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Mein erstes Zeitungsabo auf dem iPad.

14. Dezember 2011 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Und es ist noch nicht einmal eine Zeitung, die ich lese, sondern die türkische Tageszeitung Hürriyet, die mein Vater täglich liest und auch immer noch täglich auf seinem iPad. Und da ist gestern die dreimonatige Probezeit zu Ende gegangen, was ich von meinem Vater auch nicht sofort mitgeteilt bekommen habe, da er dachte, da sei einfach irgendetwas mit der App oder dem Internet kaputt. Tja, das Probeabo ist halt kaputt und zwar planmäßig kaputt. :-)

Der Kauf des Abos läuft über den iPadschen AppStore und kostet für das Jahresabo 25,99 Euro. Das ist, wie bereits schon einmal geschrieben, ein Spottpreis gegenüber den rund 360 Euro, die man hierzulande für ein Jahr Hürriyet auf Totholz bezahlt und dazu auch noch täglich zum Kiosk zu latschen hat. Sprich: Die fünf Monate, die er nun die Hürriyet auf dem iPad gelesen hat (2 Monate zunächst auf meinem und dann 3 Monate auf seinem) haben bis jetzt 150 Euro gespart und allein mit der Ersparnis ist sein gebrauchtes iPad schon zur Hälfte bezahlt. Amortisiert hat sich das Ding dann schon im April nächsten Jahres.

Eine kleine Fußfalle gibt es beim Abo-Kauf: Das Abo verlängert sich automatisch, wenn nicht 24 Stunden vor Ablauf des Abos gekündigt wird. Das lässt sich aber dankenswerterweise abschalten, wenn man sich die nach dem Abo-Kauf zugesendete Mail genau anschaut und dem Link zu iTunes folgt. Dort landet man nämlich dann auf der Abo-Seite und kann dort die automatische Verlängerung folgenlos deaktivieren. Dann gibt es nach Ablauf des Abos eben wieder eine entsprechende Meldung, dass eine Abo-Verlängerung wieder fällig wird. Ist mir so immer lieber, als irgendwelche Geldeinzugsautomatismen.

Und einen netten Nebeneffekt habe ich bei der Aktion dann auch noch gefunden: Schließt man anstatt eines Monats-Abos ein Jahres-Abo ab, gibt es als Zugabe noch einen Monat dazu. Effektiv kostet dieses Hürriyet-Jahres-Abo jetzt also tatsächlich 2 Euro im Monat, niemand muss mehr zeitig zum Kiosk laufen, mein Vater bekommt nun auch tatsächlich die türkische Ausgabe der Hürriyet und wir tragen ungefähr 3 kg weniger Altpapier monatlich vor die Türe.

Wie man allerdings mit einem Einzelverkaufspreis von gerade einmal 7 Cent auch für türkische Verhältnisse zukünftig ein überregionales und auch weltweit stationiertes Redaktions- und Korrespondentennetz und noch einen Verlag finanzieren will, das ist für mich ein Rätsel. Draufzahlen tut da vermutlich vor allem die deutsche Niederlassung der Dogan Mediengruppe, die in Deutschland eine durchaus ansehnliche Niederlassung mit eigenen Redaktionen und einem eigenen Druckhaus in Mörfelden-Walldorf unterhält. Aber das kann nicht mein Problem sein.

Aber, Steve Jobs, während ich dir ja nie so recht über den Weg traute, hast du mit meinem Vater einen großen Fan gewonnen. Das muss man auch erst einmal schaffen.

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Elterliche iPad-Erfahrungen, Teil 2.

18. November 2011 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Zwei Monate hat mein Vater sein iPad nun und es wird Zeit, ein paar weitere Erfahrungen dazu ins Web zu kippen:

  • Mein Vater ist inzwischen zu einem eingefleischten E-Paper-Leser geworden. Inzwischen sind es zwei Tageszeitungen, die er täglich darauf konsumiert, weiterhin die Hürriyet und nun auch noch zusätzlich die türkische Tageszeitung Sözcü. Letztere ist ein regierungskritisches Blatt und ist in Europa gar nicht in gedruckter Fassung erhältlich. Das tägliche Ritual läuft also so, dass mein Vater morgens das iPad aufschlägt und beide Tageszeitungen über ihre Apps aus dem Internet herunterlädt und liest. Die Zeitung Sözcü gibt es, ebenso wie die Hürriyet, dabei als E-Paper, die Zeitungsseiten sind also als zoombare Seiten angelegt.
  • Das Hinein- und Hinauszoomen aus einem E-Paper macht ihm nach wie vor Spaß und das ist eigentlich das wirklich interessante dabei. Denn während wir Digital Natives das wirklich als “old school” begreifen, bringt mein Vater da ganz andere Vorteile an. Er weiß nämlich grundsätzlich, welche Seiten für ihn interessant sind und holt sich nur die dort verteilten Inhalte heran und zoomt sich zudem die Artikel immer genau in die Größe, wie er sie gern lesen möchte. “Zeitungstext zu klein” ist da gar kein Thema.
  • Der Nachrichtenkonsum wird, wie erwartet, nicht stärker, aber selektiver. Man kann nun eben mal nicht vier Tageszeitungen gleichzeitig lesen, also fallen andere Zeitungen weg. Erstes Opfer – mir tut das ja nicht sonderlich leid – ist die Bild-Zeitung. Und obwohl es ja ein Abo für das iPad gäbe, will mein Vater sie nicht mehr.
  • Eine weitere Killerapplikation: Online-Banking. Eine Lizenz für iOutbank besitze ich ja, also wurde das auch auf das väterliche iPad installiert. Und das funktioniert, der tägliche Blick auf das Konto ist schon angelernt.

Auf ein paar technische Unzulänglichkeiten sind wir auch schon gestoßen:

  • Mit der Bildschirmtastatur tat sich mein Vater schwer. Und nachdem ich das mal etwas näher analysiert habe, ist da wohl das fehlende Tastenfeedback das Problem. Das visuelle Feedback durch das kurze Dunkelgrauwerden des Buttons hat er gar nicht registriert und das iPad-typische Tastaturklicken ist einfach zu leise. Man kann das zwar lauter machen durch das generelle Hochdrehen der allgemeinen Lautstärke, das rächt sich aber spätestens dann, wenn ein Video gestartet wird.
  • Was auch fehlt, ist die Einstellmöglichkeit einer “Sekundärsprache”. Beispiel: Als Standardsprache habe ich ja Türkisch eingestellt. Die iPad-Bedienoberfläche ist komplett eingetürkischt, damit kein Problem. Viele Apps sind das aber nicht und nehmen in so einem Fall, wenn es keine Übersetzung für die Standardsprache des iOS-Gerät gibt, eben Englisch. Englisch verstehen aber meine Eltern wiederum nicht. Wenn man nun als Sekundärsprache Deutsch hinterlegen könnte und sich Apps an diese Einstellung im Zweifelsfall erinnern, könnten sie die eBay-App zur Not eben in Deutsch bedienen, da es keine türkische Übersetzung gibt.

Das Web

Das Web ist für mein Vater immer noch eine Geschichte, die derzeit nicht weiter interessant ist. Die Auswahl an expliziten Nachrichten-Apps in türkischer Sprache ist rar, immerhin haben wir jetzt mal eine Handvoll gefunden, die er nun auch täglich anschaut, aber tatsächlich nur zum Nachrichtenüberblick. Die Tageszeitung ist immer noch die Hauptinformationsquelle.

Meine Mutter ist da schon mutiger, was daran liegt, dass sie sich für Handarbeiten interessiert und sie schon eine ganze Sammlung von Web-Adressen hat, die nun besucht werden. Wer hat so nicht mit den ersten Schritten im Web angefangen? Neben dem “Hand-Surfen” ist aber inzwischen auch Google das Standardwerkzeug. An Google Fragen stellen, das geht erstaunlicherweise sehr flott. :-)

Was wir jetzt noch alles üben werden: E-Mail, Telefonbuch und Wikipedia.

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iPad Nr. 2

14. September 2011 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Nein, wir reden nicht davon, dass ich schon wieder einen iPad-Austausch forcieren muss (das wäre dann nämlich iPad Nr. 5), sondern das mein Vater seit gestern nun stolzer Besitzer eines eigenen iPad ist. Reine Notwehr, denn sonst hätte ich meines nicht mehr zurückbekommen. Da mein Vater von so Dingen wie Gigabytes, 3G, schnellem Prozessor etc. keine Ahnung hat, ist nun ein gebrauchtes Nur-WLAN-iPad 1 mit 16 GB am Start, das mit 340 Euro ganz anschmiegsam ist.

Zum Einstand habe ich ihm sein Frühstücksbrettchen auf Türkisch konfiguriert und mit einigen türkischsprachigen Nachrichten-Apps ausgestattet. Wichtig ist natürlich das Hürriyet-ePaper, das wir nun dank einem neuen iPad nochmal drei Monate kostenlos bekommen. Immerhin kostet danach das Abo der türkischen Tageszeitung nur 25 Euro – pro Jahr. Allein mit der Ersparnis gegenüber der Printausgabe ist das iPad nach rund 13 Monaten schon wieder refinanziert.

Mit den installierten Nachrichten-Apps brach dann die Revolution hier aus, denn aus denen kommt er nun schon seit Stunden nicht mehr heraus. CNN Türkei und der türkische Ableger von MSNBC stellen in ihren Apps einzelne Clips aus ihren Nachrichten bereit, was nun die etwas unangenehme Nebenwirkung hat, dass mir hier gerade die Bandbreite ins Internet fehlt. Sehr ausgiebig besucht wurde auch Google Maps und die totale Sensation – eBay. Und Englisch lernen wir nun auch, jetzt wissen wir alle, was zum Beispiel “Loading” heißt.

Schauen wir mal, wie das die nächsten Tage weitergeht und ob ich hier anfangen muss, die Netzneutralität im Haus infrage zu stellen. ;-)

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Google Tasks auf iOS und Android.

7. September 2011 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Einer der Dinge, die mich  von Anfang an in Apples Mobilbetriebssystem iOS und auch in Android gestört haben, war eine fehlende ToDo-Verwaltung. Es ist mir unverständlich, wie man ansonsten alle PIM-Anwendungen wie Kalender, Kontakte, Notizzettel integrieren kann, dann aber eine simple ToDo-Verwaltung außen vor lässt.

Das Ergebnis auf beiden Plattformen ist dementsprechend desolat: Es blühen die Todo-Anwendungen von Drittanbietern und sie blühen in der Regel mehr schlecht als recht. Die eine Gruppe an solchen Apps macht es mit der Verwaltung entweder zu einfach oder viel zu kompliziert, die meisten Apps synchronisieren mit keinem gängigen Dienst und die wenigsten Apps sind kostenlos und im Gegenzug dafür sogar richtig unverschämt teuer. ToDo-Verwalten für 5 oder gar mehr Euro?

Meine private und geschäftliche ToDo-Verwaltung läuft unter Google Tasks, das von Google bis vor kurzem noch ziemlich stiefmütterlich behandelt wurde, inzwischen aber sogar eine offizielle API hat. Wenn man mit dem Umstand lebt, dass Google Tasks kein eigenes Webinterface hat und derzeit nur via Google Mail oder über ein Widget in iGoogle bedienbar ist, kann man damit ganz gut leben. Seine Klasse spielt Google Tasks schon allein dadurch aus, dass es extrem simpel ist und die Verschachtelung von Aufgaben einfach dadurch realisiert, in dem Aufgaben einfach “unter” bestehende Aufgaben geschoben werden und mit frei definierbaren Aufgabenkategorien gearbeitet werden kann. An umfangreiche Priorisierungen hat man einfach keinen Gedanken verschwendet, das realisiert man einfach durch das Verschieben von Aufgaben nach oben oder nach unten oder vergibt Aufgaben einen festen Fälligkeitstermin. So einfach kann es gehen.

Wenn man Google Tasks mit einer iOS- oder Android-App synchronisieren will, fällt glücklicherweise der größte Teil der ToDo-Apps gleich durchs Raster – die meisten nutzen Google Tasks nicht zum synchronisieren. Das macht die Auswahl dann auch gleich leichter. Gelandet bin ich dann bei zwei Apps namens “GoTasks”. Witzigerweise heißt nämlich die beste App für die Synchronisierung von Google Tasks für iOS genauso wie die App für Android, obwohl beide Apps miteinander nichts zu tun haben und jede App von einem anderen Programmierer gepflegt wird, die dann wiederum aber beides Russen sind. Zufälle.

Beide Apps kosten nichts, beide sind werbefrei, beide funktionieren sowohl auf Smartphones, als auch auf Tablets und beide funktionieren zuverlässig, auch mit Google-Apps-Konten:

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es lediglich für GoTasks für Android: Offenbar lässt sich die App nicht auf allen Android-Gerätschaften finden. Auf meinem Samsung Galaxy S2 mit Android 2.3.4 ist es nicht auffindbar und im Web-Market wird angezeigt, dass mein Gerät nicht kompatibel sei. Es funktioniert aber, wenn man die App schon vorher installiert hat, sie ist also soweit kompatibel. Falls jemand mit Android die App nicht findet, bitte einfach mal kurz melden.

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Ikea-Katalog auf dem iPad in Übergröße.

6. September 2011 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Den Ikea-Katalog gibt es nun auch auf dem iPad. Nachdem der geneigte Selbstschrauber letztes Jahr schon das zweifelhafte Vergnügen hatte, den Katalog auf dem iPhone in Briefmarkengröße zu bestaunen, nun also in einem dem echten Katalog würdigeren Format. Die App selbst ist drei Megabyte groß. Der nachzuladende Katalog dann doch ein Tick größer, auch wenn nicht wirklich 1 Petabyte:

Wirklich viel angenehmer ist der Download aber auch dann nicht, auch wenn man richtigerweise das “MB” gegen “Bytes” ausgewechselt hat. Immerhin gilt der Katalog ein Jahr lang.

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