Urlaubsvertretungsbloggen.

Der Science-Fiction-Autor John Scalzi ist gleich in mehrfacher Hinsicht mein Premierenmann des Monats. Zum einen ist er nach langer Zeit der erste noch lebende Autor, von dem ich ein Science-Fiction-Roman gelesen habe, nämlich „Zwischen den Sternen“ (Affiliate-Link). Zum anderen war es das erste Buch, das ein eBook war und auf dem iPad gelesen wurde. Kein wirklicher Genuss, aber dazu demnächst mehr.

Und zum dritten ist John Scalzi ein moderner Autor, der seit 2002 exzessiv bloggt. Und das nicht einfach nur zu PR-Zwecken in homöopathischen Dosen, sondern direkt auf seiner Website unter http://whatever.scalzi.com und dort richtig viel und unwiderstehlich gut. Wenn man sich Autoren – und vor allem Science-Fiction-Autoren – als eher eigenbrödlerische, stille und seltsam tickende Menschen vorstellt, ist John Scalzi vermutlich genau das Gegenteil. Er schreibt über dies und das, Fotos von Sonnenuntergängen, aus dem Homeoffice, von seiner augenscheinlich bloggenden Katze und er kommentiert Science Fiction. Dass seine Artikel eifrig kommentiert werden, ist ein starker Gradmesser dafür, dass Scalzi es begriffen haben muss, wie man in modernen Zeiten vernünftig mit seinen Konsumenten kommuniziert. Scalzi twittert auch und hat dort immerhin auch über 13.000 Follower, aber sein Meisterstück gibt er zweifellos im Weblog ab.

Vom 1. August bis Mitte September ist Scalzi im Urlaub. Wow, denkt sich jetzt der geneigte Leser, das muss ja furchtbar interessant sein, wenn Besim das bloggt. Scalzi aber mottet sein Weblog nicht einfach so lange ein, sondern lässt „vertretungsbloggen“ von vier „Aushilfsbloggern“, die er vorher angesprochen und zum Schreiben aquiriert hat. Und das ist eine beneidenswert gute Idee, denn es kommt Input ins Weblog, den Scalzi allein nicht packt und der teilweise auch so gar nichts mit Science-Fiction zu tun hat, aber dennoch interessante Ansichten vermittelt.

Urlaubsvertretungsbloggen. Interessante Idee. Muss ich mir mal weiter den Kopf darüber zerbrechen, was wir auch dem Thema so machen könnten.

Blogs aus der Region (27).

Das Mai-Update für die Blog-Liste aus Pforzheim & Enzkreis ist da, here we go. Zwei neue Blogs:

      Ich habe bei dieser Gelegenheit mal die Liste der privaten Weblogs überarbeitet und die Links herausgenommen, unter denen nichts mehr läuft bzw. nur noch Werbeseiten. Das muss ich ja nicht unnötig mit einem Link fördern. Die Zahl der Weblogs ist also im Fluss und derzeit bei 105.

      Eine Ode an das Weblog.

      Auf die immer häufiger gestellte Frage, welcher denn der beste Weg sei, in der Sphäre des Web 2.0 Boden zu beackern, habe ich immer die gleiche Antwort (wenn es erst mal nicht um Personal oder Etat geht): Macht ein Weblog.

      Weblogs sind für mich nach wie vor die Königsklasse des Web 2.0. Gründe? Gern:

      • Weblogs bieten die Möglichkeit des Erzählens von Geschichten. Im Businessumfeld muss das gut geplant und mitunter auch gut inszeniert werden, aber: Mit welchem anderen Medium geht das mit vergleichbarer Flexibilität, Geschwindigkeit und Kosteneffizienz?
      • Ein Weblog erzeugt, wenn es regelmäßig mit Inhalten befüllt wird, erstaunlich schnell eine Wirkung der Authentizität und der Wertigkeit und das – wenn man es richtig vermarktet – bei der Zielgruppe. Authentizität muss nicht wehtun, sondern kann ein Wettbewerbsvorteil und die Geheimwaffe sein.
      • Das Paradigma des Weblogs kommt von Hause aus mit der Idee daher, direkte Ansprachen zwischen Sender und Empfänger zu ermöglichen und auch einen Rückkanal in Form von Kommentaren mitzuliefern.
      • Weblogs sind (mit entsprechendem CMS) hochflexibel, was die Art der Inhalte und die Anbindung zu anderen Web-2.0-Diensten betrifft. In ein Weblog lässt sich YouTube integrieren, flickr, Social Networks und letztendlich jeder Dienst, der seine Inhalte per RSS-Feed exportieren lässt.
      • Inhalte von Weblogs lassen sich in Facebook exportieren und zur Not auch in Twitter – umgekehrt wird da nichts daraus.
      • Ein Weblog ist eine exklusive Angelegenheit, konkurriert also auf seiner Plattformebene nicht mit anderen Inhalte oder Benutzern. Bei einer Facebook-Seite oder einem Twitter-Stream sieht das schon erheblich anders aus, diese Dienste leben davon, dass die Plattform ein Diensteanbieter bereitstellt und man hier nur ein Kanal von vielen ist und mit diesen schon allein aus optischer Sicht unmittelbar konkurriert.
      • Echte Business-Blogs sind auch nach wie vor eher Mangelware und in genügend Branchen kann man mit nur wenig Pressearbeit ein neu gestartetes Weblog mit einem Bohei positionieren, das man vielleicht vor fünfzehn Jahren mit der ersten Unternehmens-Website erzielen konnte.

      Über was wir nicht diskutieren müssen, weil es so ist: Hinter einem professionellen Weblog steckt eine Menge Arbeit und da sehe ich maximal nur ein Drittel davon in der Technik. Zwei Drittel der Arbeit steckt in der redaktionellen Arbeit. Auf jeden, der sich da hin wagt und ein Weblog starten will, wartet eine große Portion Arbeit. Aber: Es lohnt sich. Ich bin so frei und sage, dass das für alle Bereiche gilt, in denen Menschen etwas tun, was andere interessieren könnte.

      Was bringt eine Tag-Wolke?

      Vlad aus Peruns Weblog denkt laut über die Frage nach, wozu eigentlich eine Tag-Wolke gut sein könnte. Ich habe das jetzt absichtlich mit Bindestrich geschrieben, um einigermaßen deutlich zu machen, dass es nicht um eine “Tageswolke” geht, sondern der Begriff “Tag” im Sinne des englischsprachigen Wortes für “Schlagwort” gesehen werden sollte.

      Vlads Vermutung, dass eine Tag-Wolke wahrscheinlich vor allem aus Gründen des schnellen Themenüberblicks positioniert wird, ist einleuchtend und nachvollziehbar. Ich sehe eigentlich auch keine andere Nützlichkeit dafür. Als Werkzeug für SEO, für “Search Engine Optimization” taugt die Tag-Wolke kaum, denn will man Inhalt vernünftig unter Suchmaschinen bringen, nimmt man sich eher dem Werkzeug der Sitemap und einer sitemap.xml an und vergisst ganz schnell den Glauben, dass man die Relevanz von Seiten einer Suchmaschine mitteilen müsste. Das macht sie dann schon selbst.

      Das „Tagging“, also das verschlagworten von Artikeln, ist so eine Sache, auf die man sich einlassen muss, denn in erster Linie ist Tagging nichts anderes wie die Bildung von Kategorien, allerdings auf organischer Basis. „Organisch“ bedeutet, dass Inhalte durchaus auch gefühlsmäßig kategorisiert werden, sich Kategorien dadurch auf Basis von ob- und auch subjektiven Klassifizierungen bilden und so ein Gebilde ständig in Bewegung ist, auch wenn man dies nicht in jedem Einzelschritt sieht. Der Begriff „Zeitgeist“ ist vermutlich einer der wenigen Konstanten von Tag-Wolken. Und ja, ich bin mir der Bedeutung des Begriffes in diesem Zusammenhang durchaus bewusst.

      Worauf ich hinaus will: Sinnvoll ist Tagging dann, wenn man sich bei der Findung von Tags nicht so sehr über das große Bild Gedanken macht, sondern rein auf das Tagging des jeweiligen Artikels konzentriert. Das, was sich dann am Ende bildet, ist meist immer genau das, was man sich nicht vorgestellt hat und genau davon lebt das Tagging und auch eine Tag-Wolke.

      Blogs aus der Region (25).

      Das März-Update der Liste von Weblogs aus Pforzheim & Enzkreis:

      • Weblog Nummer 100 in meiner Liste ist das Weblog „Buchhaltung live“ und wird von einem guten Bekannten von mir, nämlich von Sascha Rehm bestückt. Ist einsortiert in der Rubrik der Businessblogs.
      • Ein weiteres Businesblog nennt sich „Hammertext“ des Texters und Kommunikationsberaters Thomas Hammer aus Ötisheim.
      • Ein privates Weblog, das sich mit Linux und Open Source beschäftigt, nennt sich „Ubuntuxx“ und wird von Philipp Murmann betrieben.

      Wir sind nun bei 102 Weblogs und davon sind genau 50 private Weblogs.

      Blogs aus der Region (24).

      Mit diesem Update gibt es fünf weitere, private Weblogs für die Liste der Blogs aus Pforzheim & Enzkreis:

      • Das Weblog von Biggi Arndt ist ein Teil ihrer recht sehenswerten Homepage. Laut ihrer Beschreibung studiert sie an der Hochschule Pforzheim, ist aber derzeit auf Auslandssemester in Vancouver. Egal, hat im näheren Sinne etwas mit Pforzheim zu tun und ist damit akkreditiert. 🙂
      • Das nächste Weblog nennt sich „Pforzemer Seckl“ und wird von Florian Freiberger beschickt.
      • Die restlichen drei Weblogs werden im Paket vorgestellt, weil sie sich alle drei mit dem Thema BMX-Rädern beschäftigen. Da seien zum einen „Alex“ und „Viktor“, die gemeinsam das Weblog „Twenty4Inch-Pforzheim“ beschicken und „Kroni-D“ und „Marius“, die ihrerseits das Weblog „Pforzheim BMX“ befüllen. „Marius“ pflegt seinerseits nochmal ein eigenes Blog mit dem kurzen und knappen Namen „unsinn!

      Wir sind jetzt bei 99 Weblogs. Man verzeihe, ich habe echt versucht, die 100 zu reißen, aber das muss wohl bis zum nächsten Update warten. Sachdienliche Hinweise werden selbstverständlich jederzeit entgegengenommen.

      Blogs aus der Region (23).

      Januar-Update der Liste mit Weblogs aus Pforzheim & Enzkreis und dann gleich richtig viel:

      • Die Website der August-Kayser-Stiftung Pforzheim ist ein echtes WordPress mit RSS-Feed und als über einhundertjährige Stiftung, die in Pforzheim ein Pflegeheim betreibt, hat man das Medium erstaunlich gut im Griff, denn die Neuigkeiten fließen.
      • Ebenfalls ein WordPress einsetzen tut die Homepage des Waldkindergartens Pforzheim des Vereines Menschenskinder Jung & Alt e.V.
      • Das Theater Option orange von Susann Würth ist ein freies Theater in Pforzheim. Die Neuigkeiten des Theaters auf der Website verbergen sich in den rechts angezeigten Kategorien oder im RSS-Feed.
      • Das Weblog Diabetes-Diary.de ist ein weiteres Weblog von Stefan Laszczyk und versteht sich, wie der Name schon andeuten lässt, als Plattform für Erfahrungsberichte und Informationen rund um das Thema Diabetes.
      • Und noch einer von Stefan Laszczyk, nämlich das Weblog Goldstadtstreife.de. Hier arbeitet er an einem Online-Krimiroman, der in Pforzheim spielen soll. Die letzten Artikel sind zwar schon eine Weile her, aber abwarten und Tee trinken, die Idee hört sich sehr spannend an.
      • Und wo wir gerade von der Blogosphäre von Stefan Laszczyk schreiben, legen wir noch ein Weblog von ihm nach, nämlich Zii-online.de, das sich mit Zii-Produkten von Creative Labs beschäftigt (Handheld-Computer).
      • Das private Weblog von Markus Karg ist bei Java.net beheimatet und zeigt auch die strategische Grundausrichtung des Weblogs, nämlich seine Beschäftigung mit der Programmiersprache Java.
      • Host Beg Suffer! ist der etwas strange Name des Weblogs von Stefanie Karg und Charles S. Kuzmanovic, zwei Diplom-Designern. In ihrem Weblog geht es schwerpunktmäßig deshalb auch um Kunst, aber nicht ausschließlich.

      Herausgeflogen aus der Liste ist ein privates Weblog, das seit mehreren Wochen kaputt ist, vorher aber auch schon mehr oder weniger verwaist war. Das hier ist kein Friedhof, also haltet euch alle ran! Aktuell sind auf der Liste nun 94 Weblogs.