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Was war eigentlich gleich nochmal Second Life?

11. April 2011 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in Chat & Messaging

Erinnert sich der geneigte Leser noch an Second Life? Damals, so um das Jahr 2007 herum, war das mal der absolute Hype. Second Life, die virtuelle 3D-Welt, war irgendetwas zwischen einem inzwischen 8 Jahre alten Dienst, der quasi jeden Rechner als unterdimensioniert ansah und einen völlig unbedienbaren Client mitbrachte, mit dem man sich im Cyberspace nicht wirklich bewegte, sondern herumstakste. Meine Anmeldung datiert vom 30. Oktober 2007 und ich kann mich sehr gut erinnern, dass meine damalige Second-Life-Experimentierphase am 2. November 2007 auch schon wieder endete. Mein damaliger Rechner war schlicht nicht brauchbar und irgendwie war auch kaum mehr mit Second Life anzufangen, als andauernd von anderen Avataren zu hören, wie schön doch das Fliegen sei.

Heute habe ich mal aus lauter Neugier einen zweiten Anlauf getan. Und einen Unterschied gibt es: Die Testphase endete nicht 2 Tage später, sondern 2 Stunden – Second Life ist, so weit ich das beurteilen kann, tot. Weit toter als beispielsweise PlayStation Home, die virtuelle Welt auf der PS3, die zwar nicht gänzlich tot ist, sich aber an Gehirntote richtet.

Immerhin, der Second-Life-Client ist mit seinen 24,5 Megabyte immer noch verhältnismäßig schlank und nach dem Start findet man sich in einem deutlich benutzerfreundlichen Modus wieder. Eine vorherige Ausbildung als 3D-Objektentwickler ist also nicht mehr unbedingt erforderlich. Das Laufen ist also ganz einfach möglich, mit Maus und Pfeiltasten. Nur: Wohin laufen? Eigentlich gibt es nichts mehr, wohin man hinlaufen wollte.

Mit den “Destinations” hat man offensichtlich einen weiteren Makel behoben, nämlich die Frage, wohin man eigentlich nach dem Start auf der Anfängerinsel hingehen möchte. Science-Fiction-Welten gibt es, “reale” Welten, die mehr oder weniger realen Orten nachempfunden sind und so weiter und so fort. In viele Destinationen kann man sogar gehen (einige funktionieren schlicht nicht), allerdings findet man sich in den meisten gänzlich allein. Der Besuch im virtuellen Köln war eine recht spaßfreie Geschichte, denn neben dem Hintergrundgedödel von Eins Live und der Möglichkeit, am virtuellen Kölsch-Fass gemütlich ein Glas einzustecken, ist man dort allein. Eine weitere Person fand sich auf dem Gelände und der Mensch, der mutmaßlich zu diesem Avatar gehört, war entweder am schlafen oder tot, denn nichts tat sich.

Hat sich das Thema Second Life erledigt? Wollen wir gar nicht in den “3D-Cyberspace” gehen? Wo sind die ganzen Experimentierflächen diverser Unternehmen, Parteien, Prediger geblieben?

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Red Bull Air Race in PlayStation Home.

24. Januar 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in GamingWelt

Eine Sache lernt man in virtuellen Multi-User-Welten sehr schnell: Glaube nichts, was andere dort sagen. Das ist allerdings doppelt blöd, denn viele Dinge sind in PlayStation Home einfach nicht dokumentiert. Wie kommt man beispielsweise zu einem Bowling-Spiel? (Herumstehen und warten, bis ein neues Spiel beginnt und dazu eingeladen wird.)

Quasi in bester Tradition kommt da auch die Red-Bull-Air-Race-Welt daher. Nichts dokumentiert, es gibt einen Getränkestand, auf der nicht mal eine virtuelle Dose steht oder irgendwelches Werbe-Blabla. Nichts. Rechts vom virtuellen Eingang stehen drei Flugzeuge hinter einem Zaun und das war es dann vermeintlich auch schon. Auf den ersten Blick gibt es nichts zum Fliegen. Allerdings auf den zweiten Blick und da muss man dann schon etwas schauen.

Steht man nämlich vor dem Zaun der Flugzeuge und schaut in deren Richtung erscheint irgendwann nach kurzer Zeit unten in einer blauen Box eine Meldung “RED BULL AIR RACE”, den man mit der X-Taste bestätigen kann. Und dann ist man urplötzlich im Rennmodus, darf sich eines der drei Flugzeuge aussuchen und ist schon in der Luft. Gelenkt wird mit dem linken Steuerstick und muss an den Pylonen vorbeifliegen, die jeweils markiert sind – eine grüne Markierung für das jeweils nächste Tor, die restlichen sind rot. Auf der Wasseroberfläche ist während des Fluges eine Markierung, die zum jeweils nächsten Tor verweist.

Spezialitäten sind Tore, die links und rechts mit Pylonen markiert sind und die hochkant durchflogen werden müssen. Hierzu dienen die Schultertasten R1 bzw. L1. Wichtig dabei ist, dass man “richtig” hochkant durchfliegt, also links oder rechts. Aber das sieht der Pilot dann schon, im übrigen ist mit einer Markierung angegeben, wie das Flugzeug durchzufliegen hat. Verpasste Tore kosten übrigens Zeit.

Freilich hat der Red Bull Air Race praktisch gar nichts mit der echten Flugserie zu tun, die beispielsweise im Microsoft Flight Simulator X simuliert werden kann. Im Gegensatz dazu ist die PS3-Version ein Sonntagsausflug. Was es auch nicht gibt, ist ein Highscore zum Messen mit anderen, aber dass es an solchen profanen Dingen in PlayStation Home fehlt, hat man spätestens beim Bowling oder Billard gelernt.

[Update: Weil ich mich wunderte, wie man Rundenzeiten von unter einer Minute schaffen kann: Der rechte Steuerstick ist für die Geschwindigkeit zuständig - wird dieser nach vorne geschoben, nimmt die Kiste an Geschwindigkeit zu.]

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PlayStation Home Content-Update.

8. Januar 2009 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in GamingWelt

Wie immer unter Vorbehalt, da das wieder im US-PlayStation-Blog erscheint, das für gewöhnlich besser informiert ist: Der Plörrenhersteller Red Bull bekommt in PlayStation Home seine eigene Welt in Form einer Insel, auf der der geneigte Benutzer nun nicht mehr nur stupide herumrennen darf, sondern offenbar auch einen Red-Bull-Racer fliegen, wenn man den Screenshots glauben darf.

Ob das ein besonderer Spass- oder eher ein Frustfaktor wird, bleibt abzuwarten, denn die Air-Racer sind, zumindest im Microsoft Flight Simulator 10, teuflich schwer zu fliegen, geschweige denn, dass man im Zustand des Beherrschens auch noch die Tore erfolgreich anfliegen soll.

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Frohe Weihnachten und so!

24. Dezember 2008 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in WebZweiNullWelt

Heute ist blog-technisch vermutlich einer der schwächsten Tage im Jahr, jedenfalls bloggt heute niemand, außer Oli in enz.info. Vermutlich sitzen auch kaum Leute im Büro und starren in die Landschaft hinaus, denn es hat heute noch niemand (!) angerufen. Und ich habe auch nicht eine einzige E-Mail im dienstlichen Postfach (mal abgesehen vom Spam). Keine Anrufe, keine klingelnden Paketboten, keine E-Mails – es könnte einem Angst und Bange werden, wenn nicht gerade Weihnachten ist. :-)

Der Tag hat schon unrühmlich begonnen, als ich heute Morgen um 0:20 Uhr im Bowlen in PlayStation Home wunderbar in einem Spiel gegen drei nette Franzosen in Führung lag, bis sich der PlayStation-Home-Client aufgehängt hat und das Problem nur durch einen Konsolen-Reset behoben werden konnte. “This is living“, nicht?

Der Heise-Verlag hat heute auch die Spendierhosen an und spendet zwei Science-Fiction-Kurzgeschichten mit den Titel “Glas” und “Das ferne Dröhnen der Motoren“. Vielleicht ganz nett für Anfänger der Materie, ich finde die Geschichten eher mager.

Ansonsten staune ich seit einigen Tagen auch über den im Internet immer besser anlaufenden Wahlkampf von Barack O’Gümbel und vor allem darüber, wie er sich gut in den elektronischen Medien gibt. Da es hierfür nach wie vor keine Vergleiche mit anderen, deutschen Politikern gibt, ist das eine Pionierleistung, die sogar wohlwollend von der Politikredaktion von SPIEGEL Online honoriert wird, ganz nach dem schwäbischen Paradigma: “Net g’schimpft isch g’nug g’lobt.”

Was noch? Ach ja, Fernsehen. Die ARD ballert zu Weihnachten eine Reihe von Fernsehadaptionen berühmter Märchen ins Programm, die Daniel Haas (“Verstehen Sie Haas?”) nur noch mit extrem viel Sarkasmus erträgt. Möglicherweise kann ich ihm da nur zustimmen, denn schon die Produktionsbilder lassen Dunkles erahnen.

Die Redaktion der Hannoverschen Allgemeinen hat nun seit um 12 Uhr die Gewissheit, dass 281 Euro für gemeinnützige Zwecke aus privater Tasche abzudrücken sind. Der Grund ist, dass seit 3. Dezember 281 neue Twitter-Follower der hauseigenen Twitter-Streams nach einer Aufrufaktion hinzugekommen sind und nun rund 430 Follower den Stream mitlesen. Jetzt müssen sie nur noch auch vernünftige Inhalte in den Stream packen, dann halten sie bis Mitte nächstes Jahres auch mindestens die Hälfte der jetzigen Follower noch. ;-)

Ach ja, Stichwort Twitter. Hat SPIEGEL Online noch vor einigen Monaten die Twitter-Aktivitäten von SPD-Generalsekretär in Grund und Boden verteufelt, sieht man sich heute offenbar Twitter-Leitmedium, denn plötzlich ist das alles ja richtig toll! Und weil schon die RSS-Feeds von SPIEGEL Online eine Katastrophe sind (weil nur die Überschrift gefeedet wird und nicht der Content), hat man das kurzerhand auch in Twitter abgebildet, da man sich hier wenigstens damit herausreden kann, dass man kaum eine SPIEGEL-Online-Nachricht in 140 Zeichen packen kann. Darüber ließe sich streiten. Man kann aber auch offiziell ein Facebook-Freund von ihnen werden. Und wie es sich für schwachsinnige Aktionen für Lemminge gehört, haben sie auch schon über 3.000 Facebook-Freunde..

Nun denn, lassen wir das. Spielverderber sind die Günstlinge von morgen. Was mich wieder daran erinnert, mich weiter mit meinen noch zu schreibenden Aphorismen zu befassen, anstatt auf die heute Abend zu erhaltenen Geschenke zu warten, die weitgehend die obligatorischen Socken und Pullover in Schwarz enthalten. In diesem Sinne.. ;-)

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PlayStation Home und das (fehlende) Konzept.

20. Dezember 2008 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in GamingWelt

Mit dem Update 1.04 kommen nun die ersten wirklichen Neuerungen, die erst einmal im Einkaufszentrum bestaunt werden können. Neben den bekannten Läden gibt es nun nämlich den bereits länger angekündigten DIESEL-Shop und einen eigenen Möbelladen, der virtuelle Designermöbel aus dem Hause Ligne Roset verkauft. “Verkauft” ist hierbei wörtlich zu nehmen, denn nun gibt es erstmalig virtuelle Waren zu kaufen. Und das ist in meinen Augen eine sehr schrille Lachnummer.

Schauen wir mal in den DIESEL-Shop. Dort gibt es, für Männchen und Weibchen getrennt, Bekleidung in Form von Teilen, die man über der Gürtellinie trägt und darunter. Shirts kosten schlappe 1,99 Euro, Hosen 75 Cent. Will man sich einen virtuellen Pixelanzug kaufen, braucht man also den Anzug für 1,99 Euro, die Anzughose für 75 Cent und ein Paar vernünftige Schuhe, ebenfalls für 75 Cent. Macht unterm Balken 3,49 Euro. Für einen Haufen Pixel, dessen Tragen man noch nicht mal in einem Screenshot verewigen kann oder damit Mädels aufreißen darf, weil das der Nutzungsvertrag nicht gestattet.

Niedlicher wird es bei der Möblierung des eigenen Appartements und bei Ligne Roset. Dort gibt es immerhin schon mal drei verschiedene Stühle und vier Tische, jedes Produkt kostet auch hier enorme 1,99 Euro, darf aber immerhin unbegrenzt vielfach genutzt werden; hat man also einmal einen Tisch gekauft, kann man sich seine Bude damit vollstellen. Der “normale” Möbelladen hat nun auch zusätzlichen Tand, beispielsweise einen Grill, mit dem man nicht grillen kann und einen Fußball, mit dem man nicht spielen kann, jeweils für 75 Cent.

Und auch für Weihnachten ist gesorgt: Im Kleidergeschäft gibt es (wieder raffiniert in einzeln käufliche Teile für Oben und Unten) einen Weihnachtsmann-Dress und im Möbelgeschäft einen Weihnachtsbaum und sogar einen Schneemann (beides für jeweils 99 Cent). Dass all diese nett gemeinten Saisonalien in der Immer-Sommer-Welt von PlayStation Home in nicht geringem Maße einfach nur deplatziert wirken dürften, interessiert doch niemanden mehr, denn jetzt wird Geld verdient.

Der Sinn? Keine Ahnung. Ich weiß nur, dass Sony Computer Entertainment langsam aber sicher all seine Sympathien verspielt, die hinter der Idee der Community stecken. Der Unterhaltungsfaktor ist nämlich nach wie vor nahe bei Null, während – taktisch unklug – die Zastermacherei in den Vordergrund schwappt.

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PlayStation Home – und alle sind zu Hause.

11. Dezember 2008 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in GamingWelt

Und probieren vermutlich vergeblich, sich gerade einzuloggen. Denn der erste Tag der öffentlichen Betaphase beginnt erst einmal damit, dass derzeit nichts geht. Meine PlayStation hatte schon beim Systemstart Probleme, sich überhaupt in das PlayStation Network einzuloggen und beim Versuch, PlayStation Home zu starten, wird die “Verbindung initialisiert” und initialisiert und initialisiert, bis irgendwann ein Netzwerkfehler gemeldet wird.

Das fängt ja schon mal alles gut an, obwohl eigentlich der Beginn der Betaphase mit einem Update des PlayStation-Home-Clients auf 1.03 verheißungsvoll startete. Also noch ein Kännchen Warten..

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Öffentliche Beta von PlayStation Home ab morgen.

10. Dezember 2008 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in GamingWelt

Laut dem PlayStation-Blog geht PlayStation Home nun morgen in den öffentlichen Beta-Status, wird also für jeden PS3-Consolero zugänglich. Damit scheinen es die Folks nach langen Jahren endlich einmal hinzubekommen, während virtuelle Welten im Hype ja scheinbar schon wieder auf dem absteigenden Ast sind. Da bin ich mal gespannt, wie das alles endet.

Im Blog gibt es auch ein paar Fotos und ein Filmchen. Einen Diesel-Shop wird es geben (nein, nicht Tankstelle, sondern Bekleidung) und Designermöbel, die man sich dann vermutlich in die eigene Bude stellen kann. Ob man mit solchem virtuellen Gepixel dann tatsächlich auch Erlöse außerhalb von Second Life, in einer Umgebung, die weitgehend hype-frei sind, verdienen kann, wird eine spannende Frage – ich bin da traditionell auf der PS3 sehr skeptisch, denn dazu ist die PS3-Welt bisher viel zu statisch gewesen. Ob sich das nun alles auf Knopfdruck zum Besseren ändert, darf stark bezweifelt werden.

Aber nun gut, warten wir es ab. Ich hoffe nur, dass das gesamte PlayStation-Geschäftsmodell nicht mit PlayStation Home steht oder fällt, denn ein Fall wäre sehr tief. Wenn Sony nun offensichtlich sparen muss, in PlayStation Home schon diverse Millionen versenkt wurden und dann das Ding auch nicht läuft, dann wird das unter Umständen haarig für das gesamte Geschäftsmodell.

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Update-Frequenzen in PlayStation Home.

5. Dezember 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in GamingWelt

Zugegeben, Sony Computer Entertainment scheint PlayStation Home, dem Second-Life-Verschnitt für die PS3-Welt, einen hohen Stellenwert einzuräumen, denn heute gab es schon nach wenigen Tagen Beta-Test ein größeres Update. Einmal der Client, der auf Version 1.02 gehievt wurde und zum anderen kann man sich jetzt ein Sommerhäuschen anlachen, das Inventar aufstocken und sich ein paar neue Kleider besorgen – alles auf Kosten des Hauses. Das Einkaufszentrum ist also nun endlich auch mit Waren ausgestattet.

Da alles derzeit kostenlos ist, macht es Sinn, einen Raffzahn zu machen, denn wer weiß, was der Spass morgen kostet. Das Sommerhäuschen ist übrigens durchaus nett. Ich frage mich nur, was ich in so einer virtuellen Welt alleine machen soll. Gibt ja noch nicht mal einen Fernseher, geschweige denn, ein Bücherregal.

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Erste, größere Einblicke in PlayStation Home.

30. November 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in GamingWelt

Sony Computer Entertainment hat offenbar den Beta-Test nun erheblich erweitert und lädt seit den letzten Tagen weitgehend jeden ein, der in der Vergangenheit mal im PlaystationStore eingekauft hat. Damit wird das nun alles weitgehend halböffentlich, wobei die zuzustimmende Beta-Testvereinbarung immer noch vorschreibt, dass man nichts über die Inhalte herausposaunen darf, aber mit dem Lesen habe ich schon immer so meine Schwierigkeiten gehabt. ;-)

Tja, allerdings gibt es auch nicht allzuviel über PlayStation Home zu schreiben. Nach Eingabe des Einladungscodes in die Kontenverwaltung darf man die mit rund 50 Megabyte recht schlanke PlayStation-Home-Anwendung herunterladen und installieren. Während der Installation reserviert der Client 3 Gigabyte Festplattenspeicher, um da dann später nachzuladende Inhalte abzulegen, beispielsweise die zusätzlichen Orte in der virtuellen Welt.

Man startet obligatorisch in der Kleiderkammer und darf sich als Männchen oder Weibchen einstufen, aus ein paar Haarfarben, Gesichtsformen und Körpergrößen heraussuchen, sich aus einem bescheidenen Pool von Wäsche anziehen oder sich auch einfach aus einen der vordefinierten Avatare bedienen. Ist das erledigt, landet man im eigenen, spartanisch ausgestatteten Department im so genannten “Hafenstudio”. Da gibts ein paar Sofas und Sessel, zwei Tische, drei Stühle, zwei kleine Schränke und zwei Lampen. Immerhin darf man schon mal die Tapete ändern und noch ein paar weitere Sofas, Sessel, Tische, Stühle, Schränke oder Lampen dazustellen – mehr gibt es derzeit dann aber auch noch nicht, weshalb man schnell heraus geht und auf dem Marktplatz landet.

Dort kann man Schach und Dame spielen, anderen Avataren beim dilettantischen Tanzen und Flirten zuschauen oder in andere Gebäude gehen, wovon es aktuell drei gibt. Das Einkaufszentrum, in dem noch kein Geschäft geöffnet hat, das Kino mit Trailern von Spielen und das Spielecenter, in dem man Billard, Bowling oder an Spieleautomaten spielen kann. An sich ganz hübsch, da man praktisch nichts falsch machen kann: Keine Schlägereien, keine auf den Fuss fallende Bowlingkugeln und auch keine Grabschereien.

Interagieren kann der Benutzer mit der virtuellen Welt über ein (virtuelles) Kommunikationsgerät, das per Start-Taste aufgerufen wird. Dort lassen sich die Standardworthülsen wie “Hallo” und “Tschüss” loslassen, aber auch zu anderen Orten springen. Und man kann auch eigene Dinge auspacken und in die Landschaft stellen, wie den Seifenblasenautomaten.

Überhaupt, der Seifenblasenautomat. Der wird vermutlich ein derartiger Kult werden, weil ihn wohl jeder PlayStation-Home-Teilnehmer in der Hosentasche stecken hat und man über das Ding wirklich überall stolpern kann. Ich begreife den Sinn dieses Gerätes und die Analogie dahinter nicht, aber vielleicht kommt das ja noch.

Ein weiteres Spielzeug sind Clubs, denen man beitreten und die man auch selbst anlegen kann. Da dies über einen (noch) kostenlosen Einkauf über den PlayStationStore geht, wird das wohl zukünftig irgendwie einmal Geld kosten wollen. Ein Club besteht aber letztendlich auch einem japanisch anmutenden, leeren Raum, den man mit den gleichen Möbeln bestücken kann, wie das eigene Apartment. Mangels Freunde und Inhalte ist so ein Club also derzeit eine eher unlustige Angelegenheit.

Der Beta-Test ist – noch – eine Lachnummer. Immerhin schreibt man ganz am Anfang, beim Einloggen, dass man in den nächsten Monaten und Jahren (!) noch Dinge weiter hinzufügen wird. Das gibt Hoffnung. Technisch scheint es zu funktionieren. Möbel kann man nicht in die Luft hängen und anderen an die Ohren, man kann sich nicht vom Balkon stürzen und PlayStation Home selbst stürzt ebenfalls nicht ab. Warten wir es ab, der Anfang ist da.

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