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HD an Weihnachten.

25. Dezember 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MedienWelt

Wer einen HD-fähigen Receiver und einen passenden HD-Fernseher hat, hat über Weihnachten wieder die Gelegenheit, etwas mehr HDTV als üblich zu sehen. Die ARD sendet das Programm von EinsFestival wieder simultan auch in HD (Astra 1, 12,422 GHz horizontal, Symbolrate 27.500, 3/4), wenn auch wieder nur in der EBU-empfohlenen HD-Schmalspurversion 720p.

Unter anderem wird heute seit um 11.45 Uhr die gesamte (!) elfteilige BBC-Serie Planet Erde in HD ausgestrahlt, immerhin bis um 20 Uhr. Das ziehen die Freunde dann nochmal am Donnerstag und nochmal am Dienstag durch, so dass man durchaus ziemlich geplättet am Fernseher sitzen und staunen darf. Die Bluray-Discs sind allerdings mit vollen 1080p noch um einiges grandioser, wohingegen die DVD-Fassungen fast wie Versionen aus dem Kinderzoo wirken.

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Frohe Weihnachten und so!

24. Dezember 2008 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in WebZweiNullWelt

Heute ist blog-technisch vermutlich einer der schwächsten Tage im Jahr, jedenfalls bloggt heute niemand, außer Oli in enz.info. Vermutlich sitzen auch kaum Leute im Büro und starren in die Landschaft hinaus, denn es hat heute noch niemand (!) angerufen. Und ich habe auch nicht eine einzige E-Mail im dienstlichen Postfach (mal abgesehen vom Spam). Keine Anrufe, keine klingelnden Paketboten, keine E-Mails - es könnte einem Angst und Bange werden, wenn nicht gerade Weihnachten ist. :-)

Der Tag hat schon unrühmlich begonnen, als ich heute Morgen um 0:20 Uhr im Bowlen in PlayStation Home wunderbar in einem Spiel gegen drei nette Franzosen in Führung lag, bis sich der PlayStation-Home-Client aufgehängt hat und das Problem nur durch einen Konsolen-Reset behoben werden konnte. “This is living“, nicht?

Der Heise-Verlag hat heute auch die Spendierhosen an und spendet zwei Science-Fiction-Kurzgeschichten mit den Titel “Glas” und “Das ferne Dröhnen der Motoren“. Vielleicht ganz nett für Anfänger der Materie, ich finde die Geschichten eher mager.

Ansonsten staune ich seit einigen Tagen auch über den im Internet immer besser anlaufenden Wahlkampf von Barack O’Gümbel und vor allem darüber, wie er sich gut in den elektronischen Medien gibt. Da es hierfür nach wie vor keine Vergleiche mit anderen, deutschen Politikern gibt, ist das eine Pionierleistung, die sogar wohlwollend von der Politikredaktion von SPIEGEL Online honoriert wird, ganz nach dem schwäbischen Paradigma: “Net g’schimpft isch g’nug g’lobt.”

Was noch? Ach ja, Fernsehen. Die ARD ballert zu Weihnachten eine Reihe von Fernsehadaptionen berühmter Märchen ins Programm, die Daniel Haas (”Verstehen Sie Haas?”) nur noch mit extrem viel Sarkasmus erträgt. Möglicherweise kann ich ihm da nur zustimmen, denn schon die Produktionsbilder lassen Dunkles erahnen.

Die Redaktion der Hannoverschen Allgemeinen hat nun seit um 12 Uhr die Gewissheit, dass 281 Euro für gemeinnützige Zwecke aus privater Tasche abzudrücken sind. Der Grund ist, dass seit 3. Dezember 281 neue Twitter-Follower der hauseigenen Twitter-Streams nach einer Aufrufaktion hinzugekommen sind und nun rund 430 Follower den Stream mitlesen. Jetzt müssen sie nur noch auch vernünftige Inhalte in den Stream packen, dann halten sie bis Mitte nächstes Jahres auch mindestens die Hälfte der jetzigen Follower noch. ;-)

Ach ja, Stichwort Twitter. Hat SPIEGEL Online noch vor einigen Monaten die Twitter-Aktivitäten von SPD-Generalsekretär in Grund und Boden verteufelt, sieht man sich heute offenbar Twitter-Leitmedium, denn plötzlich ist das alles ja richtig toll! Und weil schon die RSS-Feeds von SPIEGEL Online eine Katastrophe sind (weil nur die Überschrift gefeedet wird und nicht der Content), hat man das kurzerhand auch in Twitter abgebildet, da man sich hier wenigstens damit herausreden kann, dass man kaum eine SPIEGEL-Online-Nachricht in 140 Zeichen packen kann. Darüber ließe sich streiten. Man kann aber auch offiziell ein Facebook-Freund von ihnen werden. Und wie es sich für schwachsinnige Aktionen für Lemminge gehört, haben sie auch schon über 3.000 Facebook-Freunde..

Nun denn, lassen wir das. Spielverderber sind die Günstlinge von morgen. Was mich wieder daran erinnert, mich weiter mit meinen noch zu schreibenden Aphorismen zu befassen, anstatt auf die heute Abend zu erhaltenen Geschenke zu warten, die weitgehend die obligatorischen Socken und Pullover in Schwarz enthalten. In diesem Sinne.. ;-)

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Der neue Tatort-Ermittler Cenk Batu.

26. Oktober 2008 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in MedienWelt

Aus Migrantensicht muss ich gleich mal vorwegschicken, dass mich der neue NDR-Tatort ziemlich genervt hat. Weniger durch das notorische Nuscheln von Ermittler Cenk Batu alias Mehmet Kurtulus, sondern eher dadurch, dass dem modernen Drehbuchschreiber zum Thema Türkei offensichtlich nicht viel mehr einfällt wie Dönerbude, illegale Geschäfte, Türken, die andere Türken übers Ohr hauen, instabile Familienbilder und die Familienehre. Geht es auch mal mit weniger Klischees, liebe Fernsehmacher?

Das ist sehr bedauerlich, denn zum Einstand des neuen Ermittlers Cenk Batu, der laut Plot kaum türkisch spricht, hätte man durchaus mindestens so viel experimentieren können, wie mit dem Spannungsbogen (zuerst auffallend lasch, dafür gegen Ende unglaublich spannend), der sich endlich einmal mit skandinavischen Krimis messen kann und der wirklich auffallend guten Fotografie, ohne dem üblichen Polizei-Tatütata, wie es jahrzehntelang zu jedem Tatort gehörte. Endlich einmal ein Ermittler, der nicht vor lauter Berufsehrenepos in kein Hemd mehr passt, sondern durchaus mitdenkt und auch mal Mensch sein kann.

Ich bin mir noch nicht so ganz sicher, was von Cenk Batu zu halten ist. Warten wir mal die nächsten Tatorte ab.

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ARD, ich bin stolz auf dich!

16. Oktober 2008 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in MedienWelt

Das hätte ich dem Alte-Herren-Club, der Intendantenriege der ARD-Sendeanstalten, gar nicht zugetraut, dass sie sich irgendwann nach zwei Jahren schwer erträglichem Dopingsumpf des Radsports dann doch einmal hinstellen, den Bettel hinwerfen und die Tour de France eben Tour de France sein lassen. Vor Schreck hat dann auch das ZDF das Mikrofon fallengelassen und gleich hinterher kamen die Organisatoren der Deutschlandtour. Für letztere finde ich das besonders schade, denn die Deutschlandtour war eine richtig professionell gemachte Veranstaltung. Zwar finanziell hart auf Kante genäht, aber es hätte ja nach und nach etwas werden können.

Und ja, es war dringend notwendig. Und ja, man hätte das schon vor zwei Jahren machen können. Und ja, es ist nach wie vor schwer erträglich, dass der ganzen chemische Rotz, den sich die Fahrer da einverleiben, und die ganzen Beteuerungen, Schuldeingeständnisse, Zugeständnisse, bezahlt wird vom deutschen Gebührenzahler. Es wäre schön, wenn sich die öffentlich-rechtlichen Anstalten wieder einmal mehr darauf besinnen würden, dass das Geld nicht aus dem Wasserhahn läuft oder mit der Hauspost zugetragen wird, sondern von Gebührenzahlern stammt, die immer weniger bereit sind, diesen Dreck indirekt zu unterstützen. Dann doch bitte lieber Telenovelas mit den ganzen, lackierten Duracell-Häschen.

Vermutung: Die Radsportverantwortlichen werden nie wieder aus dem Dopingsumpf herauskommen, weil es sonst keine spektakulären Touren mehr gibt.

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Reich-Ranicki for Intendant!

12. Oktober 2008 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in MedienWelt

Na das muss ja ein Spektakel gewesen sein, als Marcel Reich-Ranikki (SPIEGEL ONLINE) Reich-Ranitzky (ZDF) Reich-Ranicki die Übergabe des Deutschen Fernsehpreises zumindest vorübergehend ablehnte und dem dortigen “Blödsinn” die kalte Schulter zeigte. Nun, hat dem armen Mann niemand vorher gesagt, wie dämlich das deutsche Fernsehen geworden ist und dass man quasi gezwungen ist, sich Pay-TV zuzulegen, um nicht komplett vor der Glotze zu verfaulen?

Immerhin ist der Deutsche Fernsehpreis eine höchst erstaunliche Einrichung, denn es sind daran die vier großen Sender und Senderketten beteiligt, die es in Deutschland gibt: ARD, ZDF, Sat 1 und RTL. Und diese vier Sender verteidigen naturgemäß ihre Territorien und man achtet darauf, jeden programmtechnischen Dünnschiss möglichst gleichermaßen zu huldigen. Und so ist dann der Deutsche Fernsehpreis die ideale Werbeplattform für Jungmoderatoren, die bisher bei Privatsendern die Zeilensynchronisation unsicher machten, sich für die Programmelite der beiden Sender zu empfehlen, die naturgemäß auf der Fernbedienungstaste Eins bis Drei sitzen.

Und mich würde es gar nicht wundern, wenn ARD und ZDF den Auswurf von Marcel Reich-Ranicki gar fest einkalkuliert haben, um auf diese Weise endlich eine Exit-Strategie eingeleitet zu bekommen, aus dieser unsäglichen Huldigung der televisionären Hundehaufen mittelfristig wieder auszusteigen. Vermutlich ohne daran zu denken, dass sie nicht wirklich besser sind und alles dafür tun, das Niveau in den eigenen Programmen so weit abzusenken, damit auch die Gehirntoten wieder auf die Fernbedienungstaste Eins bis Drei kommen.

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