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Bundesinnenminister Schäuble redet den lieben langen Tag.

27. September 2008 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in PolitikWelt

Es muss ein schrecklich langweiliges Interview gewesen sein, dass Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble neuerdings dem MDR gegeben hat. Denn neben dem üblichen Sermon, dass Islamisten weiter überwacht werden müssten, faselte der gute Mann auch so etwas davon, dass man potentiellen Islamisten auch den Zugriff ins Internet verwehren müsse.

Das sind so Forderungen, ich ich persönlich liebe und die niemand besser auch Redeflüssen herausarbeiten kann, wie Wolfgang Schäuble. Etwas zusammengekauert im Rollstohl, halb geschlossene Augen, mit der Hand krallenartige Bewegungen nach vorn und dann wird gedichtet: Ein Satz, zwei Sätze, drei Sätze, ein paar Fakten hier, ein paar Fakten da und ein paar Gedankenhappen dazu und schon haben wir genau solche Forderungen, die weitgehend unerfüllbar sind, aber schön die Illusion des mitdenkenden, wachsamen Innenministers aufstellen.

Die Masche ist durch, Herr Schäuble. Bald bricht die Wahlkampfzeit an, da dreht man nicht noch große Gesetzesvorhaben, die am Grundgesetz rütteln. Sowas zettelt man am Anfang einer Legislaturperiode an, damit Gras über die Sache wächst.

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Unsere Genossen und das Internet.

15. September 2008 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in MüllWelt

Kann bitte einer ganz schnell den Genossen in Hessen erklären, dass es inzwischen viel zu spät ist, den besagten Mitschnitt wieder aus dem Internet herauszuholen, ja, bitte? Mir ist das schlicht zu doof. Und ich dachte vor einiger Zeit mal laut, dass der hessische Landesverband eigentlich gar nicht so wäre. Beim nächsten Mal halte ich die Klappe, wenn die Landesnachbarn Wahlkampf machen.

Prinzipiell ist es aber so, dass ein Ding, was schon mal in YouTube landet und dort auch schon fünfstellige Abrufraten hat, schlicht draußen ist und seine Runden zieht. Da hilft dann kein hilfloser Ruf nach Rücknahme mehr, sondern da hilft nur noch der Schritt nach vorn und die Auseinandersetzung mit der Schockwelle. Und ja, man hätte sogar mit etwas Humor und einer guten PR sogar noch etwas Positives aus der Misere schnitzen können und nein, nichts ist schlimmer als Verleugnung von Tatsachen.

Aber nein, man will es noch alberner und will jetzt sogar öffentlich nach dem Schuldigen suchen, was der Radiosender ffn schon mal vorsorglich damit kontert, dass der Mitschnitt keinesfalls aus seinem Haus käme. Ach so, na dann wird es vermutlich einfach mal Roland Koch gewesen sein, nicht? Und vermutlich wird sich sogar irgendeiner finden, der das dann auch noch glaubt und kommentiert.

Schade, dass ich nicht Parteivorsitzender bin. Sonst hätte ich spätestens jetzt mal zum Hörer gegriffen und tatsächlich in Frankfurt angerufen und man hätte dabei keinesfalls irgendwelche Zweifel, dass ich tatsächlich am anderen Ende bin.

Whoosah! Whoosah!

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