netplanet auf Facebook.

So richtig sicher bin ich mir gar nicht, warum ich für netplanet auf Facebook noch nie eine eigene Seite angelegt habe. Vermutlich einfach deshalb, weil ich es noch nie angepackt hatte. Also habe ich vor einigen Tagen mal eine Seite angelegt und im ersten Schritt nun hier im Blog eine Facebook-Badge als Widget eingehängt. Nicht wirklich auffallend schön, aber ein Redesign des Blogs wird sowieso immer drängender. Und bei der Gelegenheit auch endlich ein Redesign von netplanet, also dem Internet-Lexikon nebenan.

Da ist mir im Laufe der Zeit offenkundig ein Missgeschick passiert. Ich hatte nämlich schon vor einer ganzen Weil damit begonnen gehabt, den gesamten netplanet-Inhalt in eine Arbeitsumgebung einer WordPress-Installation zu übernehmen. Das war auch, so weit kann ich mich noch erinnern, sogar mal vollständig. Nur finde ich diese Arbeitsumgebung nicht und befürchte, dass ich sie schlicht verloren habe. Damit werde ich das Übernehmen der Inhalte wohl nochmal tun müssen, aber was macht man nicht alles in seinem Leben…

Egal, jetzt gibt es immerhin schon mal eine Facebook-Seite und ich erwarte, dass bis Ende des Jahres mindestens 100 Befürworter netplanet gut finden. Sonst werde ich ernsthaft beleidigt sein.

Twitter und das zukünftige Geschäftsmodell.

Glaubt man einem Beitrag des englischsprachigen Weblogs SocialBeat, dann hört das Zeitalter des unbeschwerten Twitterns im August auf. Angeblich testet Twitter ein „Feature“, bei dem Twitter-Nutzern in ihren Timelines so genannte „promoted Tweets“ eingeblendet werden. Sprich: Werbung. So richtig überraschen tut diese Feststellung niemanden wirklich, weder den Autoren des Blog-Artikels, noch mich, noch viele andere Twitter-Nutzer.

Ich glaube, dass Twitter sich langsam aber sicher überlebt. Und das nicht deshalb, weil die Idee dumm wäre, sondern weil Twitter es jahrelang erfolgreich geschafft hat, sich nicht vernünftig zu entwickeln. Beispiele? Aber gern doch:

  • Eigene Timelines lassen sich auch heute noch nicht sinnvoll auf Serverseite filtern. Entweder man bekommt den gesamten Strom aller der Nutzer, denen man folgt, oder eben gar nichts.
  • Die Listenfunktion von Twitter ist eine Funktion, die überhaupt nicht dazu taugt, Information zu kanalisieren, sondern lediglich eine (halbwegs funktionale) Sache ist, anderen Leuten Themenkreise zu definieren (Liste „Fernsehen“ etc.).
  • Was Twitter ebenfalls nie geschafft hat, ist das Filtern von Applikationen. Was nervt es doch, wenn andere Nutzer ihre Beiträge in allen möglichen Social Networks in Twitter featuren und es für andere Leser keine Möglichkeit gibt, diese Kommentare beispielsweise dadurch sperren zu können, in dem die Quelle, also das entsprechende Twitter-Gateway des Dienstes, für sich sperren zu können.
  • Viel dramatischer ist meiner Meinung nach jedoch das, was früher oder später dann passiert, wenn man vielen Nutzern folgt, die untereinander viel via Replies twittern. Denn Replies bekommen alle die mit, die sowohl dem Absender, als auch dem Empfänger einer Reply ebenfalls folgen. Und das nervt sehr schnell und sehr massiv.
  • Fast schon marginal ist das Thema, dass man eine Direct Message nur Leuten schicken kann, die einem selbst folgen. Diese Funktion, die eigentlich hervorragend dazu dienen könnte, den halbprivaten Quatsch abzufangen, den sich viele Nutzer tagtäglich zutwittern, wird also durch diese künstliche Beschneidung so degradiert, dass viele Nutzer sie gar nicht kennen.

Tatsächlich ist viel von Twitter inzwischen in Facebook aufgegangen. Dass Twitter zu Facebook noch nicht gänzlich alle Nutzer verloren hat, mag daran liegen, dass Facebook sich scheinbar grundsätzlich dämlich anstellt, wenn es darum geht, Information auch Leuten zur Verfügung zu stellen, die nicht bei Facebook angemeldet sind, denn das ist (noch) das große Plus von Twitter. Ich muss mit niemandem Freund sein, um ihn bei Twitter lesen zu können und (noch) muss ich mich noch nicht mal bei Twitter anmelden, um den Inhalt der meisten Twitter-Nutzer mitlesen zu können. Und das, was Twitter mit Direct Messages einst einführte, das fangen heutzutage so Dienste wie WhatsApp ab und zukünftig auf der iPhone/iPad-Plattform der zukünftige hauseigene Apple-Dienst. Und für das, was am Ende in Sachen Social-Network-Bedarf übrigbleibt, gibt es ja dann noch Goole+.

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Unglücklicherweise fürchte ich, dass die Monetarisierungsversuche von Twitter versanden werden und Twitter – immerhin erstaunlich spät – irgendwann in den nächsten Monaten aufgekauft und endgelagert wird. Die Web-2.0-Blase hat in einigen Details (Groupon, Facebook) gewaltige Größen angenommen und selbst wenn diese Blase nicht platzt sondern langsam und halbwegs kontrolliert Luft verlieren wird – für gänzlich neue Finanzierungsrunden für Dienste, die seit Jahren nach der richtigen Finanzierung suchen, wird es eng werden. Und wie man die „promoted Tweets“ den Nutzern erklären will, die seit Jahren twittern, viel twittern, auf vielen Diensten schreiben und von Twitter erstaunlich wenig abhängig sind, das wird ein spannendes Thema.

Der politische Föhn zu so genannten Facebook-Partys.

Ja ist denn schon wieder Sommer? Ja, ist. Und die politische Sommerloch-Saison beginnt auch schon extrem früh. Den Start machen Länderinnenminister mit ihrer Forderung, so genannte Facebook-Partys zu verbieten. Partys also, die über Facebook organisiert werden und bei denen der Initiator der Party vergisst (oder in Kauf nimmt), die Einladung nur einer geschlossenen Benutzergruppe anzubieten und öffentlich macht.

Sommerloch deshalb, weil es natürlich völlig abstrus ist, solche Art von Partys zu verbieten, so ärgerlich im Einzelfall bei einer möglicherweise ausufernden „Graswurzel-Party“ die Randale aussehen kann. Facebook-Partys verbieten zu wollen hieße, ein Entgegenkommen von Seiten Facebooks zu erwarten. Oder eine Verpflichtung zu entwickeln, mit der Facebook-Partys in irgendeiner Form genehmigungspflichtig würden. Und sehr schnell wären wir bei einer Diskussion, was wir denn eigentlich bei uns im zivilisierten Deutschland rein faktisch eigentlich bei der Nutzung von Facebook noch dürften, was wir in Staaten, in denen ein demokratischer Frühling stattfindet, ja genau wünschenswert ist.

Nein, natürlich geht es bei den Innenministern, die die Idee eines Verbotes von Facebook-Partys zumindest für nicht komplett bescheuert halten, um ganz profane Dinge – nämlich um das Absichern des eigenen Hinterns. Der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann hat es in den Tagesthemen auf den Punkt gebracht:

„Wenn zum Beispiel klar ist, dass ein Platz nicht geeignet ist, um mehrere Tausend Jugendliche aufzunehmen, dann muss so eine Veranstaltung verboten werden, weil es sonst zu solchen Eskalationen kommt wie in Duisburg und insofern gibt es da eine klare Rechtsgrundlage, dies zu verbieten.“

Wir denken nach: Die Loveparade in Duisburg war eine behördlich genehmigte und polizeilich flankierte Veranstaltung, die schon in der Vorplanung mit aberwitzigen Besucherzahlen geplant wurde und offensichtlich unter hohem politischen Druck des Duisburger Oberbürgermeisters durchgedrückt wurde, obwohl offensichtliche Sicherheitsmängel existierten und einfach akzeptiert wurden. Zudem reden wir bei der Loveparade von Besucherzahlen, die mindestens um den Faktor 1000 höher waren, als die wildeste Facebook-Party bisher.

Selbstverständlich sollte man Gefahren, von denen man im Voraus Kenntnis erlangt, abwehren, dazu haben wir einen gesunden Menschenverstand und dazu haben wir im Ernstfall, wenn die Horden kommen eine Polizei. Wir müssen eben aber auch akzeptieren, dass es Menschen gibt, die sich treffen, die sich möglicherweise in größeren Zahlen organisieren und die möglicherweise auch nicht alle dabei nüchtern sind. Wir nenne das: Gesellschaft.

Wenn wir eine polemische Diskussion zu Facebook-Partys tatsächlich bis zu Ultima Ratio durchziehen, dann frage ich mich, was eigentlich noch die Veranstaltung einer Dorffeier, eines Vereinsfestes oder eines Grillnachmittags mit dem Fußballverein rechtfertigt. Nur damit Innenpolitiker das Risiko „Mensch“ noch besser kontrollieren können und den seit Jahren dezimierten Personalstand der Polizeikräfte noch einigermaßen jongliert bekommen, einfach mal in Kauf nehmen, dass das hohe Gut der Versammlungsfreiheit kastriert wird?

Ja, wo sind wir denn? Erde an Politik! Schaltet eure Birne ein! Und denkt für einen winzigen Moment darüber nach, was für eine Wirkung abenteuerliches Geschwätz über Nebenwirkungen Neuer Medien haben kann, wenn man diese Technik und deren Wechselwirkungen nicht versteht.

Geld verprassen in Empire Avenue.

Der ein oder andere Durchgeknallte, der mir auf Twitter und Facebook folgt – und ich leite an dieser Stelle schon mal vorsorglich ein, dass ich selbst an twitter-intensiven Tagen bei weitem nicht das an Zwitscher-Output erreich, wie einige andere Zeitgenossen – wird in den letzten Tagen mitbekommen habe, dass ich in Empire Avenue eingefallen bin, einem Social-Media-Web-2.0-Dingsbums, das eine ganz harte und direkte Tour fährt: Bewerten von Freunden und Followern mit virtuellem Zaster.

Was ist Empire Avenue?

Empire Avenue ist eine Art Wertpapierbörse, allerdings nicht für Unternehmen im herkömmlichen Sinne, sondern für Social-Media-Entitäten und solche, die sich dafür halten. Das können so Menschen sein wie du und ich, die mehr oder weniger regelmäßig über Twitter, Facebook, YouTube, flickr ihre Ergüsse ins Netz kippen, aber auch Unternehmen, die ebensolches tun. Wer gelesen wird (und ergo Reaktionen auslöst) wird als Autorität gegenüber Anderen empfunden, die weniger gelesen werden. So mal zum Grundprinzip.

Die Idee basiert auf zwei Säulen: Die „Influencer“ und die „Investors“. Beide Säulen kann im Prinzip jeder Benutzer ausüben, „Influencer“ ist man, wenn man mit Aktivitäten auf den angeschlossenen Social-Media-Diensten Twitter, Facebook, flickr, YouTube und in den hauseigenen Foren Aktivitäten erzeugt. Sprich: Twittert etc. „Investor“ ist man, wenn man in Empire Avenue in den Kurs anderer Leute und Firmen investiert.

Beeinflusst wird der Kurs jeden Benutzers durch eine Mischung von beidem. Kauft jemand mit der hausinternen Währung „Eaves“ meine Shares, steigt logischerweise mein Kurs, verkauft sie jemand, fällt er. Ich selbst beeinflusse meinen Kurs mit meinem Social-Media-Aktivitäten und natürlich auch mit meinem Handeln auf Empire Avenue als „Investor“, da ich auf diese Weise ja mein dortiges Vermögen, meinen „Wealth“ beeinflusse.

Ganz zuletzt kann man mit seinen „Eaves“ dann natürlich auch noch so richtig sinnlose Dinge anstellen, beispielsweise das Kaufen eines (selbstverständlich nur) virtuellen Hauses, Bootes oder Flugzeuges. Es bleibt also am Ende tatsächlich so, wie es immer ist: Von nichts kommt nichts.

Die richtige Strategie zum Kohlemachen?

Einfach auf die Kurse seiner bekannten Freunde zu setzen, ist weitgehend eine „sichere Bank“, allerdings herzlich unprickelnd und mitunter ein Verlustgeschäft. Das vor allem wegen der etwas langweiligen Logik – es passiert halt relativ wenig, wenn erst mal ein bestimmter Kurs erreicht ist. Die Tendenz bei den meisten etablierten Empire-Avenue-Benutzern ist daher entweder stagnierend oder leicht fallend. Hat man erst einmal dieses Phänomen entdeckt, tut man sich allerdings relativ schwer, mal eben die Shares seiner Freunde und Bekannten wieder verscherbeln zu müssen … der schnöde Mammon trifft Freundschaft. 😉

Um richtig Kohle zu scheffeln, bleibt daher das Setzen auf IPOs, also das Beobachten der Neuankömmlinge und eine möglichst schnelle Investition in die Kandidaten, die mit einem wichtig ausschauenden Namen daherkommen oder gleich von Anfang an alle möglichen Dienste in ihrem Empire-Avenue-Account registrieren. Hier ist die Chance auf kurzfristigen Kursanstieg am größten, eine Verdoppelung oder gar Verdreifachung und mehr ist da in wenigen Stunden und Tagen durchaus drin. Der Zeitpunkt ist dabei wirklich ausschlaggebend, denn kommt ein Neuling hinein, kaufen sich die Profis teilweise innerhalb der ersten Sekunden und Minuten ein. Das registriert Empire Avenue natürlich und setzt dem Kauf solcher „Fast Movern“ mitunter eine höhere Kommission vor – zahlt man normalerweise 5 % Kommission der virtuellen Währung, ist es bei Fast Movern dann 15 % oder gar 30 %. Das sind Abschläge die man mit einem hoffentlich danach stattfindenden Kursgewinn erst einmal wieder erwirtschaften muss (und oft nicht gelingt).

Und dann gelten natürlich die üblichen Strategien aus der klassischen Wertpapieranlage: Diversifizieren in möglichst viele „Branchen“, eine Mischung zwischen „sicheren Banken“ und „aufstrebenden Verrückten“ schaffen und bei all diesem Einkauf immer schön darauf achten, den Überblick im eigenen Portfolio nicht zu verlieren, die Kurse im Auge zu behalten und die Papiere der Kandidaten dann entsorgen, wenn deren Kurs stagniert oder gar abfällt.

Funktioniert Empire Avenue denn?

Sagen wir mal so: Redlich. Es ist für eine Maschine natürlich relativ schwer, Autorität im Sinne von „wird gelesen“ sinnvoll messen zu können. Die Erfahrung zeigt, dass es sehr viele Publikationen gibt, die stark gelesen werden, aber selten Reaktionen der Leser auslösen. Hier mit festen Algorithmen zu kommen, ist eine echte Wissenschaft für sich und da sind schon alle großen Suchmaschinen mit Mannjahrhunderten am Werk. Dazu kommt, dass die Logik von Empire Avenue viel zu statisch daherkommt und auch gar nicht anders kann. Beispielsweise lassen sich ja auch Weblogs in das eigene Profil in Empire Avenue einbinden, aber das ist ein rein statischer Vorgang. Die Zahl der Leser, die Zahl der Kommentare, eventuelle Facebook-Likes und so weiter und so fort, das bleibt Empire Avenue verborgen. Rein nur die Zahl der veröffentlichten Blog-Artikel auszuwerten, das ist ein bisschen wenig.

Dazu kommt, dass die Basis an Benutzern in Empire Avenue verschwindend gering gegenüber anderen Social-Media-Plattformen sind. Es also relativ wenig Autoritäten gibt, an die man sich halten könnte. Ich komme bei meinen rund 1.000 Kontakten, die ich mal so Pi-mal-Daumen in allen mir gängigen Social-Media-Diensten am Start habe, in Empire gerade mal auf 30.

Mit echter Börse hat das alles allenfalls ansatzweise etwas zu tun. Bei meiner Investitionsstrategie, einfach mal in Neulinge kräftig zu investieren und zu schauen, was dann passiert, wäre ich im echten Leben vermutlich nach zwei Tagen pleite oder hätte zumindest einen dringenden Anruf meiner Hausbank in der Leitung.

Die Idee von Empire Avenue ist demnach recht cool und gewitzt, aber mehr als augenzwinkernd darf man sich das alles auch schon nicht mehr anschauen. Die Logik prellt schon aus architektonischen Gründen schwer und hat wenig mit der Wertpapierrealität draußen zu tun. Wer allerdings echte Wertpapiererfahrung mitbringt, hat seinen Heidenspaß dabei, endlich mal mit einer virtuellen Währung eine Anlagestrategie zu verfolgen, die man sich im echten Leben nicht leisten kann. 😉

Mitmachen?

Hier geht es lang, das ist mein Invitation-Link: http://empireavenue.com/?t=hi4muums

Und wer dann eingeloggt ist, sucht nach „BESIM“. 😉

Facebook-Geburtstage im Google Calendar abonnieren.

Über Facebook kann man schimpfen und sich ärgern – in einer Sache ist es jedoch sehr brauchbar: Beim Geburtstagsmanagement. Ich sammle zwar bei den mir wichtigen Kontakten deren Geburtstage in meiner Adressverwaltung, dort findet sich aber nicht automatisch jeder, den ich auch in Facebook als Freund habe. Menschen in Facebook zu gratulieren, ist auch nicht schlecht, aber man merkt es halt eben erst dann, wenn man auch tatsächlich in Facebook schaut, wer heute Geburtstag hat (oder sich per E-Mail benachrichtigen lässt). Was aber auch geht, wenn man einen Kalender einsetzt, in dem man externe Kalender per iCal einbinden kann: Die Facebook-Geburtstagsliste abonnieren. Und das geht, wenn man weiß, wohin man zu gehen hat.

  1. Die Liste der Geburtstage seiner Freunde findet man in Facebook von der Startseite aus. Dort gibt es links den Punkt „Veranstaltungen“.
  2. Klickt man auf „Veranstaltungen“, gibt es als Unterpunkt unter anderem den Punkt „Geburtstage“. Da drauf klicken. Die Liste der Geburtstage erscheint. Diese Seite bis ganz nach unten scrollen, dort gibt es dann einen Link namens „Geburtstage exportieren“.
  3. Ein Klick auf den Link öffnet ein Fenster, auf dem sich dann der iCal-Link befindet.

Falls auf dem Rechner eine iCal-fähige Anwendung installiert ist und der Webbrowser dann auch etwas mit der Dateiendung anfangen kann (Outlook kann das beispielsweise), wird der Kalender automatisch dort abonniert. Aber auch mit dem Google Calendar funktioniert der iCal-Kalenderabonnement problemlos:

  1. Die ersten drei Schritte des obigen Vorgehens.
  2. Im Fenster mit dem iCal-Link nicht auf den Link klicken, sondern den Link in die Zwischenablage kopieren.
  3. Im Google Calendar links bei der Auflistung der verschiedenen Kalender unten auf den kleinen Link namens „Hinzufügen“ klicken und als Option „Über URL hinzufügen“ wählen. Die Option, dass dieser neue Kalender öffentlich zugänglich sein soll, selbstverständlich nicht anhaken.
  4. Im erscheinenden Fenster in die Textbox einfach den Link, der sich in der Zwischenablage befindet, einkleben, auf „Kalender hinzufügen“ klicken, einen Moment die Synchronisation abwarten und gut. Unter dem Titel „Friend’s Birthdays“ sind nun die Geburtstage der Facebook-Freunde eingebunden.

Und wie es sich gehört, gibt es leider auch ein paar Haken an der ganzen Geschichte, die jedoch tolerierbar sind:

  • Der Kalender wird bei eingeblendetem Geburtstagskalender sehr schnell sehr übersichtlich. In den Sommermonaten, in denen mein Freundschaftskreis seltsamerweise eher weniger seine Geburtstage feiert, mag das noch gehen, der Blick in den November war jedoch ein Schlag ins Kontor… alles voll mit Geburtstagen! Hier kann man sich abhelfen, in dem man Gebrauch von der Möglichkeit macht, einzelne Kalender mit einem Klick auf den Titel vorübergehend ein- und auszublenden.
  • Der eingebundene iCal-Terminkalender ist auf GMT-Zeit festgelegt. Das wäre kein Problem, allerdings kennt die Greenwich Mean Time keine Sommerzeit, so dass jeweils in der letzten Woche im März und im Oktober die Geburtstage schon am Vortag um 23 Uhr beginnen. Muss man eben wissen.

Wichtig zu wissen ist auch, dass der so eingebundene Kalender nur eingebunden ist, die Termine also nicht in den eigenen Kalender kopiert werden. Das kann man bei einzelnen Terminen machen, davor ist jedoch abzuraten, wenn man nicht doppelte Termine haben möchte. In meinem Fall ist ein Abo eines ansonsten unabhängigen Kalenders absolut perfekt.

The Good Guy and the Bad Guy.

Die Revolutionen im Mittleren Osten und in Nordafrika haben ja entwaffnend freundliche, zumindest wenig stressige Namen: „Jasmin-Revolution(en)“, „Tag(e) des Zornes“, „Tag der Würde“. Und dann auch noch so friedlich anmutende Aktionen wie Platzbesetzungen, teilweise waffenfreie Demonstrationen, in Libyen eine fast schon freundlich anmutende, weil mutig aussehende „Turnschuharmee“ und so weiter. Und wir finden das alles sehr, sehr spannend, weil sich hier augenscheinlich Völker gegenüber ihren Despoten aufbegehren und ihren Kampf mit ach so demokratischen Werkzeugen wie Twitter und Facebook organisieren

Wie wollen wir das eigentlich nennen? Graswurzelkampf? Bürgerkrieg 2.0? Social Revolution? Micro War?

Es tut mir ja fast schon leid, wenn ich da einigen vor Kraft strotzenden Bloggern und Microbloggern gehörig in die Parade fahre und die Frage stelle: Was legitimiert Krieg eigentlich? Das Wehren gegen Ungerechtigkeiten? Die Mittel? Wir machen uns vor Rührung fast in die Hosen, wenn wir uns vorstellen, dass sich bis dato geknechtete Menschen mit Facebook & Co. organisieren, um für Freiheit zu kämpfen. Wie wollen wir aber zur irgendwann aufkommenden Frage stehen, wie wir damit umgehen wollen, wenn über Social Networking tatsächlich „guter, alter“ blutiger Bürgerkrieg organisiert wird? Wenn in einer Facebook-Gruppe Frontverläufe geplant werden oder über Twitter Armeen befehligt werden? Finden wir das dann immer noch revolutionär und rührend?

Sehr spannend finde ich da ein Phänomen, das mir heute aufgefallen ist. Auf NHK World, dem internationalen Programm des japanischen Senders NHK, verfolgte ich eine Pressekonferenz irgendeines völlig überforderten Tepco-Managers, der irgendwelche Kommentare zum neuerlichen Nachbeben abgab. Belangloses Zeug, das NHK live in die Welt transportiert hat und vor Ort vermutlich von anderen Journalisten in Tickermeldungen und Zeitungsartikel geklopft wird – oder aber von fleißigen Menschen an ganz anderen Orten dieser Welt direkt von der Live-Schaltung aus NHK World in Twitter, Facebook & Co. eingespeist wird. Sprich: Der Graswurzeljournalismus ist hier problemlos erheblich schneller mit dem Verklopfen einer Nachricht, als vor Ort sitzende Journalisten, die vielleicht gerade mit einem maroden Handynetz kämpfen.

Wenn wir das jetzt auf so genannte Revolutionen herunterbrechen, die nichts anderes als Bürgerkriege sind, dann stellt sich hier die Frage, ob man einfach mal so eben auf einer Seite sein kann, nur weil sich die eine Seite attraktiver (nicht unbedingt besser) organisiert. Krieg ist in erster Linie sehr stark einseitige, überzeichnete und gewalttätige Propaganda, nichts anderes passiert in den vielen arabischen Krisengebieten. Revolutionen werden nicht dadurch hübscher, in dem sie teilweise transparenter und vielleicht authentischer wirkend in den Mitteln und Werkzeugen dargestellt und organisiert werden, die wir für unsere tägliche, seichte Unterhaltung nutzen.

PS3-Update 3.50.

Das PS3-Update 3.42 habe ich geflissentlich übersehen, weil es ein Update mehr im ewigen Kampf gegen das Jailbreaking war. Gestopft wurde ein Exploit, mit dem es gelingen sollte, anhand eines präparierten USB-Sticks PS3-Spiele zu spielen, die man nicht im Original besitzt – das gute, alte PlayStation-Modding. Man kann als Hersteller das Spielchen mitmachen, man könnte es aber auch einfach sein lassen oder zumindest zuschauen, die Spielerschaft nicht ständig mit Firmware-Updates zu nerven, die immer noch gewaltig groß sind und immer öfter mandatory sind, weil ohne die Installation des aktuellen Firmware-Updates der Zugriff um PlayStation Network nicht mehr funktioniert. Mach nur so weiter, Sony …

Nun also das PS3-Update 3.50, das wohl tatsächlich planmäßig sein soll und natürlich auch wieder mandatory ist, wenn man ab sofort das PlayStation Network betreten möchte. Ob der runden Versionszahl gibt es ein paar mäßige Update-Neuerungen:

  • Stärkere Facebook-Integration für Spiele, mit denen nun Entwickler von PS3-Spielen angeblich stärker mit Facebook interagieren können, um Benutzer dazu zu bringen, mehr von ihrer „Game Experience“ zu Facebook zu schaufeln.
  • Eine Reporting-Funktion, mit der es nun möglich sein soll, direkt von der XMB aus andere User zu melden, die einen belästigen.
  • Wiedergabefunktionalität für 3D-Bluray-Filme. Braucht praktisch jeder.

Der geneigte Leser liest etwas Herabschätzung meinerseits heraus? Ach was, nein, nicht doch…

Facebook-Marketing at it’s best.

Meine heimliche These ist, dass das beste Facebook-Marketing immer noch die Menschen machen, die keine Marketing-Fuzzis sind, nichts mit SEO am Hut haben, keine „Consultans“ sind und noch nicht mal ansatzweise ahnen, dass sie Facebook eigentlich hochprofessionell einsetzen.

Aktuelles Beispiel ist ein Cousin zweiten Grades von mir. Dieser Cousin lebte in seiner Jugend in Deutschland, spricht dementsprechend gut Deutsch und zog dann vor knapp 15 Jahren wieder in die Türkei und lebt nun dort in Antalya. Dort betreibt er ein Geschäft für Schmuck. Antalya ist eine von Tourismus geprägte Stadt, Schmuck ist demnach weitgehend eine Saisonware und lebt mindestens zu Dreiviertel von vorbeiflanierendem Zufallsgeschäft und einem Viertel Stammkundschaft. Was man vor Ort kaum befeuern kann (außer man setzt auf nervende und in vielen Städten schon verbotene „Botschafter“, die Touristen bedrängen, das Ladengeschäft zu besuchen), lässt Raum für einfache, aber hochwirksame Ideen. Und hier kommt Facebook ins Spiel.

Mein Cousin macht nämlich jeden Unsinn mit und hat darüber hinaus ein Facebook-Profil. Und ein Ergebnis davon sind Fotos, das ihn mit Touristen (und vor allem mit Touristinnen :-)) zeigt und das im Profil einer offensichtlichen Schmuckkäuferin hochgeladen wurde. Auf diesem Bild sind alle abgebildeten Freundinnen verlinkt. Und eben auch mein Cousin, mit dem Bildhinweis, dass das der nette, deutsch sprechende Schmuckverkäufer in Antalya war: (Sorry für die Anonymisierungen, sieht albern aus, lässt sich aber nicht ändern):

That’s it. Höflich und unvergesslich beim Kunden bleiben, sich auf einem Gemeinschaftsfoto verewigen lassen, auf das eigene Facebook-Profil verweisen und dann einfach machen lassen. Ergebnis sind sieben Verlinkungen von Personen in vier Facebook-Profilen der fotografierten Personen und ein somit gebildetes Netzwerk, das über tausende Kilometer reicht. Der Moment als ewiges Aushängeschild.

Mache diese Wirksamkeit bitte einmal jemand mit traditionellen Medien nach, ohne dass es ein Euro kostet.

Größerer Trouble bei Facebook(?)

Mein Microgeblogge nimmt normalerweise den Weg von Twitter, das ist hauptsächlich nutze, zu Facebook. Hierzu habe ich in Facebook vor langer Zeit schon eine Facebook-Twitter-App installiert, die entsprechend die Verbindung zu Twitter schafft. Das funktionierte alles auch so weit ganz gut, unter allen Facebook-Nachrichten, die via Twitter hereingespült werden, erschien bis dato auch artig, dass sie von Twitter kamen.

Zumindest bis vor wenigen Minuten. Denn da hieß es plötzlich, dass die Tweets von einer Facebook-App namens „LoudSocial Applications“ kommen. Das ist tatsächlich eine andere Facebook-App, die ich jedoch gar nicht autorisiert habe, geschweige denn überhaupt mal gesehen. Eine anscheinend fremde Facebook-App übernimmt unautorisiert meine Twitter-Nachrichten über die Autorisierung, die ich einst mal eingerichtet habe. Na das ist ja wunderbar.

Es wird aber noch lustiger, wenn man auf die Facebook-Seite der offiziellen Facebook-for-iPhone-App geht, der iPhone-App für Facebook. Denn da funktioniert seit einigen Stunden auch einiges nicht mehr korrekt, Nutzer der iPhone-App können nicht mehr in ihre Timeline schreiben. Auch ganz lustig, wobei es vermutlich haarsträubend ist, wenn man daran denkt, was da wohl gerade alles bei Facebook/Twitter schiefläuft.

Erste Maßnahme, wenn ihr ebenfalls Twitter nutzt und automatisch Tweets zu Facebook schieben lasst: Überprüft mit einem Test-Tweet und einem Blick auf eure eigene Timeline, ob eure Tweets über die Twitter-App oder auch über „LoudSocial Applications“ importiert werden. Wenn letzteres passiert, solltet ihr diese App umgehend sicherheitshalber sperren.

Update vom 19. Juli: Irgendwann im Laufe der Nacht zum 17. Juli funktionierte es dann wieder, nachdem Facebook offensichtlich die App „LoudSocial Applications“ deaktiviert hat. Betroffen waren nicht nur diverse Twitter-Apps und die App, die als Verbindungsstück zur Facebook-iPhone-App dient, sondern auch eine Reihe von Spiele-Apps, die allesamt vorübergehend nicht mehr zu anderen Social Networks mehr Inhalte senden konnten. Warum auch immer. Gerüchteweise kam dann noch auf, dass der Entwickler der ominösen „LoudSocial“-App angeblich ein Facebook-Mitarbeiter sei, aber bestätigen lässt sich das alles nicht.

Es bleibt lediglich ein weiterer, schaler Beigeschmack über die Frage, wie eine fremde Applikation plötzlich Berechtigungen anderer Apps übernehmen kann. Unerfreulich.

Neueste Masche zum Traffic-Generierung in Facebook: Gruppen-Napping.

Facebook-Nutzer sind bisweilen so doof, dass selbst die billigste Art von Spam offensichtlich so gut funktioniert, dass niemand das Problem meldet und sich hunderttausende finden, die darauf hereinfallen. Die Masche ist dabei so einfach, dass es schon erstaunt:

Man nehme eine Kunstfigur, beispielsweise Homer Simpson. Man baue eine Facebook-Gruppe, lade dort als Gruppenbild ein Foto von Homer Simpson hoch und erzeuge eine Seite in dieser Gruppe. Diese Seite beinhaltet eine Vorschauseite, die sagt, dass man nach dem Beitritt dieser Gruppe die Möglichkeit habe, zu sehen, wie Homer Simpson „in echt“ aussehe. Nachdem man dann der Gruppe beigetreten ist, wird auf eine weitere Facebook-Seite weitergeleitet, die einen Link enthält. Ein Klick darauf führt auf eine Website außerhalb von Facebook – vermutlich vom Gruppeninhaber – auf der dann ein mehr oder weniger lustiges Bild ist, auf dem Homer Simpson mit menschlichen Zügen gemalt ist.

Der Clou hierbei: Diese Website ist verseucht von Werbebannern und lässt alle möglichen Fenster aufpoppen. Prinzipiell wäre es auch kein Problem, mit diesem Trick gleich mal alle gängigen Sicherheitslöcher auszuprobieren und ggf. den Rechner des Besuchers zu befallen.

Das überaus interessante Moment dieser Aktion: Solche Gruppen haben gern mal fünf- bis sechsstellige Fan-Zahlen und deren Bekanntheit verbreitet sich epidemieartig, da standardmäßig ein Gruppenbeitritt einer Person allen seinen Facebook-Freunden in deren Timeline gemeldet wird.

Das alte Motto, dass man auch aus Scheiße Geld machen kann, trifft es hier auf den Kopf.