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Warum es egal ist, ob Android oder iOS mainstream oder premium sind.

19. August 2011 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Da sind wir wieder, bei der immer gleichen Sau, die regelmäßig durchs Dorf getrieben wird und sich um das Thema dreht, ob nun Android oder iOS das bessere Betriebssystem ist. Aktuell sind wir bei der unglaublichen Feststellung von “Digital-Pionier” Christoph Kappes im D&W-Magazin, der sinniert, dass Android “mainstream” sei und iOS “premium”. Wollte ich mir eine Antwort sehr einfach machen, würde ich einfach mit einem Link auf einen x-beliebigen Handyshop antworten, denn diese Feststellung lässt sich dort schon allein mit den Preisen für iOS- bzw. Android-Gerätschaften darlegen. Mal so am Rande: Die Säue, die man durchs Dorf treibt und Aufregung verursachen, waren auch mal besser.

Anyway: Die Frage, ob ein Premiumprodukt, das das bessere ist, auch tatsächlich funktioniert, ist eine, die nichts, aber auch wirklich nichts mit Qualität zu tun hat. Gerade in der Unterhaltungselektronik überlebt selten das beste System, sondern allenfalls das, was die meiste Marktdurchdringung gewinnt. Solche Marktdurchdringungen werden dabei auf verschiedenste Weisen erkauft, in der Regel durch knallharte Subventionierungen. Entweder ist das Produkt gänzlich kostenlos oder es wird ordentlich günstig verscherbelt. Es wird aber gepusht und das ist das zentrale Kennzeichen.

iOS kann man allein schon dadurch zu einem Premium-Produkt zählen, dass es nur ein Hersteller für seine Geräte verbaut und der diese Monokultur auch kräftig ausnutzt. So kräftig, dass iOS bzw. iPhone und iPad letztendlich nur für einen verhältnismäßig kleinen Kreis von weltweiten Nutzern erschwinglich ist. In den meisten Staaten dieser Erde wird der Otto Normalverbraucher sich ein iOS-Gerät schlicht nicht leisten können, weil es zum einen keine “Billigversionen” von iPhone und iPad gibt und Apple auch überhaupt kein Interesse daran hat, zumindest so lange die Märkte in der “Ersten Welt” nicht gesättigt sind. Android geht den Weg über die Breite, baut also, schematisch gesehen, ein Framework, das dann Hersteller für ihre eigene Hardware adaptieren können, mit all den damit verbundenen Vor- und Nachteilen.

Ironischerweise erheblich unwichtig ist die Frage, ob nun Android oder iOS das bessere Betriebssystem ist. Grundsätzlich haben beide Betriebssysteme einen relativ hohen Grad an Benutzerfreundlichkeit erreicht und es geht in der Entwicklung von zukünftigen Versionen weitgehend nur noch um Detailfragen und um Kompatibilität zur Hardware, was Android naturgemäß vor deutlich höhere Hürden stellt, als iOS. Was Android mit diversen Bedienelementen wettmacht, die iOS (noch) nicht hat, macht iOS wiederum mit weitgehender Idiotensicherheit wieder wett und umgekehrt. Das wichtigste Ziel der Attraktivität ihrer Betriebssysteme haben beide erreicht: Eine verhältnismäßig große Softwarevielfalt in Sachen Apps.

Das wird erheblich deutlicher, wenn man sich mal die Mühen macht, die echten Kriegsschauplätze in Sachen Mobilbetriebssysteme anzuschauen, nämlich jenseits des angeblichen Kampfes zwischen Android und iOS. WebOS/Palm hat sich durch die (in meinen Augen krasse) Abkehr Hewlett-Packards von der Consumerelektronik erledigt, RIM kämpft mit seinem extrem abgeschirmten und in Consumerbereich quasi kaum sinnvoll nutzbaren Blackberry um jeden Kunden. Microsoft versucht mit Windows Mobile mit extremem Aufwand, an alte Zeiten anzuknüpfen und kann relativ bequem Blackberry-Anwender abschöpfen, die mit Windows Mobile zur “Mutterplattform” in Sachen Exchange- bzw. Active-Sync-Synchronisierung kommen. Was dann noch hinter Blackberry und Windows Mobile kommt, hat ganz schlechte Karten und kaum über homöopathisch wirkende Reichweiten kommen.

Den vielbesungenen Krieg der Mobilbetriebssysteme Android und iOS – ich bin mal so frei und behaupte, dass das vor allem ein Krieg ist, der bei den Kleingeistern dieser Welt, die schon damit überfordert sind, zwischen App, Webapp und Widget zu unterscheiden, am stärksten gekämpft wird. Und diesen Krieg, den interessiert, mit Verlaub, kein Schwein.

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Microsoft Flight.

17. August 2010 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in GamingWelt

Dass Microsoft nach dem Rausschmiss der Entwickler des bisherigen Flight Simulators vor eineinhalb Jahren die Ära der Flugsimulatoren aufgeben würde, war eher nicht denkbar. Der Flight Simulator ist längst eine Legende in der Computerspieleindustrie geworden und es stellt sich seit dem Rauswurf des Entwicklerstudios eher die Frage, wie Microsoft die Legende weiterführt und damit umgeht. Da wird noch viel zerstörtes Porzellan in den einschlägigen Flight-Simulator-Communities, die allesamt sehr mißtrauisch sind, zusammenzukehren sein.

Zumindest nun hat Microsoft den Schleier ein kleinwenig gelüftet und auf der Gamescom in Köln verkündet, dass der Microsoft Flight Simulator aber der nächsten Version nur noch Microsoft Flight heißen wird. Punkt. Mehr gibt es nicht. Ah, doch. Eine flash-lastige Microsite mit einem Trailer. Weitere Einblicke, Features, Veröffentlichungstermine – alles noch unbekannt, was bedeuten dürfte, dass es noch ein gutes Stück dauern wird, bis etwas sichtbares passiert.

Von der ehemaligen Flight-Simulator-Truppe, die seit April in einem Unternehmen namens Cascade Game Foundry in Seattle schraubt, gibt es ebenfalls nicht sehr viel. Die Website (auf Basis von WordPress :-) ) gibt außer einer sehr knappen Unternehmensvorstellung nicht viel mehr her und auf der Facebook-Seite von Cascade Game Foundry wird davon gesprochen, dass man aktuelle Entwicklungen auf Spielemessen einem Fachpublikum gezeigt habe. Nun gut. Spannend wird es auf beiden Ebenen: Wird Microsoft mit Microsoft Flight an alte Erfolge anknüpfen und wird Cascade Game Foundry als die “echten” Flight-Simulator-Macher ebenfalls die Legende beerben?

Eines scheint aber, wenn man sich die Bedecktheit beider Parteien anschaut, sicher: Dieses Jahr kommt sicherlich nichts. Es gibt also keinen Grund zur Hektik.

[via Golem.de]

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Don’t use IE6 anymore!

14. Mai 2010 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in World Wide Web

Genau das. Bitte, falls ihr tatsächlich noch den Internet Explorer 6 nutzen solltet und die Installationsgewalt über euren Computer habt: Werdet den Browser los und aktualisiert ihn! Dafür sprechen gleich eine Reihe von Gründen:

  1. Der Internet Explorer 6 ist uralt, veröffentlicht wurde er tatsächlich im August 2001, ist also fast neun Jahre alt. Tatsächlich kommt er also noch aus einer Zeit, in der Windows 2000 und Windows ME (wer erinnert sich tatsächlich noch an Windows ME?) als Betriebssysteme aktuell waren. Okay, Windows 2000 war für damalige Verhältnisse gar nicht so schlecht, aber pardon, lieber Leser: Danach kamen Windows XP, Windows Vista und jetzt haben wir Windows 7.
  2. Der Internet Explorer 6 hielt sich damals schon an einige Standards, war aber auch schon damals weit davon entfernt, sich großflächig an HTML- oder CSS-Konventionen zu halten. Logischerweise ist er das heute immer noch und das Problem hat sich im Laufe der Zeit erheblich verschlimmert, da die Entwicklung im Bereich von HTML, CSS, aber auch dem Document Object Model (DOM) und anderen Bereich weitergegangen ist.
  3. Der Patchsupport für den Internet Explorer 6 ist eingestellt, Microsoft pflegt dieses Ding nicht mehr. Man könnte da im ersten Moment auf Microsoft schimpfen, allerdings ist das unberechtigt, denn kein Browserhersteller pflegt alte Versionen ewig. Firefox
  4. Für den Internet Explorer gibt es aktuell mit dem Internet Explorer 8 einen würdigen Nachfolger, der viele Dinge kann, die man dem Internet Explorer 6 nur mit viel Einsatz von externen Tools beibringen konnte. Denken wir da nur mal an das Tabbed Browsing, dem Lesezeichenmanagement, den verbesserten Sicherheitseinstellungen etc. Und ja, der Internet Explorer 8 lässt sich auch problemlos unter Windows XP installieren.

Der Internet Explorer 6 war nie wirklich gut, er war nur zufällig bei Windows XP von Hause aus dabei. Und nun lasst ihn bitte gehen. Echt jetzt. Hier geht es zum Internet Explorer 8.

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Microsoft Security Essentials für Windows.

7. April 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Jeder, der sich mit Computern auskennt, bekommt früher oder später mal die Frage gestellt, welchen Virenscanner er so empfehlen kann. Das passiert zum einen im Bekanntenkreis, allerdings rufen auch immer wieder mal verirrte Kunden hier im Büro an und klagen ihr Leid. Gut, muss man ein Auge zudrücken, für Privatkunden kann man auch mal einen einfachen Ratschlag so herauslassen.

Lange Jahre war Avira AntiVir ein Tipp, zumal es in einer kostenlosen Privatkundenversion heruntergeladen werden kann. Avira AntiVir ist sicherlich nicht schlecht, aber ich persönlich habe AntiVir inzwischen nicht mehr auf meinen Computern im Einsatz. Einfach deshalb, weil ich die (sicherlich ein Stück weit subjektive) Beobachtung mache, dass AntiVir von Version zu Version immer mächtiger wird und mir die Performance von der Kiste frisst.

Gut, Avira leistet aufopferungsvolle Arbeit dadurch, dass sie für Privatkunden ihren Virenscanner schon kostenlos ins Netz stellten, als die restliche Konkurrenz nicht im entferntesten daran dachte und lieber ordentliche Geschäfte mit den Herstellern von Computern machte, die die Virenscanner vorinstallierten. Aber es gibt immer die Gratwanderung zwischen “nützlich” und “nervig”. Bei der neuen Version von AntiVir war für mich der No-Return-Punkt erreicht, als AntiVir aufmuckte, als mein gerade eingesteckter USB-Stick per Autostart meinen darauf installierten Programmstarter aufrufen wollte und ich erst in den Einstellungen von AntiVir die betreffende Funktion suchen und ausschalten musste. Mich zu nerven ist eine Sache, aber andere nerven, die dann wiederum bei mir den Rat suchen und das dann letztendlich wieder meine Zeit kostet, das ist zu viel.

Deshalb fällt AntiVir aus meinem “Empfehlungsportfolio” nun heraus und wird gegen Microsoft Security Essentials ausgetauscht. Auch das ist ein Viren- und Malwarescanner, lässt sich unter Windows XP, Vista und 7 installieren und MSE macht seinen Job außerordentlich gut und leise, wenn man nicht unbedingt Wert auf alles legt. Mir ist es zum Beispiel relativ egal, wenn im Thunderbird eine Mail mit angehängter Malware landet. Sie macht erst dann Schaden, wenn ich diesen Anhang als Datei auf dem Rechner speichern und möglicherweise ausführen will und da soll dann der Virenscanner zuschlagen. Ständig die Mailbox zu scannen und das auch nur bei POP3-Mailboxen zu können, ist Kokolores.

Ebenso soll ein Virenscanner seinen klassischen Jobs mit möglichst wenig Performance-Verbrauch tun, aber gern auch unauffällig. Das macht MSE, der im Hintergrund seine Virendefinitionen aus dem Internet lädt und auch im Hintergrund scannt, ohne mir das groß mitteilen zu müssen.

Nochmal: Es geht nicht darum, dass MSE von Microsoft ist und AntiVir von Avira. Es geht darum, dass ein Virenscanner seinen Job gut machen und bitte so lange die Klappe halten soll, wie es nicht erforderlich ist, etwas vom Benutzer zu möchten.

Dazu, dass sich Microsoft Security Essentials gegenüber seinen vielen Kollegen nicht schämen muss, hat Daniel Melanchthon vor einiger Zeit etwas gebloggt.

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Die Zune-fizierung von Windows Mobile.

16. März 2010 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Ich muss zugeben, dass ich schon eine gewisse Sorge habe, dass Microsoft den Relaunch von Windows Mobile als "Windows Phone 7" gehörig vereiert. Denn nach all den Gerüchten und den wenigen wirklich bestätigten Tatsachen nimmt man das Anpassen des nach wie vor ältesten Mobilbetriebssystems an die Konkurrenten wie iPhoneOS und Android so furchtbar genau, dass einige bisherige Meilensteine möglicherweise auf der Strecke bleiben.

Das, was ich bisher an(teilweise unbestätigten) Informationen zusammenhabe:

  • Neue Benutzeroberfläche, angelehnt an den Zune-Player (das ist bekannt)
  • Keine Abwärtskompatibilität für Windows-Mobile-Programme (schlecht, damit schneidet man sich einen jahrelang gewachsenen Markt an Software ab)
  • Programme … nennen wir es lieber so, wie es wird … Apps müssen im hauseigenen Silverlight-Framework entwickelt sein und werden auf dem Gerät interpretiert (vermutlich garantenmäßige Performance-Einbußen werden das Ergebnis sein)
  • Kein Multitasking (das wäre brutal schlecht und ein herber Rückschritt)
  • Keine direkte Installationsmöglichkeit von Apps, sondern nur über den Windows Market Place (das wäre ebenfalls brutal schlecht und auch ein Rückschritt)
  • Keinen Slot mehr für Speicherkarten, die vom Benutzer auszutauschen sind (damit wäre dann wohl auch der Zugriff auf das Filesystem, wie es unter Windows Mobile möglich ist, gestorben)

Hallo, Erde an Redmond! Schaut ihr euch eigentlich die Märkte an, die ihr bedienen wollt? Wollt ihr als Nachzügler nicht wenigstens das in die neue Welt retten, was Windows Mobile bisher ausgezeichnet hat? Es sieht gerade so aus, als ob Microsoft auf dem besten Wege ist, die grandiose Nullnummer des Zune-Players, der ja mal tatsächlich als Konkurrent zur iPod-Welt gedacht war, mit einem neuen Mobilbetriebssytem zu wiederholen.

Es wird mit ziemlicher Sicherheit schlimm, aber wenn es sich Microsoft mit Business-Kunden verscherzt, die derzeit immer noch stark auf Windows Mobile setzen, dann ist das Ding tot, ob es nun Windows Mobile heißt, Windows Phone oder sonstwie.

Ich ahne dunkles.

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