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Zum Tode von John Barry.

7. Februar 2011 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MovieWelt

Niemand hat zum Tode von John Barry, dem James-Bond-Chefkomponisten, so einen wunderbaren Nachruf geschrieben, wie der SPIEGEL in dieser Woche. Ich bin so unverschämt, den gesamten Nachruf hier zu zitieren, der Verlag möge das einem langjährigen Abonnenten bitte nachsehen…

John Barry, 77. Wer die Augen schließt und nur der Musik lauscht, die der britische Komponist für das Melodram “Jenseits von Afrika” (1985) schrieb, erinnert sich mit größter Klarheit an die Bilder des Films. Fünf Oscars erhielt Barry im Laufe seiner Karriere für die beste Filmmusik oder das beste Lied. Er konnte mit seinen Kompositionen ganze Welten evozieren – die erhabene Weite der afrikanischen Savanne oder die mondäne Eleganz der europäischen Hautevolee in den James-Bond-Filmen. Das legendäre Motiv für die Agentenfilm-Serie stammte von Monty Norman, doch Barry prägte es, macht es dynamischer, aggressiver und passte es im Lauf der Jahrzehnte geschmeidig den wandelnden musikalischen Moden an, so dass es stets frisch und unverbraucht wirkte. Nur wenige Komponisten konnten so lässig Klassik, Jazz und Rock verbinden wie er. Genau diese Mischung machte die Titelsongs, die er für die 007-Filme “Goldfinger” oder “Diamantenfieber” schrieb, zu weltweiten Hits. John Barry starb am 30. Januar in Glen Cove auf Long Island.

Diesem Nachruf ist nichts, aber auch wirklich gar nichts mehr hinzuzufügen.

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James Bond auf Bluray.

28. Januar 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MovieWelt

Seit einer Weile gibt es in Sachen Bluray für James-Bond-Fans (oder auch umgekert, je nachdem) ein richtiges Highlight und auch Schnäppchen zu machen. Und man kann nur sagen, dass es MGM Home Entertainment an dieser Stelle wirklich richtig macht.

Es geht darum, dass man bei MGM Home Entertainment offenbar daran arbeitet, die gesamte James-Bond-Reihe auf Bluray in HD zu veröffentlichen. Wer weiß, dass HD mehr als viermal so viel Pixel übertragen kann, wie eine DVD, kann erahnen, dass das zwar mit neueren Filmen ganz gut funktioniert, bei alten Schinken jedoch ein wirkliches Problem ist: Vierzig Jahre gehen nun eben auch nicht an einem Film einfach mal so vorbei und das Alter eines Filmes sieht man unter HD dann eben gleich um ein Vielfaches deutlicher.

Also, haben sich die Leute bei MGM Home Entertainment gesagt, müssen die alten Schinken zum digitalen Friseur und dafür gibt es so Unternehmen wie Lowry Digital in Kalifornien, die das Filmmaterial digitalisieren, reparieren, retuschieren, farblich aufhübschen und von dieser gesamten Arbeit einen HD-Master erstellen, der dann als Basis für HD-Produkte dient.

Das Ergebnis davon ist schlicht der Hammer. Der Klassiker “James Bond jagt Dr. No” ist derartig gut und doch behutsam nachbearbeitet, dass man durchaus denken könnte, dass es sich um einen niegelnagelneuen Film handelt – bis Sean Connery in jungen Jahren auftaucht und diese Illusion auf seine Weise abhängt. Keine Staubfehler mehr, keine zappelnden Haare am Bildrand, grandiose Farben und vor allem ein kristallklarer Ton. Ich kenne zwar alle Folgen, allerdings ist der nochmalige Genuss in HD eine ganz andere Dimension.

Aktuell gibt es nun sechs James-Bond-Filme (“Casino Royale” mal ausgenommen, der existierte bereits vorher): James Bond jagt Dr. No, Liebesgrüsse aus Moskau, Feuerball, Leben und sterben lassen, In tödlicher Mission und Stirb an einem anderen Tag. Jede Folge kostet um die 25 Euro als Einzelprodukt mit einem Booklet. Unterm Strich also 150 Euro.

Der Clou ist, dass man mitdenkt: Gibt es Leute, die weniger Wert auf das Einzelprodukt mit Booklet legen, lieber etwas mehr Geld auf einmal auf den Tisch legen und dafür dann aber Geld gegenüber dem Einzelprodukt sparen wollen? Ja, gibt es. Und so gibt es dann die sechs Folgen in zwei einzelnen Sammelboxen mit je drei Folgen (Box 1 und Box 2), die jeweils um die 50 Euro kosten.

Und das Spiel haben sie dann noch weiter gedacht und noch eine übergreifendes Bundle entwickelt, die beide einzelne Sammelboxen und damit alle sechs Folgen enthält und die dann 90 Euro kostet. Macht umgerechnet mit einem Preis von 15 Euro pro Folge eine Ersparnis von schlappen 10 Euro – pro Folge. Und damit kosten sechs James-Bond-Folgen auf Bluray so viel, wie drei The-Matrix-Folgen.

Das ist schlicht ein fertig gedachtes Konzept für Sammler, Fans und einfach nur Konsumenten. So freut man sich gern auf die nächsten Sammelboxen, die leider dank des Remasterings nicht ganz so flott erscheinen, wie man das gern hätte.

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Der beste James-Bond-Soundtrack? For Your Eyes Only!

6. Dezember 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MovieWelt

Ganz klar, da gibt es null Widerrede: In meiner Sammlung ALLER James-Bond-Soundtracks glänzt der Soundtrack von For Your Pyes Only einfach nur gewaltig. Und das hat einen ganz einfachen Grund: Die Federführung für das Album hatte niemand anderes als Bill Conti, dem Gott für US-Fernsehserien und B-Movies, bei denen der Opener einen großen Teil der Dramaturgie übernehmen muss. Kein “Denver Clan”, kein “Falcon Crest”, kein “Cagney & Lacey”, kein “Rocky”, kein “Karate Kid”, nichts von alledem ohne den Titelsound von Bill Conti, der problemlos Jahre im Ohr bleiben konnte. Keiner beherrscht es so gut, mit fulminantem Orchester oder mit sekundenlangen Fanfarenzügen zu malen.

Im Soundtrack zu “For Your Eyes Only” kommt dann auch wirklich alles vor, was die früheren Achtziger so hergegeben haben. Der schmutzige James-Bond-Sound, übertönt von damals modernen Fanfaren und fast schon rockiger Musik, dann teilweise klassische Musik und auch so Experimente wie “Gonzales Takes A Drive”, in dem spanisch klingende Folklore mit Funk gepaart ist.

Auch wenn der Film zu den eher merkwürdigeren Bond-Filmen gehört – der Soundtrack ist sicherlich in der Top 5 aller Bond-Soundtracks.

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Der “Zorin-Zeppelin”.

23. November 2008 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in MovieWelt

Manchmal frage ich mich schon, ob es nicht besser wäre, das Internet nicht zu haben, wenn man beispielsweise fernsieht.

Gestern Abend, James Bond, “Im Angesicht des Todes”. In der unrühmlichen ARD-Kinderversion, in der die Szene, in der Mayday zu James Bond ins Bett schlüpft, leicht nachbearbeitet ist, so dass der Bruchteil der Sekunde, in der der blanke Busen von Grace Jones sichtbar wäre, nicht mehr ist. Immerhin aber rückblickend betrachtet einer der spektakuläreren Bond-Filme, auch wenn Roger Moore furchtbar lächerlich aussieht, wenn er auf einem Pferdesimulator gefilmt wird.

Irgendwann gegen Ende erscheint der berühmte Zeppelin des Bösewichtes Max Zorin (gespielt vom einfach wunderbaren Christopher Walken), der aus einem kleinen Bürohäuschen entsteigt und gen Golden-Gate-Bridge fliegt, mit James Bond am Halteseil.

Nun sieht man zu Beginn recht deutlich die Kennung des Zeppelin, diese lautet G-BIHN. Was liegt also näher, als mal, rein interessehalber, mal nach dieser Kennung zu recherchieren?

Erstes Ergebnis: Der Zeppelin existierte tatsächlich und wurde 1980 von einer britischen Firma namens AirShip Industries gebaut. Die Baureihe nennt sich SkyShip 500 und als zweites, je gebautes Modell dieser Baureihe nennt sich dieses Schiff “SkyShip 500-02”. Der Bond-Kenner würde sich nun damit zufriedengeben und sich sagen, dass das so korrekt sein dürfte, denn immerhin werden die meisten Indoor-Aufnahmen und viele Spezialeffekte in den Heimatstudios der Bond-Filme, in den Pinewood-Studios gedreht und die befinden sich ebenfalls in Großbritannien, nahe London. Eine eigene Webseite zum Zorin-Zeppelin auf der Website des Airship Heritage Trust bestätigt dies auch weiterhin. Hier gibt es weiter unten auch nette Fotos darüber, wie die Nahaufnahmen auf der angeblichen Golden-Gate-Bridge entstanden sind.

Der Artikel beantwortet nämlich auch eine andere Frage: Wie entstanden denn nun die wenigen Bilder, auf denen die vollständige Golden-Gate-Bridge und der Zorin-Zeppelin zu sehen sind, denn hier war genau dieser Zeppelin mit der Kennung G-BIHN ja auch zu sehen?

Das wiederum ist eine andere Geschichte, denn genau der SkyShip 500-02, also G-BIHN, war zu Zeiten der Dreharbeiten nämlich ebenfalls in Kalifornien und zwar im Auftrag von Fujifilm, dessen Werbung er trug. Und genau dieser Zeppelin war auch ein Hauptdarsteller einer anderen Großproduktion, nämlich der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele 1984 in Los Angeles am 28. Juli 1984. Dort schwirrte nämlich genau dieser Zeppelin – dem Anlass entsprechend mit dem Schriftzug “WELCOME” – durch die Lüfte:

Laut der Website der britischen Civil Aircraft Registry ist der runde Kollege seit dem 31. Januar 1991 auch nicht mehr im Einsatz und auch nicht mehr registriert.

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James-Bond-Night in Stuttgart.

17. November 2008 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in MovieWelt

Meine Lieblingskreditkartengesellschaft hat am Freitag zur James-Bond-Night nach Stuttgart zur dortigen Filiale des Modehauses Peek & Cloppenburg geladen. Als heimlicher Fan von James Bond durfte ich mir das natürlich nicht entgehen lassen, möglicheweise auch deshalb, weil ich bei der Anmeldung noch nicht wusste, dass nach dem Konsum aktuellen James-Bond-Film genau das erforderlich ist, was im Filmtitel angekündigt wird.

Wie auch immer, Peek & Cloppenburg hat sich redlich bemüht, die geladenen James-Bond-Fans auf eigene Weise zu trösten und das gelang ihnen ausgesprochen gut. Das Filmorchester Babelsberg spielte live James-Bond-Hits ein, die deutsche Synchronstimme von Daniel Craig, Dietmar Wunder, moderierte und im dritten Stock hatte man den erstaunten Besuchern eine Reihe von Reliquien aus alten James-Bond-Filmen präsentiert. Beispielsweise ein Raumanzug aus Moonraker, diverse Uniformen von Armeen einiger Bösewichter, berühmte Abendkleider und auch Anzüge von verschiedenen James Bonds und James-Bond-Kollektionen. Dazu einige Originale aus der Filmproduktion, beispielsweise originale Produktionsberichte, Drehbuchausschnitte und Sketches, einen vergoldeten Gipsbarren aus Goldfinger.

Das absolute Highlight gab es dann in Form eines mobilen Ad-Hoc-Casinos mit Roulette, Poker und Black Jack. Realisiert wurde das mit einem erstaunlichen Unternehmen namens Plein & Cheval aus Berlin, die ein mobiles Spielcasino betreiben. Ich wusste dabei nicht, was interessanter war: Die perfekten Tische, die professionellen Croupiers oder der Schwabe beim Setzen, so als ob es um etwas ginge. ;-)

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