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Der Birthday-Burst 2013.

30. April 2013 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in NetworkingWelt

Nein, den diesjährigen Birthday-Burst, also eine Übersicht über die Wege der Gratulationen zu meinem Geburtstag am 16. April, habe ich nicht vergessen, sondern ein paar Tage vor mir hergeschoben. Einfach mal keine Lust gehabt. Dafür aber jetzt mal die diesjährige Übersicht mit den Tendenzen zum letzten Jahr:

  • 83 Glückwünsche via Facebook-Timeline. 8 mehr als letztes Jahr.
  • 4 Glückwünsche als Kommentare zu Facebook-Timeline-Posts.
  • 4 Glückwünsche per Facebook-Nachrichten & Messenger.
  • 6 Glückwünsche via Twitter. 6 weniger.
  • 10 Glückwünsche per Telefon. 2 mehr.
  • 10 Glückwünsche via Xing. Auch zwei mehr.
  • 4 Glückwünsche via E-Mail. 2 weniger.
  • 3 Glückwünsche via WhatsApp. 1 mehr.
  • 2 Glückwünsch per Geburtstagskarte via Briefpost. Ha, eine Karte mehr. :-)
  • 3 Glückwunsch via SMS. 2 mehr, die SMS kommt wieder!

Tendenz, klar: Facebook wird immer stärker und das scheint auf Kosten von Twitter und weiterhin der E-Mail zu gehen.

Und es sei auch dieses Mal wieder angemerkt: Ich bin ein lausiger Geburtstagsgratulant, weil ich es schlicht immer wieder vergesse und übersehe und schon große Mühen habe, die vielen Freunde außerhalb der Social-Media-Welt mit Gratulationen zu beglücken. Umso wichtiger war und ist es mir, wenigstens alle diejenigen, die mir gratulieren, ein persönliches Dankeschön zurückzuschreiben. Das dürfte mir weitgehend gelungen sein, mit wirklich sehr viel Tipperei.

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Der Birthday-Burst 2012.

19. April 2012 | 4 Kommentare | Veröffentlicht in NetworkingWelt

Auch in diesem Jahr habe ich die Tradition des “Birthday-Burst” weitergeführt, dem Aufzeichnen des Kommunikationssprungs an meinem Geburtstag vor drei Tagen. Zu Archivzwecken gibt es das Jahr 2010 und 2011. Es wird nicht weniger, sondern mehr, wenn auch nicht mehr mit ganz so großen Sprüngen, wie noch vor einigen Jahren. Kollege Oliver meinte dazu, dass das in dem Mitteljahren des Lebens so weiter geht und erst wieder gegen Ende des Lebens sprunghaft ansteigt, dann jedoch durch Anrufe und Besuche von Bürgermeistern und Sparkassenfilialleitern. Na, warten wir es einmal ab. ;-)

Dieses Jahr sieht es folgendermaßen aus:

  • 75 Glückwünsche via Facebook.
  • 12 Glückwünsche via Twitter.
  • 8 Glückwünsche per Telefon.
  • 8 Glückwünsche via Xing.
  • 5 Glückwünsche via E-Mail.
  • 2 Glückwünsche via WhatsApp.
  • 1 Glückwunsch via flickr.
  • 1 Glückwunsch per Geburtstagskarte via Briefpost.
  • 1 Glückwunsch via SMS. (Wieder dabei!)
  • 1 Glückwunsch via MMS.

Die nicht ganz ernstzunehmende Schnellanalyse: Facebook scheint sich zu manifestieren und auszubauen, Twitter bleibt genau gleich, ebenso weitgehend Telefon. Xing hat einen unerklärlichen Höhenflug, die E-Mail in kleinerem Maße auch. Und mit SMS und MMS sind auch nochmal zwei historische Dienste am Start. Was ich allerdings auch in diesem Jahr wieder vermisst habe: Glückwünsche via Telefax. Ist doch jetzt wirklich nicht schwer, die Faxnummer findet sich doch im Impressum!

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Obama 2012 – Augenzwinkernde Reaktion auf Wahlkampfattacken.

31. Dezember 2011 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in PolitikWelt
Kampagnenlogo Barack Obama 2012

Die Republikanische Partei hat noch gar nicht ihren Kandidaten gekürt und hat aktuell ziemliche Probleme damit, überhaupt messbare Kandidatenströmungen zu haben, da gehen schon die ersten Attacken los. Der Vater von Präsidentschaftskandidat Mitt Romney, Matt Romney, wurde von seinem Sohn schon mal mit einem der drögeren Wahlkampfschlager aus dem letzten Wahlkampf vorgeschickt, nämlich der an sich längst geklärten Frage, ob Barack Obama überhaupt in den USA geboren sei oder nicht.

Dass er das ist und dennoch die Frage im Wahlkampf thematisiert wird, hat das Obama-2012-Team von vorne herein einkalkuliert und den “Obama-Geburtsschein-Becher” kreiert, auf den mit einem Augenzwinkern in einem Google+-Posting verwiesen wird. Brillant!

Wenn das in der Wahlkampfqualität weitergehen würde, wäre es ein Kinderspiel, solche Angriffe aus dem gegnerischen Team zu pulverisieren, bevor sie überhaupt eine nachrichtenverwertbare Schlagkraft gewinnen würden. Aber natürlich wird es so nicht bleiben. Das hier war eher ein kleiner Jahresabschluss und ein kleines Sparring für das Obama-2012-Team.


Alle Teile meines Dossiers zu Obama 2012 unter dem Stichwort “Obama 2012″.

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Google+ und das Ausgesperrtsein von Google-Apps-Nutzern.

3. Juli 2011 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in Interna

Quasi stündlich trudeln in meinem Googlemail-Postfach Nachrichten darüber ein, dass ich bei irgendwelchen Leuten in ihrem Google+, dem neuen Social Network von Google, in ihre Kreise aufgenommen worden sei. Ich möchte kurz erklären, warum ich auf keine dieser Nachrichten reagiere:

Das Problem: Mein bisheriges Google-Konto ist eigentlich ein Auslaufmodell, weil ich seit einiger Zeit mein Hauptkonto innerhalb von Google Apps mit meiner eigenen Domain nutze. Und jetzt wird es etwas obskur: Für die Nutzung von Google+ braucht es den Dienst Google Profile, in dem der Kontoinhaber sein eigenes Profil erstellt und pflegt. Und genau dieses Google Profile gibt es immer noch nicht für Nutzer, die ein Google-Apps-Konto nutzen.

Das hat wohl inzwischen auch das Google-Apps-Team mitbekommen, das nach eigenen Aussagen schwer schuftet, Google Profiles auch für Apps-Nutzer anzubieten – übrigens eine Geschichte, die schon seit Februar 2010 (!) angekündigt wird. Und ironischerweise ist das Profiling ja eigentlich genau eine Killerfunktion innerhalb eines Netzwerkes. Google Profiles wäre also im Apps-Umfeld tatsächlich mehr als zu Hause – wenn es denn eben schon funktionieren würde.

So nutze ich also zur Zeit weder Google Profiles, noch Google+ und erstaunlicherweise ist bei mir körperlich und geistig immer noch alles in Ordnung. Es braucht mich also derzeit niemand einzuladen. So bald ich mit meinem Apps-Account Google+ nutzen kann, kümmere ich mich darum.

 

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Geld verprassen in Empire Avenue.

9. Juni 2011 | 4 Kommentare | Veröffentlicht in WebZweiNullWelt

Der ein oder andere Durchgeknallte, der mir auf Twitter und Facebook folgt – und ich leite an dieser Stelle schon mal vorsorglich ein, dass ich selbst an twitter-intensiven Tagen bei weitem nicht das an Zwitscher-Output erreich, wie einige andere Zeitgenossen – wird in den letzten Tagen mitbekommen habe, dass ich in Empire Avenue eingefallen bin, einem Social-Media-Web-2.0-Dingsbums, das eine ganz harte und direkte Tour fährt: Bewerten von Freunden und Followern mit virtuellem Zaster.

Was ist Empire Avenue?

Empire Avenue ist eine Art Wertpapierbörse, allerdings nicht für Unternehmen im herkömmlichen Sinne, sondern für Social-Media-Entitäten und solche, die sich dafür halten. Das können so Menschen sein wie du und ich, die mehr oder weniger regelmäßig über Twitter, Facebook, YouTube, flickr ihre Ergüsse ins Netz kippen, aber auch Unternehmen, die ebensolches tun. Wer gelesen wird (und ergo Reaktionen auslöst) wird als Autorität gegenüber Anderen empfunden, die weniger gelesen werden. So mal zum Grundprinzip.

Die Idee basiert auf zwei Säulen: Die “Influencer” und die “Investors”. Beide Säulen kann im Prinzip jeder Benutzer ausüben, “Influencer” ist man, wenn man mit Aktivitäten auf den angeschlossenen Social-Media-Diensten Twitter, Facebook, flickr, YouTube und in den hauseigenen Foren Aktivitäten erzeugt. Sprich: Twittert etc. “Investor” ist man, wenn man in Empire Avenue in den Kurs anderer Leute und Firmen investiert.

Beeinflusst wird der Kurs jeden Benutzers durch eine Mischung von beidem. Kauft jemand mit der hausinternen Währung “Eaves” meine Shares, steigt logischerweise mein Kurs, verkauft sie jemand, fällt er. Ich selbst beeinflusse meinen Kurs mit meinem Social-Media-Aktivitäten und natürlich auch mit meinem Handeln auf Empire Avenue als “Investor”, da ich auf diese Weise ja mein dortiges Vermögen, meinen “Wealth” beeinflusse.

Ganz zuletzt kann man mit seinen “Eaves” dann natürlich auch noch so richtig sinnlose Dinge anstellen, beispielsweise das Kaufen eines (selbstverständlich nur) virtuellen Hauses, Bootes oder Flugzeuges. Es bleibt also am Ende tatsächlich so, wie es immer ist: Von nichts kommt nichts.

Die richtige Strategie zum Kohlemachen?

Einfach auf die Kurse seiner bekannten Freunde zu setzen, ist weitgehend eine “sichere Bank”, allerdings herzlich unprickelnd und mitunter ein Verlustgeschäft. Das vor allem wegen der etwas langweiligen Logik – es passiert halt relativ wenig, wenn erst mal ein bestimmter Kurs erreicht ist. Die Tendenz bei den meisten etablierten Empire-Avenue-Benutzern ist daher entweder stagnierend oder leicht fallend. Hat man erst einmal dieses Phänomen entdeckt, tut man sich allerdings relativ schwer, mal eben die Shares seiner Freunde und Bekannten wieder verscherbeln zu müssen … der schnöde Mammon trifft Freundschaft. ;-)

Um richtig Kohle zu scheffeln, bleibt daher das Setzen auf IPOs, also das Beobachten der Neuankömmlinge und eine möglichst schnelle Investition in die Kandidaten, die mit einem wichtig ausschauenden Namen daherkommen oder gleich von Anfang an alle möglichen Dienste in ihrem Empire-Avenue-Account registrieren. Hier ist die Chance auf kurzfristigen Kursanstieg am größten, eine Verdoppelung oder gar Verdreifachung und mehr ist da in wenigen Stunden und Tagen durchaus drin. Der Zeitpunkt ist dabei wirklich ausschlaggebend, denn kommt ein Neuling hinein, kaufen sich die Profis teilweise innerhalb der ersten Sekunden und Minuten ein. Das registriert Empire Avenue natürlich und setzt dem Kauf solcher “Fast Movern” mitunter eine höhere Kommission vor – zahlt man normalerweise 5 % Kommission der virtuellen Währung, ist es bei Fast Movern dann 15 % oder gar 30 %. Das sind Abschläge die man mit einem hoffentlich danach stattfindenden Kursgewinn erst einmal wieder erwirtschaften muss (und oft nicht gelingt).

Und dann gelten natürlich die üblichen Strategien aus der klassischen Wertpapieranlage: Diversifizieren in möglichst viele “Branchen”, eine Mischung zwischen “sicheren Banken” und “aufstrebenden Verrückten” schaffen und bei all diesem Einkauf immer schön darauf achten, den Überblick im eigenen Portfolio nicht zu verlieren, die Kurse im Auge zu behalten und die Papiere der Kandidaten dann entsorgen, wenn deren Kurs stagniert oder gar abfällt.

Funktioniert Empire Avenue denn?

Sagen wir mal so: Redlich. Es ist für eine Maschine natürlich relativ schwer, Autorität im Sinne von “wird gelesen” sinnvoll messen zu können. Die Erfahrung zeigt, dass es sehr viele Publikationen gibt, die stark gelesen werden, aber selten Reaktionen der Leser auslösen. Hier mit festen Algorithmen zu kommen, ist eine echte Wissenschaft für sich und da sind schon alle großen Suchmaschinen mit Mannjahrhunderten am Werk. Dazu kommt, dass die Logik von Empire Avenue viel zu statisch daherkommt und auch gar nicht anders kann. Beispielsweise lassen sich ja auch Weblogs in das eigene Profil in Empire Avenue einbinden, aber das ist ein rein statischer Vorgang. Die Zahl der Leser, die Zahl der Kommentare, eventuelle Facebook-Likes und so weiter und so fort, das bleibt Empire Avenue verborgen. Rein nur die Zahl der veröffentlichten Blog-Artikel auszuwerten, das ist ein bisschen wenig.

Dazu kommt, dass die Basis an Benutzern in Empire Avenue verschwindend gering gegenüber anderen Social-Media-Plattformen sind. Es also relativ wenig Autoritäten gibt, an die man sich halten könnte. Ich komme bei meinen rund 1.000 Kontakten, die ich mal so Pi-mal-Daumen in allen mir gängigen Social-Media-Diensten am Start habe, in Empire gerade mal auf 30.

Mit echter Börse hat das alles allenfalls ansatzweise etwas zu tun. Bei meiner Investitionsstrategie, einfach mal in Neulinge kräftig zu investieren und zu schauen, was dann passiert, wäre ich im echten Leben vermutlich nach zwei Tagen pleite oder hätte zumindest einen dringenden Anruf meiner Hausbank in der Leitung.

Die Idee von Empire Avenue ist demnach recht cool und gewitzt, aber mehr als augenzwinkernd darf man sich das alles auch schon nicht mehr anschauen. Die Logik prellt schon aus architektonischen Gründen schwer und hat wenig mit der Wertpapierrealität draußen zu tun. Wer allerdings echte Wertpapiererfahrung mitbringt, hat seinen Heidenspaß dabei, endlich mal mit einer virtuellen Währung eine Anlagestrategie zu verfolgen, die man sich im echten Leben nicht leisten kann. ;-)

Mitmachen?

Hier geht es lang, das ist mein Invitation-Link: http://empireavenue.com/?t=hi4muums

Und wer dann eingeloggt ist, sucht nach “BESIM”. ;-)

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Empire Avenue Verification.

23. Mai 2011 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in Interna

{EAV_BLOG_VER:8364140f0b931c53}

(Für Insider: Ist der Verification-Code von Empire Avenue zur Prüfung, ob ich auch tatsächlich der Autor dieses bescheidenen Weblogs bin. Und wenn sich jemand bei Empire Avenue anmelden will, darf er diesen Link hier verwenden: http://empireavenue.com/?t=hi4muums. Mein Kürzel dort ist übrigens “BESIM”.)

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Der Birthday-Burst 2011.

17. April 2011 | 4 Kommentare | Veröffentlicht in NetworkingWelt

Der diesjährige Birthday-Burst, also mein selbst entwickelter Fachbegriff für die Lawine an Gratulationen und Glückwünschen am eigenen Geburtstag, hat sich an meinem gestrigen Geburtstag eindeutig zugunsten von Facebook verschoben. Wenn auch vermutlich deshalb, weil ich nicht mehr bei wer-kennt-wen.de dabei bin, andererseits viele Menschen, die einst dort dabei waren, inzwischen auch bei Facebook sind.

Wie auch immer – die diesjährige Statistik:

  • 61 Glückwünsche via Facebook.
  • 12 Glückwünsche via Twitter.
  • 9 Glückwünsche via Telefonanruf.
  • 2 Glückwünsche per Geburtstagskarte via Brief.
  • 1 Glückwunsch via Xing.
  • 1 Glückwunsch via E-Mail.
  • 1 Hausbesuch von Kollege Oliver.

Gar nicht mehr dabei als Glückwunschmedium war dieses Jahr die SMS. Eigentlich schade, ich mag die SMS, wenn sie nur nicht so verhältnismäßig teuer wäre. Aber das ist vermutlich das Ergebnis für ein an sich brauchbares Kommunikationsmedium, das allerdings in einer kleinen Nische mit anderen Konkurrenten zu kämpfen hat und viel zu stark kostenmäßig reglementiert ist.

Ansonsten: Herzlichen Dank euch allen! Ich habe mir vorgenommen, jedem Gratulant einzeln zu danken, was mir auch gelungen sein dürfte. Im übrigen eine wirklich harte, wenn auch schöne Arbeit. Und wenn einer meint, Social Networks würden zur Vereinsamung der Menschen führen: Ich habe bei keinem vorherigen Geburtstag so viele Glückwünsche empfangen dürfen. Das beantwortet diese Frage weitgehend.

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Das “Thomas-Gottschalk-Syndrom”.

24. Oktober 2010 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in Netzleben

Gleich zur Einleitung: Das “Thomas-Gottschalk-Syndrom” gibt es so mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit nicht wirklich, ich nenne das Phänomen jedoch so, weil Thomas Gottschalk als “echter” Prominenter genau das gleiche Problem in XXL hat und einer der wenigen Prominenten ist, die ich kenne (also glaube, zu kennen) und der am besten mit der Problematik umgeht.

Das One-to-Many-Theorem.

Fangen wir etwas mit Pseudowissenschaft aus meinem reichen Fundus an gesundem Halbwissen an, so wie sich das für Fernsehleute gehört, selbst wenn sie schon längst nicht mehr hinter der Kamera arbeiten. Das “One-to-Many”-Paradigma bezeichnet in der Kommunikation einen Kommunikationsweg, nämlich dem von einem Sender zu vielen Empfängern. So funktioniert von Hause aus beispielsweise der Rundfunk, bei dem man davon ausgeht, dass einige wenige Menschen das Programm erzeugen und es viele, normalerweise undefinierte Empfänger an den Empfangsgeräten gibt, die dieses Programm und die Nachricht empfangen können. Charakteristisch hierbei ist, dass man als Empfänger durchaus den Sender kennt, während der Sender in der Regel nur extrem wenig über seine Empfänger weiß, im Normalfall (wir lassen mal Pay-TV aus der Sicht weg) noch nicht mal die genaue Zahl der Empfänger.

Während es dem einfachen Techniker in einem Rundfunkbetrieb weitgehend egal sein kann, dass die Empfänger seiner Arbeitgebers ihn nicht kennen, ist es bei Prominenten schon ein ganzes Stück komplizierter. Prominente kämpfen grundsätzlich immer mir dem Phänomen, dass viele Menschen sie kennen, sie selbst aber normalerweise einen genauso großen Kreis an “echten” Bekannten haben, wie jeder andere Mensch auch. Ich unterteile das mal in einer kleinen, höchst subjektiven Matrix:

Normaler Mensch Prominenter
Engster Kreis der Familie normal normal
Freunde normal normal
Erweiterter Bekanntenkreis (Freund vom Freund) normal riesig
Wird von vielen einseitig gekannt wenig gewaltig

Der Umstand, dass ein Prominenter von extrem vielen Menschen gekannt wird, es umgekehrt aber beileibe nicht so ist, ist für viele Prominente übrigens ein richtiges Problem, das man beim Fernsehen sehr schön beobachten kann, wenn man die Zeit dazu hat. Sehr viele Moderatoren schaffen es in den Kantinen von Rundfunkanstalten nur mit größten Schwierigkeiten, an den Reihen von Besuchergruppen vorbeizugehen – nicht deshalb, weil sie sich sofort in die Gruppe stürzen, sondern weil sie gar nicht so die “Entertainer”-Naturen sind und eher verschlossene Typen. Ich würde gern einige Namen nenne, es gehört aber zum ungeschriebenen Ehrenkodex des Fernsehbetriebes (auch wenn man da nicht mehr dabei ist), keine Namen in der Öffentlichkeit zu nennen. Warum man das nicht macht, dazu komme ich gleich.

Der Umgang mit dem One-to-Many.

Als Prominenter hat man grundsätzlich zwei Möglichkeiten, mit dem Prominentenstatus umzugehen: Du kapselst dich ab und nimmst in Kauf, dass du deine Bewunderer im Nahkampf unter Umständen sehr verstörst oder zu akzeptierst es, dass du deinen Prominentenstatus nicht einfach abgeben kannst wie einen alten Anzug und damit umgehen musst.

Ersteres ist eine relativ einfach zu bewerkstelligende Sache, bewirkt jedoch teilweise richtig dramatische Szenen. Beispiel:

Ich war mal in einem Drehteam für eine Kindersendung mit einem prominenten Moderator, den nun wirklich jedes Kind kennt, teilweise sogar junge Erwachsene. Ein Idol. Und dieses Idol, das auch im Privatleben so herumlief, wie man es im Fernsehen kennt, hatte zwei fundamentale Probleme: Eigentlich mochte er keine Kinder und er rauchte wie ein Schlot. Das führte bei unserem Dreh zu einer höchst unangenehmen Situation, bei dem wir vor einer Schule drehten, der Moderator in einer Drehpause vor sich hinqualmte und sarkastisch auf Fragen von Kindern antwortete. Okay, zugegeben, der Drehtag war lange, es wurde mit Kindern gedreht (was immer deutlich stressiger ist), der Moderator nicht mehr sehr gut gelaunt und alle waren hungrig. Bei Kindern muss man da natürlich auch beachten, dass sie eine deutlich geringere Kontakthemmnis zu Prominenten haben, als Erwachsene.

Jedenfalls führte diese Situation, bei der dann am Ende einige verstörte Kinder zurückblieben, die das natürlich ihrer Lehrerin erzählten und die wiederum ihrem Chef, dazu, dass am nächsten Tag der Rektor den Aufnahmeleiter zum Rapport bestellte und ihm mitteilte, dass der Moderator ab sofort nicht mehr vor den Schülern rauchen dürfe und sich “prominenter” zu verhalten habe, ansonsten würde er die Drehgenehmigung zurückziehen. Sicherlich überzogen, allerdings alles aufgeschaukelt dadurch, dass ein Prominenter eben mit seinem Prominentenstatus nicht umgehen konnte. Solche Missverständnisse führen nicht selten dazu, dass Drehtermine flöten gehen und sogar ganze Engagements ins Wasser fallen, wenn das Drehteam damit nicht umgehen kann.

Thomas Gottschalk ist so eine Art Prominenter, der tatsächlich ständig “auf Sendung” sein kann. Ich bewundere den Mann nicht für seine eigentliche Moderationsleistung, sondern eher dafür, dass er zu jeder Zeit und zu jeder Gelegenheit weiß, wie er Menschen einfangen kann, selbst wenn er eigentlich gar keine so rechte Lust hat, in irgendeinem stinkenden Loch von Gastwirtschaft plötzlich einer vorbeikommenden Truppe von Rentnern auf Heizdeckentour Autogramme geben zu müssen. Man kann auch da das Gesicht wahren und zwar sein eigenes und das der Menschen, die dem Phänomen verfallen, dass der Prominente, den sie ja schon seit Jahren so gut kennen, sie eigentlich ja gar nicht kennt und sie eigentlich auch gar nicht kennen will, aber trotzdem auf das Spiel eingeht. Das ist oftmals eine rein nervige Veranstaltung, die, wenn man am Drehort mit solchen Phänomenen zu kämpfen hat, von guten Aufnahmeleitern in die Planung von Drehterminen eingerechnet wird, aber Gottschalk ist so einer, der weiß, wie es geht und er auch weiß, wie man selbst aus solchen spaßfreien Dingen noch Input und Motivation ziehen kann.

Ein Stückweit zählt das durchaus durchweg nette Einkommen von Moderatoren und Prominenten daher auch als Schmerzensgeld dafür, dass man als Prominenter das Recht auf Privatsphäre zwar immer noch gesetzlich verbrieft in der Tasche hat, die Realität jedoch ganz anders aussieht und das ohne wirkliche Kompensation. Würde Thomas Gottschalk den Rentnern kein Autogramm geben, würden sie zwar vermutlich dumm aus der Wäsche gucken, aber dann doch wieder “Wetten dass” anschauen. Weil er doch eben so ein netter Kerl ist und für viele Menschen eben der “Thomas”, obwohl der gute Thomas immerhin schon 60 Jahre alt ist.

Das Internet und das Thomas-Gottschalk-Syndrom.

Als normaler Mensch einen Prominentenstatus zu ergattern, ist eine relativ übersichtliche Angelegenheit. Man muss schon sehr laut sein oder eine mächtig wirkende Besonderheit herumtragen, dass man in die Verlegenheit kommt, Autogramme schreiben oder von wildfremden Menschen angesprochen zu werden. In einem erweiterten Bekanntenkreis, also bei den “Freunden von den Freunden” kann es schon durchaus mal passieren, dass man angesprochen wird in der Form “Hey, ich hab viel von dir gehört!”, aber das sind schon Seltenheiten.

Im Internet sieht das anders aus und das erstaunlicherweise deshalb, weil es im Internet in der Online-Kommunikation per se hemdsärmeliger miteinander umgegangen wird. Das unkonventionelle “Du” ist in Foren sehr weit verbreitet und da – meine Theorie – die Lektüre von Foren, Mails und Chats ein großes Stück intensiver vonstatten geht, als ein möglicherweise seichtes “echtes” Gespräch über das Wetter am Rande einer Veranstaltung, kennt man online erheblich schneller erheblich mehr Menschen. Je freundlicher/origineller/fachkundiger/verrückter man online ist, desto eher.

So lange dieser Prominentenstatus online bleibt, ist das alles kein sonderlich großes Problem. In den Social Networks, in denen ich mit teilnehme, kenne ich insgesamt, so pi mal Daumen aus der Hüfte geschossen, etwa 500 Menschen vom Namen her. Mich wiederum kennen, wiederum pi mal Daumen – viel mehr Leute. Ich kann es nicht beziffern, weil es völlig unmöglich ist.

Allein Twitter ist schon so ein Beispiel: Bei 480 Lesern, die meinen Twitter-Stream verfolgen, lese ich nur 160 andere Twitter-Schreiber mit und davon sind viele noch nicht mal meine Leser. Ich kenne also tatsächlich nur ganz wenige der Leute, die mich auf Twitter lesen. Noch haariger wird es mit diesem Weblog hier, bei dem ich nur weiß, dass ich am Tag normalerweise 300 bis 500 Besucher habe. Und wenn man dann völlig abfahren möchte, schaue ich mir meine “Usenet-Karriere” mit über 5.000 Artikeln an, die ich von 1997 bis 2010 verfasst habe und letztendlich noch heute durchsuchbar sind.

Ergo: Viele von den “Hardcore-Onlinern” haben schon längst den “Normal-Status” verlassen und bewegen sich auf Gefilden von Prominenten, wie auch immer das definiert ist. Sicherlich gibt es einige herausragende Onliner wie Mario Sixtus, unseren Gockel mit dem Schnauzbart und viele andere. Allerdings gibt es im Internet von Hause aus viel mehr Sender, die sich meist einzig und allein nur durch eine mehr oder weniger schmalere Komplexität oder Anzahl ihrer Äußerungen unterscheiden.

So richtig bewusst geworden ist mir das Thomas-Gottschalk-Syndrom erst vor einigen Wochen, nämlich auf dem BarCamp Stuttgart. Ich glaube, Henning Schürig wird es mir nicht übelnehmen, dass ich jetzt hier erzähle, dass ich ihn nicht sofort erkannt habe, als er mich aus einem Pulk heraus ansprach und er sich vorstellte. Ich muss zugeben, ich wusste zu diesem Zeitpunkt nicht, wer Henning eigentlich war. Ich brachte das Gesicht nicht zu einem Namen und, noch viel fataler, den Namen noch nicht mal aufgelöst. Null Ahnung, No Name. Ich musste tatsächlich später nach seinem Namen googlen, um zu merken, dass er im Vorstand der Grünen in Baden-Württemberg ist, er mir in Twitter folgt und er zwei Dutzend meiner Freunde in Facebook kennt. Ich kannte Henning schon zu diesem Moment, aber habe Namen und Kopf nicht zur Deckung bringen können. Da Henning ein guter Menschenkenner ist, hat er meine anfängliche Verwirrung und mein nicht wirklich sehr gut inszeniertes Minenspiel sicherlich registriert, sich aber nicht anmerken lassen. :-)

Und tatsächlich helfen inzwischen noch nicht mal mehr die berüchtigten Namens-Badges mehr, denn oft genug kennt man die Namen seiner Twitter-Follower gar nicht beziehungsweise hat gar keine Übersicht mehr, wer einem da folgt. Wer jetzt mit Ignoranz so eine Situation aufzulösen versucht oder mit einem “Kennen wir uns? Wer sind Sie überhaupt? Was bilden Sie sich überhaupt ein?” kommt, hat unrettbar verloren.

Genau das ist das Thomas-Gottschalk-Syndrom.

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Neueste Masche zum Traffic-Generierung in Facebook: Gruppen-Napping.

8. Mai 2010 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in NetworkingWelt

Facebook-Nutzer sind bisweilen so doof, dass selbst die billigste Art von Spam offensichtlich so gut funktioniert, dass niemand das Problem meldet und sich hunderttausende finden, die darauf hereinfallen. Die Masche ist dabei so einfach, dass es schon erstaunt:

Man nehme eine Kunstfigur, beispielsweise Homer Simpson. Man baue eine Facebook-Gruppe, lade dort als Gruppenbild ein Foto von Homer Simpson hoch und erzeuge eine Seite in dieser Gruppe. Diese Seite beinhaltet eine Vorschauseite, die sagt, dass man nach dem Beitritt dieser Gruppe die Möglichkeit habe, zu sehen, wie Homer Simpson “in echt” aussehe. Nachdem man dann der Gruppe beigetreten ist, wird auf eine weitere Facebook-Seite weitergeleitet, die einen Link enthält. Ein Klick darauf führt auf eine Website außerhalb von Facebook – vermutlich vom Gruppeninhaber – auf der dann ein mehr oder weniger lustiges Bild ist, auf dem Homer Simpson mit menschlichen Zügen gemalt ist.

Der Clou hierbei: Diese Website ist verseucht von Werbebannern und lässt alle möglichen Fenster aufpoppen. Prinzipiell wäre es auch kein Problem, mit diesem Trick gleich mal alle gängigen Sicherheitslöcher auszuprobieren und ggf. den Rechner des Besuchers zu befallen.

Das überaus interessante Moment dieser Aktion: Solche Gruppen haben gern mal fünf- bis sechsstellige Fan-Zahlen und deren Bekanntheit verbreitet sich epidemieartig, da standardmäßig ein Gruppenbeitritt einer Person allen seinen Facebook-Freunden in deren Timeline gemeldet wird.

Das alte Motto, dass man auch aus Scheiße Geld machen kann, trifft es hier auf den Kopf.

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Was ist eigentlich … Google Buzz?

11. Februar 2010 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in WebZweiNullWelt

Meine erste Reaktion auf die Ankündigung von Google Buzz war: “Das hat jetzt kommen müssen.” Gut, die meisten Leser meines Blogs sind es gewohnt, dass ich eher launisch auf Hypes reagiere, aber Google Buzz ist so eine typische Sache, wie sie immer Microsoft macht – einem Hype hoffnungslos hinterherlaufen und dann ein Wettbewerbsprodukt auflegen, das von Anfang an nichts ganzes und nichts halbes ist. Was aber ist Google Buzz? Am ehesten vergleichbar ist das Ding, das gestern mit eher mäßigem Tamtam vorgestellt wurde, mit FriendFeed.

FriendFeed ist einer der älteren Web-2.0-Dienste und hat es nie so richtig aus dem Windschatten von Twitter und Facebook geschafft, obwohl es eigentlich gar nicht dumm ist. Ursprünglich war FriendFeed dazu gedacht, seinen Freundeskreis über die eigenen Aktivitäten in der Web-2.0-Sphäre auf Empfang zu halten. Dazu kann man in FriendFeed zu vielen Diensten Verbindungen einrichten und sich so bequem die Aktivitäten bei den verbundenen Diensten zum FriendFeed-Account pushen lassen. Und selbst wenn ein Dienst keine Schnittstelle zu FriendFeed bietet, gibt es immer noch die hübsche Möglichkeit, einfach den RSS-Feed (falls wenigstens das vorhanden ist) einzubinden. Facebook ist ideell gesehen eine Fortführung der FriendFeed-Idee, wenn auch erheblich unübersichtlicher und vor allem alberner. (Ja, ich komme über den App-Wahnsinn von Facebook einfach nicht hinweg.)

Doch zurück zu Google Buzz. Vom Prinzip her ist Google Buzz ein leicht aufgebohrtes Twitter. “Aufgebohrt” deshalb, weil es von Anfang an eine Unterstützung für die Geo-Position des Autors mitbringt, Kommentierungen von Nachrichten unterstützt, multimediale Inhalte in Nachrichten integrieren lässt, sich mit einigen anderen Diensten verbinden kann und vor allem in Google Mail integriert ist. Also im Prinzip ist Google Buzz von Anfang an das, was Twitter erst nach Jahren (und mit Zuhilfenahme anderer Dienste) war und Facebook weitgehend schon heute ist, exklusive dem App-Wahn von letzterem. Ach ja, und Google Buzz lässt sich schön über mobile Webbrowser auf Smartphones bedienen.

Das war’s dann eigentlich auch schon. Google Buzz ist tatsächlich nicht viel mehr als Twitter und eine spaßfreie Industrie-Ausgabe von Facebook, eingebettet in Google Mail und auch eher verankert im Paradigma eines E-Mail-Clients. Das kann man nützlich finden, wohl kaum schön, auch nicht wirklich innovativ, aber es ist eben Google. Und wenn Google das macht, dann skaliert es, hat von Anfang an wenigstens nachvollziehbare Datenschutzregeln, eine eigene Smartphone-Plattform, eine bereits etablierte User-Basis. Und: Google ist schon hochprofitabel.

Google Buzz ist nicht schön, könnte aber funktionieren und das vor allem deshalb, weil Twitter und Facebook es bis heute nicht wirklich geschafft haben, ihre Marktführerschaft sinnvoll zu monetarisieren und ihren Usern teilweise mit erstaunlicher Hartnäckigkeit und Chuzpe auf den Senkel gehen. Schön ist allerdings was anderes und Google hat sich mit dem spartanischen Aussehen von Google Buzz sicherlich keinen Gefallen getan. Social Networking muss anders daherkommen, als eine Suchmaschine. Und beim Namen hätte man auch etwas kreativer sein können.

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