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Staatsfolklore.

9. März 2010 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in HumorWelt

Das Verhältnis zwischen Indien und Pakistan ist, sagen wir es mal aus der Sicht eines Optimisten, ausbaufähig. Das könnte daran liegen, dass beide Staaten gewaltige gesellschaftliche Potentiale haben, beide Staaten Atommächte sind – oder beide Staaten auch miteinander im Bereich der Staatsfolklore konkurrieren.

Sehr schön sieht man das am Grenzübergang zwischen dem pakistanischen Wahga und dem indischen Atari an der allabendlichen Zeremonie der Grenzschließung. Ein süddeutsches Kammertheater ist nichts dagegen:

Ich weiß jetzt ehrlich nicht, über was ich am lautesten lachen muss: Über die Bärte? Den Stechschritt der Grenzbeamten? Die ganze Show an sich? Oder bei dem Gedanken, wie das wohl alles aussehen würde, wenn deutsche und österreichische Grenzbeamte am gemeinsamen Grenzübergang in, sagen wir, Kiefersfelden, so eine Show tagtäglich morgens und abends veranstalten.

Immerhin: Der pakistanische und der indische Oberschnösel schütteln sich die Hand, bevor sie die Schotten dicht machen. Diese Symbolik lässt hoffen.

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Helpdesk im Mittelalter.

19. Januar 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in HumorWelt

Sicherlich uralt, aber ich erkenne meine tägliche Arbeit sofort wieder. Und nein, ich arbeite nicht im Buch-Support. ;-)

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「魔理沙は大変なものを盗んでいきました」を舞う.

3. Januar 2010 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in Netzleben

Ich habe keine Ahnung, ob der oben geschriebene Titel wirklich korrekt rezitiert ist. Ich habe noch nicht mal eine leise Ahnung, ob das chinesisch, japanisch oder koreanisch ist, aber das spielt hier auch absolut keine Rolle:

Der schräge Numa-Numa-Boy hat einen wahren Nachfolger bekommen, das wird der Renner in 2010.

「魔理沙は大変なものを盗んでいきました」を舞う

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Meisterwerke aus einem Guss: One-Shot-Videos.

2. Januar 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MovieWelt

One-Shot-Videos sind in der Medienwelt eine ganz besondere Kategorie von Machwerken: Ein Film, aufgenommen von einer einzigen Kamera, in einer einzigen Aufnahme, also ohne jegliche Schnitte. Das hört sich zwar filmtechnisch sehr einfach an, ist dafür aber in Sachen Inszenierung eine Klasse für sich, denn jeder, wirklich jeder Schritt muss zunächst perfekt geplant werden und später beim Filmen dann auch perfekt getroffen werden. Eine Zeitverzögerung, ein Stolperer, ein falscher Schwenk und schon ist die Kontinuität hinüber und weil man eben nicht schneiden darf, darf man wieder von vorn beginnen.

Dieses Korsett an streng einzuhaltender Kontinuität und Dramaturgie ist das Eine; das Andere ist der Umstand, dass man One-Shot-Videos nur mit einem absoluten Mindestmaß an Personal machen kann, denn es müssen ja alle Beteiligten mitlaufen und da man aus Sicherheitsgründen eher weitwinkelig dreht, besteht bei vielen Personen immer die Gefahr, dass dann doch noch einer ins Bild latscht. Bei Musikvideos hat man also in der Regel tatsächlich nur den filmenden Kameramann, den kameramann-führenden Kameraassistenten, den anweisungen-rufenden Regisseur und jemanden, der die Beatbox mit der Musik trägt. Das geht nur mit einem perfekt eingespielten Team.

Der Klassiker des Genres ist zweifellos Bob Dylans Subterrenean Homesick Blues aus dem Jahre 1965, in dem Dylan eine Reihe von Plakaten mit Begrifflichkeiten in die Kamera hält, die gerade synchron im Song gesprochen werden:

Bob Dylan – Subterrenean Homesick Blues

Das war zu der Zeit schon einer Art Skandal für sich, für die so Charaktere wie Bob Dylan immer zu haben waren. Niemand bewegt im Video seinen Mund synchron zum Song oder tanzt. Andererseits hatte Dylan es mit einer Länge von etwas über zwei Minuten, einer stehenden Kamera und einer einfachen Choreografie verhältnismäßig einfach.

Anders sieht es dann schon aus, wenn der Kameramann längere Strecken ablaufen muss oder gar auf einem Podest einschwebend beginnt. Ohne Steadicam und ohne einer gehörigen Portion Selbstvertrauen läuft da beim Kameramann gar nichts, zumal er hier praktisch vier Minuten rückwärts gelaufen ist, gut und gerne 30 Kilogramm Ausrüstung schleppte und als Sucher einen kleinen grünen Bildschirm hatte:

Massive Attack – Unfinished Sympathy

Ähnlich hyperaktiv geht es bei den Spice Girls zu, die Wannabe als One-Shot-Video produziert haben. Würde ich euch gern verlinken, geht aber nicht, weil EMI ein Scheißladen ist und Videos auf YouTube derzeit nicht duldet. Haben sie eben Pech gehabt.

Als Meister des Faches gilt Michel Gondry. Zwei seiner Meisterwerke:

Lucas – Lucas with the lid off

Gary Jules – Mad World

Auch U2 hat sich an One-Shot-Videos probiert und gleich zwei Musikvideos produziert:

U2 – Numb (aus dem Album “Zooropa”)

U2 – The Sweetest Thing

Als One-Shot-Video kann man Musikvideos produzieren, aber auch Werbespots. Ein äußerst beeindruckendes Werk kommt hier vom Autohersteller Honda, der mit diesem Werbespot den Accord bewarb:

Mit dem Genre beschäftigt haben sich auch 172 Studenten der Kommunikationswissenschaft an der Universität Montreal, die im Sommer 2009 ein alternatives und ebenso außergewöhnliches Musikvideo zu I Gotta Feeling von den Black Eyed Peas produziert haben:

Die Idee, dass One-Shot-Videos besonders authentisch wirken können, wenn man es gut genug inszeniert, hat sich auch David Copperfield mit seinem legendären “Zaubertrick” zunutze gemacht, aus einem Tresor in einem zu sprengenden Haus auszubrechen (hier sieht man übrigens am Anfang auch kurz den Kameramann mit einer Steadicam, die die “fliegenden” Bilder ermöglicht):

Kurze Auflösung, wie er das gemacht hat: Er hat sich tatsächlich in den Tresor einschließen lassen, aus dem er jedoch, also die Kamera nach dem Start des Countdowns von unten oder oben her aussteigt. Das kleine Bild der Überwachungskamera zeigt jedenfalls nicht das Livebild, was man durch die Kette auf der rechten Seite erkennen kann, denn auf dem Überwachungsbild hängt sie tiefer, als auf dem Livebild. Während das Sprengteam so tut, als ob es fluchtartig das Haus verlässt, mischt sich Copperfield darunter und steigt kurz bevor die Kamera am Zielort die Platte ins Bild nimmt, darunter. Aus dieser Platte steigt er dann theatralisch empor, nachdem jemand, unabhängig von irgendeinem Countdown, das Gebäude hochgejagt hat. Illusion is everything, auch in One-Shot-Videos. ;-)

Das One-Shot-Video-Meisterwerk schlechthin ist der Film Russian Ark von Alexander Sokurow und Kameramann Tilman Büttner. Dieses 92-minütige (!) Werk ist tatsächlich in einem einzigen Stück gedreht und zeigt einen Gang durch die St. Petersburger Eremitage mit eingebauten Szenen aus der russischen Geschichte, dargestellt mit über 2.000 Statisten.

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Die Tablet-Vision von Microsoft: Courier.

21. November 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Glaubt man Analysten, die in Firmen arbeiten, die nichts anderes wie Analysieren der Wirtschaft tun, dann wird das Jahr 2010 nicht das Jahr, in dem die Russen die Leonov hoch zum Jupiter schicken, um den die Discovery kreist, sondern das Jahr der Tablets. Während Analysten begeistert von Apples Tablet schwadronieren und es zu diesem Gerät weder ein Statement von Apple gibt, geschweige denn Bilder, haben andere da schon länger Erfahrung. Man denke da an den höchst legendären Compaq TC 1000, einem Gerät, das an sich recht schmuck aussah, die Leistung eines kleinen Notebooks hatte, mit Akku gut drei Stunden lief und eben schon 2003 mit Gestik zu bedienen war, wenn auch mit Stift. Das Ding anno 2002 zu besitzen, hat mich ein Heidengeld gekostet, aber es war einfach cool und es funktionierte.

Die Vision, die hinter “Courier” steckt, schlägt jedoch alles bisher gesehene und macht den Tablettcomputer haus-, hof- und taschenfähig. Die Idee dabei ist, dass “Courier” nicht als wirkliches Tablett daherkommt, sondern als aufklappbares Buch, dessen zwei innere Seiten jeweils aus einem Bildschirm besteht:

Auf der Website von Gizmodo.de/PC Professionell, die die Materialien zu “Courier” angeblich zugespielt bekommen haben wollen (ich glaube bei solchen Projekten allerdings nicht an Leaks, sondern glaube, dass das bewusst zugespielt wurde), gibt es auch noch eine Reihe von Fotos der Studie, die den Kleincomputer unter anderem in zugeklapptem Zustand zeigen.

Die Idee hinter “Courier” hat dabei eine andere, höchst faszinierende Geschichte, sie kommt nämlich aus dem Projekt “Codex”, in dem die Macher folgenden, durchaus etwas unförmigen Klumpen gebaut haben:

Wer jedoch genau hinschaut, weiß, warum das so ein Apparat ist, denn beide Hälften des Prototyps bestehen aus jeweils einem eigenständigen Taschencomputer des Herstellers OQO, auf dem nicht irgendein heruntergestripptes Not-Betriebssystem arbeitet, sondern ein vollständiges Windows, in dem seit Windows XP die Tablettfähigkeiten fest eingebaut sind.

2010 wird spannend in den Taschen – und nicht nur dort. Denn im Gegensatz zu Apple wird Microsoft zeigen müssen, wie sie mit solchen Hardwarekonzepten dann in der Produktionsphase umgehen, denn wenn es aus der Tablet-PC-Geschichte eine Sache zu lernen gab, dann den Umstand, dass das Projekt von der Idee über den Prototypen bis zum fertigen TabletPC eine kleine Ewigkeit dauerte, weil zu viele beteiligte Hersteller mit unterschiedlichem Engagement an das Thema herangingen.

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Das ZDF und die Anti-Killerspiele-Lobby.

18. Oktober 2009 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in MedienWelt

Wie man perfekt einer Lobby auf den Leim tritt und Meinungen verkauft, die es so offensichtlich gar nicht gibt, hat heute bilderbuchmäßig das ZDF vorgemacht, bezeichnenderweise das staubtrocken-konservative Landesstudio Baden-Württemberg. Es geht hierbei um die Aktion des “Elternbündnisses gegen Killerspiele”, das sich aus dem Umständen des Amoklaufes in Winnenden gebildet hat und sich, pardon für die Analogie, auf die so genannten “Killerspiele” eingeschossen hat.

Aus diesem Grund hat dieses “Elternbündnis” gestern eine recht makabre Aktion auf dem Stuttgarter Schlossplatz veranstaltet. Ein riesiger Container wurde hingestellt und jedes Kind, dass seine “Killerspiele” in den Container hineinwerfen würde, hätte an einer Verlosung eines Nationaltrikots teilnehmen dürfen.

Da der Samstag nachrichtentechnisch sowieso immer etwas heikel ist, hat man im Landesstudio die Pressemitteilung dankend aufgenommen und zwei Beiträge gemacht, einen Textbeitrag auf heute.de und gar einen 1:42-min-Einspieler für die heute-Sendung (17 Uhr?). Diesen Beitrag kann ich leider nur in der ZDF-Mediathek verlinken, bitte deshalb erst einmal diesen Beitrag anschauen.

Was sich da für Eltern, die sich von so einer Show halbwegs beeindrucken lassen, nach einer guten Nachricht anschauen lässt, ist in Wirklichkeit eine Nullnummer gewesen, wie Bilder zeigen, die von Augenzeugen aus anderen Perspektiven gemacht wurden:

(Nach Angaben des Videografen etwa um 14:30 Uhr aufgenommen.)

Wie man dann Nachrichten eben macht, wenn man eigentlich gar keine Neuigkeiten hat, zeigt dieses Video (man verzeihe dem Videografen hier die Perspektive):

Es sei angemerkt, dass dieser Kameramann offensichtlich möglicherweise nicht derjenige ist, der für das ZDF die Bilder gedreht hat, da das Kind, dass die Spiele in den Container wirft, ein anderes ist, als auf den Bildern, die das ZDF zeigt. Allerdings spielt das hier auch überhaupt keine Rolle.

Fakt ist jedoch: Das ZDF liefert einen unsäglichen, unverhältnismäßig einseitigen und nicht objektiven Beitrag und lässt sich so vor den Karren einer Gruppierung spannen, von der sich selbst Wissenschaftler distanzieren, die sehr vorsichtig mit einigen zentralen Behauptungen des Vereines sind.

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R.I.P. Ted Kennedy.

26. August 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in PolitikWelt

Ted Kennedy war für mich als “Außenstehender” der USA immer nur eine Figur, die man einmal im Geschichtsunterricht kennenlernte, als es um John F. Kennedy ging und er, Ted Kennedy, derjenige der Kennedy-Gebrüder ist, der noch lebt. Dabei ist diese “außeramerikanische” Feststellung so ziemlich die haarsträubenste, die man über diesen Menschen machen konnte.

Denn Ted Kennedy ist sowas wie ein Teddybär der US-Senats gewesen, auf dessen Stimme jeder horchte, selbst wenn er das nicht wollte oder aus politischen Gründen sollte. Ted Kennedy sprach gerade in den letzten Jahren als jemand in der US-Politik, der sich solche Äußerungen, die nicht immer im Sinne der Demokraten waren, bequem leisten konnte.

Die Gesundheitsreform sollte sein letztes, großes Thema werden, in der er sich noch voller Überzeugung hineinwarf. Und das grundsätzlich zu einem Thema, über das wir in Deutschland nur lachen können und uns einmal dringend überlegen sollten, wo wir stehen: Krankenversicherung für jeden.

Seine historische Rede im August letzten Jahres vor der National Convention der Demokraten in Denver war dann schon ein Stück politische Magie, bei der dann selbst mir die Tränen in der Nacht live am Bildschirm liefen, obwohl ich mit amerikanischer Innenpolitik ja nun wirklich herzlich wenig am Hut habe. Ich habe aber bis dato noch nie eine so gut gemachte Inszenierung für einen altgedienten Parteimenschen gesehen, wie hier:

Auch wenn das natürlich letztendlich alles Wahlkampf war – man nehme sich so einen Menschen, mache einen Kongress, mache über ihn einen verhältnismäßig günstig und hochemotional gemachten Einspieler und lasse ihn eine relativ belanglose Rede halten, in der er den Präsidentschaftskandidaten huldigt, wenn auch offenbar sehr ehrlich. Das lässt die Erde beben, nichts anderes.

Und dann schaue ich mir zur Abwechslung mal das an, was YouTube – die Maschine ist halt dumm – mir dann noch unmittelbar zu obigem Lehrstück empfiehlt:

Nein, ich mag es nicht kommentieren. Ich wüsste allerdings, so ehrlich muss ich sein, derzeit auch keine andere Partei im Lande, die einmal ehrlich und wirkungsvoll mit dem Thema Emotionen in der Politik umgehen würde. Dabei, und da bin ich nochmal sehr ehrlich, finde ich Emotionen in der Politik gar nicht fehl am Platze. Man muss sie sorgfältig dosieren und den schmalen Grad zwischen positiver Wirkung und Peinlichkeit unverschämt genau beachten, das ist die Kunst.

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Die unerträgliche Hetze von Ursula von der Leyen.

21. August 2009 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in PolitikWelt

Konstatierend betrachtet hat Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen in Sachen politische Bilanz ihres Mandates ein desolates Bild zurückgelassen. Ihr politisches Paradepferd, das Elterngeld, hat bei weitem das Ziel, Eltern letztendlich durch das Winken mit dem schnöden Mammon zu mehr erfolgreichen Kopulationsvorgängen zu bewegen, recht deutlich verfehlt, denn Deutschland ist nach wie vor in Europa auf den hintersten Plätzen, was die Geburtenrate betrifft. Erstaunlicherweise redet kaum ein Medium über Leyens miese Leistungsbilanz – außer ausgerechnet der SPIEGEL und der dann auch noch recht harsch.

Ansonsten traut sich keiner ran an das hochgefährliche, blonde Gift, dass seine entsetzliche politische Fratze nun in aller abstoßenden Abscheulichkeit im heißen Wahlkampf in Szene setzt. Mir setzt ja normalerweise politisch fast nichts zu, aber lassen wir das eine mitgeschnittene Rede von Uschi sprechen, die sich der geneigte Leser – auch wenn es schmerzhaft ist – doch bitte bis zum Ende anschauen sollte:

Wow. Gegenüber einer solchen Klientel solche Äußerungen zu treffen, den Klassenkampf in einen Sumpf mit dem Kampf gegen die Kinderpornografie zu gießen und eigene Schlampereien in Gesetzgebung und Auswahl des Lösungsansatzes einfach mal "den Linken" anzukreiden, das ist schon atemberaubend entsetzlich. Ich weiß ja, dass man in Wahlkampfzeiten klotzen muss, aber dann so plump, so durchschaubar, so arrogant, so demokratiefern und voller Lügen? Und die Kinder, die unmittelbar vor dem Pult sitzen, sitzen da vermutlich auch ganz zufällig.

Was da gelaufen ist und vermutlich auf zig weiteren Wahlkampfveranstaltungen von Ursula von der Leyen so laufen wird, ist Ablenkungspolitik erster Klasse und blanke Demagogie, die in meinen Augen alles in den Schatten stellt, was nach Franz-Josef Strauß an stockkonservativer Argumentationsschiene aus der Union geschwappt ist. Das ist schon eine sehr neue Qualität, von der zu hoffen, ist, dass sie in Deutschland nicht noch einmal großflächig hoffähig wird.

Aufforderung an alle Demokraten des Landes: Sowas mit der Kamera dokumentieren und ins Internet stellen!

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“Gag Alert.”

11. August 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in HumorWelt

Einem Moderator können selten so schlimme Dinge passieren, wie Lachanfälle:

Was bei dem Moderator im folgenden Moment passiert, ist auch rätselhaft, vermutlich eine Art Reflex:

Man höre beim folgenden Schnipsel mal darauf, warum der Kollege des CBS-Moderators nicht mitmoderieren kann:

Der vermutlich einfach unbezwingbare Evergreen an Moderator, den die folgenden drei Minuten übrigens die Karriere gekostet haben, gibt es ebenfalls in YouTube. Bei dieser niederländischen Talkshow kommt es gar nicht auf die Inhalte an (noch nicht mal, wenn man die Sprache versteht), sondern darauf, wie der Moderator reagiert:

Es geht wohl hier um Behandlungsfehler und der Gesprächspartner mit der hohen Stimme hat bei einer Operation Verletzungen an den Stimmbändern erlitten. Und dann redet er auch noch über sein verpfuschtes Liebesleben…

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U2 360° Tour Paris.

13. Juli 2009 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in SonstigeWelt

Schon vor Monaten war dieser Gig, der Besuch der U2 360° Tour in Paris, geplant und weitgehend eingetütet. Und wenn man sowas mit so Leuten wie Jochen, Joachim und Inès macht, nimmt man sich am besten bequeme Schuhe mit, denn dann wird das Touristenprogramm, das normale Touristen in einer Woche abspulen, in zwei Tagen durchgeschnupft. ;-)

Beschränkt haben wir uns darauf, die offensichtlichen Touristenschlachtfelder weitgehend von außen anzuschauen, was in der Form allerdings den Nachteil mit sich brachte, dass man eine gehörige Zeit des Tages damit verbringt, die Pariser Metro kennenzulernen. Es ist auch nicht wirklich leicht, in rund 36 Stunden eine Beziehung zu einer Stadt aufzubauen.

Andererseits, man bemühte sich offensichtlich redlich, die typisch französische Lebensart zu europäisieren. Wenngleich das auch nicht überall geklappt hat: Die Sicherheitskontrolle am Flughafen Charles-de-Gaulle war mehr oder weniger eine Farce, dafür hat sich vermutlich jeder Flughafenmitarbieter, der irgendwo auf dem Weg stand, die Bordkarte zeigen lassen.

Gut, wie auch immer, ich will mal nicht übermäßig meckern, sondern darauf hinweisen, dass ich meine Aufgabe als Vertreter der “Generation Upload” erfüllt und meine Streams in YouTube, flickr und Qype (siehe rechts die lustig-bunten Buttons) mit neuen Inhalten versorgt habe.

Mit den letzten 20 % des iPhone-Akkustromes habe ich dann doch noch einen Song aufnehmen müssen, in diesem Fall war es “City of Blinding Lights”. Das, was die Bühnenbauer da mit ihrem Werk aufgebaut haben, sieht man hier vermutlich am eindrucksvollsten:

Vom Stadion aus zu twittern oder gar ein paar Bilder oder Videos direkt hochzuladen, war quasi unmöglich, die rund 94.000 Besucher haben perfekt dafür gesorgt, dass mobilfunktechnisch gar nichts mehr ging.

Was kommt? Nächstes Wochenende der nächste und letzte U2-Tourbesuch, diesmal Berlin. Das wird allerdings die vollkommene Ochsentour, da es Samstag um 5 Uhr morgens mit dem Flugzeug nach Berlin geht und Sonntag erst spätabends wieder zurück.

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