Überraschung vom Telekom-Aktionärsservice.

Dass mich die Telekom umfassend überrascht und verblüfft, kommt inzwischen eher selten vor. Das liegt ausdrücklich nicht daran, dass ich nicht zufrieden wäre mit den Dienstleistungen, die ich von der Deutschen Telekom in Anspruch nehme, sondern ausnahmsweise mal mit dem Aktionärsservice der Deutschen Telekom.

Der Aktionärsservice bietet schon seit einigen Jahren die Möglichkeit, sich Einladungen zur Hauptversammlung nicht mehr per Briefpost, sondern per E-Mail zukommen zu lassen. Das kommt mir durchaus so entgegen, dass ich mir eigentlich Hinweise darauf, auf der Website des Aktionärsservice vorbeizuschauen, weil dort nun eine Einladung zur Hauptversammlung vorliegt, selbst dann zuschicken lassen würde, wenn diese nicht verschlüsselt in der Mailbox landen würden.

Man kann aber optional eine E-Mail-Verschlüsselung anfordern. Und das wirklich überraschende: PGP-verschlüsselt, wenn man seinen Public-Key in sein Aktionärsprofil aufnimmt. Das habe ich in spontaner Ergriffenheit und der traurigen Gewissheit, einer von den ungefähr 17 Menschen in Deutschland zu sein, die regelmäßig PGP/GnuPG einsetzen, sofort getan und tatsächlich: Die Bestätigungsmail darauf kam PGP-verschlüsselt. Es geschehen Zeichen und Wunder. Und das auch bei der Lufthansa, denn dort funktioniert es ganz genauso.

Zufall ist das übrigens keiner, denn beide Aktiengesellschaften nehmen, wie einige andere Aktiengesellschaften auch, für die Aktionärsregisterverwaltung die Dienstleistungen eines Unternehmens namens Adeus – ein Tochterunternehmen der Allianz AG – in Anspruch, das genau diese Dinge im Auftrag übernimmt.

Mobile Bordkarte bei der Lufthansa.

Im SPIEGEL dieser Woche gibt es eine ganzseitige Werbeanzeige der Lufthansa, mit der die Fluggesellschaft für das so genannte „mobile Ticket“ wirbt. Damit soll der engagierte Passagier noch schneller und komfortabler in sein Flugzeug kommen, da er praktisch von überall her online einchecken kann und die Bordkarte auf sein Handy geschickt bekommt, entweder als MMS oder als angehängte Grafik in einer E-Mail:

Diese Grafik holt sich dann der Flugpassagier kurz vor dem Einsteigen auf das Display seines Mobiltelefones, hält das dann an ein Lesegerät und wird eingecheckt. Kein papiernes Flugticket, das offenbar so viele Menschen verkehrtherum in das Lesegerät einstecken, dass immer eine dauerlächelnde Dame dies tun muss. Und damit man sich das mal anschauen kann, gibt es die Möglichkeit, sich so eine mobile Bordkarte testweise in einer E-Mail oder einen Link zu einer individuellen Seite mit der mobilen Bordkarte per SMS zusenden zu lassen.

Bemerkenswert an dieser Anzeige ist auch, wie der URL zur Web-Seite, auf der man sich so eine mobile Bordkarte zusenden lassen kann, übermittelt wird, nämlich ebenfalls durch einen 2D-Barcode:

Bemerkenswert viel Hightech in einer Werbeanzeige und für Spielkinder fast so unterhaltsam wie die früheren Werbeschreiben von Time-Life, bei dem man Märkchen auf die Antwortkarte kleben musste und das alles nur dazu diente, damit der Konsument möglichst lange mit der Thematik beschäftigt ist.

Lufthansa.

Ich bin mal gespannt, ob ich das bereue: Ich bin Aktionär der Deutschen Lufthansa AG geworden. Anlagegründe sind vor allem die Empfehlungen, die argumentieren, dass die Flugindustrie massiv im Umbruch steht und vor allem die großen Fluggesellschaften die Nase vorn behalten, die auch mittelgroße Einbrüche in den Passagierzahlen überleben können. Und dazu kommt, dass die Lufthansa in den vergangenen Monaten und Jahren ihren Laden durch harte Restrukturierung aufgeräumt hat.

Schon ein paar Tage alt, aber imho fundiert: Wie die Lufthansa die Airline-Krise meistert