Neuartige Platzkonzepte im Autobau?

Ich finde es immer wieder witzig, wenn Autohersteller mit „neuartigen Platzkonzepten“ daherkommen, wenn sie ein eigenes Microauto vorstellen. So macht es gerade Toyota mit seinem doch ganz schnuckelig aussehenden iQ, der vier Personen Platz bieten soll.

Bei „neuartigen Platzkonzepten“ ist das fundamentale Geheimnis, ein paar Dinge nie gleichzeitig anzupreisen. So hat der Toyota iQ tatsächlich Platz für vier Menschen, dann allerdings darf niemand Gepäck dabeihaben. Und zwar wirklich kein Gepäck, denn mit ausgeklappter Rückbank ist der Kofferraum eher ein Kofferschlitz. Solche Fotos sieht man dann natürlich eher nicht in den bunten Prospekten.

Den Trick hat auch der Autohersteller smart mit dem ForFour auch mal probiert und das ist immerhin derjenige, der mit dem „echten“ smart einmal das genaue Gegenteil propagiert hat: Da habt ihr, liebe Käufer, ein kleines Auto mit nur zwei Sitzen und wenigstens einem halbwegs brauchbaren Kofferraum, denn ihr braucht nicht wirklich andauernd eine Rückbank, wenn ihr sie die meiste Zeit nur spazierenfahrt.

Und damit hatten sie bei vielen Autofahrern vollkommen Recht, denn in sieben Jahren Zweisitzer-smart-fahren habe ich maximal eine Handvoll Male ein größeres Auto gebraucht. Sicherlich sieht das bei einer vierköpfigen Familie alles dann schon wieder ganz anders aus, wobei sich an sich auch dann dort die Frage stellt, wieso man zwei Mal ein Auto mit Rückbank braucht, wenn Vati eigentlich immer nur allein ins Büro rauscht. Sicherlich muss man immer irgendwo irgendwelche alten Zöpfe abschneiden, aber es geht definitiv nicht, wenn man als Autohersteller vier Zöpfe empfiehlt und zu wenig Platz hat. Auch das hätte man von smart und seinem ForFour-Flop eigentlich lernen können.

Ein smart-Testbericht.

Blog-Kollege Göks ist eigentlich stadtbekannt durch seinen SLK und seine frühere Leidenschaft für den Audi A3, unschwer zu erkennen für sein massives Engagement bei den A3-Freunden.

Umso erstaunter war ich, als Göks vor einigen Monaten zu seinem schwarzen SLK einen smart kaufte. Grundsätzlich nicht daneben, ich bin ja bis Mitte letzten Jahres selbst einen smart sieben Jahre lang gefahren und habe mit meinem kleinen Plastikbomber weitgehend nur nette Erfahrungen gemacht. Göks kommt in seinem Notartikel neuesten Blogposting zu einem ähnlichen Ergebnis und aus seinem berufenen Autofahrermund klingt das wirklich bemerkenswert. 🙂