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Zeitunfall auf N24.

12. Mai 2011 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MedienWelt

Da lief doch tatsächlich am 5. Mai im so genannten Nachrichtensender N24 in der damals laufenden Berichterstattung über die Tötung von Osama Bin Laden ein denkwürdige Geschichte ab. Moderator Mike Locher wollte offenbar in seiner Hintergrundberichterstattung über die Navy Seals sprechen und ließ das Signet der Truppe auf die Großbildleinwand einblenden. Nur dumm, dass es nicht das Signet der Navy Seals war:

Das “Maquis Special Operations Seals Team VI” hat zwar ein relativ ähnliches Signet, ist aber zur Gänze eine fiktive Truppe – aus der Fernsehserie Star Trek Voyager. Hätte, so stelle ich mir das sehr bildlich vor, der arme Praktikant, der mal eben im Internet nach einem passenden Signet suchen musste, eine Ahnung von Star Trek, wäre ihm der Phaser aufgefallen, auf dem der Adler im obigen Bildteil steht, und die drei Bat’leths, die im unteren Teil um den Totenkopf angeordnet sind.

Immerhin, so das Magazin Stern, nimmt man bei N24 den Vorfall angeblich mit Humor. Bei dem nachrichtensenderähnlichen Himmelfahrtskommando, das N24 und auch der RTL-Ableger n-tv in meinen Augen N24 darstellen, vermutlich das einzig wirklich sinnvolle. Don’t call it news – it’s a desaster.

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Deep Spaced Nine.

4. Januar 2011 | 7 Kommentare | Veröffentlicht in MovieWelt

Okay, für die sieben Staffeln von Star Trek – Deep Space Nine habe ich nun deutlich mehr als zwei Jahre gebraucht, um alle Folgen anzuschauen. Im Gegensatz zu The Next Generation, das ich in deutlich weniger als zwei Jahren geschnupft wurde, lag das vermutlich daran, dass ich zum Raumschiff Enterprise und seiner Crew und Geschichten eine deutlich engere Beziehung hatte und habe, als zur Raumstation Deep Space Nine. Alle die, die mit “Mutantenfilmen” (eine köstliche Umschreibung von Doris für Science-Fiction-Serien) nicht viel anfangen können, können diesen Blog-Artikel übrigens getrost überspringen. ;-)

Tatsächlich hat Deep Space Nine auch beim Fernsehpublikum einst ziemliche Anlaufschwierigkeiten gehabt. Selbst gestandene Trekkies konnten sich nur mit viel Mühe damit abfinden, dass die Basis nun eben nicht mehr ein Raumschiff ist, das hier und da in der Galaxie einschwebt und Dinge regelt, sondern eine Raumstation, die mehr oder weniger fest an einem Wurmloch positioniert ist. Viele Drehbücher der ersten Staffeln hätte man so daher auch für eine Serie einer Busbahnhof-Crew nehmen können, mehr oder weniger.

Das wurde im Laufe der Staffeln bessern, in dem die Geschichten erheblich düsterer wurden und man sich immer mehr daran traute, eine Gesetzmäßigkeit von TV-Serien zu brechen: Der Nichtkontinuität – alles darf in einer US-TV-Serie passieren, aber am Ende muss alles wieder so sein, wie vorher. Das wurde dann garniert mit erheblich mehr “Außeneinsätzen” mit der USS Defiant. Zwar kein Raumschiff der “Enterprise-Klasse”, aber immerhin ein Kahn, mit dem man mal außerhalb der Raumstation kommt und sich nicht ganz deplatziert fühlen muss. Man hat ja auch als Raumfahrer bestimmte Ansprüche.

Tatsächlich taute ich auch erst ab Staffel 5 wieder mehr auf und arbeitete mich durch die letzten drei Staffeln mit erheblich mehr Engagement durch. Am Ende wurden es dann aber doch eben mehr als zwei Jahre. Ja, damit muss man sich in der Szene der Trekkies und auch TV-Show-Seher mehr als schämen. ;-)

Aber: Durch! Die letzte Staffel hat mir mit den letzten Folgen, die allesamt miteinander geschickt verwebt waren, sehr gut gefallen und die letzte Doppelfolge hat nochmal alle Register in Sachen Story, Schauspieler und Special Effects gezogen. Und das Ende in Vics Bar war schon ein richtig emotionaler Moment, bei dem ich dann auch gehen kann. Ich breche da zwar nicht in Weinkrämpfen zusammen und muss danach den Boden wischen, aber so ein kleines Tränchen verdrückt man dann doch schon. Schön gemacht. Und aus dem Bonusmaterial war herauszuhören, dass genau diese Szene in der Bar, in der nochmal alle Schauspieler auftauchten und das Publikum aus Mitgliedern der Produktionscrew bestand, am Ende des Drehtages wohl auch für echte “Produktionstränen” sorgte. Auch schön, dass man Star Trek nicht nur spielt, sondern tatsächlich lebt. Nehme ich den Leuten vollkommen ab.

Als nächstes geht nun Star Trek Voyager bei mir an den Start. Hier fehlen mir zwar noch einzelne Boxen, aber die ersten vier Staffeln sind komplett. Und da Voyager mein absoluter Favorit im Star-Trek-Universum ist, dürfte es mit dem Durchschauen auch hoffentlich etwas schneller gehen…

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Twittere niemals deine Telefonnummer!

7. April 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in NetworkingWelt

LeVar Burton, besser bekannt als der schick bebrillte Schauspieler der Figur “Geordi LaForge” aus der Fernsehserie Star Trek – The Next Generation hatte vor einer Woche vermutlich ziemlich unruhige Stunden. Denn am 31. März setzte er über seinen Twitter-Stream eine Nachricht mit einer ominösen US-Telefonnummer ab. Ich habe mich noch gewundert und mir meinen Teil gedacht und offensichtlich war der Gedanken, den ich da hatte, gar nicht so falsch. Jedenfalls twitterte LeVar einige Stunden so eine Art S.O.S.:

Gut, könnte man vermutlich aushalten, wenn LeVar Burton nicht ganz so prominent im Twitter-Space wäre, wie er ist:

Bei 1,6 Millionen Follower reichen schon 0,1 Promille davon als Anrufer, um den Tag als gelaufen zu bezeichnen. ;-)

Die Nachricht schlug dann kurz darauf auch im MTV Movies Blog auf:

A minor Twit-pocalypse broke out yesterday when LeVar Burton accidentally posted his phone number to his account. It sounds like he had to get his number changed thanks to all of the incoming calls, but luckily for him, his old “Star Trek: The Next Generation” co-stars Wil Wheaton and Brent Spiner were around to lend moral support.
MTV Movies Blog

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Schiffe…

3. Januar 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in HumorWelt

Ich gebe unumwunden zu, dass ich gerade tatsächlich aufgestanden und zum Fernseher gelaufen bin, als ich im Internet gesehen habe, was gerade ab 17:05 Uhr im N24-Programm läuft:

N24 ist leider noch nicht soweit gewesen, es ging zwar auch um ein Schiff, aber nur um den Flugzeugträger, der infamerweise genauso heißt. Es wird Zeit, dass ich langsam die Deep-Space-Nine-DVDs durchschaue. Es fängt schon langsam an mit der Verschiebung der Realität.

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Star Trek in der Internet-Geschichte, Teil 3: Das World Wide Web.

27. Oktober 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in HistoryWelt

Hier nun Teil 3 der kleinen Artikelserie über den Einfluss von Star Trek auf die Internet-Geschichte (Teil 1, Teil 2), der sich vornehmlich mit Star Trek und dem World Wide Web beschäftigt, sowie im kurzen Anriss über virtuelle Welten.

Star Trek im World Wide Web

Auch im aufkommenden World Wide Web hissten in den ersten Jahren fast ausschließlich Fans die Star-Trek-Flaggen. Zwar hatten die Paramount Studios schon recht frühzeitig die einschlägigen Domain-Namen registriert, betrieben aber darunter lange Zeit nur sehr halbherzige Web-Angebote, weil man offensichtlich auch lange Zeit nicht so recht wusste, wie man sich von “offizieller” Seite dem Thema Internet und World Wide Web adäquat annähern sollte.

Das eigentliche Herz von Star Trek begann deshalb weitgehend auf privaten Websites zu schlagen, die aufopferungsvoll das Star-Trek-Universum mit Leben füllten und damit ironischerweise auch wieder genau das abbildeten, was Star Trek mit dem “Erforschen” und “Besiedeln” von anderen Welten symbolisierte. Anfang der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts entstanden unzählige private Homepages, zunächst auf universitären Webservern, später dann auch immer stärker auf den Homepage-Bereichen der aufkommenden Internet Service Provider.

Rückblickend betrachtet konnte Star Trek vermutlich nichts besseres passieren, als das World Wide Web. Kaum eine andere Fernsehserie brachte eine Fangemeinschaft dazu, sich derart facettenreich mit ihrem Hobby zu beschäftigen und das World Wide Web bot hier genau die richtigen Technologien. Fans, die den evolutionären Charakter von Star Trek liebten, konnten den Schwerpunkt ihres Hobbys mit diesen Themen in ihrer Homepage manifestieren, während Technikbegeisterte sich an technischem Krimskrams austoben konnten. Andere Begeisterte erstellten von Raumschiffen Zeichnungen, Grafiken und 3D-Modelle, die den Originalen teilweise in nichts nachstanden und bestehende Star-Trek-Clubs konnten durch das Web erheblich besser die “unendlichen Weiten” der Fangemeinschaft erreichen.

Die Macher von Star Trek erkannten das Potential glücklicherweise von Anfang an, vermutlich auch durch die Erfahrungen mit der eingefleischten Fangemeinschaft, die sich in Conventions und mit Fanmagazinen schon in der Vor-Internet-Ära organisiert hatten. Zwar gab es von Seiten der Produzenten weiterhin kaum “echte” Infos an die Community, allerdings wurden deren Aktivitäten im World Wide Web ausgesprochen großzügig geduldet, obwohl viele Fans mit Marken- und Warenzeichen des Franchise nicht sonderlich konform umgingen und letztendlich schon die einfache Abbildung einer nachgezeichneten Enterprise diskutable Copyright-Ansprüche auslösen hätte können.

Bei sehr großen Fanprojekten im Web einigten sich Paramount mit den Autoren der Homepage in der Regel auf die Einblendung der markenrechtlichen Hinweise zu Star Trek und den verwendeten Logos. Eine höchst lobenswerte Einigungsweise, die auch heute noch im Star-Trek-Umfeld gilt und gar nicht so recht in die heute fast schon üblich gewordene Art, zuerst einmal per Rechtsanwalt kostenpflichtig abzumahnen. Andererseits gibt es mit Star Trek vermutlich keine andere Serie, die sich ihrer Fangemeinschaft derartig verpflichtet fühlt.

Ein großes Problem aus Sicht der modernen Kulturwissenschaft ergibt sich schon heute eklatant: Die “Nachhaltigkeit” der Informationen im Web. Viele alte und vermeintlich unbedeutende Websites, die Privatleute schon vor über zehn Jahren erstellt haben, sind ohne Sicherung der Daten unrettbar verloren, wenn deren Account gelöscht wird oder der Provider den Dienst einstellt. Aus kulturhistorischer Sicht werden diese ersten Jahre vermutlich nur zu einem Teil für die Nachwelt dokumentiert sein. Gerade bei so einer vielschichtigen und phantasievollen Thematik wie der Science-Fiction sind das mitunter größere und bedauernswerte Verluste.

Star Trek im Web 2.0

Von den Ideen des Mitmach-Webs ist im Star-Trek-Universum vor allem die Kollaboration erfolgreich angekommen. Das umfangreichste und beste Beispiel ist hier das Wiki “Memory Alpha”, das im November 2003 von Harry Doddema und Dan Carlson eingerichtet wurde und mit über 30.000 Artikel in der englischen Version (Stand April 2009) die renommierteste Informationssammlung zu Star Trek darstellt und außerhalb der offiziellen Wikipedia zu den bestgepflegtesten Wikis zum Star-Trek-Universum gehört und auch in verschiedenen Sprachen gepflegt wird; die deutschssprachige Version hat derzeit über 16.000 Artikel.

Ebenso gibt es in den verschiedenen Social Networks eigene Gruppen, die sich mit Star Trek beschäftigen und Plattformen für Trekkies bieten. Da aber das “offizielle” Universum durch die Filme und Serien definiert wird, beschränken sich diese Gruppen weitgehend auf Fanbekundungen, dafür aber umso gewaltiger. In Facebook hat beispielsweise die Fan-Seite zu Star Trek: The Next Generation derzeit fast 75.000 Fans, die Seite zum aktuellen Star-Trek-Kinofilm gar über 320.000 Fans. Diese Seiten und Gruppen werden hauptsächlich als Informationsplattform genutzt, erreichen aber immerhin, dass eine Neuigkeit innerhalb kürzester Zeit an einen hochkonzentrierten Empfängerkreis weltweit verbreitet werden kann.

Star Trek in virtuellen Welten

An sich war es nur eine Frage der Zeit, bis Star Trek auch in virtuellen Welten ankommen würde, wobei bei Star Trek (ebenso wie bei Star Wars) die Ironie besteht, dass in einer virtuellen Welt eine bereits nur virtuell bestehende Welt dargestellt werden soll. Genau darin liegt jedoch praktisch die gleiche Faszination, die viele Trekkies auch dazu gebracht hat, ihr Hobby im Internet auszuleben: Unendliche Weiten.

Erstaunlicherweise ist Star Trek mit virtuellen Welten im Internet, die Schauplatz für Online-Rollenspiele sein sollen (so genannten Massively Multiplayer Online Roleplaying Games – MMORPG) ein gewaltiger Spätzünder. Während andere erfolgreiche MMORPG wie beispielsweise World of Warcraft (WoW) mit ihrer Fantasy-Umgebung schon seit Jahren erfolgreich sind, begibt sich Star Trek mit Star Trek Online offiziell erst im Jahr 2010 in eine eigene, “offizielle” virtuelle Welt. Es bleibt abzuwarten, ob diese Ambitionen auch von der Star-Trek-Community akzeptiert wird, vor allem im Hinblick darauf, dass es nach wie vor keine aktuellen Pläne für eine neue Fernsehserie gibt, es also an Nachschub von neuen Geschichten in der “realen virtuellen” Welt mangelt.

Star Trek in der Zukunft

Eine häufig dargelegte Meinung ist, dass Star Trek seiner Zeit im Internet voraus war. Die “Hochtechnisierung” von Star Trek begann zweifellos mit Star Trek Next Generation, das allerdings zwischen 1987 und 1994 zu einer Zeit, in der das Internet noch eine weitgehend akademische Angelegenheit war. Bei Deep Space Nine (1993 bis 1999) und Voyager (1995 bis 2001) war das schon deutlich besser, allerdings war die Vernetzung der Produzenten zu den Fans außerhalb des Internets weit stärker, als über das Internet. Zweifellos ist es aber so, dass Star Trek als Subkultur im Internet schon sehr frühzeitig ein Zuhause fand und sich über Jahre hinaus bis zum heutigen Tag erhalten und weiterentwickeln konnte.

Spannend wird es, wie sich Star Trek in dieser Hinsicht weiterentwickeln wird, gerade mit dem kommenden MMORPG Star Trek Online, der unendliche Weiten erschließen soll, die zwar offizieller Natur sein sollen, aber erstmals nicht im Fernsehen oder im Kino stattfinden werden.

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