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Ständiger Wechsel zwischen 3G und HDSPA am Smartphone.

10. November 2011 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in MobileWelt

Bei meinem Samsung Galaxy S2 ist mir ein Phänomen aufgefallen, wenn es in einem UMTS-Netz eingebucht ist. Hat es das nämlich, erscheint für gewöhnlich bei der Feldstärkenanzeige ein kleines “3G”. Das tut es so lange, wie keine Daten übertragen werden – so bald nämlich Daten übertragen werden, wird aus dem “3G” ein “H” und so geht es ständig hin und her.

Ich war sogar kurz davor, bei Samsung einen Schadensfall auszurufen, bis ich mir mal die Mühe machte, ein paar Sekunden darüber nachzudenken. Diese ständigen Wechsel sind nämlich kein Fehler, sondern tatsächlich so gewollt!

Der Hintergrund ist dabei ein relativ plausibler. Die mögliche Bandbreite von UMTS im Urzustand, also der ursprünglichen Protokolldefinition, ist relativ gering. Einst rechnete man da mit einer maximalen Übertragungsbandbreite von etwa 2 Megabit pro Sekunde. In den 1990er Jahren, als UMTS entwickelt wurde, war das noch eine ziemlich hohe Bandbreite, diese Entwicklung wurde jedoch im Laufe der Jahre von der Realität eingeholt. Also hat man UMTS weiterentwickelt und ein Erweiterungsprotokoll namens HDSPA entwickelt. Das ist innerhalb der UMTS-Spezifikation eingebettet, was grundsätzlich nötig ist, weil man ja nicht unbedingt ein komplett neues Netz bauen will. Aus diesem Grund spricht man bei HDSPA-Ausbaustufe auch nicht mehr von “3G” für “3. Mobilfunkgeneration”, sondern von “3.5G” als Zwischenstufe zum UMTS-Nachfolger.

HDSPA ist so aufgebaut, dass es verschiedene Übertragungskategorien anbietet, mit denen downstream, also vom Mobilfunknetz zum Mobiltelefon, höhere Bandbreiten erzielt werden können. Die bei uns in Deutschland für gewöhnlichen Kategorien ermöglichen Übertragungsbandbreiten von 3,6 und 7.2 Megabit pro Sekunde, natürlich immer abhängig von der jeweiligen Netzqualität vor Ort.

HDSPA ist zwar schön und gut, allerdings muss ein Mobiltelefon mehr Strom investieren, um ständig im HDSPA-Betrieb zu sein. Und Strom ist bei modernen Smartphones ein sehr endliches Gut. Aus diesem Grund erkennen zwar viele Smartphones, dass im eingebuchten UMTS-Netz HDSPA verfügbar ist, nutzen es jedoch nur dann, wenn auch tatsächlich Daten zu übertragen sind. Und genau in so einer Situation wechselt dann in der Feldstärkenanzeige das “3G” zu einem “H” und nach der Übertragung auch wieder zurück.

Passiert dieser Wechsel scheinbar aus heiterem Himmel, dann ist auch hier das Smartphone höchstwahrscheinlich nicht kaputt, sondern es werden im Hintergrund Daten übertragen. Das passiert, gerade bei Android-Smartphones, mehr oder weniger regelmäßig, wenn Apps oder Widgets im Hintergrund synchronisieren dürfen.

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Der Dukatenesel namens “iPhone-Benutzer bei T-Mobile”.

1. September 2009 | 4 Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Eine andere Umschreibung als “Dukatenesel” fällt mir einfach nicht ein, wenn ich mir das anschaue, was T-Mobile da an Preisen für Zusatzdienste für iPhone-Nutzer aufstellt. Nachrechnen? Gern.

Das Tethering ist das Schlüsselwort. Tethering bedeutet, dass das iPhone quasi als Funkmodem für ein angeschlossenes Notebook fungiert. Das iPhone wird per Bluetooth oder USB an das Notebook angeschlossen, auf dem iPhone das Tethering aktiviert und dann kann das Notebook über das iPhone ganz normal ins Internet.

Diese vermeintliche Weltrevolution ist – uralt. Mit jedem gängigen Windows-Mobile-Smartphone ist diese Geschichte nach entsprechender Konfiguration ebenso möglich und zwar ohne zusätzlichen Kostenaufwand für den Mobilfunkvertrag. Das vor allem deswegen, weil der Mobilfunkprovider gar nicht sehen und messen kann, ob der Datenverkehr nun vom Smartphone selbst oder einem dahinter angeschlossenen Notebook stammt.

Das gilt prinzipiell auch für das iPhone. Und weil das so ist und man so ja irgendwie kein zusätzliches Geld verdienen kann, hat Apple für seine Mobilfunkprovider einen optionalen Tethering-Schalter eingerichtet, den die Mobilfunkprovider für die von ihnen vertriebenen Geräte ein- und ausschalten kann. Ausgeschaltet ist dann einfach immer und erst wenn der Kunde für das Tethering löhnt, wird das Pferdegeschirr abgemacht.

Und diese Freischaltung erkauft sich der Benutzer abartig teuer: Ganze 20 Euro zusätzlich möchte T-Mobile dafür sehen, dass sie ihre iPhones für das Tethering aktivieren. Und das kommt dann hübsch auf den bestehenden Monatspreis hinzu. Dafür gibt es zwar 3 Gigabyte Datenverkehr noch zusätzlich dazu, allerdings ist damit das Tethering als Notlösung dafür, dass man mit dem iPhone gelegentlich auch das Notebook ins Internet hievt, quasi tot.

Es geht aber auch noch eine Schippe heftiger, denn auch die Telefonie über das Internet, das so genannte Voice over IP, was ja jahrelang nicht gehen durfte, weil T-Mobile ach so große Angst hatte, dass dann deren Mobilfunknetz zusammenbricht und sich möglicherweise dann Erdspalten bilden, geht nun dann doch – wenn man zukünftig auch hier zusätzlich hinblättert, nämlich nochmal 15 Euro im Monat (außer bei den teuersten Tarifen Complete L und Complete 1200, da kostet es “nur” 10 Euro im Monat).

Also rechnen wir doch mal nach und schnüren ein kleines iPhone-T-Mobile-Paket im kleinsten T-Mobile-Tarif Complete XS:

iPhone 3G S (16 GB, subventioniert): 249,95 Euro
Bereitstellung: 24,95 Euro
Grundpreis: 24,95 Euro/Monat
Tethering-Option: 20 Euro/Monat
VoiP-Option: 15 Euro/Monat

Macht alles zusammen auf 24 Monate: 1.713,70 Euro. Und da ist noch keine Minute telefoniert und noch keine SMS verschickt.

Machen wir die Gegenbüchse auf mit einer Urlaubsfahrt nach Italien und einem Kauf eines “freien” iPhones mit standardmäßig aktiviertem Tethering, das dann mit einem O2-Vertrag mit zusätzlicher Internet-Option (O2 gestattet ausdrücklich Voice over IP.) betrieben wird:

iPhone 3G S (16 GB, unsubventioniert): 599 Euro
Bereitstellung O2 Inklusivpaket 100: 25 Euro
Grundpreis: 10 Euro/Monat (100 Minuten Fest- und Mobilfunknetz Deutschland inbegriffen)
Internet-Pack-M (Internet-Flatrate): 10 Euro/Monat

Das macht unter dem Balken auf 24 Monate hinaus: 1.104 Euro. Und da sind insgesamt 2.400 Minuten Telefonieren ins deutsche Telefonnetz auch noch dabei.

Muss ich mich noch wundern: Nein. Das hat alles schon lange nichts mehr mit Realität zu tun.

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In die Zukunft mit Hürden.

24. Juli 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Kollege Jochen kam vor einigen Monaten auf mich zu und klagte mir sein Handy-Leid. Telefonieren ginge zwar, E-Mail theoretisch auch, allerdings war alles so schrecklich langsam, obwohl er eigentlich ein UMTS-fähiges Telefon besitzt. Das konnte ich dann im Livetest auch so bestätigen, es ging schlicht nichts. Der Zugriff auf seinen eigenen Mailserver war über Mobilfunk praktisch unbrauchbar. Was mich etwas wunderte, denn eigentlich sollte das Internet über O2 zumindest funktionieren. Also gingen wir detektivisch diesem Problem mal an die Wurzel.

Bist du überhaupt UMTS?

Das war schon die zweite Frage, die zu beantworten war. Das Nokia-Handy zeigte nämlich zwar O2 an, allerdings keine Netzinformation, was mich zumindest mal wunderte. Moderne UMTS-Gerätschaften protzen nämlich in der Regel deutlich heraus, wenn sie auch in einem UMTS-Netz hängen. Verdacht war also, dass das Mobiltelefon nicht in einem UMTS-Netz hängte.

Das bestätigte sich auch, als ich spaßeshalber meine UMTS-fähige SIM-Karte einlegte, denn prompt wurde neben der O2-Kennung noch das Kürzel “3G” angezeigt. Beim testweisen Einbau meiner SIM-Karte offenbarte sich auch das Grundübel – es kam nämlich noch eine SIM-Karte von VIAG Interkom heraus. Und man muss wissen, dass alte GSM-SIM-Karten nicht automatisch auch UMTS-fähig sind, das sind sie nämlich nicht.

Also: Kartentausch im O2-Shop. Nachdem ich dann Jochen unter Androhung kriegerischer Handlungen zu einem O2-Shop geschleift bekommen habe und wir dann dort für alle seine 537 Mobiltelefonverträge aus seinem Hause die Karten haben auswechseln lassen, war zumindest dieses grundlegende Problem beiseite.

Darfst du überhaupt UMTS?

Was allerdings niemand sagt und auch die Hotline nicht so recht weiß (gut, wer kommt schon noch mit einer VIAG-Interkom-SIM daher…), ist der Umstand, dass man, wenn man eine reine GSM-Karte gegen eine GSM/UMTS-Karte austauscht, noch lange nicht sofort auch in ein UMTS-Netz einbuchen darf. Denn dazu muss man O2 nochmal gesondert bitten, was zumindest nichts extra kostet.

Dazu gibt es im Online-Bereich von O2, in dem man sich natürlich vorher registriert, um da überhaupt hineinzukommen, eine zusätzliche “UMTS-Option”. Die ist bei allen neuen O2-Verträgen automatisch aktiviert und ausgegraut, so dass ich die bei meinem Vertrag auch lange Zeit nicht beachtet habe. In Jochens Vertrag war aber genau diese Option nicht ausgegraut und auch nicht behakt. Aha!

Also Haken rein, bestätigt, die obligatorischen 24 Stunden bei O2 gewartet und ein Tag später erschien dann tatsächlich nach dem neuerlichen Einbuchen das “3G” hinter der O2-Kennung.

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O2-Internet-Pack M: Und es ist doch eine Flat.

2. Juli 2009 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in MobileWelt

Sich häufiger das Kleingedruckte anzuschauen, kann häufig erstaunliche Dinge zutage bringen. Das ist mir aufgefallen, als ich vorgestern die O2-Rechnung angeschaut habe.

Mein Telefonaufkommen ist eher bescheiden, weshalb ich von Anfang an ein Inklusivpaket gewählt habe. Das beinhaltet 60 Minuten Telefonieren für 5 Euro im Monat, jede weitere Telefonminute kosten ein paar Cent. War für mich nie wirklich von Belang, ich habe es geschafft, in den meisten Minuten tatsächlich unter den 60 Minuten zu bleiben. Wer was von mir will, ruft mich an.

Oder mailt mich an, weshalb ich zusätzlich das Internet-Pack-M für 10 Euro zusätzlich gebucht habe. Das beinhaltete 200 Megabyte Datenverkehr, jedes weitere Megabyte kostete dann ebenfalls ein paar Cent. Auch hier nicht von Belang, in 200 Megabyte kann man einige zehntausend Tweets verpacken. ;-)

Dieses Internet-Pack-M ist aber nun gar nicht mehr gedeckelt, sondern zu einer Flatrate umgewandelt. Weiterhin gibt es 200 Megabyte Datenverkehr in voller UMTS-Geschwindigkeit, ab da wird auf GPRS-Geschwindigkeit umgestöpselt – deutlich langsamer, aber eben immer noch Flatrate. Und damit unterscheidet sich diese Kombination nicht mehr sehr stark von den Angeboten von T-Mobile, mit der Ausnahme, dass O2 gewaltig günstiger ist.

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UMTS-Probleme mit O2.

24. April 2009 | 5 Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Es reicht offenbar nicht, dass ich nicht nur Probleme mit meinem HTC Touch Pro habe, das nun seit geschlagenen sechs Wochen auf Werkstatttournee ist und nach neuesten Berichten offenbar heute repariert und möglicherweise noch in diesem Jahr wieder zurückgeschickt wird, nein, jetzt spinnt auch noch das UMTS-Netz von O2, zumindest am Standort des Büros, in dem ich arbeite.

Ich habe mich vorgestern schon gewundert, weshalb ich plötzlich eine SMS erhalte, in der mir mitgeteilt wird, dass ein Anrufer mich nicht erreichen konnte, so als ob das Telefon ausgeschaltet gewesen wäre. War es aber definitiv nicht. Gestern geschah das dann nochmal in zwei Fällen, so dass ich einfach mal mein Handy vom Bürotelefon aus angerufen habe. Und erstaunlicherweise erhielt ich, obwohl das Handy neben mir im Netz eingebucht war, die Ansage, dass der Anrufer derzeit nicht erreichbar sei.

Nach etwas Herumexperimentieren und auch Testen mit einem anderen Handy habe ich das nun so weit eingegrenzt, dass GSM soweit funktioniert, UMTS dafür aber eher beschissen: Von zehn Testanrufen zum Handy gehen 8 nicht durch. Das Einbuchen in das UMTS-Netzwerk dauert auch extrem lange, ebenso der Rufaufbau.

Das alles der Kundenhotline zu erklären, gelang mir gestern Abend selbst nach dem zweiten Anlauf nicht. Die erste Kollegin war heillos überfordert (“Haben Sie Ihr Handy schon mal ausgeschaltet?”, der zweite Kollege verstieg sich dann sogar in die Feststellung, dass er erst nach 48 Stunden Problembeobachtung den Fall an die Technik weitergeben könne, außerdem habe sich ja noch niemand außer mir darüber in meiner Region beschwert. Auch ein interessanter Ansatz. “Bei Ihnen brennt es? Kann das Ihr Nachbar auch bestätigen?”

Heute Mittag ging es erwartungsgemäß immer noch nicht wirklich rund, so dass ich nochmal die O2-Hotline angerufen und diesmal gleich von Anfang an angeschnauzt habe, bevor sie noch auf die Idee kommt, mir die dauerhafte Nutzung von GSM schmackhaft zu machen. Sie mache mal ein Ticket auf, es könne aber bis zu zwei Werktage dauern, bis sich das ein Techniker anschaut.

Update: Immerhin, es ging nach einigen Stunden nach diesem Anruf wieder. Und – es wurde per SMS informiert. O2 hat also tatsächlich ein funktionierendes Ticketsystem und O2 kümmert sich offenbar auch um die Probleme, die darin gemeldet werden. Das macht es wieder gut.

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