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Die Daltons von Vodafone.

26. Dezember 2011 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in TelkoWelt

Werbung von Telekommunikationsanbietern gehört für gewöhnlich in die Kategorie Gehirnwäsche, ähnlich wie Waschmittel. Wo will man auch tatsächlich ein Profil schaffen, wo man doch gerade darauf Wert legen muss, dass man genau die technischen Normen verwendet, wie die Konkurrenz, damit das Telefonieren auch tatsächlich funktioniert? Also muss man Geschichten erzählen. Früher gab man sich verbal noch Mühen, die Telekom probiert sich gern an Web-Trends und der Rest macht es dann einfach hanebüchen. Laute Musik, seltsame Bildergeschichten. Und Vodafone jetzt mit Maskottchen (Achtung, das Filmchen ist extrem laut):

Die vier in den billig wirkenden, roten Jogginganzügen, das sollen vermutlich die vier Daltons von Vodafone darstellen. Und auch wenn man über die Daltons bei Lucky Luke sogar lachen kann – die Wikipedia schreibt im Artikel zu Lucky Luke ernüchterndes zu den vier Herren Dalton:

“Die an Orgelpfeifen erinnernden Brüder Joe, William, Jack und Averell Dalton stellen Lukes größte Gegenspieler dar. Sie rauben meist Banken und Postkutschen aus und terrorisieren die Bürger.”

Übereinstimmungen der echten Daltons mit den Vodafone-Verschnitten sind vermutlich rein zufällig und nicht beabsichtigt.

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Facebook-Marketing at it’s best.

14. September 2010 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in NetworkingWelt

Meine heimliche These ist, dass das beste Facebook-Marketing immer noch die Menschen machen, die keine Marketing-Fuzzis sind, nichts mit SEO am Hut haben, keine “Consultans” sind und noch nicht mal ansatzweise ahnen, dass sie Facebook eigentlich hochprofessionell einsetzen.

Aktuelles Beispiel ist ein Cousin zweiten Grades von mir. Dieser Cousin lebte in seiner Jugend in Deutschland, spricht dementsprechend gut Deutsch und zog dann vor knapp 15 Jahren wieder in die Türkei und lebt nun dort in Antalya. Dort betreibt er ein Geschäft für Schmuck. Antalya ist eine von Tourismus geprägte Stadt, Schmuck ist demnach weitgehend eine Saisonware und lebt mindestens zu Dreiviertel von vorbeiflanierendem Zufallsgeschäft und einem Viertel Stammkundschaft. Was man vor Ort kaum befeuern kann (außer man setzt auf nervende und in vielen Städten schon verbotene “Botschafter”, die Touristen bedrängen, das Ladengeschäft zu besuchen), lässt Raum für einfache, aber hochwirksame Ideen. Und hier kommt Facebook ins Spiel.

Mein Cousin macht nämlich jeden Unsinn mit und hat darüber hinaus ein Facebook-Profil. Und ein Ergebnis davon sind Fotos, das ihn mit Touristen (und vor allem mit Touristinnen :-) ) zeigt und das im Profil einer offensichtlichen Schmuckkäuferin hochgeladen wurde. Auf diesem Bild sind alle abgebildeten Freundinnen verlinkt. Und eben auch mein Cousin, mit dem Bildhinweis, dass das der nette, deutsch sprechende Schmuckverkäufer in Antalya war: (Sorry für die Anonymisierungen, sieht albern aus, lässt sich aber nicht ändern):

That’s it. Höflich und unvergesslich beim Kunden bleiben, sich auf einem Gemeinschaftsfoto verewigen lassen, auf das eigene Facebook-Profil verweisen und dann einfach machen lassen. Ergebnis sind sieben Verlinkungen von Personen in vier Facebook-Profilen der fotografierten Personen und ein somit gebildetes Netzwerk, das über tausende Kilometer reicht. Der Moment als ewiges Aushängeschild.

Mache diese Wirksamkeit bitte einmal jemand mit traditionellen Medien nach, ohne dass es ein Euro kostet.

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Eine Ode an das Weblog.

18. Mai 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in BlogWelt

Auf die immer häufiger gestellte Frage, welcher denn der beste Weg sei, in der Sphäre des Web 2.0 Boden zu beackern, habe ich immer die gleiche Antwort (wenn es erst mal nicht um Personal oder Etat geht): Macht ein Weblog.

Weblogs sind für mich nach wie vor die Königsklasse des Web 2.0. Gründe? Gern:

  • Weblogs bieten die Möglichkeit des Erzählens von Geschichten. Im Businessumfeld muss das gut geplant und mitunter auch gut inszeniert werden, aber: Mit welchem anderen Medium geht das mit vergleichbarer Flexibilität, Geschwindigkeit und Kosteneffizienz?
  • Ein Weblog erzeugt, wenn es regelmäßig mit Inhalten befüllt wird, erstaunlich schnell eine Wirkung der Authentizität und der Wertigkeit und das – wenn man es richtig vermarktet – bei der Zielgruppe. Authentizität muss nicht wehtun, sondern kann ein Wettbewerbsvorteil und die Geheimwaffe sein.
  • Das Paradigma des Weblogs kommt von Hause aus mit der Idee daher, direkte Ansprachen zwischen Sender und Empfänger zu ermöglichen und auch einen Rückkanal in Form von Kommentaren mitzuliefern.
  • Weblogs sind (mit entsprechendem CMS) hochflexibel, was die Art der Inhalte und die Anbindung zu anderen Web-2.0-Diensten betrifft. In ein Weblog lässt sich YouTube integrieren, flickr, Social Networks und letztendlich jeder Dienst, der seine Inhalte per RSS-Feed exportieren lässt.
  • Inhalte von Weblogs lassen sich in Facebook exportieren und zur Not auch in Twitter – umgekehrt wird da nichts daraus.
  • Ein Weblog ist eine exklusive Angelegenheit, konkurriert also auf seiner Plattformebene nicht mit anderen Inhalte oder Benutzern. Bei einer Facebook-Seite oder einem Twitter-Stream sieht das schon erheblich anders aus, diese Dienste leben davon, dass die Plattform ein Diensteanbieter bereitstellt und man hier nur ein Kanal von vielen ist und mit diesen schon allein aus optischer Sicht unmittelbar konkurriert.
  • Echte Business-Blogs sind auch nach wie vor eher Mangelware und in genügend Branchen kann man mit nur wenig Pressearbeit ein neu gestartetes Weblog mit einem Bohei positionieren, das man vielleicht vor fünfzehn Jahren mit der ersten Unternehmens-Website erzielen konnte.

Über was wir nicht diskutieren müssen, weil es so ist: Hinter einem professionellen Weblog steckt eine Menge Arbeit und da sehe ich maximal nur ein Drittel davon in der Technik. Zwei Drittel der Arbeit steckt in der redaktionellen Arbeit. Auf jeden, der sich da hin wagt und ein Weblog starten will, wartet eine große Portion Arbeit. Aber: Es lohnt sich. Ich bin so frei und sage, dass das für alle Bereiche gilt, in denen Menschen etwas tun, was andere interessieren könnte.

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