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AVM Fritzfon MT-D.

27. Dezember 2008 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in TelkoWelt

Mit dem weihnachtlichen Kauf der DECT-fähigen AVM Fritzbox 7270 habe ich gleichzeitig auch das DECT-Mobilteil Fritzfox MT-D gekauft, das es just zu diesem Zeitpunkt von einem Händler im Amazon.de-Marketplace für einen unschlagbaren Preis angeboten wurde. Und als DECT-Mobilteil kann man grundsätzlich nicht allzuviel falsch machen, denn so ein Mobilteil funktioniert auch an anderen DECT-Anlagen, sonst wäre es kein DECT-Mobilteil.

Der Lieferumfang des Fritzfon MT-D ist kompakt: Neben dem Mobilteil gibt es einen (leider etwas fummelig einzusetzenden) Akku, eine Ladeschale, ein Ladegerät und eine Kurzanleitung. Angebunden wird das Mobilteil, wie bei DECT üblich, mit dem Anmeldemodus der Telefonanlage und einer PIN, was innerhalb von zwei Minuten erledigt ist. Ist das passiert, ist das Telefon auch umgehend funktionsfähig. Das Paaren des Mobilteiles mit der Fritzbox 7270 ist erwartungsgemäß problemlos. Praktischerweise bietet das Fritzfon MT-D die Möglichkeit, Paarungen mehrerer Basisstationen zu speichern, so ist zum Beispiel das Wechseln zwischen der Siemens-Anlage und der Fritzbox wirklich nur ein Knopfdruck, wenn das Mobilteil an beiden Basisstationen einmal angemeldet wurde.

Das Telefon kommt durchaus schick daher. Der schwarze Riegel liegt gut in der Hand, ist nicht zu schwer und nicht zu leicht. Das Gehäuse ist aus leider sehr fingerabdruck- und kratzerempfindlichen Kunststoff. Das Display ist monochrom und gut beleuchtet, die Bedienführung AVM-typisch gut. Man merkt, dass die AVM-Leute in Sachen Benutzerführung einfach den Blues haben. Die Bedientasten sind übrigens identisch wie bei vielen anderen DECT-Mobilteilen, die zentrale Steuertaste ist haargenau genauso belegt, wie meine Siemens S45-Mobilteile und auch ebenso zu bedienen.

Ein Hammer des Fritzfon MT-D offenbarte sich, als ich im Bett einmal die Bedienbarkeit im Dunklen und die Helligkeit der Tastatur testen wollte – es gibt nämlich keine Tastaturbeleuchtung! Und das ist wirklich ein Mangel, den was bringt eine gar nicht so üble Displaybeleuchtung, wenn man im Dunklen das Telefon gar nicht bedienen kann, wenn man sich nicht auf den Fingerblindflug verlässt? Zwar trifft man die Ziffern und Bedienelemente mit etwas Übung, dennoch ist eine fehlende Tastaturbeleuchtung wirklich ein gewaltiges Ding, das das Telefon gnadenlos abwertet.

Zu meckern gibt es am Telefonischen wiederum nichts: Die Sprachqualität ist DECT-typisch sehr gut, die Reichweite ebenso. Meine Basisstation steht ziemlich genau neben meiner Siemens-Basisstation und das Fritzfon MT-D hat eine quasi gleichwertige Reichweite, wie ein Siemens S45. In Sachen Sprachqualität bringt das Fritzfon MT-D noch eine weitere Neuerung, die das AVM-Marketing “HD-Telefonie” nennt und schlicht die Fähigkeit bezeichnet, dass neben dem bei DECT üblichen Codec G.726 auch der Codec G.722 unterstützt, der eine erheblich besser Sprachqualität ermöglicht – wenn die Gegenstelle ebenfalls G.722 unterstützt. Tut sie das nicht, bleibt es bei normaler DECT-Qualität.

Im Gegensatz zu den meisten DECT-Systemtelefonen hat das Fritzfon kein eigenes Telefonbuch, sondern greift auf das Telefonbuch einer DECT-Zentrale zu. Und das geht natürlich nur dann, wenn die DECT-Zentrale so ein zentrales Telefonbuch anbietet, meine Siemens-DECT-Anlage kann das beispielsweise nicht. Ohne eine DECT-fähige Fritzbox ist das Fritzfon MT-D deshalb nur ein einfaches DECT-Systemtelefon, aber immerhin gehört es ja auch zu den günstigeren der Klasse.

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DECT mit der AVM Fritzbox 7270.

25. Dezember 2008 | 4 Kommentare | Veröffentlicht in TelkoWelt

Meine bestellte Fritzbox 7270 ist heute tatsächlich noch pünktlich zu Weihnachten gekommen, so dass ich gleich mal etwas zum Spielen hatte, bevor ich vor lauter Langeweile noch den Weihnachtsbaum zersäge. Von der Fritzbox 7270 als Telefonanlagenersatz habe ich schon vor einigen Tagen fabuliert und mir deshalb eine bestellt, weil ich mit meinem derzeitigen ISDN-Telefon mit drei Mobilteilen von Siemens zwar nicht gänzlich unzufrieden bin, es dennoch sicherlich besser ginge. Und da ich mit der Fritzbox 7170 durchweg nur gute Erfahrungen mache, fällt der Test des großen Bruders nicht sehr schwer.

Vom Prinzip her ist der Funktionsumfang der 7270 der 7170 gleichwertig, mit zwei großen Unterschieden: Die 7270 hat eine Unterstützung für den WLAN-Standard 802.11n (als Draft) und ist eben eine DECT-Telefonanlage mit der Möglichkeit, DECT-Mobilteile anzusteuern. Rein äußerlich zeigt sich die 7270 in einem etwas größeren Gehäuse und mit drei kleinen Stummelantennen. Zusätzlich befinden sich an der Seite zwei TAE-Anschlüsse für zwei anschließbare Telefone. Ebenso ist die Konfiguration und Bedienung der Fritzbox 7270 weitgehend identisch mit der von der 7170 – eben mit der Ausnahme, dass in den WLAN-Einstellungen 802.11n aktiviert werden kann und es einen gänzlich neuen Menüpunkt zu DECT gibt.

Die Anmeldung von DECT-Mobilteilen gestaltet sich ebenso einfach, wie bei herkömmlichen Telefonanlagen: Mobilteil auf Anmeldung an eine Basisstation stellen, an der Fritzbox entweder den DECT-Knopf an der Gehäuseoberseite oder im DECT-Menüpunkt die Anmeldung eines Mobilteiles forcieren und schon geht es los. Die voreingestellte PIN ist, wie üblich, die “0000″, läßt sich aber auch auf eine eigene Zahl abändern. Ist die Anmeldung erfolgreich gewesen, lässt sich an der Box schließlich noch einstellen, bei welcher MSN das Mobilteil klingeln soll und fertig, das Mobilteil horcht ab sofort.

Wie bei DECT-Mobilteilen üblich, gibt es zwei Modi in deren Gerätesteuerung, nämlich einen internen Modus und einen externen. Im internen Modus wird auf Inhalte im Mobilteil selbst zugegriffen (beispielsweise ein eigenes Telefonbuch im Mobilteil) und beim externen Modus quasi per Terminalsitzung auf eine Menüführung in der Basisstation geschaltet. Letzteres nutzt die Fritzbox 7270 für das zentrale Telefonbuch, das auf der Fritzbox eingerichtet und auch dort gepflegt werden kann. Durch den externen Modus steht es dann auch allen angeschlossenen Mobilteilen zur Verfügung, wenngleich der Zugriff darauf – eben weil auf dieses Telefonbuch quasi online zugegriffen wird – etwas behäbig wirkt.

Mobilteile sind intern relativ umständlich anwählbar, nämlich durch eine bestimmte Kennung. Das erste angemeldete Mobilteil hört auf Stern-Stern-610, das zweite Mobilteil auf Stern-Stern-611 usw. Die Reihenfolge lässt sich nur durch Ab- und wieder Anmelden des Mobilteiles ändern, was wirklich ein Mangel ist. Was wiederum gut funktioniert, sind interne Weiterleitungen – wenn man weiß, wie es funktioniert, denn hier kommt die altbekannte R-Taste ins Spiel und danach die Eingabe der internen Mobilteilkennung. Eine auswählbare Übersicht gibt es nicht, so dass das für Ungeübte wieder einmal Böhmische Dörfer sind.

Andererseits funktionieren grundsätzlich alle DECT-Mobilteile an der Fritzbox 7270, so auch meine Siemens-Mobilteile, die nun plötzlich anders klingeln können oder Anrufe anders auf dem Display anzeigen. Von AVM gibt es auch eigene DECT-Telefone namens Fritzfon MT-C und MT-D, letzteres teste ich ebenfalls, allerdings mit etwas gemischten Gefühlen. Den Verriss dazu gibt es hier.

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WordPress 2.7 im Einsatz.

2. Dezember 2008 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in BlogWelt

Mit dem heutigen Testartikel hat der geneigte Leser ja schon mitbekommen können, dass ich mit meinem Blog nun zu WordPress 2.7 gewechselt bin, nun erst einmal auf den Release Candidate 1. Die Betas sind mir weitgehend zu heiß (selbst mir) und da ich eh der schnelle Finger beim Updaten bin, ist eine RC-Version zum Experimentieren schon in Ordnung.

Um es gleich vorauszuschicken: Die neuen Kommentarfunktionen habe ich in meinem Theme noch nicht aktiviert, dazu ist durchaus einiges an Hintergrundarbeit notwendig. Wer das “famose” Kubrick benutzt, ist übrigens auf der sicheren Seite, weil im WP-Paket die mitgelieferte Kubrick-Version schon vorbereitet ist – dieses Theme ist übrigens auch eine gute Basis, um ein vorhandenes Theme umzubauen.

Zweite, wichtige Meldung: Ein altes Theme funktioniert unter WordPress 2.7 erst einmal normal weiter, wenn es auch schon unter 2.6 lief. Auch die Kommentarfunktion bleibt funktionsfähig, lediglich das Threading, also die Möglichkeit zum Verschachteln von Kommentaren, funktioniert nicht. Wer das aber nicht haben will, braucht sich auch erst einmal nicht weiter darum kümmern.

Dritte Meldung zur Sprachdatei: Eine halbwegs aktuelle Sprachdatei funktioniert auch unter WordPress 2.7, allerdings sind einige Bereiche noch in Englisch. Die Folks von WordPress-Deutschland werden aber mit Sicherheit sehr zeitnah zum offiziellen Launch von WordPress 2.7 mit einer weitgehend vollständigen Sprachdatei zur Stelle sei. Bis dahin werden aber auch Englisch-Unkundige weitgehend klarkommen können.

Was sofort nach dem übrigens absolut problemlosen Upgrade auffällt, ist das neue Dashboard und das ist schlicht und einfach grandios gut. Hübsch aufgeräumt, verschiedene, verschiebbare Themenkästen und verschiebbare Themenleisten gibt es nun endlich auch wieder in der Editorseite – braucht man die Trackback-Leiste ganz oben, setzt man sie sich eben einfach dorthin. Es ist alles deutlich dynamischer geworden und es macht wieder richtig Spaß, mit WordPress zu arbeiten.

Hübsch sind die kleinen Arbeiten: Auf dem Dashboard kann jetzt durch ein Formular namens “QuickPress” sofort losgebloggt werden. In der Artikelverwaltung lassen sich Überarbeitungen auf die Parameter eines Artikel beschränken (beispielsweise URL-Änderungen, Kategorien, Tags etc.) oder auch komplette Artikelüberarbeitungen. Kommentare lassen sich erheblich schneller redigieren und freigeben und endlich, endlich, endlich kann man auch aus der Kommentarverwaltung heraus kommentieren. Das sind alles viele kleine Schalterchen und Hebelchen, die das auf den ersten Blick unübersichtlich machen, aber tatsächlich sind die Funktionen, die ich auf diese Weise bisher gefunden habe, goldrichtig. Sie haben zugehört.

Mit meinen installierten Plugins gab es übrigens ebenfalls überhaupt keine Probleme, die laufen alle unter WordPress 2.7 ohne jegliche Änderung weiter. Gut, zugegeben, ich bin bei der Auswahl der Plugins inzwischen mehr als übervorsichtig, aber Null Probleme beim WordPress-Upgrade, das ist schon eine neue Klasse, die sich die WordPress-Jungs ruhig erhalten dürfen.

Mensch, da habe ich doch tatsächlich das erste Mal ein vollständiges Backup vor dem Upgrade gemacht und dann sieht es dann doch ganz danach aus, dass ich es nicht brauche. Aber dennoch: Release Candidate ist Release Candidate. Es gibt immer noch diverse Bugs und Probleme, die bis zur finalen Version gefixt werden müssen, weshalb der RC1 nichts, aber auch wirklich gar nichts für Produktivumgebungen ist. Ich habe wirklich gewarnt!

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Ein smart-Testbericht.

20. November 2008 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in AutomobilWelt

Blog-Kollege Göks ist eigentlich stadtbekannt durch seinen SLK und seine frühere Leidenschaft für den Audi A3, unschwer zu erkennen für sein massives Engagement bei den A3-Freunden.

Umso erstaunter war ich, als Göks vor einigen Monaten zu seinem schwarzen SLK einen smart kaufte. Grundsätzlich nicht daneben, ich bin ja bis Mitte letzten Jahres selbst einen smart sieben Jahre lang gefahren und habe mit meinem kleinen Plastikbomber weitgehend nur nette Erfahrungen gemacht. Göks kommt in seinem Notartikel neuesten Blogposting zu einem ähnlichen Ergebnis und aus seinem berufenen Autofahrermund klingt das wirklich bemerkenswert. :-)

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Auf der PS3: Blazing Angels 2.

19. November 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in GamingWelt

Ganz wie Teil 1 ist auch Teil 2 des Flugkampfspieles mehr oder weniger für die Katz, weil es schlicht keinen Spaß auf Dauer macht und vermutlich auch deshalb selbst in den Platinum-Regalen für PS3-Spiele, die praktisch für den halben Preis nochmal offiziell verscheuert werden, nicht zu finden. Da ich aber nun mal eine Schwäche für Spiele habe, die nicht auf dem Boden stattfinden, sondern die virtuellen Lüfte unsicher machen, habe ich, trotz meiner wirklich schlechten Erfahrungen mit Blazing Angels, einmal Blazing Angels 2 gebraucht gekauft. Offensichtlicher Fehlkauf.

Es krankt leider an den gleichen Stellen: Die Übersetzung aus dem Englischen ist weitgehend auf Untertitel beschränkt, die neben dem Umstand, dass sie eine miese Übersetzung enthalten, auch noch viel zu schnell durchlaufen, so dass man missionstechnisch weitgehend einen Blindflug macht, wenn man sich nicht auf die englisch gesprochenen Texte konzentriert. Leider sind die auch nicht wirklich ein Genuss, so dass man die Einführungen in die Missionen getrost überspringen kann.

Das Fliegen der Kampfvögel ist weitgehend einfach, wenn auch nicht wirklich realistisch, aber das hat bei einem klassischen Shoot’em’Up-Spiel keine wirkliche Relevanz. Die Missionen sind allerdings nur zu Anfang einfach und lassen einen schnell wieder mit dümmlichen Anforderungen verzweifeln. Beispielsweise müssen in der dritten Mission eine Horde gegnerischer Kampfflugzeuge bekämpft werden und das auf eine abenteuerliche Weise: Da diese Mission eigentlich Bombenabwürfe zum Hauptziel hatte, ist das Bordgeschütz des Piloten ausgebaut und man muss als Pilot auf eine bestimmte Weise an die Gegner heranfliegen, damit der virtuelle Heckschütze schießen kann. Wie das aber sinnvoll passiert, davon steht nirgends etwas, so dass man herumprobieren darf – nach einer halben Stunde hatte ich dann die Nase voll.

Die Netzwerkfähigkeiten von Blazing Angels 2 sollen deutlich besser sein, als die des Vorgängers, was auch durchaus in der Demo erkennbar war. Nur leider finden sich auf den Netzwerkservern inzwischen kaum noch Mitspieler bzw. Gegner, da offensichtlich nur noch wenige andere PS3-Besitzer Blazing Angels 2 spielen, so dass sich damit die Katze in den eigenen Schwanz beißt.

Ergo: Blazing Angels 2 kann man gerade im Gebrauchtspieleregal stehen lassen. Ubisoft hat aus den Fehlern des Erstlingwerkes leider nicht sonderlich viel gelernt, so dass man selbst als Liebhaber von Flugspielen hier rein gar nichts verpasst.

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Auf der PS3: MotorStorm Pacific Rift.

18. November 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in GamingWelt

Ja, ich musste es einfach kaufen, ich bin zu sehr MotorStorm-Fan, um da länger darauf zu warten. Das kostete mich zwar mit 65 Euro wirklich eine gewaltige Stange Geld für ein Rennspiel, allerdings ist MotorStorm Fun pur. Ich hatte vor einigen Wochen ja mal über die Demo von MotorStorm Pacific Rift referiert und gehofft, dass die Vollversion wirklich auch konsequent mit Neuerungen und Verbesserungen kommt – sie kommt.

Aufgebaut ist das Rennen im Festival-Mode in vier Kategorien: Earth, Water, Fire, Air. Alle sechszehn Rennstrecken sind in diese vier Kategorien gruppiert und lassen so schon mal spüren, um was es geht. Earth ist schmutzig und schlammig, Water ist feucht und nass, Fire ist heiß und feurig (Lava…) und Air ist wolkig und gespickt mit Flügen. Prosaisch ist alles so gedacht, dass alle diese Strecken und Wettbewerbe auf einer fiktiven Pazifikinsel stattfinden, deshalb auch der Namenszusatz.

Angespielt ist einfach: Im Festival-Mode geht es darum, möglichst viele Punkte zu sammeln, da mit Erreichen einer bestimmten Punktezahl das nächste Level und damit die nächsten Wettbewerbe freigeschaltet werden. Wettbewerbe finden sich pro Level jeweils zwei (oder später auch drei, keine Ahnung, bin noch nicht soweit) in einer Kategorie, also acht (oder evt. mehr) Rennen pro Level. Es gilt auch hier wieder die Hürde, dass man mindestens als Dritter im Ziel ankommen muss und sich die ersten drei Plätze in den zu gewinnenden Punkten unterscheiden. Das mag am Anfang noch einfach sein, aber spätestens in den nächsten Leveln geht es dann wirklich darum, möglichst immer als Erster über die Ziellinie zu rauschen.

Was auffällt, sind die wirklich grandiosen Strecken. Es geht durch kaum zu durchschauenden Dschungel, durch Tümpel, am Strand entlang, per Sprungschanze über Felsspalten, auf langen Kiesstrecken am Rande eines Vulkanes, über düstere Strecken zwischen Lavaseen und vieles mehr. Die Streckendesigner haben wirklich bedeutende Arbeit geleistet und virtuelle Meisterwerke gebaut, die vieles in den Schatten stellen, was als Rennspiel in den letzten Jahren so erschienen ist. Der Gameplay ist enorm, es macht einfach Spaß, sich mal eben hinzusetzen und ein paar Wettbewerbe zu fahren, ohne wirklich ins Detail gehen zu müssen. Einschalten, hinsetzen und lospreschen. Selbstverständlich gibt es auch hier wieder den Turbo-Boost, den man tunlichst nicht bis zum Anschlag austesten sollte, netterweise lässt sich aber ein heißlaufender Boost durch das Befahren eines Tümpels oder den bei manchen Strecken bereitgestellten Duschen wieder herunterkühlen, auch wenn es so manch Explosion einfach wert ist – selten haben sich Autos so spektakulär zerlegt, wie hier.

Ebenso wurde an den Netzwerkfunktionalitäten gearbeitet, es macht nun schlicht und ergreifend Spaß, mit zwölf Online-Gegnern gemeinsam die schlammigen Strecken zu beackern.

MotorStorm Pacific Rift kommt schneller, rasanter, schmutziger, überraschender daher und ist einer der wenigen Spiele, die vermutlich dem Gamepad alles abverlangen. Mit keinem anderen Spiel (selbst nicht mit dem “normalen” MotorStorm) quäle ich mich durch die Kurven und reiße an den Sticks, wie mit MotorStorm Pacific Rift.

Kaufempfehlung? Absolut! MotorStorm Pacific Rift ist sicherlich mit 720p und einigen Rucklern bei hektischen Situationen nicht die technische Referenz auf der PS3, gehört jedoch in Sachen Spielspaß ganz nach oben. Preislich darf es sich jedoch durchaus noch etwas nach unten bewegen, bei 50 Euro ist es jedoch ein uneingeschränkter Kauftipp und ein geiles Weihnachtsgeschenk.

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HTC Touch Pro nach zwei Monaten.

2. November 2008 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in MobileWelt

Ein Testbericht ist nur dann vollständig, wenn man sich nach einer Weile das besagte Testobjekt noch einmal genau anschaut und Resümee zieht. Das will ich hier mit meinem HTC Touch Pro tun, das ja nun mein täglich genutztes Telefon ist.

Eine schöne Arbeitsmaschine, wenn ich es in drei Worte fassen müsste. Die Kombination zwischen PDA und Mobiltelefon ist gelungen und das HTC Touch Pro hält auch im Alltagseinsatz das, wie es daherkommt. Die Hardware ist tatsächlich robust und der Schiebemechanismus funktioniert – wobei inzwischen die beiden Teile im geschlossenen Zustand nicht mehr ganz genau übereinanderliegen. allerdings bewegt sich das Spiel im Halbe-Millimeter-Bereich, ist also nicht der Rede wert und man sieht es auch nicht, wenn man wirklich danach sucht.

Das Telefonieren ist keine Frage, es funktioniert ohne zu erwartende Schwierigkeiten. Es klingelt laut und deutlich, die Gesprächsqualität ist sowohl mit GSM, als auch mit UMTS sehr gut und auch die Videotelefonie – wer es braucht – klappt vorzüglich. Was wirklich gefällt, ist die Funktionalität. Während dem Telefonieren kurz im Telefonbuch blättern oder eine Notiz nachschauen? Handy vom Ohr nehmen, aufklappen, suchen, wieder zuklappen, wieder ans Ohr. Während es aufgeklappt wird, schaltet das Telefon auf Lautsprecher und für den Gesprächspartner ist das alles mehr oder weniger unhörbar. Es funktioniert. Die Akkulaufzeit ist übrigens tatsächlich enorm. Im normalen Einsatz komme ich mit einer Akkuladung locker drei Tage aus.

Erstaunlich ist überhaupt, wie zuverlässig die Software ist, obwohl das ja der Auslieferungszustand ist und Mobiltelefone ja leider in der Zwischenzeit mehr oder weniger im Beta-Stadium an die Kundschaft losgelassen wird. Von großen Software-Problemen ist beim Touch Pro jedoch nichts zu sehen. Ich habe es in zwei Monaten lediglich drei mal zurücksetzen müssen und daran war immer nachinstallierte Software Schuld.

Schwachpunkt in Sachen Software ist, dass Windows 6.1 freilich keine eigenen Touch-Funktionalitäten mitbringt und demzufolge HTC das mit eigener Software liefert. HTC hat sich da auch redlich bemüht, allerdings ist der Stift tatsächlich nicht unverzichtbar. Das ist gerade bei der Nutzung des Telefonbuches reichlich umständlich, wenn man noch nicht alle Kontakt mit Kontaktbildern ausgestattet hat, die per Finger schnell angewählt werden können. Das gleiche gilt für den Kalender, ist hier aber nicht ganz so kritisch, weil man für Kalenderrecherchen für gewöhnlich mehr Zeit hat, als schnell mal jemanden anzurufen.

Diese Unzulänglichkeiten mit der Software werden jedoch in meinem Fall durch die Flexibilität von Windows Mobile als Betriebssystemplattform aufgewogen. Alle Programme, die ich unter Windows Mobile bisher genutzt habe, laufen auch hier und die Synchronisation mit Outlook ist unerreicht.

Würde ich es nochmal kaufen? Ja, würde ich.

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HTC Touch Pro in der Langzeitbelichtung.

17. September 2008 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Nach gut zehn Tagen kann ich als Zwischenfazit sagen: Mir gefällt das HTC Touch Pro inzwischen richtig gut. Es ist jetzt mein “Haupttelefon”, alle anderen Telefone sind nicht mehr.

Zugegeben, Golem.de hat in seinem fairen Review Recht, wenn sie schreiben, dass das Bedienkonzept nicht bis ins Detail schlüssig ist, da die Touch-Funktionalitäten nicht durch das Betriebssystem, sondern durch das HTC-eigene TouchFLO integriert sind. Das kann ich so unterschreiben. Auch der touch-fähige Browser, ein Opera Mobile, wird teilweise deutlich anders mit dem Finger bedient, als die TouchFLO-Oberfläche, was nicht sehr intuitiv ist. Ja, das ist ein Nachteil, keine Frage. Tut mir jedoch weniger weh, da ich nicht der Fingertarzan bin, der das unbedingt zum Leben braucht. Mir gefällt der integrierte Stift und vor allem die integrierte Tastatur und das zusammen mit Windows Mobile und einer schönen Oberfläche, die allemal besser als das Windows-Mobile-Heute aussieht, macht es für mich rund genug. Die attraktive Größe macht es umso schicker, die Befürchtungen über zu kleine Bedienungen haben sich in der alltäglichen Nutzung schnell verflüchtigt.

Dazu kommt, dass es einfach eine schöne Telefonkiste ist. Die Telefonfunktionen sind in Windows Mobile und in HTC-Geräten ausgereift, das Gerät springt selbst bei maladen Netzstrukturen nicht ständig von UMTS in GSM und umgekehrt und die Gesprächsqualität ist, gerade in UMTS, brillant. Die Integration des Telefonbuches ist windows-mobile-like perfekt, so dass auch große und riesiggroße Adressbücher überhaupt kein Problem darstellen. Genau das gleiche gilt für die Videotelefonie (wer es braucht), aber auch für SMS und MMS, was durch die Tastatur wiederum richtig Spaß macht.

Ein ärgerliches Detail ist, dass es für die medialen Fähigkeiten des HTC Touch Pro keinen gesonderten Klinkenausgang gibt, um daran handelsübliche Kopfhörer anzuschließen – das funktioniert nur mit dem mitgelieferten Headset über den USB-Anschluss. Der wiederum ist auch nicht der normale USB-Mini-Anschluss, sondern benötigt ein eigenes USB-Kabel. Dafür soll der Anschluss auch die Videoausgabe zu Beamern etc. können, wozu aber wieder ein Kabel notwendig ist. Das ist dann etwas viel auf einmal – kleine Klinke wäre aber schon Mindestausstattung, wenn man die medialen Fähigkeiten auch nutzen will, die der HTC Touch Pro zweifellos mitbringt. Ansonsten: Google Maps ist in der finalen Firmware-Version onboard, der GPS-Empfänger arbeitet damit problemlos und auch andere GPS-Software und Routenplaner arbeiten mit dem Empfänger Hand in Hand.

Über was ich mit dem neuen Mobiltelefon am meisten froh bin, ist eigentlich gar kein spezifisches Merkmal des HTC Touch Pro: Das Ende des ewigen Hin und Her mit verschiedenen Telefonen, Adressbüchern und Synchronisationen. Mein alter MDA Pro hat zwar perfekt mit Outlook synchronisiert, war aber nicht mein “Haupttelefon” – das war mein SonyEricsson T610, was wiederum nur mies mit Outlook synchronisierte. Also habe ich da auch Telefonnummern gepflegt und oftmals nur dort, so dass ich im Outlook bei vielen Kontakten noch falsche Rufnummern stehen habe. Das mühsame Abgleichen hat jedoch ein definiertes Ende und genau das ist die zentrale Motivation. Vorbei mit dem ewigen Rätseln, wer da anruft und vorbei das Blättern im anderen Gerät (wenn es denn überhaupt dabei war).

Das HTC Touch Pro mag zwar systembedingt Schwächen in der Bedienung haben, die jedoch zum einen nicht sehr gravierend sind und zum anderen mich nicht stören, da ich mit Windows Mobile vertraut bin. Das, was das HTC Touch Pro in der Bedienoberfläche an Federn lässt, holt es mit der weitgehend offenen Plattform von Windows Mobile allemal wieder herein. Auf dem HTC Touch Pro laufen alle meine Lieblingsanwendungen, ich verwalte dort dieselbe Passwortdatenbank, wie auf dem PC, ist greife auf die Speicherkarte wie auf ein Laufwerk zu, das Telefon lässt sich über USB auch als Modem ansprechen – alles, was ich mir derzeit für ein Mobiltelefon vorstelle.

Sprich: Es tut prächtig. Kurz vor Ankunft habe ich noch die üblichen Gewissensbisse bekommen, die man eben bekommt, wenn man weiß, dass gerade viel Geld in Form einer Neuanschaffung unterwegs ist, allerdings bin ich in der Zwischenzeit durchaus davon überzeugt, dass sich das lohnt.

Allerdings suche ich derzeit eine Handyversicherung, mit der ich das Ding wenigstens für zwei Jahre gegen Schäden und Verlierengehen versichern kann. Ein unsubventioniertes Handy verliert sich deutlich unangenehmer, als ein 1-Euro-Modell. ;-)

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Das HTC Touch Pro aus der Nähe, Teil 2.

10. September 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Kommen wir im zweiten Teil (hier zum ersten Teil) zur Software des HTC Touch Pro, denn da wird es interessant.

Betriebssystem und Aufsatz

Das Betriebssystem ist Windows Mobile 6.1 aus dem Hause Microsoft. Das ist die Hausplattform von HTC und man kann auch durchaus behaupten, dass HTC seit einigen Jahren der Impulsgeber für Neuerungen in Windows Mobile ist, wenngleich Windows Mobile geschichtlich auf immerhin 12 Jahre Existenz schauen kann. Es funktioniert also inzwischen, auch wenn es im Gegensatz zum iPhone-Interface altbacken daherkommt. Das iPhone ist jedoch nur augenscheinlich die Konkurrenzplattform, denn wenn man beide Systeme miteinander vergleicht, erleidet die Combo iPhone/MacOS sehr schnell Schiffbruch, wenn man es etwas professioneller haben will. Ich verweise in der Beziehung da gern auf einen interessanten Vergleich im österreichischen Vistablog, den ich mit eigenen Erfahrungen mit einem iPhone eines Kunden weitgehend bestätigen kann: Mit wirklich vielen Terminen und Kontakten (wir reden hierbei von mindestens 1.000 Einträgen) macht das iPhone wahrlich gar keinen Spass.

Davon lässt sich Windows Mobile (inzwischen) nicht mehr beeindrucken. Ebenso nicht von der nahtlosen Integration in Outlook, was sinnvollerweise auch erwartet werden darf. Und auch beim Synchronisationstempo hat Windows Mobile die Nase vorn, mein Terminarchiv mit rund 6.000 Altterminen aus zehn Jahren brauchte rund 6 Minuten zum Synchronisieren. Am Rande: Der Datenumzug von meinem MDA Pro auf den HTC Touch Pro dauerte knapp eine Viertelstunde.

Die Touch-Fähigkeiten und das elegante Aussehen des Benutzerinterfaces ist eine HTC-Entwicklung namens TouchFLO. Das ist deshalb notwendig, da Windows Mobile erst ab der geplanten Version 7 eigene Touch-Fähigkeiten mitbringen wird. Und genau das ist auch die Bremse, weshalb Windows Mobile derzeit nur schwerlich in den Consumermarkt kommt, wenn eben der Geräteanbieter sich nicht selbst hinsetzt und etwas programmiert.

TouchFLO kann sich sehen lassen und ersetzt weitgehend den üblichen “Heute”-Bildschirm, steuert aber auch weitere Anwendungen wie beispielsweise den integrierten Browser (ein angepaßtes Opera Mobile) und den HTC-eigenen Mediaplayer. Die Oberfläche wirkt aufgeräumt, wenn auch die Uhr auf der Startseite schon sehr wuchtig-groß daherkommt und die Idee mit den Mails im Briefumschlag als Voransicht schlicht Spielerei ist. Mit einem Klick kommt man jedoch in die normale Mailanwendung und kann im Outlook Mobile seine E-Mails wie bisher lesen. Auch wirkt TouchFLO inzwischen ausgereift, was daran liegt, dass es schon Gerätschaften vor dem Touch Pro mit TouchFLO gab.

Der Medaplayer greift (oder ist?) der Windows Media Player Mobile und greift nahtlos auf einen Windows Media Player auf dem PC zu und läßt sich auch über diesen synchronisieren. Absolut idiotensicher, was aber auch erforderlich ist, da dies ja letztendlich eine Kernkompetenz der Konkurrenz ist.

Anwendungen

Genau das ist das Hübsche an Windows Mobile: Es gibt eine breite Basis an Software, Schwerpunkt dabei auf professionelle Anwendungen. Und das wirklich angenehme ist, dass ich nichts suchen muss, sondern meine bisher genutzten Anwendungen einfach neu installiere. Keine Zentralregierung, die über Anwendungen ihrer Kunden schaltet und waltet, alle Anwendungspakete auf der Speicherkarte und mit einem Klick installiert. Mögen andere vielleicht nicht mögen, für mich ist das schlicht ein Muss an einen Computer, mit dem ich ernsthaft arbeiten möchte.

Eine Reihe von Anwendungen sind bereits im “extended ROM”, also dem zusätzlichen ROM-Bereich für Anwendungen außerhalb des Betriebssystemkernes, beigepackt, darunter Google Maps (was mit dem GPS-Empfänger einwandfrei funktioniert), eine inzwischen obligatorische YouTube-Applikation, der Adobe Acrobat Reader und auch eine interessante Anwendung, die eine angeschlossene Speicherkarte am PC als Laufwerk mounted. Damit erfüllt eine USB-Verbindung richtig viele Aufgaben gleichzeitig: Synchronisation von Kontakten, Aufgaben, Kalender etc., Synchronisation für Medien und Bilder, Ladung des Akku und eben auch Zugriff auf die Speicherkarte. Mit der optionalen Dockingstation wird das alles richtig spannend und der mobile Knecht zu einem richtigen Helfer.

An RAM bringt der Touch Pro etwas magere 288 freie Megabyte mit, was jedoch nicht sehr problematisch ist. Einerseits ist Windows Mobile deutlich sparsamer als seine PC-Kollegen und andererseits ist eine MicroSD-Karte einsetzbar und die gibt es inzwischen schon mit schlappen 8 Gigabyte Speicherkapazität. Anwendungen kann man übrigens sowohl in den RAM, als auch auf eine Speicherkarte installieren.

Usability und Dauerlauf

Grundsätzlich: Ich muss kaum umlernen, Windows Mobile ist Windows Mobile. Hat man einmal die Anwendungen begriffen, ist das universell kompatibel. Die Touch-Fähigkeiten sind nett und auch intuitiv, dennoch ziehe ich derzeit den Stift noch vor, über den ich sehr dankbar bin. Dennoch machen die Touch-Fähigkeiten etwas her, man kann sie durchaus im Tageseinsatz nutzen, sollte sich jedoch durchaus dazu mal die Anleitung antun.

Jedenfalls liegt das Touch Pro angenehm satt in der Hand, mit 165 Gramm (inkl. Akku) gehört es eher zum Mittelgewicht, aber noch problemlos im Rahmen des Tragbaren. Der Akku ist übrigens mit 1.340 mAh ein richtiges Kraftpaket: Die angegebenen Standby-Zeiten von über 460 Stunden mit UMTS mögen zwar üblicherweise Laborwerte sein, dennoch bringe ich den Akku selbst mit viel Herumgespiele an einem Tag kaum zur Hälfte herunter. Hierzu fehlen mir allerdings noch Langzeiterfahrungen.

Ein Fazit

Mit dem Touch Pro ist HTC zweifellos in der Oberklasse der Smart- und PDA-Phone-Hersteller angekommen. Die inneren Werte stimmen und nun sieht auch die Hardware entsprechend nobler und leistungsfähiger aus. Zwar gibt es immer noch sehr kleine Details, die man besser machen könnte – beispielsweise den Spalt zwischen Frontscheibe und Gehäuse mit einem überstehenden Rand zu kaschieren, wie es Apple ziemlich plump beim iPhone macht – allerdings ist das Touch Pro ein echter Meilenstein. Rein vom Gefühl her sind 600 Euro für ein vertragloses Gerät allerdings nicht auf Dauer zu halten, im Rahmen von 400 bis 500 Euro wäre es aber zweifellos ein Platzhirsch.

Was preislich übrigens sehr sehenswert ist (zumindest im Gegensatz zu Konkurrenzgeräten in der Preisklasse), ist das Originalzubehör. Die passende und ordentlich verarbeitete HTC-Handytasche mit Gürtelclip kostet – schlappe 15 Euro.

Von der Größe her ist für mich der Touch Pro allerdings am absoluten Limit angekommen, weniger geht mit einer “richtigen” Tastatur keinesfalls mehr, wenn man nicht mit einer Pinzette schreiben will. Das spiegelnde Display wird für Brillenträger schon grenzwertig sein, aber auch für Nicht-Brillenträger wird das Lesen von kleinen Buchstaben mit nicht ruhiger Hand schon kompliziert genug.

Was HTC noch lernen muss, ist den Aufbau der eigenen Marke. Zwar hat es lange Jahre nun auf die Weise geklappt, Gerätschaften über die Mobilfunkbetreiber als MDA, XDA, VDA unters Volk zu bringen, allerdings hat dies den Nachteil, dass dies komplett am Konsumenten vorbeigeht, da er den eigentlichen Hersteller nicht kennenlernen kann. Dazu gehört dann aber auch eine bessere Vermarktung und vor allem eine informativere Homepage. Es bleibt abzuwarten, ob an diesen Stellen HTC zukünftig Mut und Selbstbewusstsein beweist.

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Das HTC Touch Pro aus der Nähe, Teil 1.

9. September 2008 | 5 Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Verpackung und Lieferumfang

Ich muss zugeben, selten ist mir ein Mobiltelefon derart originell verpackt dahergekommen, nämlich in Form eines schwarzen Pyramidenstumpfes.

Die nächste Überraschung verbirgt sich im Pappkarton, denn darin befindet sich eine schwarze Kunststoffbox, in der sich letztendlich Mobiltelefon und Utensilien befinden. Sehr hübsch.

Der Lieferumfang ist HTC-typisch umfangreich: Mobiltelefon, Ersatzstift, Akku, Ladegerät, USB-Kabel (wird allerdings auch für das Ladekabel zwingend gebraucht), Headset mit USB-Anschluss, zwei Ohrendingsbums zum Schutz vor Ohrenkäse, einem Case für das Telefon, einige Displayschutzfolien, Kurzanleitungen, zwei CDs mit Handbücher und Windows-Mobile-Einleitung. Was durchaus noch sinnvoll gewesen wäre, wäre ein kleines Tüchlein gewesen, sowas findet sich bei praktisch jedem anderen Telefon.

Äußeres

Das Touch Pro kommt durchaus hochwertig daher, auf jeden Fall hochwertiger als frühere HTC- und QTek-Gerätschaften, die teilweise schon sehr an ihrem billigen Kunststoff litten. Bei den Touch-Geräten hat HTC endlich begriffen, dass die Kundschaft auch durchaus gern ein Telefon hätte, was auch nach einem halben Jahr einigermaßen nach Telefon aussieht und nicht nach 20 Jahre alter Fernbedienung.

Das “Chassis” scheint ein Metallrahmen zu sein, der Bildschirm und Bodengehäuse einrahmt. Rückseite ist ein nach oben aufschiebbarer Kunststoffdeckel, der fest sitzt und nicht fingerabdruckempfindlich ist. Die Vorderwand hat eine Kunststoffoberfläche, die nicht völlig glatt ist sondern sehr leicht angerauht, was für die Haptik der Touch-Steuerung gar nicht so dumm gewählt ist.

Sehr clever ist übrigens der obligatorische Stift, der wird nämlich nicht mehr nach oben, sondern nach unten herausgezogen. Und ebenfalls clever gelöst ist das Problem, dass so ein Stift herausfliegen könnte: Er wird mit einem kleinen Magneten festgehalten. Darauf wäre ich auch nach zehn Jahren Mobile Computing nicht gekommen und ich habe mich wirklich schon über Dutzende verlorengegangener Stifte geärgert. Der Stift ist allerdings etwas zu kurz geraten, um mit ihm länger gern zu arbeiten.

Das Besondere des HTC Touch Pro und das größte Unterscheidungsmerkmal gegenüber dem Touch Diamond ist freilich die Tastatur, die sich unter dem Bildschirm befindet und seitlich ausgeklappt wird. Beziehungsweise nach unten, wenn das Telefon um 90 Grad gegen den Uhrzeigersinn gedreht wird. “Ausklappen” ist dabei der falsche Begriff, man gleitet die Tastatur heraus bzw. den Bildschirm weg. Und auch “gleiten” ist nicht korrekt, denn es gilt beim Aufschieben einen Schwerpunkt zu überwinden und dann klackt die Tastatur aus, so satt übrigens wie der Bart eines Autoschlüssels, erstaunlich solide, leicht, elegant mit einer Hand und doch nicht mit der Gefahr, sowas versehentlich beim Telefonieren zu machen. Auch bei diesen Details hat HTC offensichtlich dazugelernt.

Die Druckpunkte der Tastatur sind ein Tick zu fest, die Tastatur selbst besteht aus einer Kunststoffmatte, die von hinten beleuchtet wird. Sieht nett aus, allerdings ist die Tastatur von der Größe her schon sehr grenzwertig. Grobmotoriker kommen hier keinesfalls mehr auf die Kosten und während ich mit meinem MDA Pro wirklich problemlos auch länger schreiben kann, wird das mit dem HTC Touch Pro schon durchaus ein Problem. Erfahrungen muss ich damit noch im Livetest sammeln, mit dem MDA Pro habe ich zumindest während Veranstaltungen ähnlich schnell und effektiv arbeiten können, wie mit einem Notizblock.

Das ist aber mit Sicherheit ein Tribut an die Größe, denn das Touch Pro ist bemerkenswert klein: Dafür, dass das Touch Pro eine Tastatur und eine berührungsempfindliche Oberfläche mitbringt, ist es ein Star in der Schar, und zwar egal in welcher Richtung (ja, das Telefon rechts oben ist ein DECT-Telefon).

Eine Auseinandersetzung mit dem Thema Software und Bedienung folgt im zweiten Teil.

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