Die AVM Fritzbox als VPN Secure Gateway für das iPhone.

Update vom 2. März 2012: In der Zwischenzeit hat AVM mitgedacht und in dem kleinen Softwareprogramm „FRITZ!Fernzugang einrichten“ eine Option eingebaut, mit der in einer zu erstellenden Konfiguration die Secure-Gateway-Funktion eingebaut werden kann. Dieser Artikel ist mit seiner komplexen Anleitung daher weitgehend hinfällig und steht hier nur noch aus historischen Gründen, dennoch gelten die technischen Hintergründe nach wie vor und sind aktuell.

Vor einiger Zeit habe ich versucht, meine AVM Fritzbox 7270 für eine verwegen klingende, aber gar nicht so unsinnige Funktion einzusetzen: Mit meinem iPhone wollte ich die die VPN-Funktionalität der Fritzbox nutzen, um zwischen iPhone und Fritzbox ein VPN aufzubauen. Über dieses VPN wollte ich nicht nur Rechner in meinem eigenen Netzwerk erreichen, sondern die Fritzbox so einsetzen, dass über sie auch der Datenverkehr abgewickelt wird, der vom iPhone ins Internet möchte. Die Idee dahinter war, auf diesem Weg dann auch ein offenes und unverschlüsseltes WLAN nutzen zu können, denn der gesamte Datenverkehr von und zum Internet könnte dann eben über diesen VPN-Tunnel abgewickelt werden.

So weit, so gut. Was mit größeren Gerätschaften funktioniert, funktionierte jedoch nicht mit der Fritzbox. Zwar konnte ich über den VPN-Tunnel mein Netzwerk erreichen, jedoch keinen Datenverkehr ins Internet routen. Das blockte die Fritzbox ab und das ließ sich auch mit einigem Gefrickel in der Konfiguration nicht ändern.

Um es kurz zu machen: Nun geht es! Mit dem Firmware-Update vom September 2010 wurde die VPN-Funktionalität offenbar entsprechend angepasst, so dass nach einer kleinen Änderung der VPN-Konfigurationsdatei, die für den Import in die Fritzbox bestimmt ist, die Fritzbox als Secure Gateway für VPN-Verbindungen von einem iPhone (und natürlich auch einem iPad) genutzt werden kann. Hier mal alles Notwendige Schritt für Schritt.

Schon eine VPN-Konfiguration auf der Fritzbox?

Dann bitte Vorsicht walten lassen, denn wenn jetzt die neu erstellte VPN-Konfigurationsdatei hochgeladen wird, werden alle bestehenden VPN-Konfigurationen entfernt. Wenn also eine bestehende VPN-Konfiguration vorhanden ist und die auch noch benötigt wird, dann müssen beide VPN-Konfigurationen in einer Datei zusammengeführt werden. Hier sollte bitte das oben genannte Programm „FRITZ!Fernzugang einrichten“ zum grundlegenden Aufbau der VPN-Konfiguration eingesetzt werden, damit die Verschachtelung der einzelnen Konfigurationen korrekt bleibt. Die notwendigen Änderungen für die VPN-Verbindung des iPhone lässt sich dann immer noch nachträglich hinzufügen.

VPN-Konfiguration auf der Fritzbox

Die Fritzbox hat nach wie vor auf ihrer Benutzeroberfläche keine eigene Einstellungsmöglichkeiten für VPN-Verbindungen, diese müssen also weiterhin als VPN-Konfigurationsdatei importiert werden. Solche VPN-Konfigurationsdateien können mit einem kostenlosen Programm namens „FRITZ!Fernzugang einrichten“ (gibt es bei AVM im Download-Bereich) erstellt werden. Da wir jedoch für die VPN-Geschichte vom iPhone die so erstellte VPN-Konfigurationsdatei sowieso nochmal anpassen müssen, hier eine VPN-Konfigurationsdatei in ganzer Länge zum Herauskopieren und Anpassen. Ist zwar nicht schön formatiert, erfüllt aber seinen Zweck. Einfach den folgenden eingerückten Teil in einen Texteditor kopieren. Infos zu den rot markierten Bereichen gibt es weiter unten:

vpncfg {
connections {
enabled = yes;
conn_type = conntype_user;
name = "Accountname";
always_renew = no;
reject_not_encrypted = no;
dont_filter_netbios = yes;
localip = 0.0.0.0;
local_virtualip = 0.0.0.0;
remoteip = 0.0.0.0;
remote_virtualip = 192.168.178.202;
remoteid {
key_id = "Accountname";
}
mode = phase1_mode_aggressive;
phase1ss = "all/all/all";
keytype = connkeytype_pre_shared;
key = "sharedsecret";
cert_do_server_auth = no;
use_nat_t = yes;
use_xauth = yes;
use_cfgmode = no;
xauth {
valid = yes;
username = "Accountname";
passwd = "Kennwort";
}
phase2localid {
ipnet {
ipaddr = 0.0.0.0;
mask = 0.0.0.0;
}
}
phase2remoteid {
ipaddr = 192.168.178.202;
}
phase2ss = "esp-all-all/ah-none/comp-all/no-pfs";
accesslist =
"permit ip 192.168.178.0 255.255.255.0 192.168.178.202 255.255.255.255",
"permit ip any 192.168.178.202 255.255.255.255";
}
}

Zu den rot markierten Bereichen:

  • „name“ und „key_id“
    Ein beliebiger Accountname, der in beiden Feldern gleich lauten muss. Keine komplizierten Sonderzeichen oder Leerschritte.
  • „remote_virtualip“ und „ipaddr“
    Das ist die virtuelle IP-Adresse, unter der das iPhone (bzw. der VPN-Client) später im lokalen Netzwerk der Fritzbox erscheinen wird. Wenn das LAN mit den Netzwerk-Standardeinstellungen betrieben wird, nutzt die Fritzbox das Netzwerk 192.168.178.x und für VPN-Clients IP-Adressen ab 201. (In diesem Fall habe ich jetzt die 192.168.178.202 ausgewählt, weil ich noch eine weitere VPN-Konfiguration nutze, die hier nicht aufgeführt ist.)
  • „key“
    Hier ist der Shared Secret für die IPSec-Verschlüsselung einzutragen. Prinzipiell gehen hier auch Sonderzeichen, es genügt jedoch eine Zeichenfolge mit Groß- und Kleinbuchstaben, sowie Ziffern. Da dieses Shared Secret später auf dem VPN-Client auch nur einmal eingegeben werden muss, darf es gern länger sein, bei mir sind es 16 Stellen.
  • „username“ und „passwd“
    Das sind Benutzername und Passwort für die zusätzliche XAUTH-Authentifizierung. Hier empfehle ich für „username“ den oben schon festgelegten Accountnamen, für „passwd“ ist ein Passwort empfehlenswert, das nicht das Shared Secret ist und immerhin so aufgebaut sein sollte, dass man es sich einfach merken kann, da dieses Passwort bei jedem VPN-Verbindungsaufbau – zumindest auf dem iPhone – eingegeben werden muss.
  • „accesslist“
    Die Zeile mit dem rot markierten Eintrag ist eminent wichtig dafür, wie der ausgehende Datenverkehr des VPN-Clients auf der Fritzbox behandelt werden soll. Hier ist wichtig, dass die rot markierte IP-Adresse genau die gleiche Adresse ist, wie weiter oben bei „remote_virtualip“ und „ipaddr“ angegeben.

Alles angepasst? Dann die Datei mit beliebigem Dateinamen und der Dateiendung „.cfg“ abspeichern und diese Datei in die Fritzbox importieren. Das passiert in der Rubrik „Internet“ unter „Freigaben“ und dort in der Registerkarte „VPN“. Der Importvorgang dauert einige Sekunden und quittiert dann entweder mit einem erfolgreichen oder erfolglosen Import. Ist er erfolglos, stimmt mit ziemlicher Sicherheit etwas am Aufbau der VPN-Konfiguration nicht.

VPN-Konfiguration auf dem iPhone

Die VPN-Konfiguration auf dem iPhone ist weit weniger kompliziert, als es klingt. Zu finden ist sie in den Einstellungen unter „Allgemein“, dort unter „Netzwerk“ und dort wiederum unter „VPN“. Hier auf „VPN hinzufügen“ tippen und den Button „IPSec“ wählen. Es erscheint folgendes Fenster:

Auch hier kurz die einzelnen Punkt ausführlich:

  • Beschreibung
    Die Beschreibung kann frei gewählt werden und dient lediglich zur Kennzeichnung der VPN-Verbindung auf dem iPhone.
  • Server
    Hier kommt die Adresse hinein, unter der die Fritzbox im Internet zu erreichen ist. Wer eine feste IP-Adresse hat, kann entweder die IP-Adresse oder den Hostnamen angeben. Wer keine feste IP-Adresse hat, kann sich mit einem DynDNS-Dienst behelfen.( Ich setze dyndns.org ein, die dazugehörigen Daten können bequem in der Fritzbox hinterlegt werden, so dass die Fritzbox selbstständig dafür sorgt, bei einem DSL-Verbindungsneuaufbau auch den DynDNS-Eintrag zu aktualisieren.)
  • Account
    Hier kommt der Accountname ein, der oben in der VPN-Konfiguration festgelegt wurde.
  • Kennwort
    Und hier eben das oben festgelegte Kennwort (nicht das Shared Secret!) hinein, wenn nicht bei jedem Verbindungsaufbau neu nach dem Kennwort für die Verbindung gefragt werden soll. Ich empfehle, das Kennwort hier nicht zu hinterlegen, so wie ich es immer bei mobilen Geräten handhaben würde, die VPN-Verbindungen in Netzwerke aufbauen können sollen, die nicht von einem eigenen Administrator, der im Ernstfall schnell die VPN-Konfigurationen deaktivieren kann, gehostet werden.
  • Zertifikat verwenden
    Ausgeschaltet lassen, wir verwenden kein Zertifikat.
  • Gruppenname
    Hier auch einfach den Accountnamen eintippen.
  • Shared Secret
    Und hier kommt das Shared Secret hinein.
  • Proxy
    Auf „Aus“ gestellt lassen, wir verwenden keinen Proxy.

Das war es. Einstellungen sichern und gut.

VPN aufbauen

Das VPN lässt sich in den iPhone-Einstellungen mit dem nun neu eingeblendeten VPN-Schieber starten. Einfach den Schieber aktivieren und schon wird versucht, den Tunnel zu öffnen. Wird der Tunnel zur Fritzbox etabliert, erscheint nach einigen Sekunden die Passwortabfrage. Glückt diese, erscheint in der Infozeile des iPhone ein winziges VPN-Symbol, gleichzeitig ist auf der Benutzeroberfläche die nun aktive VPN-Verbindung zu sehen.

Wer ein Jailbreak-iPhone besitzt und das höchst empfehlenswerte Programmpaket SBSettings installiert hat, um damit einige grundlegende Funktionen des iPhone schnell zu aktivieren, kann in Cydia noch das zusätzliche Paket „SBSettings VPN Toggle“ installieren, das dann einen zusätzlichen Button für das Aktivieren/Deaktivieren der VPN-Verbindung zu SBSettings hinzufügt. Komfortabler geht es dann kaum noch.

Die üblichen Hinweise, Fragen und Antworten

  • iPad?
    Gute Nachricht: Funktioniert im Prinzip genau so, wie auf dem iPhone und ist auch genau so zu konfigurieren.
  • VPN-Passwörter auf mobilen Geräten
    Wie oben kurz angerissen: VPN-Passwörter gehören nicht auf mobile Geräte, auch wenn diese Sperrfunktionen haben. Mit dem Shared Secret geht es nicht anders, das Passwort für die zusätzliche XAUTH-Authentifizierung muss man jedoch wirklich nicht auf dem iPhone hinterlegen, sondern gibt das bei jedem Verbindungsaufbau ein. Grundsicherungsmaßnahme.
  • Absicherung der Fritzbox
    Ein paar Dinge müssen auch einfach hier klar sein. Die Fritzbox braucht ein vernünftiges Passwort, ein eingerichtetes WLAN-Netzwerk sollte verschlüsselt mit WPA2 und einem hinreichend langen Key arbeiten und wenn man die Fritzbox-Bedienoberfläche für Fernzugriffe aus dem Internet aktiviert, dann bitteschön SSL gesichert und mit gesondertem HTTP-Zugriffspasswort. Ein sicheres VPN lebt davon, dass sowohl Client, als auch Server gesichert sind.
  • Ist der Tunnel sicher?
    IPSec ist grundsätzlich state-of-the-art und eine aktuelle und weit verbreitete VPN-Tunneltechnologie. Welche Algorithmen tatsächlich eingesetzt werden, habe ich aktuell nicht parat, es dürfte sich jedoch um grundsätzlich starke Verschlüsselung handeln, die noch mit einer zusätzlichen Benutzerauthentifizierung („XAUTH“) ergänzt wird. In Sachen Tunnel gilt: Aufgebaut wird der immer nur zwischen Client und Server, also in diesem Fall zwischen iPhone und Fritzbox. Wenn also nicht gerade jemand eine Man-in-the-middle-Attacke fährt und beispielsweise den Endpunkt so manipuliert, dass dieser nicht auf der heimischen Fritzbox endet, sondern auf einem anderen Gerät, ist man also weitgehend sicher davor, dass der Tunnel von Dritten abgehört werden kann – wenn eben die Schlüssel hinreichend komplex sind.
  • Kann man dem VPN-Client auf dem iPhone trauen?
    Das ist eine gute Frage. Pardon, kann ich nicht beantworten. Zum einen, weil ich kein Verschlüsselungsspezialist bin und zum anderen, weil die iOS-Software des iPhone/iPad nicht öffentlich zur Evaluation zur Verfügung steht. Dass „Cisco“ draufsteht, ist zumindest ein Zeichen dafür, dass es sich nicht um ganz namenlose Software handelt und da viele Unternehmen auf Cisco-Router und -Software schwören, kann man sich zumindest ein Stück weit darauf verlassen, dass es nicht ganz so üble Software sein dürfte. Für Paranoiker gilt jedoch auch hier, dass sowohl Apple, als auch Cisco eben US-amerikanische Unternehmen sind.
  • Performance und Stromverbrauch
    Die Performance der Fritzbox ist für VPN-Verbindungen ausreichend, selbst mehrere VPN-Verbindungen bedient meine Fritzbox 7270 problemlos. Da sie eine ADSL-Fritzbox ist, ist die Limitierung des ADSL-Anschlusses vermutlich schneller erreicht, als die VPN-Verschlüsselungsperformance. Auf dem iPhone gilt das grundsätzlich auch, nur ist hier zu beachten, dass alles, was zusätzliche Performance braucht, Energie verbraucht und die muss man sich auf einem iPhone immer gut einteilen. Es macht also Sinn, das VPN immer dann einzusetzen, wenn man es auch zwingend braucht und das ist immer dann der Fall, wenn ein drahtloses Netzwerk unverschlüsselt sendet und die zu übertragene Kommunikation das ebenfalls ist. Nutzt man über das iPhone beispielsweise SSL-gesichertes Banking oder Mailkonten auf Basis von ActiveSync oder verschlüsseltem IMAP, dann sind diese Kommunikationskanäle bereits verschlüsselt. Ebenso unproblematisch ist so Kommunikation wie beispielsweise der eingebauten Wetter-App, die niemand wirklich verschlüsselt braucht. Sinnvoll ist VPN-Verschlüsselung spätestens dann, wenn Apps über API auf Dienste zugreifen und hier befürchtet werden muss, dass dies nicht über HTTPS gesichert läuft. Kaum eine Social-Networking-App tut das nämlich oder bietet hierzu Optionen an. Spätestens hier ist der VPN-Tunnel gefragt und die investierte Energie eine gute Anlage.

Google App auf dem iPhone und Benachrichtigungen.

Die Erklärungen in diesem Blog zur Synchronisation von Kalender und Kontakte zwischen iPhone und den korrespondierenden Google (Links siehe unten) erfreuen sich größerer Beliebtheit. Nicht ganz unberechtigt, denn die Synchronisation funktioniert flott und zügig.

Kleiner Hinweis am Rande: Am gestrigen Montag hat Google nach langer Zeit seine eigene iPhone-App aktualisiert, die nun den iPhone-eigenen Push-Dienst für Google Mail und Google Calendar unterstützt. Das funktioniert relativ simpel dadurch, in dem in der App die Zugangsdaten zum Google-Konto hinterlegt werden und die App dann im Hintergrund die Verbindung zur Google-Cloud hält und entsprechende Meldungen als Push-Meldung anzeigt.

Sinnvoll ist das selbstverständlich nur dann, wenn der Anwender Google Mail bzw. Calendar nicht über die iPhone-eigenen Borddienste synchronisiert. Tut man das, ruft also Google Mail über die iPhone-Mailwendung und/oder Google Calender über den iPhone-Kalender ab, braucht es keinen zusätzlichen Push über die Google-App.

Und weil es inzwischen recht komplex geworden ist, hier nochmal sorgfältig sortiert alle korrespondierenden Artikel im Blog zur Google-iPhone-Synchronisation:

Kleine Entwarnung in Sachen Kontakte-Sync via Google Contacts.

Nur der Form halber: Blog-Leser Benjamin (danke nochmal!) hat die Meldung durchgegeben, dass die vor einigen Tagen beschriebene Problematik der falschen Geburtstage bei der Synchronisation zwischen Google Contacts und synchronisierenden Gerätschaften wie z.B. dem iPhone nun behoben sind. Ich habe mich da auch nochmal im Google-Forum informiert, so dass nun sicher ist, dass seit Mittwoch die Synchronisation wieder korrekt läuft und Geburtstage nicht mehr verfälscht werden.

Es darf also wieder munter synchronisiert werden, wobei die Arbeit, jetzt mal alle Geburtstage manuell zu prüfen, erst anfängt. Man glaubt es nicht, was man für ein Geschäft mit Adressen und Kontaktdaten haben kann. Echt wahr.

iPhone-Jailbreaken für Anfänger.

Mit dem ersten „richtigen“ Jailbreak für das iPhone-OS 4.0 hat es nun eine Weile gedauert. Zwar gab es schon für das iPhone 3G und frühere Modelle des 3GS mit altem Bootrom schon die Möglichkeit, über Ultrasn0w ein iPhone mit Cydia zu bekommen, allerdings arbeitet Ultrasn0w auf Basis eines eigenen Wiederherstellungspaketes und funktioniert nur dann, wenn das iPhone eben hinreichend alt ist. Neuere iPhone 3GS und Nutzer des iPhone 4 schauten aber bis dato noch in die Röhre.

Nun eben nicht mehr, mit jailbreakme.com können alle Geräte mit installiertem iOS 4.0 (und auch 4.0.1) gejailbreaked werden. Und das mit einer Leichtigkeit, die jegliche Sicherheitskompetenz Apples in Schutt und Asche fallen lässt, denn dieser Jailbreak muss nicht umständlich über ein am Computer verkabeltes iPhone vorgenommen werden, sondern funktioniert rein im MobileSafari des iPhones. Einfach mit dem iPhone die obige Website aufrufen, den Schieber nach rechts schieben, warten und nach ein, zwei Minuten ist das iPhone gejailbreaked und Cydia installiert. So einfach war es noch nie.

Was man mit einem Jailbreak und mit Cydia alles machen kann, bleibt jedem selbst überlassen. Ich habe ein paar Anwendungen, die vorzüglich einige Designmängel und Steve-Jobs-Privatprobleme beheben… FiveIconDocks, SBSettings, PrivaCy etc. Vor einer Weile habe ich mal meine Top-7 gebloggt, die probiert aber jede auf eigene Gefahr aus (Backgrounder und SMS Helper kann man sich übrigens inzwischen sparen).

Achtung! Akutes Problem mit der Synchronisation von Kontakten zwischen iPhone und Google Contacts.

[Update 6. August 2010] Das Problem ist inzwischen von Seiten Googles behoben worden, siehe auch hier: Kleine Entwarnung in Sachen Kontakte-Sync via Google Contacts.

Die Blog-Leser und Kommentatoren Steve und Benjamin haben mich zu meinen Artikel zur Einrichtung der Synchronisation von Kontakten zwischen iPhone und Google Contacts darauf hingewiesen, dass es offensichtlich einen bösen Bug gibt, den ich so auch nachvollziehen kann. Kurz umrissen:

Synchronisation zwischen iPhone und Google Contacts funktioniert. Auf dem iPhone wird eine Adresskarte geändert, beispielsweise eine neue Telefonnummer hinzugefügt. Nach dem Abspeichern synchronisiert das iPhone ordnungsgemäß via Google Sync mit Google Contacts. Nun ist jedoch bei Google Contacts das Geburtsdatum um einen Tag in die Vergangenheit verschoben. Auf dem iPhone scheint das Datum auch nach dem übernächsten Synchronisieren weiterhin korrekt zu bleiben.

Dummerweise kaskadiert das Problem jedoch, wenn nun jemand in Google Contacts die betroffene Adresskarte öffnet und dort in guter Absicht etwas an den hinterlegten Daten ändert und übersieht, dass das Geburtstagsdatum falsch ist. Denn speichert er die veränderte Adresskarte ab, wird das falsche Geburtstagsdatum natürlich auch abgespeichert und der Kontakt zur Synchronisation freigegeben, so dass die Adresskarte beim nächsten Synchronisieren die Inhalte auf dem iPhone überschreibt und das Geburtstagsdatum dann ebenfalls abändert. Wird nun danach auf dem iPhone die Adresskarte nochmals bearbeitet und wieder synchronisiert, schiebt sich das Geburtstagsdatum auf diese Weise Tag für Tag in die Vergangenheit.

Laut einem Thread in einem Google-Forum ist das Problem bekannt und wurde bereits für das iPhone-OS 3.0 gefixt, tauchte aber unter iOS 4.0 wieder auf. Im obigen Link, das auf den aktuellsten Teil des Threads führt, ist das Problem am 23. Juli 2010 auch für iOS 4.0 gefunden und wird im nächsten Update von Google Contacts gefixt. Wann das Update stattfinden wird, wird allerdings leider nicht gesagt.

Das Problem kann man so lange leider nur dadurch umgehen, in dem man bis auf weiteres konsequent darauf achtet, Kontakte nur auf dem iPhone anzulegen bzw. bestehende Kontakte auch nur dort abändert. Und für eine Übersicht über die bevorstehenden Geburtstage sollte man derzeit dann eben eher nicht auf Google Calendar vertrauen, sondern nur auf den Kalender im iPhone.

Synchronisation von Kontakten zwischen iPhone und Google Contacts.

Nach den vorhergehenden Artikeln zur Synchronisierung von Terminen zwischen iPhone und Google Calendar kommen wir nun zum nächsten Punkt, dem Synchronisieren von Kontakten. Auch hier gibt es einen eher weniger bekannten Dienst bei Google namens Google Contacts. So unbekannt, dass er in den meisten Auflistungen von Google-Diensten schlicht nicht aufgeführt ist.

Das hat allerdings einen Grund, denn zu Google Contacts muss man vorwegschicken: Es gehört zu den Google-Diensten, die noch sehr „beta“ sind. Zwar funktioniert Google Contacts zuverlässig und synchronisiert fehlerfrei, allerdings ist es von Benutzerfreundlichkeit noch weit entfernt und man sollte die Schwächen genau kennen, um seinen Adressbestand nicht zu ruinieren. Aus diesem Grund fange ich mit den potentiellen Fußfallen von Google Contacts an. Testet es ausführlich, wenn ihr es einsetzen wollt, denn man kann sich wirklich einen größeren Adressbestand ordentlich verhunzen, wenn man nicht aufpasst.

Die Fußfallen von Google Contacts

Das zentrale Problem zwischen der Synchronisation zwischen dem iPhone und Google Contacts sind die üblichen zwischen Synchronisationen verschiedener PIM-Anwendungen – nicht einheitliche Felder. Zwar kann man auch mit Google Contacts mehrere Telefonnummern einem Kontakt zuordnen, beispielsweise gibt es aber beim iPhone die Möglichkeit, zu einem Kontakt eine Telefonnummer unter der Rubrik „iPhone“ abzulegen. So eine Rubrik kennt Google Contacts nicht und synchronisiert die entsprechende Telefonnummer nicht. Weiterentwickelte Kontakteverwaltungen bieten hier zusätzliche Felder und zur Not auch frei definierbare Feldnamen an, Google Contacts ist hier aber nicht so weit.

Ein anderes, erheblich gefährlicheres Beispiel ist der Aufbau des Namens. Das iPhone kennt (wenn man alle Felder, die mit dem Namen zusammenhängen, hinzufügt): Titel, Vorname, Zweiter Vorname, Nachname, Namenszusatz, Spitzname. Google Contacts kennt allerdings nur Name und Titel, wobei „Titel“ auch noch unterschiedliche Bedeutungen haben; beim iPhone ist damit „Herr“ bzw. „Frau“ gemeint, bei Google Contacts die Position, also beispielsweise „Geschäftsführer“. Zwar ist Google Contacts nicht dumm und setzt im Namensfeld beim Synchronisieren bzw. Importieren von Kontakten den Namen aus einzelnen Namensfeldern selbstständig zusammen, das funktioniert jedoch mitunter nicht fehlerfrei. Meine Outlook-Kontakte im Aufbauschema „Herr Otto Mustermann“ importierte Google Contacts zwar augenscheinlich korrekt, synchronisierte aber „Herr“ als Vornamen, „Otto“ als zweiten Vornamen und „Mustermann“ als Nachnamen auf das iPhone.

Vorabüberlegungen zur Kontaktepflege

Es gibt daher ein paar Dinge zu beachten, wenn man Google Contacts dafür einsetzen möchte, die Kontakte auf dem iPhone zu synchronisieren:

  • Unbedingt mit einem Backup der zu importierenden Datensätze arbeiten. Wenn die Kontaktdaten aus einer Adressverwaltung kommen, den dortigen Adressbestand noch einige Zeit gesichert halten.
  • Google Contacts kann zwar Kontakte aus CSV-Dateien importieren, es macht jedoch Sinn, beim Exportieren von Adressen aus der alten Adressverwaltung nicht synchronisierbaren Ballast gleich wegzulassen. Dazu gehört das „Frau“ und „Herr“, also der Titel. Empfehlenswert ist es, zunächst eine kleine Auswahl an Kontakte testweise in Google Contacts zu importieren, auf das iPhone zu synchronisieren und zu prüfen.
  • Wer Kontakte aus einer Adressverwaltung exportiert, die frei definierbare Felder für Telefonnummernbezeichnungen ermöglicht, sollte sehr vorsichtig sein, denn hier wird es mit ziemlicher Sicherheit Probleme geben, die vornehmlich damit enden, dass die entsprechenden Telefonnummern nicht synchronisiert werden.
  • Vorsicht auch bei der Verwaltung von Anschriften. Google Contacts tut sich schwer mit der Verwaltung von Postleitzahlen und ordnet diese nicht korrekt zu, da offensichtlich das amerikanische System angewendet wird, bei dem die Postleitzahlen hinter dem Ortsnamen stehen. Auch hier ist die Adresspflege auf dem iPhone sicherer, da die dort hinterlegten Felder von Google Contacts anstandslos übernommen werden.
  • Notizen zu Kontakten werden übernommen, allerdings gehen jegliche Formatierungen verloren, also Fettdruck, Unterstreichungen etc.

Noch nicht abgeschreckt? Gut, ich bin es nach wie vor auch noch nicht und setze Google Contacts neben Google Calendar ein und synchronisiere damit auch auch regelmäßig iPhone und iPad. Denn die Kontaktesynchronisation hat einen gewaltigen Vorteil: Synchronisiert man bereits einen Google-Kalender via Active Sync (bzw. „Google Sync“), dann ist der Weg zum Synchronisieren von Kontakten nur noch ein Schalter weit entfernt:

Ihr seht den Schalter für „Kontakte“? Den einfach antippen und aktivieren und schon werden Kontakte mit Google Contacts synchronisiert. (Die genaue Anleitung von Google Sync findet sich im Artikel zur Einrichtung der Synchronisation zwischen iPhone und Google Calendar.)

Auch bei der Synchronisation von Kontakten gilt: Bestehende Kontakte auf dem iPhone bleiben weiterhin autonom und werden zumindest nicht auf dem iPhone automatisch zu Google Contacts verschoben. Der Weg muss hier über iTunes und eine externe Kontaktverwaltung laufen

Kontaktebestand importieren

Der Import von bestehenden Adressen zu Google Contacts ist relativ einfach. Importiert werden können CSV-Dateien und auch einzelne vCards. Mit dem Weg über CSV-Dateien werden alle gängigen Adressverwaltungen – inklusive Thunderbird, Outlook und Outlook Express – bequem abgedeckt. Wenn die alte Adressverwaltung Sortierungen in Kategorien ermöglicht hat (Outlook macht das beispielsweise sehr schön), dann werden diese Informationen übernommen, allerdings später nicht auf das iPhone synchronisiert, da das iPhone solche Kategorien nicht kennt. Die Kategorienverwaltung ist jedoch in Google Contacts unabhängig davon problemlos möglich.

Geburtstagsverwaltung

Schon in meinen Artikeln zu Google Calendar habe ich erwähnt, dass eine Geburtstagsverwaltung nicht mehr mit wiederholenden Terminen gemacht werden sollte, sondern dass Geburtstage sinnvollerweise mit einer Kontakteverwaltung in einen Kalender importiert werden sollten. Erfreulicherweise macht das Google Contacts sehr schön, es gibt für jeden Kontakt die Möglichkeit, dessen Geburtstag hinzuzufügen. Und wer sich dann in Google Calendar bei „Weitere Kalender“ den zusätzlich angebotenen Kalender für Geburtstage seiner Kontakte abonniert, bekommt die Geburtstage, die auf dem iPhone bzw. in Google Contacts hinzugefügt und gepflegt werden, frei Haus in seinen Google Calendar.

Mehrere Adressbücher?

Kurzum: No way. Erstens unterstützt das iPhone immer nur ein Adressbuch. Zweitens unterstützt auch Google Contacts nur ein Adressbuch. Und drittens kann Active Sync alias „Google Sync“ ebenfalls nur ein Adressbuch synchronisieren. Abhilfe könnte es vielleicht einmal mit einem Protokoll namens „CardDAV“ geben, mit der die Synchronisation von Adressbüchern unabhängig von Active Sync funktionieren soll. CardDAV wird vom iPhone ab iOS 4 unterstützt, allerdings kennt Google Contacts CardDAV noch gar nicht. Da aber Google Contacts eben noch beta ist, besteht hier berechtigte Hoffnung, dass das einmal funktionieren könnte.

Terminsynchronisation zwischen iPhone und Google Calendar via CalDAV.

Neben der Kalendersynchronisation zwischen iPhone und Google Calender via ActiveSync (alias „Google Sync“ bzw. im iPhone bekannt unter „Microsoft Exchange“), gibt es noch die Möglichkeit mit dem CalDAV-Protokoll. CalDAV ist im Gegensatz zu ActiveSync, das aus dem Hause Microsoft kommt, einer herstellerübergreifende Implementierung zur Kalendersynchronisation, hat aber durchaus gewichtige Vor- und Nachteile. Beginnen wir mit den Vorteilen von CalDAV:

  • Es ist, wie bereits geschrieben, herstellerübergreifend und eine freie Technologie zur Kalendersynchronisation.
  • Im Gegensatz zu ActiveSync können auch mehrere Kalender synchronisiert werden.

Allerdings gibt es auch gewichtige Nachteile:

  • CalDAV ist verhältnismäßig komplex und daher auch nicht ganz einfach zu implementieren (was uns als Anwender freilich bedingt stört).
  • Die Synchronisation ist mitunter langsamer, als bei ActiveSync.
  • Es werden mehr Daten als bei ActiveSync übermittelt (das ist vor allem ein Thema bei vielen Kalendern, vielen Terminen und Auslandseinsatz via Mobilfunk).

Dennoch bleibt den meisten Nutzern von iPhone/iPad und einem normalen Google-Konto nicht viel anderes übrig außer der Kalendersynchronisation per CalDAV. Seit dem 30. Januar 2013 hat Google die Unterstützung für Google Sync für alle Google-Konten eingestellt, die bis dato nicht mindestens einmal Google Sync genutzt haben.

Sprich: Haben Sie bisher mit einem normalen Google-Konto noch nie einen Kalender oder ein Adressbuch auf ein Smartphone synchronisiert oder das erste Mal so eine Synchronisation nach dem 30. Januar 2013 getan, ist in Sachen Kalendersynchronisation dies hier die korrekte Anleitung für iPhone und iPad. In Sachen Adressbuchsynchronisation zwischen iOS und Google Contacts gibt es einen weiteren Artikel von mir hier: Synchronisation von Kontakten zwischen iPhone und Google Contacts via CardDAV

Vorbereitung zum Synchronisieren von mehreren Kalendern

Wenn tatsächlich nicht nur der Hauptkalender, sondern mehrere Kalender eines Google Accounts synchronisiert werden sollen, muss man dies Google Calendar mitteilen. Dazu gibt es eine eigene Seite mit den iPhone Sync Settings (vorher natürlich mit dem Google Account angemeldet sein), auf der man die gewünschten Kalender, die man synchronisieren möchte, anhaken kann.

Änderungen an diesen Einstellungen funktionieren selbstverständlich auch nach der erstmaligen Synchronisation, diese werden dann einfach beim nächsten Synchronisationslauf vorgenommen. Zu beachten – ich erwähne es hier zur Sicherheit noch einmal – ist, dass die Synchronisierung umso länger dauert, je mehr Kalender synchronisiert werden müssen.

CalDAV auf dem iPhone einrichten.

Ich gehe jetzt mal generöserweise an dieser Stelle davon aus, dass bereits einen Google Account vorhanden und auch Google Calender schon im Einsatz ist. Falls das noch nicht so ist, dann ist in meinem vorherigen Artikel die Einrichtung von Google Calender beschrieben (dort dann natürlich die folgende Einrichtung von ActivSync weglassen).

Der Startpunkt auf dem iPhone sind wieder die Einstellungen und dort der Punkt „Mail, Kontakte, Kalender“. Hier geht es wieder auf „Account hinzufügen …“. Der nächste Schirm zeigt wieder die möglichen Technologien dazu an:

Hier wählen wir „Andere“ und springen nach dem Antippen dieses Punktes auf die nächste Seite:

Uns interessiert der vorletzte Punkt, nämlich „CalDAV-Account hinzufügen“. Ein Tippser darauf führt uns auf die nächste Seite, in der die Zugangsdaten des Google Accounts eingegeben werden müssen:

Auch hier die notwendigen Eintragungen im Klartext:

  • Server: www.google.com
  • Benutzername: Die Mailadresse des Google Acoounts
  • Kennwort: Das Passwort des Google Accounts
  • Beschreibung: (frei wählbare Beschreibung)
  • Erweiterte Einstellungen: (so lassen, nicht abändern)

Mit „Sichern“ werden die Angaben vom iPhone sogleich geprüft und im Erfolgsfall abgespeichert. Ich habe in meinem Fall übrigens zwei Anläufe gebraucht, bis die Synchronisation funktionierte, weiß der Geier, warum das so war.

Beim nächsten Aufruf der Kalender-App wird dann eine erstmalige Synchronisation mit dem Google Account vorgenommen, das kann durchaus, je nach Fülle der Termine, ein paar Minuten dauern Und hübscherweise werden verschiedene Kalender dann tatsächlich auch farblich unterschiedlich markiert.

Feintuning

Auch bei den CalDAV-Einstellungen gelten die gleichen Feintuning-Überlegungen, wie bei ActiveSync. Überlegen, ob das Pushen von Terminen notwendig ist und ggf. auf manuell stellen und den Einladungsmodus aktivieren. Zusätzlich gibt es noch in den Kalendereinstellungen die Option des Standardkalenders, hier wählt man sinnigerweise den Hauptkalender aus, so dass neue Termine, die auf dem iPhone angelegt werden, standardmäßig auch im Hauptkalender in Google Calendar abgelegt werden. Bei jedem neu anzulegenden Termin hat der Benutzer jedoch die Möglichkeit, den anzulegenden Termin in einen anderen Kalender abzulegen.

That’s it. Have Fun!

Terminsynchronisation zwischen iPhone und Google Calendar.

Update vom 23.04.2013: Die Synchronisierung zwischen iOS und Google Calender ist hier mit dem Google-Dienst „Google Sync“ beschrieben, das auf dem ActiveSync-Protokoll von Microsoft basiert und auf dem iPhone mit der Synchronisationstechnik „Microsoft Exchange“ konfiguriert wird. Es ist zu beachten, dass Google Sync mit normalen Google-Konten nur noch dann eingesetzt werden kann, wenn diese Synchronisation vor dem 30. Januar 2013 eingerichtet und mindestens einmal auch genutzt wurde. Für alle anderen Google-Konten ist die Kalendersynchronisation zu Google Calendar per Google Sync nicht mehr möglich. Als (bessere) Alternativ empfiehlt sich hier die Terminsynchronisation zwischen iPhone und Google Calender per CalDAV (auch hier im Blog beschrieben). Google-Apps-Konten können auch weiterhin mit Google Sync arbeiten.

Bisher habe ich mein iPhone in Sachen Terminverwaltung lokal via iTunes mit meinem Terminkalender in Outlook synchronisiert. Das lief mehr schlecht als recht, denn offensichtlich gibt es zwischen Outlook und iTunes immer wieder größere Differenzen bei Terminen, die mit Zeitzoneninformationen hinterlegt sind. Das ist etwas schwierig zu erklären, ich habe das jedenfalls immer mit jährlich wiederholenden, ganztägigen Terminen gemerkt (ergo: Geburtstage), die, je nach dem, ob in Sommer- oder Winterzeit angelegt, um eine Stunde vor- oder nachgeschoben erscheinen. Richtig dringend wurde eine Echtzeitsynchronisation spätestens nach dem Kauf des iPad, denn das habe ich quasi nie in Synchronisation am PC.

Da ich keinen eigenen Server für Termin- und Adresssynchronisation im Einsatz habe, muss also ein externer Dienst heran. Da gibt es den apple-eigenen Dienst “Mobile Me”, der jedoch aufgrund des unverschämten Preises inakzeptabel ist. Oder es wird einfach mit einem Google-Account synchronisiert. Dazu kann man Google Calendar einsetzen und für die Adresssynchronisation auch den weniger bekannten Dienst namens Google Contacts.

Termine mit Google Calendar

Google Calendar muss man nicht sonderlich erklären, denn der Kalenderdienst ist wirklich weitgehend intuitiv zu bedienen, wenn man sich jemals näher mit Terminverwaltung beschäftigt hat. Zwar besitzt Google Calendar nicht ganz so ausgefeilte Features wie Outlook oder Lotus Notes, allerdings macht es Google Calendar mit seiner Plattformunabhängigkeit komplett wett – es funktioniert einfach überall.

Import von Terminen aus einer Kalendersoftware zu Google Calendar

Wer bisher ausschließlich nur mit Google Calendar gearbeitet hat, ist schon auf der richtigen Seite. Wer bisher eine andere Terminverwaltung eingesetzt hat, kann zumindest seine bisherigen Termine mitbringen, wenn die bisher eingesetzte Kalendersoftware den Export der Termine als CSV-Datenbank ermöglicht. Solche Terminarchive importiert Google Calendar anstandslos, wenngleich dieser Vorgang durchaus eine Weile dauert – für 10 Jahre Termine brauchte Google Calendar ca. eine Viertelstunde nach dem eigentlichen Hochladen der CSV-Datei, bis diese auch in Google Calendar erscheinten.

Ein wichtiger Punkt vorab: Vorsicht bei sorgsam gepflegten wiederholenden Terminen wie Geburtstagen, hier gibt es viel Krawallpotential. Wiederholende Termine werden nämlich logisch gesehen als ein fixen Termin angelegt, der sich jährlich wiederholt. Das bedeutet, dass wenn man zum 1. Januar 2001 einen Termin mit jährlicher Wiederholung angelegt hat, dieser tatsächlich nur einmal existiert und dann jährlich wiederholt angezeigt wird. Viele Kalenderprogramme exportieren solche Termine allerdings tatsächlich als Einzeltermine, so dass ich bei meinem ersten Exportversuch aus Outlook tausende einzelner Geburtstagstermine hatte.

Bevor man sich diesem Ärger hergibt, hier eine ganz pragmatische Lösung: Gesonderte Geburtstagstermine löschen und Geburtstage lieber in der Adressverwaltung hinterlegen. Die meisten Kalenderprogramme ermöglichen dies, Google Calendar kann dies auch und ab der iPhone-Software iOS 4 zeigt die iPhone-Kalendersoftware solche Geburtstagstermine aus der Adressverwaltung auch in einer gesonderten Kalenderkategorie an und man versaut sich den eigentlichen Kalender nicht mehr mit Geburtstagsterminen.

Mehrere Kalender mit Google Calendar

Was Google Calendar einst mit einer unerhörten Einfachheit revolutioniert hat, ist der Einsatz von verschiedenen Kalendern, die beliebig mit anderen Benutzern gemeinsam genutzt oder auch einfach veröffentlicht werden können. Hier gibt es ein paar Dinge vor einem eventuellen Import von Terminen zu beachten:

  • Viele Kalenderprogramme arbeiten zur Terminunterscheidung nicht mit unterschiedlichen Kalendern, sondern mit Terminkategorien. Google Calendar aber kennt keine Kategorien. Wenn man nun aber Termine getrennt verwalten möchte (beispielsweise private und dienstliche Termine), kann man sich damit behelfen, dass in Google Calendar in der linken Spalte unter “Meine Kalender” ein weiterer Kalender hinzugefügt wird. Nun muss man nur noch in der bisherigen Kalendersoftware die Termine nach Kategorien getrennt in unterschiedliche CSV-Dateien exportieren und beim Import in Google Calendar den gewünschten Zielkalender auswählen.
  • Bei der Neuanlage von weiteren Kalender in Google Calendar ist zu beachten, dass für jeden weiteren Kalender später auf dem iPhone eine gesonderte Synchronisation eingerichtet werden muss. Das ist zwar kein Hexenwerk, aber den Einrichtungs- und späteren Synchronisationaufwand sollte man berücksichtigen, wenn beabsichtigt wird, einige Dutzend Kalender anzulegen.
  • Bei Kalendern, die gemeinsam mit anderen Benutzern verwaltet werden, sollte man zudem einen Punkt beachten: Wenn jemand einen Eintrag in einem gemeinsam genutzten Kalender tut, sollte er die Teilnehmer mit der integrierten Einladungsfunktion zu diesem Termin einladen. Tut man das nicht, erscheint ein so gespeicherter Termin einfach bei den anderen Teilnehmern in deren Kalender, sie werden aber in der Standardeinstellung von Google Calendar nicht informiert. Das ist vor allem für mobile Benutzer ein nicht zu unterschätzendes Problem, da sie aufgrund der Bildschirmgröße oft nicht die Wochen- oder Monatsübersicht ihres Gerätes nutzen und keinen weiten Terminüberblick haben.

Google Calendar mit dem iPhone synchronisieren

Kurz eingeleitet: Mit der Einrichtung von Google Calendar ist die größte Arbeit schon geleistet, denn das Einrichten der iPhone-Synchronisation ist einfach. Und das ist nicht zuletzt einer Ironie der Großkonzerne zu verdanken, denn damit das Apple iPhone mit Google Calendar funktioniert, braucht es eine Technologie namens ActiveSync und die müssen sowohl Apple, als auch Google bei Microsoft lizenzieren. So schließt sich der Kreis. 🙂

Um die Synchronisation auf dem iPhone einzurichten, geht es auf dem Springboard in die “Einstellungen”-App. Dort dann in die Option “Mail, Kontakte, Kalender” und dann auf der nächsten Seite unter “Accounts” auf den Punkt “Account hinzufügen …”. Es erscheint folgende Auswahl an Synchronisationsmöglichkeiten:

Im obigen Bildschirm also nicht den Fehler machen, „Google Mail“ auszuwählen (das synchronisiert nämlich tatsächlich eben nur Google Mail), sondern den ersten Punkt namens „Microsoft Exchange“. Das führt dann zum nächsten Bildschirm, in dem die Zugangsdaten einzugeben sind:

Die einzugebenden Felder im Klartext:

  • E-Mail: Die Mailadresse des Google Accounts
  • Server: m.google.com
  • Domain: (nichts eintragen)
  • Benutzername: Die Mailadresse des Google Accounts
  • Kennwort: Das Passwort des Google Accounts
  • Beschreibung: (frei wählbare Beschreibung)
  • SSL verwenden (erscheint erst später): aktivieren bzw. aktiviert lassen

Nach dem Eintragen der Daten wird rechts oben auf „Nächstes“ geklickt (mein Screenshot enthält die Ansicht bereits eingetragener Zugangsdaten, deshalb steht dort „Fertig“) und das iPhone testet den Zugriff mit den hinterlegten Daten. Wenn die Zugangsdaten korrekt sein sollten, erscheint ein Bildschirm mit den Angaben darüber, was genau synchronisiert werden soll. Wir wollen den Kalender (dazu in einem nächsten Blog-Artikel) synchronisieren und aktivieren den Punkt, daraufhin wird sofort eine Warnung (Bild rechts) erscheinen:

Was will das iPhone hier? Die Meldung erscheint dann, wenn auf dem iPhone schon ein lokaler Kalender existiert und genau um den geht es hier – soll er behalten werden oder darf er gelöscht werden? Wird letzteres gedrückt, wird er sofort gelöscht und das ist dann ein Problem, wenn dieser lokale Kalender nicht mit einer externen Kalendersoftware synchronisiert wurde, denn passierte das nicht, ist der Kalender futsch. Hat man also einen bisher lokal auf dem iPhone gepflegten Kalender und möchte diesen nicht löschen, sollte er beibehalten werden.

Das iPhone trennt übrigens lokale und extern synchronisierte Kalender von Hause aus strikt und bietet keine Bordlösung an, solche Kalender miteinander zu migrieren. Es bleiben also im Zweifelsfall nur drei Wege zur Lösung:

  1. Den lokalen Kalender auf dem iPhone behalten und auf „Auf iPhone behalten“ tippen. Eine halbherzige Lösung, denn der lokale Kalender wird nicht zu Google Calendar synchronisiert und verbleibt damit als Kalender auf dem iPhone.
  2. Wenn die lokalen Termine in Google Calendar übernommen werden sollen, hier abbrechen und zunächst zuschauen, über iTunes das iPhone mit einer externen Kalendersoftware zu synchronisieren, um die Termine zu exportieren und später manuell in Google Calendar zu importieren.
  3. Wenn alles klar ist und die eventuell vorhandenen lokalen Kalenderdaten bereits in Google Calendar sind, beherzt auf „Löschen“ tippen und bestätigen, dann werden die lokal vorhandenen Termine gelöscht.

Wenn nun alles eingerichtet ist, erfolgt eine Synchronisation zwischen Google Calendar und der Kalenderanwendung des iPhone beim nächsten Start des Kalenders. Dies kann bei vielen zu synchronisierenden Terminen durchaus einen Moment dauern, ist aber dank ActiveSync-Technologie mobilfunkoptimiert, funktioniert also auch über Mobilfunk verhältnismäßig flott.

Weitere Kalender synchronisieren

Oben schon mal kurz eingeführtes Problem bei der Synchronisation zwischen dem Google Calendar und dem iPhone: Es wird nur der Hauptkalender synchronisiert. Wer in Google Calendar weitere Kalender führt und mehrere Kalender mit dem iPhone synchronisieren will, kommt mit ActiveSync nicht weiter und muss einen anderen Weg beschreiten, nämlich den mit CalDAV. Das habe ich hier beschrieben: Synchronisation mehrerer Kalender zwischen iPhone und Google Calendar.

Standardmäßig wird per Google Sync nur der Hauptkalender synchronisiert. Hat man in Google Calendar nur einen Kalender am Start, ist das auch kein Problem. Hat man mehrere Kalender, die man gern zum iPhone synchronisiert haben möchte, muss dies Google mitgeteilt werden. Hierzu gibt es eine eigene Website, die mit dem Mobile Safari (also dem eigebauten iPhone-Webbrowser) aufgerufen werden muss, genau unter der Adresse (selbstverständlich ist nun eine Anmeldung mit dem eigenen Google-Konto fällig): http://m.google.com/sync

Nach Aufruf der Adresse wird man, sofern man mit einem Nicht-auf-Englisch-eingestellten-iPhone dorthin surft, mit der Meldung begrüßt, dass das Gerät nicht unterstützt werde. Doch das ist tatsächlich ein Bug, weshalb wir weiter unten unter dem Link „Sprache“ als Sprache „Englisch (US)“ auswählen. Danach verschwindet die Geht-nicht-Meldung und es erscheint/erscheinen das/die Gerät(e), mit denen aktuell synchronisiert wird:

In meinem Fall ist dies mein iPhone und mein iPad, die beide per Google Sync zu Google-Diensten synchronisieren. Wählen wir nun ein Gerät mit einem Tappser aus und schon wird es logisch, was hier eingestellt werden kann:

Hier wird also Google Calendar mitgeteilt, welche Kalender es über Google Sync mit dem ausgewählten Gerät synchronisieren soll. Hat man praktischerweise neben seinem Hauptkalender und den eingerichteten Nebenkalendern noch von Google angebotene Kalender im Einsatz, kann man sich hier auch noch hübsch beispielsweise die deutschen Feiertage rübersynchronisieren. Für iPhones und iPads mit einem iOS 3.x macht auch das Synchronisieren von Geburtstagen Sinn, da dies erst ab iOS 4.0 vom iPhone selbst anhand der lokalen Kontaktdatenbank getan wird.

Abspeichern und gut ist.

Der letzte Schritt ist jetzt nur noch auf dem iPhone zu tun, nämlich in der Kalender-App selbst: Dort gibt es nämlich links oben den Button „Kalender“ und nach dem nächsten Synchronisieren erscheinen dort alle zu synchronisierenden Kalender. Hier kann auch nochmal Fall für Fall entschieden werden, ob die nun hinzugefügten Kalender auch tatsächlich angezeigt werden sollen oder nicht, ein Haken hinter dem jeweiligen Kalender zeigt das dann an. Was hier leider nicht geht, ist das Ändern der Kalenderfarben, das regelt iPhone/iPad leider komplett mit sich selbst. Ärgerlicher, kleiner Designfehler von Apple.

Feintuning der Synchronisation

Zwei Dinge sollten wir noch feintunen: Spezielle Kalenderoptionen und eventuellen Push-Service. Die Kalenderoptionen finden sich auf dem iPhone in den Einstellungen wieder unter „Mail, Kontakte Kalender“ und sehen folgendermaßen aus:

Auch hier kurz die Optionen im Klartext:

  • Einladungsmeldungen: Standardmäßig aktiviert, ermöglicht diese Funktion es, dass Einladungsmeldungen angezeigt und beantwortet werden können. Ist vor allem sinnvoll bei gemeinsam genutzten Kalendern, aber auch dann, wenn jemand eine Kalenderanfrage an den Google-Account mailt.
  • Sync: Hier wird angegeben, welche Ereignisse der Vergangenheit synchronisiert werden sollen. Die Option „unbegrenzt“ ist in meinen Augen etwas übertrieben, wenn man sehr viele historische Termine hat, denn je mehr Termine das iPhone zu verwalten hat, desto langsamer wird die Kalenderanwendung leider auch. Sechs Monate in die Vergangenheit sind bei mir völlig in Ordnung.
  • Zeitzonen-Support: In meinem Fall eben „Berlin“. Zu beachten ist unbedingt, dass auch in den Einstellungen des Google Calendar unbedingt die gleiche Zeitzone eingestellt ist.

Zum Thema Push-Service, den man ebenfalls unter „Mail, Kontakte, Kalender“ einstellen kann… meine Meinung ist da die: „Wer’s braucht, aktiviert’s.“ Das Pushen von Kalendern und Kontakten funktioniert dank ActiveSync problemlos, kostet jedoch Akkustrom des iPhone. Und da sollte man eben bedenken, ob es das Wert ist. In meinem Fall ist es das nicht, denn so viele Änderungen gibt es in meinen Kalendern und Kontakten nicht, als dass ich ständig mein iPhone nachschauen lassen müsste, ob es etwas neues gibt. Der Push-Service ist deshalb bei mir ausgeschaltet. Hat man den Push-Service eingeschaltet (weil man beispielsweise einen Mailaccount per Push überwacht), kann man in den Push-Einstellungen den Push-Service für jeden Account einzeln steuern. Wird dort auf „Manuell“ geschaltet, erfolgt keine Push-Synchronisation und eine manuelle Synchronisation nur dann, wenn die Kalender- bzw. Kontakte-Anwendung gestartet wird. Für meinen Fall völlig ausreichend.

Zeig’ mir dein iPhone und …

… ich weiß, wo du arbeitest. Wo arbeitet wohl der Besitzer dieses iPhones?

Das Display des iPhone 4 ist übrigens tatsächlich ein Meilenstein. Zwar sind nur die Piktogramme der Apple-eigenen Anwendungen wirklich ansehnlich, die Auflösung spricht allerdings wirklich Bände.

Die Mittagspause in der Schlösslegalerie mutierte übrigens heute spontan zu einem Blogger-Gipfeltreffen. Neben Joachim (175 Jahre Sparkasse) fanden sich auch noch Inès und Jochen (mofo2000) und später noch Andreas und Evi (Das Gerstelblog) ein.

O2-MultiSIM als Turbo-Sparbüchse.

Durch Zufall bin ich dahintergekommen, dass O2 eben seinen unschlagbar günstigen Preisen in Sachen mobiles Internet noch eine weitere Sparbüchse im Angebot hat und die nennt sich “O2-MultiSIM”. Denn die hat es in sich und das ist vor allem für all die Leute interessant, die neben einem Smartphone noch weitere Geräte per GSM bzw. 3G ins Netz bringen wollen/müssen. Geht bloß keine weiteren SIM-Karten kaufen, wenn ihr einen O2-Vertrag habt!

MultiSIM heißt, dass ein Vertrag nicht auf eine SIM-Karte beschränkt ist, sondern mehrere gleichzeitig eingesetzt werden können. Bei O2-Privatkundenverträgen sind das maximal 3 SIM-Karten pro Vertrag, die selektiv bei Bedarf hinzubestellt werden können. Allerdings ist es einmalig erforderlich, die bestehende SIM-Karte gegen einen Satz MultiSIM-Karten auszutauschen, wenn die ursprüngliche SIM-Karte eine Einzelkarte ist. Das kostet einmalig 25 Euro inkl. Mehrwertsteuer.

So, der Spaß beginnt im Detail, denn alle MultiSIM-Karten teilen sich zusammen die Vertragsbestandteile. Hat man also in seinem O2-Vertrag also als Zusatzpaket zum Telefonbasispaket noch ein Internet-Pack hinzugebucht, dann gilt dieses Pack für alle MultiSIM-Karten gemeinsam. In meinem Fall habe ich also ein Telefonbasispaket mit 60 Inklusivminuten (gibt es so glaube ich auch schon gar nicht mehr), das mich 5 Euro monatlich kostet. Dazu habe ich einen Internet-Pack-M hinzugebucht für 10 Euro zusätzlich, der mir eine Internet-Flat bietet, die bis 200 MB Datentransfer pro Monat UMTS-Geschwindigkeiten liefert und dann immer noch GPRS-Tempo liefert. Reicht für meine Zwecke vollkommen.

Mit meiner zweiten MultiSIM-Karte, die ich nun zur Verfügung habe, binde ich ein weiteres Smartphone, dass ich nicht zum Telefonieren brauche, nun einfach ebenfalls an und beide MultiSIM-Karten teilen sich den einen Internet-Pack. Und beide SIM-Karten können problemlos gleichzeitig eingebucht sein!

Die weit verbreitete Denke, dass bei mehreren MultiSIM-Karten nicht klar ist, welches eingebuchte Gerät dann klingelt, ist übrigens zumindest bei O2 kein Thema, da im Kundenbereich für jede Karte eingestellt werden kann, wo Telefongespräche hingehen. Dort lässt sich also problemlos einstellen, dass Telefongespräche immer nur auf die Erstkarte gehen und niemals auf die Zweitkarte, auch dann nicht, wenn die Erstkarte nicht eingebucht ist.

Sprich: Ich zahle nach wie vor jeden Monat 15 Euro, die 60 Anrufminuten reichen mir und die Internet-Flat nutze ich völlig legal mit mehreren Smartphones – oder mit einem Netbook – oder mit einem iPad – oder oder.

Einziger, kleiner Haken bei der Bestellung der MultiSIM: Wenn ihr ein iPad oder ein zukünftiges iPhone 4G (oder wie immer das auch heißen mag) mit einer SIM-Karte versorgen wollt, dann bestellt die O2-MultiSIM unbedingt an der Hotline oder in einem O2-Shop. Online lässt sich nämlich derzeit bei O2 die “Micro SIM” noch nicht bestellen, die Apple für seine neuen Gerätschaften braucht.

Das heißt im Klartext für alle die, die gerade ein iPad bestellen und O2-Vertragskunde sind: Spart euch die 2 Cent für die O2-SIM-Karte, die braucht ihr nicht. Bestellt bei O2 auf der Hotline eine MultiSIM für euren Vertrag und da gleich zwei SIM-Karten, wobei ihr ausdrücklich dazu sagt, dass die zweite Karte eine „Micro SIM“ sein soll und für ein iPad/iPhone 4G gedacht ist. Der Spaß kostet euch dann also einmalig 25 Euro und euer Zweitgerät geht faktisch kostenlos ins Netz.

O2 can do. In der Tat!