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Begegnungen der dritten Art.

3. Juli 2009 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in MüllWelt

Es gibt so Momente im Leben, da traut man seinen Augen kaum. Das vorletzte Mal hatte ich so eine Erscheinung im Jahre 1997, als ich nachts das Nagoldtal hochfuhr und am Ende von Dillweißenstein im Wald rechts eine rosa-blau-bunt blinkende Erscheinung im Wald sah, von der Rauch aufstieg? Ein Raumschiff! Ich brach meine Fahrt sogar ab, fuhr zurück und rüber – und stand vor einem Bordell, tief im Wald.

Das letzte Mal hatte ich so eine Erscheinung vor einigen Wochen, als ich nachts mal mein Bier wegbringen musste und etwas gelangweilt aus dem Fenster in die Morgendämmerung schaute. Links im Garten der seltsamen Nachbarn seltsam langsam bewegende Gestalten mit Lichtern am Kopf. Nun denke ich da nicht mehr sofort an Außerirdische, die sich ausgerechnet unsere Nachbarn greifen, sondern eher an Einbrecher oder anderes Gesindel, immerhin war es halb fünf Uhr morgens.

Also nochmal die Augen gerieben. Und es waren die Nachbarn selbst, die sich tatsächlich jeden Morgen um solche Uhrzeiten aus dem Bett schälen und ihren Garten bewirtschaften. Kein Wunder, findet man die Menschen tagsüber nie.

Ich habe gleich am nächsten Tag mal einen Plausch mit unseren anderen Nachbarn gehalten, die schon länger dort wohnen. Ja, das sei bekannt, das würden die schon seit Jahren machen. Besonders ärgerlich sei da vor allem, dass die dann auch morgens um solche Uhrzeiten ihre Mülltonnen rumpelnd vor die Straße stellen würden. Das habe er, der andere Nachbar, auch schon mal live gesehen, dann aus dem Fenster geräuspert, die komischen Nachbarn hätten beide mit ihren Leuchten am Kopf herübergeschaut und der andere Nachbar mit einem “Scheibenwischer” geantwortet.

Da hat er vollkommen recht. Es ist so erbärmlich, keinen Sinn im Leben zu haben.

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Nachbarschaftsgeseier.

24. März 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MüllWelt

Hach ja, wenn man ein Grundstück besitzt und mit gelangweilten Nachbarn gesegnet ist, dann braucht man kein Fernsehprogramm mehr und eigentlich auch keine nervigen Feinde, denn die Nachbarn füllen beides vollkommen aus. In unserem Fall ist es ein älteres Ehepaar, akkurat gepflegtes Haus mit zentimetergenau geplantem Garten, die nun ein Problem damit haben und “Einspruch” einlegen, dass wir einen Gartenschuppen bauen. Übrigens gesetzeskonform mit notwendigem Abstand zum Gartenzaun, so dass der Giebel keinen Schatten aufs Nachbargrundstück wirft, selbst wenn die Sonne tiefer als an Weihnachten steht oder der Giebel des Schuppens doppelt so hoch wäre, wie er ist, nämlich 2,19 Meter. Übrigens 30 Zentimeter unter dem, was erlaubt ist.

Auf Gesprächswünsche reagiert man nicht, mein Klingeln an der Tür wird mit Abschließen der Haustüre quittiert und man ruft an, spricht mit mit einer nicht nachvollziehbaren Argumentation das “Recht auf Diskussion” ab und bittet um Rückruf, wobei allerdings die Rufnummer nicht genannt werden kann. Soso.

Nun gut, ich habe jetzt, da ich erfüllt mit guten Absichten bin, einen Brief geschrieben und in den Briefkasten geworfen, mit der überaus freundlichen Bitte um Kontaktaufnahme und um eine einvernehmliche Lösung. Und wenn die mir jetzt auch nur einen Schnitz zu pupsig kommen, gibt es Post von einem der Anwälte, die ich gut kenne und im Ernstfall von meinem Staranwalt mit türkischem Namen aus Ludwigsburg, dessen Liste der Rechtsanwälte, die in seiner Kanzlei arbeiten, länger ist, als der betreffende Gartenzaun. Schnell, hochwirksam, nachhaltig, mit hoher Heilungsquote.

Das ist jetzt auf den ersten Blick eine fiese Sache, aber hey: Zum Nachbarschaftskrieg gehören immer zwei Parteien und wenn jemand unbedingt Ärger haben möchte, dann kann er den gern haben. Dann eben nicht von mir persönlich, sondern von den bellenden Hunden, die damit ihr Geld verdienen und weit davon entfernt sind, sowas persönlich zu nehmen. Wie ich auch. So einfach ist das.

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