem “normalen” MotorStorm) quäle ich mich durch die Kurven und reiße an den Sticks, wie mit MotorStorm Pacific Rift.

Kaufempfehlung? Absolut! MotorStorm Pacific Rift ist sicherlich mit 720p und einigen Rucklern bei hektischen Situationen nicht die technische Referenz auf der PS3, gehört jedoch in Sachen Spielspaß ganz nach oben. Preislich darf es sich jedoch durchaus noch etwas nach unten bewegen, bei 50 Euro ist es jedoch ein uneingeschränkter Kauftipp und ein geiles Weihnachtsgeschenk.

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Neues Download-Magazin für Gamer.

16. November 2008 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in GamingWelt

Robert Bannert hat mir eine E-Mail geschrieben und mich gebeten, sein Magazin-Baby namens Elektrospieler näher anzuschauen. Eigentlich bin ich nicht so der Fan von Gamer-Magazinen (und auch kein Fan von den meisten, hippen Computermagazinen), weil sie mir teilweise so hipp vorkommen, dass ich mir manchmal vorkomme, wie ein stockkonservativer Schwarzparteienwähler, der hinter dem Mond lebt. ;-)

Das Magazin von Robert Banner hat jedoch ein paar Dinge von Hause aus, die alle anderen Gamer-Magazine nicht haben:

  • Es kommt als in einer PDF-Datei fest gegossenes Download-Magazin daher.
  • Es kostet nicht einen Cent und soll das auch weiterhin bleiben, in dem die Finanzierung durch Werbeschaltungen im Magazin gedeckt werden soll.
  • Es ist dennoch äußerst professionell gemacht.

Das sind genügend Gründe, um Robert einmal näher zu befragen, was er da eigentlich mit dem Elektrospieler vorhat. Seine Antwort ist ambitioniert:

“Unter elektrospieler will ich jetzt zusammen mit langjährigen Kollegen genau die Plattform machen, die wir schon immer alle machen wollten - mit kreativen Freiheiten fernab des verlegerischen Diktats. In diesem Zuge wollen wir verstärkt kreative Nachwuchstalente vorstellen und Features bringen, die das Spiel z.B. aus kultureller sowie medienwissenschaftlicher Perspektive beleuchten. Momentan kommt das noch etwas kurz, weil zur Weihnachtszeit unendlich viele Spiele erscheinen - und unser kleines Team testmäßig dezent überlastet ist. Aber sobald die Release-Listen wieder etwas lichter werden und wir mehr Zeit haben, wird diese Komponente deutlich verstärkt werden. Genauso wichtig ist uns kompromisslose Transparenz bei den Wertungen: Es geht uns nicht darum, ein Spiel auf Biegen und Brechen als die ersten zu testen - und das dann womöglich auf den letzten Drücker… so wie wir es alle aus den unterschiedlichen Print-Publikationen gewöhnt sind, für die wir im Laufe der Jahre gearbeitet haben.

Daher auch unser Wertungssystem: Sind wir uns zu einem Zeitpunkt über die korrekte Wertung noch nicht auf den Punkt genau sicher, dann gibt’s erstmal nur die Schulnote - also z.B ein “gut” oder “sehr gut”. Die Punktewertung (dem Oberstufen-System des Gymnasiums nachempfunden) wird in solchen Fällen nachgeliefert. Spiele, bei denen der Spielspaß mit einer Community steht bzw. fällt (MMOS oder aber ein “Little Big Planet” für die PS3), die bewerten wir z.B. gar nicht, weil man eine Community nicht bewerten kann. In einem Print-Heft könnten wir uns solche Freiheiten nicht erlauben, weil Verleger da sehr konkrete Vorstellungen haben - in unserem eigenen PDF-Mag können wir das schon. Vielmehr ist es so, dass wir die Spiele in unseren Reviews nicht zwangsläufig aktuell testen, sondern vor allem noch mal Revue passieren lassen wollen - ohne zeitlichen Druck… und nachdem wir sie so genossen haben, wie man Games genießen sollte… nämlich ohne den Stress, der in einer Redaktion Alltag ist und einem den Spielspaß besonders bei schweren oder anspruchsvollen Spielen gründlich vermiesen kann.”

Das nehme ich ihm ungesehen ab. Robert Bannert ist mit seiner Agentur Ratz in der Spieleszene kein ungeschriebenes Blatt und kommt mit 15 Jahren Szeneerfahrung daher - genug, um die moderne Gamer- und Spielekonsolenwelt zu kennen und auch unaufgeregt über Spiele zu schreiben, die schon einige Wochen und Monate auf dem Markt sind, hinreichend tief durchgespielt wurden und auch preislich nicht mehr nur für “Early Adopter” interessant sein dürften.

Und so kommt auch das Magazin daher: Ein paar sehr schöne und differenzierte Spielebewertungen, einige hintergründige Artikel und Interviews und schon kommt da etwas sehr Erstaunliches daher.

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Warum eigentlich Spielekonsole?

14. November 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in GamingWelt

Diese Frage bekomme ich wirklich regelmäßig gestellt: Warum spiele ich als nicht ganz unwissender Computermensch eigentlich mit einer Spielekonsole und habe keine Grossrechnerfarm mit mindestens drei Bildschirmen zu Hause herumstehen?

Das hat einen sehr einfachen Grund: Ein PC ist weitgehend ein Arbeitsgerät für mich und darauf lege ich wirklich großen Wert. Weil mich so Installationsmarathonläufe, wie sie für gängige PC-Spiele notwendig sind, massiv ankäsen und ich vor allem überhaupt keine Lust habe, mich mit so Dingen wie “DirectX-Update” oder ähnlichem zu beschäftigen, sind Spiele weitgehend tabu. Ausnahmen bestätigen die Regel, der Flight Simulator und SimCity sind davon nicht betroffen, weil Vergleichbares auf einer Spielekonsole nicht wirklich hübsch bzw. es dort offensichtlich keinen Markt gibt. Aber so Sachen wie Baller- oder Rennspiele - sorry, das ist auf der Konsole besser aufgehoben. Dort schalte ich die PS3 ein, Datenträger rein und fertig.

Ein weiterer Punkt ist der, dass ich eigentlich gar nicht so der “Computerbastler” bin, wie viele glauben. Gut, ich kann eine Festplatte von einer Grafikkarte unterscheiden und sicherlich könnte ich auch meinen PC in seine Einzelteile auseinanderschrauben und wieder zusammenbekommen. Aber aus dem “Bastler-Level” wächst man im Laufe der Zeit wirklich heraus und ist froh, dass das alles läuft und man damit arbeiten kann. Das ist übrigens auch der Grund, weshalb ich für die vielen privaten Computerproblemchen im Freundeskreis oft genug nicht wirklich zu gebrauchen bin - ich bin ja schon froh, dass meine Installationen funktionieren. ;-)

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Online-Gaming mit WipeOut HD - fast perfekt.

14. Oktober 2008 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in GamingWelt

Bisher war ich mit meiner PS3 eher weniger online unterwegs. Das liegt eher weniger daran, dass es nicht genügend Spiele gibt, die online sicherlich Spaß machen würden, sondern eher daran, dass das Online-Gaming in vielen Fällen schlicht miserabel implementiert ist. Wer Colin McRae Rally oder derzeit noch GranTurismo 5 Prologue auf der PS3 versucht, der wird verstehen, was ich meine.

Dafür ist WipeOut HD wirklich durchdacht gemacht:

  • Internationales Publikum, also auch Spieler aus Amerika und Asien.
  • Zentrale Lounge, von der aus alle Spieltypen (Einzelrennen, Zeitrennen, Turniere etc.) gestartet werden können.
  • Die Möglichkeit, gleich schnell und einfach ein neues Rennen als Host zu starten oder bei einem bestehenden Host einzusteigen.
  • Rennkonfigurationen können mit beliebigen Teilnehmern gestartet werden und es lässt sich auch eine Quota zwischen Fremdspielern und Freunden einrichten.
  • Rennkonfigurationen lassen sich in den Pausen superschnell umstellen.
  • Verlässt der Host “sein” Rennen, springt ein anderer Teilnehmer als Host ein.

Das einzige, was nicht wirklich gut ist, ist der Umstand, dass es bei wartenden Rennen kein Zeitlimit gibt. Ich steige bei einem Rennen ein, befinde mich schon in der Rennlounge und warte, bis der Host das Rennen startet. Und wenn der Host beispielsweise gerade telefoniert, warten alle in der Lounge bis in die Puppen.

Ansonsten: Perfekt. Ist man erst mal drin, läuft es superschnell. Und wenn ein Host engagiert und schnell ist, läuft es wie geschmiert und passt auch schön in eine Viertelstunde in der Mittagspause. Und wenn man jetzt Hosts für ihre Host-Arbeit noch bewerten könnte, wäre es einfach superperfekt. :-)

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Auf der PS3: Linger in Shadows.

11. Oktober 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in GamingWelt

Einer der hübscheren Aspekte der PS3 und des Playstation Networks ist, dass man durchaus experimentiert. So Experimente sind zum Beispiel fl0w, das den Benutzer seltsame Wassertierchen bei sphärischer Musik steuern lässt oder auch Reel Aquarium, mit dem der Anwender mit einer Webcam ein Aquarium manipulieren kann. Dinge, die sich kaum als “echtes” Playstation-Spiel per Disc verkaufen lassen, bei denen aber der Online-Vermarktungsweg funktionieren kann, ganz klassisch nach der Theorie des Long Tail. Ein neueres Projekt, das man nicht wirklich als Spiel bezeichnen kann, ist Linger in Shadows, das es derzeit leider nur in English im Playstation Store zu kaufen gibt, immerhin aber für experimentierfreundliche 2,99 Euro.

Linger in Shadows ist, wenn man den Machern glauben mag, ein Projekt aus der Demoszene. Aufgebaut ist die weitgehend sinnfreie Geschichte in einen Zeitstrang von ein paar Minuten, der jedoch interaktive Elemente enthält. Zum einen ist das in vielen Szenen eine gewisse Freibeweglichkeit der Kamera, die mit der Dreieckstaste eingeschaltet werden kann und zum anderen können einzelne Elemente bewegt und gesteuert werden, beispielsweise durch Schütteln des Gamepads, durch die Steuerhebel oder die Richtungstasten. Das sieht leider alles nur weitgehend hübsch aus (immerhin in Full-HD) und hat auch nicht unanhörbare Geräusche - denn die Geschichte ist leider wirklich sehr kaputt: Katze schaut Hund zu, wie dieser zu einem Tempel fliegen will und dabei von einem schwarzen Irgendetwas versteinert wird. Roboter befreit Hund.

Für das Auffinden und Benutzen von interaktiven Elementen bekommt der Zuschauer Belohnungen in Form von PS3-Trophies, die größtenteils so genannte Greets, also Grüße an andere Demogruppierungen, sind. Netterweise zählen diese Trophies wie ganz normale Trophäen, so dass man mit relativ wenig Aufwand seine Reputation enorm ausbauen kann. ;-)

Die Idee hinter Linger in Shadows ist, trotz der ziemlich verworrenen Geschichte, geil und ausgesprochen spannend, um es mal so zu sagen, wie es ist. Man nehme eine Geschichte und mache daraus nicht einfach einen Film, sondern ein interaktives Dingbums, in dem der Zuschauer aktiv Dinge steuern und beeinflussen kann. Tropfender Wasserhahn? Mach ihn zu. Der Straßenlärm stört? Fenster schließen. Oder den Jammer, den dein Avatar in der Hosentasche trägt, in die Hand nehmen und probieren, ob der die Funksteuerung der naheliegenden Ampel beeinflussen kann. Oder einfach mal die Perspektive eines Dialoges zwischen zwei Protagonisten frei wählen. Und so weiter. Interaktivität in einem Film, steuerbar mit einer Fernbedienung, beweglich innerhalb einer Zeitachse und ohne die üblichen Computerspielelemente.

Wäre ein Versuch wert, hier mal so Geschichtenschreiber wie Tom Clancy, Michael Crichton, Michael Marshall Smith etc. heranzulassen. Mit einer guten, mehrschichtigen Geschichte und ausgeklügeltem Gameplay könnte man daraus durchaus die Lücken zwischen klassischem “flachem” Spielfilm, Computerspiel und Metaversum füllen, ohne dass der Zuschauer zum Computerspieler oder zum Programmierer werden muss.

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Auf der PS3: WipeOut HD.

27. September 2008 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in GamingWelt

Yeah, das Rennspiel WipeOut von Studio Liverpool, schon seit schlappen 13 Jahren ein Quotengarant in der PlayStation-Family, hat nun mit WipeOut HD auf der PS3 eine würdige Fortsetzung erhalten. “Yeah” deshalb, weil es einfach “yeah” ist. :-)

Kurz zum Grundlegenden von WipeOut: In fiktiven Rennstrecken werden mit fiktiven Raumschiffen fiktive Rennen gefahren, entweder gegen Gegner oder gegen den übelsten Gegner aller Zeiten, nämlich gegen die Zeit. Ein halbwegs reales Gefühl Raum und Geschwindigkeit spielt bei WipeOut traditionsgemäß keine Rolle, so dass die Geschwindigkeitsmessungen von bis zu 1.000 km/h einfach mal dahingestellt bleiben. Man muss ja nicht alles Schöne dieser Welt erklären können und vor allem ist das Spielkonzept tatsächlich rein intuitiv erlernbar.

Und genau hier sind wir schon mittendrin, denn es gibt vermutlich aktuell kein schöneres Spiel als WipeOut HD, wenn man genau dieses Spielgenre mag - rasen, aber nicht auf dem Boden, aber auch nicht einfach so im Himmel, sondern auf einer Strecke, die rauf und runter, links und rechts geht. Auch mal in wilden Loopings auf (leider nur) 8 Strecken, die immerhin auch rückwärts beflogen werden können, was bei den Streckenführungen zumindest ein kleiner Kompromiss ist. Dafür sind die Szenerien teilweise komplett unterschiedlich, wunderbar detailliert in typisch hyperfuturistischen Stadtbildern und einfach nur lecker. Die Raumschiffe sind alle durchaus unterschiedlicher Fahrqualität und sehen, im Gegensatz zur Rennstrecke, teilweise richtig “alt” aus.

Egal, das gehört dazu, denn WipeOut HD kommt, wenn man eine entsprechende Glotze hat, in Full HD daher, also vollen 1080 Linien Auflösung. Und hier haben die Entwickler ganze Arbeit geleistet, denn selbst mit genügend Raumschiffen, Explosionen und Sprüngen auf einmal, bleiben die Bilder flüssig wie heiße Lava - nichts ruckelt, nichts hakt, alles ist wunderschön gerendert und wir sind spätestens jetzt wirklich in der Spielhalle. Etwas versteckt ist dann auch die Umschaltmöglichkeit der Ansicht. Aus dem Cockpit mit (funktionierenden) Anzeigen ist das Rennen einfach grandios! Etwas herangerückt an den Fernseher und man sitzt in der Flugkiste drin.

Das lässt auch verschmerzen, dass die Steuerung nicht ganz so gut durchdacht ist, denn gleichzeitig mit der X-Taste Gas zu geben und mit der Quadrat-Taste (direkt links-oberhalb davon) Waffen abzuschießen, ist etwas sehr umständlich zu bedienen. Zwar kann man in den Optionen die Tastenbelegung ändern, doch leider zeigt sich auch hier, dass das PS3-Gamepad immer noch daran krankt, dass für die linke Hand keine Funktionstasten bereitstehen, sondern nur die Richtungstasten, auf die man auch verzichten könnte, wenn man mal ehrlich ist.

WipeOut HD kommt übrigens (zumindest derzeit) rein online daher und ist über den PlayStation Store erhältlich, immerhin für faire 17,99 Euro, 998 Megabyte wollen dann nach dem Kauf heruntergeladen werden. Es bleibt zu hoffen, dass die Entwickler nach und nach ein paar weitere Gimmicks in den PlayStation Store stellen, denn so sind wir vermutlich nach maximal zwei Wochenenden schon durch. ;-)

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Auf der PS3: Demo von MotorStorm Pacific Rift.

13. September 2008 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in GamingWelt

Von der zweiten Auflage von MotorStorm mit dem Titel MotorStorm Pacific Rift für die PS3 versprechen sich sowohl Sony Computer Entertaintment, also auch der Produzent Evolution Studios vermutlich sehr viel, gehörte die erste Inkarnation von MotorStorm doch zu den Kassenschlagern und den ersten Referenzspielen der PS3. Nicht ohne Grund hatte Sony Computer Entertainment das Sommer-Bundle im Jahr 2007 unter anderem mit MotorStorm ausgestattet.

Während die Grafik in MotorStorm durchaus Meilensteine setzte, krankte es schnell an anderer Stelle, nämlich an zu wenig Strecken, zu wenig unterschiedlichen Autos und irgendwann wurden die Wettkämpfe kaum lösbar schwierig. Dazu kam, dass die Grafik zwar hübsch daherkam und besonders ansehnlich die eher unschönen Schattenseiten von Autorennen (die Unfälle) waren, allerdings bei vielen Details die Grafikengine sichtbar ins Stottern kam. Zumindest dem Mangel an Strecken und Fahrzeugen hat man dann mit zusätzlichen Käufen und Geschenken über den PlayStation-Store gegensteuern wollen, allerdings für einen Doppelsatz Autos 4 bis 8 Euro hinzublättern, fand ich dann doch etwas übertrieben.

Dinge, an denen Evolution Studios gearbeitet haben will. Im Herbst soll MotorStorm Pacific Rift mit 16 neuen Strecken auf einer fiktiven Pazifikinsel frisch an den Start gehen. Mehr Strecken, mehr Fahrzeuge und auch neue Fahrzeugkategorien, darunter Monstertrucks. Und genau diese neue Fahrzeughierarchie darf mit einer Strecke in der MotorStorm-Demo ausprobiert werden, die seit gestern im PlayStation-Store geladen werden darf, wenn man schon MotorStorm besitzt und ein PlayStation-Store-Konto besitzt. Falls diese beiden Kriterien erfüllt sind, dürfte der geneigte Leser gestern eine E-Mail bekommen haben, in der die Download-Details beschrieben sind.

Die Demo, aus der auch die aktuellen Screenshots stammen, ist eine Preview. Das heißt, das Ding reicht für einen netten Abend zum Durchspielen der Strecke im Einzel- und Zweispielermodus und zum Herzeigen, dann allerdings ist das Ding durchgelutscht. Die Demostrecke ist grandioser, irgendwie “schmutziger”, der Fahrstil der Gegner deutlich rauher und untermalt wird das alles durch eine durchweg hektischere und ruckartigere Kameraführung. Man darf sich also durchaus wieder Kopfhörer aufsetzen, ordentlich aufdrehen, das Zimmer verdunkeln und kräftig am Gamepad reißen.

Was auffällt, ist, dass die Entwickler die Strecke noch weiter “asymmetrisch” gestaltet haben. Absprünge über Schanzen sollten gut überlegt sein, denn nicht jede Anfahrt auf die Schanze führt auch zu einer gesunden Landung. Bäume stehen gelegentlich gar nicht günstig im Weg und nicht jede befahrbar aussehende Strecke ist auch bis zum Ende befahrbar. Diese Spielelemente sind zusammen mit der rabiaten Fahrweise der Gegner das zentrale Gamplay von MotorStorm und das befeuern die Entwickler durchaus kräftiger in der zweiten MotorStorm-Version.

Tribut gezollt wird mit “nur” normaler HD-Auflösung, also 720p. Full-HD ist vermutlich bei den Spielelementen ohne Ruckeleien nicht drin, aber das ist bei der Rasanz verschmerzbar. Einige Musikstücke aus dem Heavy-Bereich - man kann ja schlecht klassische Musik zu so einem Rennspiel bringen - dürften wieder bekannt sein, allerdings ist das Wegschalten der Musik zu schade, auch wenn die ständigen Fahrzeuggeräusche, das Geknarze, das Gequietsche der notorisch überlasteten Fahrzeuge selbst schon durchaus anhörbar sein.

MotorStorm Pacific Rift dürfte lecker werden, auch wenn die Messlatte nur noch leicht nach oben verschoben werden kann. Ich vermute, dass man bei der Fülle Grafik, Sound und Gameplay durchaus an die Grenzen der PS3 kommt, allerdings macht es Spass, zuzusehen, wie etwas mehr “Schmutz” ein Rennspiel richtig nährt.

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