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Neues Download-Magazin für Gamer.

16. November 2008 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in GamingWelt

Robert Bannert hat mir eine E-Mail geschrieben und mich gebeten, sein Magazin-Baby namens Elektrospieler näher anzuschauen. Eigentlich bin ich nicht so der Fan von Gamer-Magazinen (und auch kein Fan von den meisten, hippen Computermagazinen), weil sie mir teilweise so hipp vorkommen, dass ich mir manchmal vorkomme, wie ein stockkonservativer Schwarzparteienwähler, der hinter dem Mond lebt. ;-)

Das Magazin von Robert Banner hat jedoch ein paar Dinge von Hause aus, die alle anderen Gamer-Magazine nicht haben:

  • Es kommt als in einer PDF-Datei fest gegossenes Download-Magazin daher.
  • Es kostet nicht einen Cent und soll das auch weiterhin bleiben, in dem die Finanzierung durch Werbeschaltungen im Magazin gedeckt werden soll.
  • Es ist dennoch äußerst professionell gemacht.

Das sind genügend Gründe, um Robert einmal näher zu befragen, was er da eigentlich mit dem Elektrospieler vorhat. Seine Antwort ist ambitioniert:

“Unter elektrospieler will ich jetzt zusammen mit langjährigen Kollegen genau die Plattform machen, die wir schon immer alle machen wollten - mit kreativen Freiheiten fernab des verlegerischen Diktats. In diesem Zuge wollen wir verstärkt kreative Nachwuchstalente vorstellen und Features bringen, die das Spiel z.B. aus kultureller sowie medienwissenschaftlicher Perspektive beleuchten. Momentan kommt das noch etwas kurz, weil zur Weihnachtszeit unendlich viele Spiele erscheinen - und unser kleines Team testmäßig dezent überlastet ist. Aber sobald die Release-Listen wieder etwas lichter werden und wir mehr Zeit haben, wird diese Komponente deutlich verstärkt werden. Genauso wichtig ist uns kompromisslose Transparenz bei den Wertungen: Es geht uns nicht darum, ein Spiel auf Biegen und Brechen als die ersten zu testen - und das dann womöglich auf den letzten Drücker… so wie wir es alle aus den unterschiedlichen Print-Publikationen gewöhnt sind, für die wir im Laufe der Jahre gearbeitet haben.

Daher auch unser Wertungssystem: Sind wir uns zu einem Zeitpunkt über die korrekte Wertung noch nicht auf den Punkt genau sicher, dann gibt’s erstmal nur die Schulnote - also z.B ein “gut” oder “sehr gut”. Die Punktewertung (dem Oberstufen-System des Gymnasiums nachempfunden) wird in solchen Fällen nachgeliefert. Spiele, bei denen der Spielspaß mit einer Community steht bzw. fällt (MMOS oder aber ein “Little Big Planet” für die PS3), die bewerten wir z.B. gar nicht, weil man eine Community nicht bewerten kann. In einem Print-Heft könnten wir uns solche Freiheiten nicht erlauben, weil Verleger da sehr konkrete Vorstellungen haben - in unserem eigenen PDF-Mag können wir das schon. Vielmehr ist es so, dass wir die Spiele in unseren Reviews nicht zwangsläufig aktuell testen, sondern vor allem noch mal Revue passieren lassen wollen - ohne zeitlichen Druck… und nachdem wir sie so genossen haben, wie man Games genießen sollte… nämlich ohne den Stress, der in einer Redaktion Alltag ist und einem den Spielspaß besonders bei schweren oder anspruchsvollen Spielen gründlich vermiesen kann.”

Das nehme ich ihm ungesehen ab. Robert Bannert ist mit seiner Agentur Ratz in der Spieleszene kein ungeschriebenes Blatt und kommt mit 15 Jahren Szeneerfahrung daher - genug, um die moderne Gamer- und Spielekonsolenwelt zu kennen und auch unaufgeregt über Spiele zu schreiben, die schon einige Wochen und Monate auf dem Markt sind, hinreichend tief durchgespielt wurden und auch preislich nicht mehr nur für “Early Adopter” interessant sein dürften.

Und so kommt auch das Magazin daher: Ein paar sehr schöne und differenzierte Spielebewertungen, einige hintergründige Artikel und Interviews und schon kommt da etwas sehr Erstaunliches daher.

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Warum eigentlich Spielekonsole?

14. November 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in GamingWelt

Diese Frage bekomme ich wirklich regelmäßig gestellt: Warum spiele ich als nicht ganz unwissender Computermensch eigentlich mit einer Spielekonsole und habe keine Grossrechnerfarm mit mindestens drei Bildschirmen zu Hause herumstehen?

Das hat einen sehr einfachen Grund: Ein PC ist weitgehend ein Arbeitsgerät für mich und darauf lege ich wirklich großen Wert. Weil mich so Installationsmarathonläufe, wie sie für gängige PC-Spiele notwendig sind, massiv ankäsen und ich vor allem überhaupt keine Lust habe, mich mit so Dingen wie “DirectX-Update” oder ähnlichem zu beschäftigen, sind Spiele weitgehend tabu. Ausnahmen bestätigen die Regel, der Flight Simulator und SimCity sind davon nicht betroffen, weil Vergleichbares auf einer Spielekonsole nicht wirklich hübsch bzw. es dort offensichtlich keinen Markt gibt. Aber so Sachen wie Baller- oder Rennspiele - sorry, das ist auf der Konsole besser aufgehoben. Dort schalte ich die PS3 ein, Datenträger rein und fertig.

Ein weiterer Punkt ist der, dass ich eigentlich gar nicht so der “Computerbastler” bin, wie viele glauben. Gut, ich kann eine Festplatte von einer Grafikkarte unterscheiden und sicherlich könnte ich auch meinen PC in seine Einzelteile auseinanderschrauben und wieder zusammenbekommen. Aber aus dem “Bastler-Level” wächst man im Laufe der Zeit wirklich heraus und ist froh, dass das alles läuft und man damit arbeiten kann. Das ist übrigens auch der Grund, weshalb ich für die vielen privaten Computerproblemchen im Freundeskreis oft genug nicht wirklich zu gebrauchen bin - ich bin ja schon froh, dass meine Installationen funktionieren. ;-)

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Simulatoren für alle Lebenslagen.

8. November 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in GamingWelt

Einigermaßen fassungslos kann man vor den Regalen für PC-Spiele stehen, wenn man sich speziell für Simulatoren interessiert. Der geneigte Spieler von Welt denkt da am ehesten an ambitionierte Flug- oder Fahrsimulationen, vielleicht auch an nicht mehr ganz so real wirkende Ralleyspiele, aber sicherlich kaum an das, was es da inzwischen alles gibt.

Mit dem Müllabfuhrsimulator kann man das Fahren eines Müllwagens nachspielen, inklusive dem eimerleerenden Team. Also tatsächlich Straßen abklappern, dabei aufpassen, die parkenden Fahrzeuge nicht anzuditschen, Eimer an den Müllwagen holen und leeren. Muss unglaublich spannend sein. Der Kuriersimulator bietet die Möglichkeit, in das berufliche Leben eines Kurierdienstes zu schlüpfen. Mit dem Paketauto Pakete ausliefern? Kein Problem. Oder als Fahrradkurier aufpassen, nicht unter die Räder zu kommen? Kein Thema.

Sehr schlau dann auch so Dinger wie LKW-Simulator, Eisenbahnsimulator für alle interessanten und uninteressanten Strecken und sogar - mein persönlicher Favorit - ein U-Bahn-Simulator. Warum will man all das spielen? Die Lust am Profanen?

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Gefährliches am PC.

28. September 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in GamingWelt

Hier ein kleiner Tipp für hyperventilierende Mitglieder von Innenausschüssen in Bundestag oder Landtagen. Das ist das Kernkraftwerk Gundremmingen in Bayern, aus der Sicht des Microsoft Flight Simulator X. Sitzt sogar ziemlich genau an der richtigen Stelle, wenngleich der Aufbau der Gebäude so nicht ganz korrekt ist:

Selbstverständlich, und da kommt jetzt wieder der Realismus jenseits von hyperventilierenden Innenpolitikern, ist es für einen angehenden Terroristen völlig irrelevant, ob er in einem Flugsimulator den Anflug auf ein virtuelles Kernkraftwerk oder auf eine virtuelle Hühnerscheune übt. Ebenso irrelevant ist es, in einer Flugsimulatorsitzung zu wissen oder nicht zu wissen, wo genau das Kernkraftwerk Gundremmingen liegt, denn wenn er darin hineinfliegen und Schaden erzeugen wollte, müsste er das ja in der Realität machen und nicht in einer Flugsimulatorsitzung. Das nur so zur Erklärung.

Aber dennoch: Saugefährlich, dieses Simulatorzeugs, oder? Und ich als jemand mit ausländischem Namen, der in dieser Flugsimulatorsitzung mit einem Airbus A321 auch noch daran vorbeigeflogen bin. *hüstel* Wobei ich Wert auf die Feststellung lege, dass ich den Flieger korrekt von München-Erding, Startbahn 8L gestartet, wieder in Stuttgart, Landebahn 7 gelandet und dort am Gate abgestellt habe. Alles korrekt mit vorheriger Einreichung des Flugplanes, permanenter Fluglotsensteuerung und Logbucheintrag.

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Online-Welten ein Hort des Terrors.

17. September 2008 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in Netzpolitik

Na das hat jetzt aber gedauert, dass die US-Geheimdienste nun endlich einmal darauf gekommen sind, dass Terroristen Online-Rollenspiele zur Planung von Anschlägen nutzen könnten. Ich dachte schon, dass diese Landspielplatte niemals mehr aufgelegt wird und dabei sind doch gerade diese Krisengebiete besonders terroristisch und gefährlich.

Die ganz schale Begründung: Terroristen hätten es immer schwerer, ungestört zu kommunizieren und würden sich möglicherweise in Online-Spielewelten wie World of Warcraft oder Second Life zurückziehen. Ein Vorfall sei zwar noch nicht bekannt geworden, aber man stört sich offenkundig an den Möglichkeiten der ungestörten Rudelbildung fernab von staatlicher Kontrollmöglichkeit.

Um es deutlich von mir zu kommentieren: Klassische, konservative Denkscheiße nach der alten Masche, dass man unangenehme Einrichtungen einfach zu terroristischen Rekrutierungszonen erklären muss, um sie zu reglementieren. Da eine sinnvolle Reglementierung allerdings auch hier nicht möglich ist, dient diese Reglementierung lediglich zu dem Zweck, dass man später, wenn dann die Bombe hochgeht, wenigstens sagen kann, man hätte etwas getan. Und damit dient diese Reglementierung in erster Linie zur Absicherung des Politikerjobs. Netterweise kann man damit auch gleich die konservative Klientel beruhigen, denen solche Sündenpfuhle ja sowieso völlig suspekt sind - auch wenn sie sie nie selbst gesehen haben.

Generell gilt aber: Strategisches Denken könnte schon bald gefährlich sein, zumindest verdächtig. Also aufpassen beim Kauf folgender Spiele:

  • Scotland Yard (Ausbildung von kollaborativen und polizeilichen Fahnungsstrategien)
  • Risiko (kriegerische Handlungen, Weltkriege, Allmachtsphantasien)
  • Malefiz (Morde aus niederen Beweggründen, Widerstand gegen die Staatsgewalt)
  • Monopoly (Habgier)
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Evolution in Flight Simulating.

14. September 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in GamingWelt

Es ist erstaunlich, wie man sich nach und nach als etwas eingefleischterer “Simulant” an die realistischeren Dinge im Flight Simulator traut. War man am Anfang noch relativ ängstlich und traute sich mit vornehmlich langsameren Propellermaschinen kaum 20 Kilometer weit um den Flughafen im Sichtflug herum in die Luft, so braucht es nach und nach mehr “Thrill”.

Der Begriff “Thrill” ist jedoch deshalb in Anführungsstrichen, weil es nicht darum geht, möglichst spektakuläre Dinge in der Luft zu erleben, sondern eher darum, möglichst realistische Flugstrecken zu absolvieren. Das sind dann Flüge im Instrumentenflug, Flug nach definierten Flugstraßen (die selbstverständlich nach den “echten” Flugstraßen gehen) und mit Ansage durch die Flugsicherung. Und so ist es praktisch unmöglich, mit so einem simulierten Flugzeug den gewünschten Flughafen anzusteuern und sogar “richtigherum” zu landen.

Es ist sehr wenig faktische Magie dahinter, auch wenn natürlich ein Flugsimulator viele Aspekte des Fliegens, nämlich die Vor- und Nacharbeit, viele Flugzeugeinstellungen und auf Wunsch auch so unangenehme Sachen wie Ausfälle oder starken Flugverkehr, weglässt, ausblendet oder abschwächt.

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