Wechsel der Buchhaltungssoftware und Spaß haben.

Schon Mitte letzten Jahres hatte ich mich entschieden, zum Ende des Jahres die Buchhaltungssoftware zu wechseln. Bis dato nutzte ich Lexware BüroEasy. Beziehungsweise ärgerte mich darum herum. BüroEasy ist das, was früher einmal die deutsche Version von Intuit QuickBooks war und seit 1999 von Lexware vertrieben wird. Und in Sachen Grafik und Bedienung auch ungefähr da stehengeblieben ist.

Da ich buchhalten kann, wäre mir das eigentlich noch relativ egal gewesen, aber leider schleppte Büro Easy eine Reihe von Abstürzen mit sich und die Einbindung von OpenOffice zum Rechnungsausdruck ist bescheiden. Zum Support möchte ich gar nichts mehr schreiben und sagen – der hat eigentlich nur dafür gesorgt, im Dezember endgültig den Schlussstrich am 31. Dezember zu ziehen, den Wartungsvertrag zu kündigen und das neue Jahr mit einer neuen Software zu beginnen.

In meinem Fall ist das nun WISO MeinBüro Plus. Es ist zwar ebenfalls nicht das schnellste Programm auf dem Planeten und leidet etwas in der Auflösung der Ansicht, die mit HiDPI-Bildschirmen nichts anfangen kann, aber ansonsten gibt es rein gar nichts zu meckern, weil sich Leute offenkundig darüber Gedanken machen, eine Buchhaltungs- und Fakturasoftware für Menschen zu entwickeln, die auch lernfähig ist.

Nur ein Beispiel: Die Buchung von Bewirtungsbelegen ist etwas, die BüroEasy nicht automatisch kann. Man bucht also einen Bewirtungsbeleg und bucht als zweiten Vorgang manuell einen Buchungssatz zum Abzug der 30 % nicht abzugsfähigen Kosten. Vorlagen für diesen Standardbuchungssatz gibt es nicht, man muss sich das alles selbst anlesen und jedes Mal daran denken. In WISO MeinBüro gibst du den Beleg an und so bald „Bewirtungskosten“ ausgewählt wird, denkt die Software automatisch daran und bucht alles notwendige. Zwei Minuten geschenkte Zeit.

Und so geht es dann durch und durch, bis hin zur Rechnungserstellung. Obwohl ich lange Jahre ein Feind von Formulareditoren war und lieber mit einem Export auf Office meine Rechnungen machte, nutze ich den eingebauten Formulareditor liebend gern. Denn der funktioniert und hat von Anfang an ein vernünftiges Aussehen mit allen notwendigen Informationen. Allein hier spare ich mir jeden Monat mindestens eine halbe Stunde Zeit. Der Kontenabruf funktioniert ebenfalls und bei der Zuordnung schlägt WISO MeinBüro auch entsprechende Buchführungskonten vor. Kennt der BüroEasy-Kunde so auch nicht.

Hinter den Kulissen funktioniert WISO MeinBüro Plus mit einem richtigen, kleinen Datenbankserver und benutzt bei so Leuten, die so wie ich eine Einnahmen-Überschussrechnung machen müssen, einen vereinfachten Kontorahmen, der sich nach den Feldern des Formulars EÜR der Steuererklärung richtet. Das ist bei Lexware BüroEasy ein echtes Manko, denn dort bucht man auch als Kleinunternehmer mit einem Kontenrahmen für die doppelte Buchführung und hat da auch noch das Problem, dass eine Vielzahl von Konten gar nicht voreingerichtet sind und manuell eingerichtet werden müssen.

Unterm Strich kostet mich WISO MeinBüro Plus rund 40 Euro mehr im Jahr. Die zahle ich aber liebend gern, weil das Ding echte Zeitersparnis für mich bedeutet.

Banking für Fortgeschrittene: Subsembly Banking 4.

Bis zum Mai diesen Jahres habe ich für meine Online-Banking-Aktivitäten die Software Starmoney verwendet und die immerhin für viele Jahre seit der Version 3. In der Zwischenzeit ist Starmoney bei Version 9 angelangt und das einzig schöne daran ist, dass ich Starmoney nicht mehr benutzen muss. Im Laufe der Zeit wurde Starmoney immer größer, immer schwerfälliger, immer langsamer und das wirklich ätzende an Starmoney ist, dass zum Rendern unter Windows die Engine vom Internet Explorer verwendet wird. Der Spaßfaktor – sofern man beim Online-Banking von Spaß reden kann – hielt sich bei Starmoney in sehr engen Grenzen.

Mehr oder weniger durch Zufall stolperte ich im Mai daher auf eine Software namens Banking 4 vom Unternehmen Subsembly aus München. Banking 4 ist eine Bankingsoftware, die es für verschiedene Plattformen gibt, derzeit für Windows und als mobile Version für iOS und für Android. Und es fängt schon mal bei der Dateigröße an: Der Installer der Windows-Version ist gerade einmal 3,4 Megabyte groß (wohlgemerkt, das ist der komplette Installer, da wird nichts nachgeladen). Zum Vergleich: Der Installer von Starmoney 9 ist satte 175 Megabyte groß.

Mit 3,4 Megabyte kommt eine komplette Bankingsoftware daher, die sich in kürzester Zeit installieren und einrichten lässt. Spannend ist da vor allem ein Installationsdetail, denn die Software lässt sich unter Windows komplett autonom auf einen externen Datenträger installieren, zum Beispiel auf einen USB-Stick. Da ich immer wieder auf ein Notebook wechsle, ist mir das gerade beim Banking wichtig und ich habe mir bei Starmoney bisher dadurch beholfen, in dem ich die Datenbank, in der meine Konten gespeichert sind, auf einem USB-Stick hatte und Starmoney auf PC und Notebook installiert hatte. Eine Notlösung, denn so musste ich natürlich zwei Starmoney-Installationen pflegen. Subsembly Banking 4 installiert sich bei einer USB-Stick-Installation komplett in ein Verzeichnis auf denselbigen, mit allem Pipapo. Und braucht dort auch nur schlappe 6 Megabyte Speicherplatz. Quasi nichts.

Und auch plattformübergreifend funktioniert der Datenaustausch einwandfrei, denn die gespeicherte Benutzerdatenbank funktioniert so auch unter iOS und Android. Die Macher denken da vor allem an die Dropbox als externe Cloud, auf die die mobilen Banking-4-Apps auch zugreifen können. Kann man machen und ist mit einem hinreichend komplexen Passwort sicherlich auch nicht sehr problematisch, aber für mich nix. Selbst wenn man aber die Benutzerdatenbank von Hand geräteübergreifend verschiebt, funktioniert der Zugriff plattformübergreifend.

Beispiel: Meine normale Benutzerdatenbank für das Banking liegt auf dem USB-Stick. Würde ich jetzt eine Woche in Urlaub gehen, könnte ich diese Benutzerdatenbank einfach auf mein Android-Tablet verschieben und könnte auf diese Datenbank mit Banking 4A (die Android-Version von Banking 4) direkt auf diese Datenbank zugreifen können und hätte nach der Passworteingabe den gleichen Zugriff auf meine Konten, wie zu Hause am PC. Und wäre ich wieder zurück aus dem Urlaub, würde ich die Benutzerdatenbank einfach wieder zurück auf meinen USB-Stick schieben und dort weitermachen.

Banking 4 kennt die gängigen Banking-Standards HBCI, HBCI+ und FinTS und funktioniert daher mit den meisten Banken auf Anhieb. Für die meisten Banken ist daher die Bankleitzahl und die Zugangsdaten zum Online-Banking schon ausreichend, um das Konto erfolgreich anzulegen. Nach dem Start präsentiert sich eine kleine, sehr aufgeräumte Software, die sofort auf den ersten Blick sagt, wie es auf den Konten ausschaut. Da ich bei meinem Full-HD-Bildschirm Programme höchst selten auf Fenstergröße aufziehe, ist das Banking hübsch und klein und übersichtlich.

Mit was Banking 4 wirklich glänzt, ist Tempo. Das Programm ist sofort geöffnet, der Kontenrundruf in Sekunden erledigt, auf der Übersichtsseite bekommt man mit den aktuellen Salden und den letzten Vorfällen einen groben Überblick und dann ist das Ding auch schon wieder geschlossen. Klickt man auf ein Konto, springt es sich in die Kontenansicht, in der alle Vorfälle detailiert aufgelistet sind.

Von hier aus lassen sich natürlich auch Vorfälle starten, hier auch mit allem, was so üblich ist. Überweisungen, Überträge, Lastschriften sind allesamt schon SEPA-fähig und schnell vorgenommen, zudem gibt es bei wiederkehrenden Vorfällen die Möglichkeit, eine bereits vollzogene Kontenbewegung als Vorlage für einen weiteren Vorfall zu nehmen. In Sachen TAN funktionieren die meisten Verfahren wie Smart-TAN, Chip-TAN, Mobile-TAN und Photo-TAN.

Und selbst das Ausprobieren ist risikolos, denn die Windows-Version gibt es 30 Tage zum kostenlosen Testen, die Android- und iOS-Apps als kostenlose Starter-Version für ein Kreditinstitut. Die Windows-Vollversion schlägt mit 19,90 Euro zu Buche, die mobilen Apps mit je 4,99 Euro. Das ist für Banking-Software eher das untere Limit und in meinen Augen jeden Cent wert.

In Sachen Support kann ich ebenfalls nur Gutes berichten. Ich habe den Support zwei Mal per Mail in Anspruch genommen und hatte in beiden Fällen am gleichen Tag eine Antwort, die mir weiterhalf.

Kostenlose CD-Brennsoftware.

Zugegeben, ich brenne alle halbe Jahre mal eine CD oder DVD. Das Datenaustauschmedium meiner hauptsächlichen Wahl ist der USB-Stick und der gute alte File Transfer über das Internet, der Rest ist dann schnell erzählt. Noch viel schneller erzählt ist deshalb auch mein Unmut, wenn ich dann mal etwas brennen muss und mir die eingebaute CD-Brennfunktion von Windows Vista nicht reicht. Denn die kann zum Beispiel noch nicht mal auf eine bereits „angebrannte“ CD zusätzliche Daten hinzufügen.

Noch viel mehr Unmut kommt aus mir heraus, wenn ich mir so Sachen wie Nero anschaue. Toll, Nero kann CD brennen und dies und das, aber das Setup-Paket ist schon entsetzliche 370 Megabyte groß und eigentlich will ich doch nur eine CD brennen.

Nach etwas Herumirren im Web stieß ich auf eine Freeware namens CDBurnerXP, die, auch wenn es nicht so klingt, unter Windows Vista (und auch unter x64-Versionen) funktioniert. Und siehe da, das ist es. Der Installer 3 Megabyte groß, die fertige Installation rund 6,5 Megabyte (ohne die vielen Sprachdateien) und das Ding brennt genau so, wie ich mir das vorstelle: Daten-CD, Audio-CD, ISO-Image brennen, Medium kopieren oder Medium löschen. Und das alles in einer bedienbaren Benutzeroberfläche, die eigentlich für die meisten, normalen Einsatzzwecke vollkommen ausreicht und übersichtlich ist.

CDBurnerXP muss sich dabei gar nicht verstecken, denn es hat durchaus Dinge an Bord, die auch die großen Brüder haben: Alle gängigen Medien werden – sofern sie der Recorder mag – unterstützt, ebenso lassen sich alle gängigen Dateiformate nutzen (einschließlich bootfähigen Medien), einfache CD-Cover lassen sich bedrucken, ebenso wird Lightscribe unterstützt. Eine integrierte Update-Funktion sorgt dafür, dass sehr einfach geprüft werden kann, ob die jeweils neueste Version von CDBurnerXP installiert ist.

So, fertig, eine funktionierende CD-Brennsoftware. Kostenlos, selbst bei gewerblicher Nutzung und eine, sofern ich das hier bei meinem bescheidenen CD-Brennaufkommen zu Hause und im Büro beurteilen kann, zuverlässige Angelegenheit.