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HTC Touch Pro nach zwei Monaten.

2. November 2008 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in MobileWelt

Ein Testbericht ist nur dann vollständig, wenn man sich nach einer Weile das besagte Testobjekt noch einmal genau anschaut und Resümee zieht. Das will ich hier mit meinem HTC Touch Pro tun, das ja nun mein täglich genutztes Telefon ist.

Eine schöne Arbeitsmaschine, wenn ich es in drei Worte fassen müsste. Die Kombination zwischen PDA und Mobiltelefon ist gelungen und das HTC Touch Pro hält auch im Alltagseinsatz das, wie es daherkommt. Die Hardware ist tatsächlich robust und der Schiebemechanismus funktioniert - wobei inzwischen die beiden Teile im geschlossenen Zustand nicht mehr ganz genau übereinanderliegen. allerdings bewegt sich das Spiel im Halbe-Millimeter-Bereich, ist also nicht der Rede wert und man sieht es auch nicht, wenn man wirklich danach sucht.

Das Telefonieren ist keine Frage, es funktioniert ohne zu erwartende Schwierigkeiten. Es klingelt laut und deutlich, die Gesprächsqualität ist sowohl mit GSM, als auch mit UMTS sehr gut und auch die Videotelefonie - wer es braucht - klappt vorzüglich. Was wirklich gefällt, ist die Funktionalität. Während dem Telefonieren kurz im Telefonbuch blättern oder eine Notiz nachschauen? Handy vom Ohr nehmen, aufklappen, suchen, wieder zuklappen, wieder ans Ohr. Während es aufgeklappt wird, schaltet das Telefon auf Lautsprecher und für den Gesprächspartner ist das alles mehr oder weniger unhörbar. Es funktioniert. Die Akkulaufzeit ist übrigens tatsächlich enorm. Im normalen Einsatz komme ich mit einer Akkuladung locker drei Tage aus.

Erstaunlich ist überhaupt, wie zuverlässig die Software ist, obwohl das ja der Auslieferungszustand ist und Mobiltelefone ja leider in der Zwischenzeit mehr oder weniger im Beta-Stadium an die Kundschaft losgelassen wird. Von großen Software-Problemen ist beim Touch Pro jedoch nichts zu sehen. Ich habe es in zwei Monaten lediglich drei mal zurücksetzen müssen und daran war immer nachinstallierte Software Schuld.

Schwachpunkt in Sachen Software ist, dass Windows 6.1 freilich keine eigenen Touch-Funktionalitäten mitbringt und demzufolge HTC das mit eigener Software liefert. HTC hat sich da auch redlich bemüht, allerdings ist der Stift tatsächlich nicht unverzichtbar. Das ist gerade bei der Nutzung des Telefonbuches reichlich umständlich, wenn man noch nicht alle Kontakt mit Kontaktbildern ausgestattet hat, die per Finger schnell angewählt werden können. Das gleiche gilt für den Kalender, ist hier aber nicht ganz so kritisch, weil man für Kalenderrecherchen für gewöhnlich mehr Zeit hat, als schnell mal jemanden anzurufen.

Diese Unzulänglichkeiten mit der Software werden jedoch in meinem Fall durch die Flexibilität von Windows Mobile als Betriebssystemplattform aufgewogen. Alle Programme, die ich unter Windows Mobile bisher genutzt habe, laufen auch hier und die Synchronisation mit Outlook ist unerreicht.

Würde ich es nochmal kaufen? Ja, würde ich.

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TrueCrypt 6.1.

2. November 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in SicherheitsWelt

Die Codeklopfer des TrueCrypt-Projektes haben wieder fleißig und haben einen neue Version des TrueCrypt-Paketes erstellt. Neben diversen Fehlerkorrekturen sind folgende Neuerungen hinzugekommen:

  • Es lassen sich unter Windows Vista und Windows Server 2008 nun auch Nicht-System-Partitionen ohne Datenverlust verschlüsseln.
  • Unterstützung von Sicherheits-Tokens und Smartcards.
  • Der Bootloader kann so konfiguriert werden, dass er keine Texte anzeigt und sich damit nicht identifiziert. Alternativ kann er mit eigenen Texten bestückt werden.
  • Passwörter, die vor dem Booten eingegeben werden müssen, können nun im Treiberspeicher zwischengespeichert werden, so dass diese zum Mounten von TrueCrypt-Volumes (nicht Systempartitionen) genutzt werden können.
  • Die Linux- und MacOS-X-Versionen können nun auch eine Windows-Systempartition und komplett unter Windows verschlüsselte Partitionen öffnen, die mit TrueCrypt verschlüsselt wurden.
  • Verbessert wurde der Speicherschutz, der durch bestimmte, schlecht designte BIOS-Version gefährtet wurde.
  • Verbessert wurde zudem das Verhalten bei der Erstellung einer versteckten Systempartition, da nun nach der Erstellung der verschlüsselten Systempartition die ursprüngliche Partition sicher gelöscht wird.

Heruntergeladen werden kann TrueCrypt, wie immer, auf der Projektseite unter http://www.truecrypt.org/. Und kosten tut es immer noch nichts.

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Barack versus Sarah.

1. November 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in PolitikWelt

Es geht also wieder los, das Gezittere und die schale, latente Angst im Hinterkopf, wer denn nun am nächsten Dienstag als nächster US-Präsident gewählt wird. Während sich der Planet Erde außerhalb der USA weitgehend darüber einig ist, dass Barack Obama derjenige ist, der am ehesten die Zügel anpacken sollte, ist das in den USA wieder einmal eine Zitterpartie. Und dabei geht es nur auf den ersten Blick um Barack Obama und John McCain, denn mit 72 Jahren und einer erschreckend umfangreichen Krankenakte ist die Gefahr, dass McCain während der Präsidentschaft abtritt, verhältnismäßig hoch. Und dann wäre Sarah Palin am Steuer.

Eine Frau, bei der jeder ausgesprochene Satz Abgründe über ihren Intellekt darlegt, die ihren ersten Reisepass erst weit in ihrer fünften Lebensdekade beantragt hat, deren Haltung zum so genannten Intelligent Design derart krass abstrus sind, die nachweislich korrupt ist und die schlicht und einfach nur deshalb die Menschen anspricht, weil sie für ihr Alter im aufgebrezelten Zustand verhältnismäßig gut aussieht und der lebende Beweis dafür ist, dass man auch mit bescheidenem Intelligenzquotienten verhältnismäßig weit hoch kann, wenn man die richtigen Zapfen krault. Und darüber hinaus entsetzlich humorlos ist, was das größte Warnzeichen ist, wenn man mit einem Politiker zu tun hat.

So eine Person an einem Tisch, an dem davor schon acht Jahre lang zuvor ein George W. Bush, dem ewig ungeliebten Sohn einer mächtigen Familie, dessen Mission es war, es ausgerechnet durch die US-Präsidentschaft allen zeigen zu wollen, die Welt unsicher gemacht hat, kann nur haarsträubend sein. Ein US-Präsident John McCain/Sarah Palin wäre der Beweis dafür, dass es der Mehrheit der US-Bevölkerung schlicht scheißegal ist, wen sie da als Bodenpersonal in das Weiße Haus installiert.

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Golem testet das SonyEricsson XPERIA X1.

31. Oktober 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

… wenn auch etwas emotionslos. Erwartungsgemäß gut schneidet dabei das Display ab, erstaunlich schlecht die eingebaute Kamera. Der eingebettete Film im Artikel lässt auch etwas Einblick in die Benutzerführung, allerdings, liebes Golem-Team - bitte lasst doch diese seltsame, Action verheißende Musik weg. Okay, Testberichte müssen nicht langweilig sein, aber mit Musik allein wird daraus auch kein Actionstreifen.

Erhältlich ist es übrigens erst jetzt bei den ersten Händlern. Man hat sich wohl außerordentlich viel Zeit gelassen oder noch ziemlich hektisch Bugs fixen müssen.

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Google Knol und der Schwachpunkt.

30. Oktober 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in WebZweiNullWelt

Laut dem GoogleWatchBlog ist heute offiziell Google Knol, die Wissensdatenbank a la Google, in Deutsch gestartet. Knol will sich als Wikipedia-Konkurrent verstehen, der auf dem Prinzip aufbaut, dass ein Autor die Federführung über einen Artikel hält. Davon verspricht sich Google eine bessere inhaltliche Qualität.

Das würde vielleicht sogar funktionieren, wenn man wüsste, wer eigentlich der Autor ist. Ein wunderschönes Beispiel, wie diese Idee nämlich als Rohrkrepierer endet, liefert dieser Benutzer.

Wer die Usenet-Gruppe de.etc.finanz.misc regelmäßig verfolgt, wird den Autoren kennen, der dort vor allem durch schwachsinnige Artikel, Kochrezepte, Roulettetheorien, Operationsroboter, Tierreportagen etc. glänzt, die er allesamt aus dem Internet zusammenklaut. Und die sind jetzt alle auch in Google Knol.

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Verkehrsinfarkt in Pforzheim.

29. Oktober 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MüllWelt

Die Straßenverkehrssituation in und um Pforzheim ist ja nun schon seit Jahren desolat, weshalb Pforzheim in den Verkehrsnachrichten ein ständiger Gast ist (und doch tatsächlich einige Durchgeknallte dies als kostenlose Werbung für die Stadt sehen). Was sich diese Woche auf Pforzheims Straßen abspielt, ist jedoch ein wunderschönes Beispiel dafür, wohin mangelnde Abstimmungskoordination zwischen Kommune und Land hinführt und da dann noch dumme Technik der ganzen Dämlichkeit gänzlich in die Parade fährt.

Die Autobahn A8 ist seit nun mehreren Jahren eine Baustelle auf Etappen. Seit Jahrzehnten (!) wird über einer der vielbefahrensten Autobahnen Europas diskutiert und lamentiert, so dass nun zwar der sechsspurige Ausbau zwischen Karlsruhe und Stuttgart fast gänzlich geplant ist (wohlgemerkt: wir reden noch nicht davon, dass diese Planung beendet ist). Das mal alles nur so am Rande. Wer es genau wissen will, fragt am besten einen Handelsreisenden oder LKW-Fahrer.

Seit einigen Wochen wird die Anschlussstelle Pforzheim-Ost umgebaut. Noch lange nicht für den sechsspurigen Ausbau, denn hier muss man an einer Stelle dringend heran, flicken und schustern, bevor die Autobahn an dieser Stelle gänzlich auseinander fällt. Ergebnis ist unter anderem, dass die Ausfahrt nur in Richtung Stuttgart genutzt werden kann und diese Woche auch nur noch dreispurig befahrbar ist - in Richtung Stuttgart geht es also an dieser Stelle nur auf einer Spur.

Das bringt natürlich auch der Verkehrsfunk von morgens und abends und vor allem auch die Verkehrsinformationssysteme in modernen Navigationssystemen. Mein Navi hat um 18 Uhr beispielsweise eine staubedingte Verzögerung von 39 Minuten errechnet und bietet eine Umleitung durch die Innenstadt von Pforzheim. So weit, so schlecht. Was die armen Schweine, die auf ihr Navi hören und von der Autobahn herunterfahren, nämlich nicht wissen, ist der Umstand, dass in der Innenstadt Pforzheims auf der Umleitungsstrecke, der B10, an einer Stelle, an der diese Straße eigentlich vierspurig ist, die ganze Geschichte nur zweispurig ist, weil an der zentralen Bahnunterführung an der Berliner Straße ebenfalls gebastelt wird.

Ergebnis: Von der Innenstadt bis zu Autobahnausfahrt Pforzheim-West gibt es einen Rückstau von drei Kilometern, der extrem zähflüssig ist, weil auf der Umleitungsstrecke nach Stuttgart eben an einer Stelle nur noch eine Fahrspur frei ist. Die Ampelschaltungen sind darauf natürlich auch nicht vorbereitet, von rettender Verkehrspolizei, die bei solchen Geschichten gelegentlich mit manueller Verkehrsführung reagiert, auch keine Spur und so nimmt das Elend seinen Lauf.

Und es kommt wirklich knüppeldick: Einige Schleichwege sind ebenfalls derzeit gesperrt, die Autobahnausfahrt Pforzheim-Süd, die in Richtung Stuttgart die bessere Wahl wäre, ist zu neu, um in vielen Navigationssystemen zu sein und der Verkehr ist auf den Haupt- und Nebenschlagadern praktisch von morgens und abends dicht.

Eigentlich jämmerlich: Da müssen Dutzende Bauarbeiter, Firmen und Baufahrzeuge über Wochen hinaus geplant werden, um diese Autobahnarbeiten zu machen und irgendwie sagt keiner der Kommune Bescheid, dass es da und dort zu wirklich drastischen Nadelöhren kommen wird. Und umgekehrt: Da bastelt die Kommune an drei der größten Hauptschlagadern aus dem Norden (B10 aus Karlsruhe eben mit dem Nadelöhr Bahnunterführung, gesperrte “Kurze Steig” beim Siloah und auch gesperrte Zufahrt von Ispringen nach Pforzheim), so dass von der Autobahnausfahrt Pforzheim-West letztendlich nur eine Fahrspur in die Innenstadt führen kann, auf der mindestens die Hälfte des Verkehres von drei nach Stuttgart führenden Fahrspuren landet.

Ergo: Totaler Verkehrsinfarkt in Pforzheim, quer von Nordwest nach Südost.

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Blogs aus der Region (2).

29. Oktober 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in BlogWelt

Und noch ein kleiner Schubs an Blogs aus der Region, nun sind es schon glatte 30 Blogs. Neu zur Liste hinzugekommen sind HC Pforzheim, Junge Liberale Pforzheim, The Antiterrorism and Effective Death Penalty Act (übrigens sehr lesenswertes Weblog) von Joachim Kübler und das Weblog von Moritz Homann.

Ah, und als Antwort auf eine Rückfrage: Ich habe von den Links technisch überhaupt nichts. Weder pinge ich durch die Seite ein Weblog, noch verlange ich einen Backlink. Und wer nicht in meine Liste möchte, wird da selbstverständlich auch wieder herausgenommen, sollte sich dann aber grundsätzlich überlegen, warum er eigentlich öffentlich bloggt. ;-)

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Xing-Tagging für Fortgeschrittene.

28. Oktober 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in WebZweiNullWelt

Ab einer gewissen Zahl von Kontakten in einem sozialen Netzwerk beginnt es, unübersichtlich zu werden. Woher kennt man Kontakt X nochmal? In welchem Netzwerk hängt dieser? Alles Fragen, die man sich spätestens ab 200 Kontakten fragt, wenn man gelegentlich sein Adressbuch durchschaut.

Nun kann man das auf zweierlei Wegen lösen: Kontakte löschen, wie das mal mein geschätzter Bloggerkollege Oliver vorgeschlagen hat, oder Ordnung hineinbringen. Und für Ordnung gibt es in Xing die sehr feine Funktion des Tagging. Man nehme ein paar Begriffe, trenne die mit Kommata und schon kann man, wenn man etwas Disziplin an den Tag legt, auch nach kurzer Zeit sein Adressbuch strukturieren und fit machen für die nächsten hundert Kontakte.

Aller Ansatz ist beschwerlich, weshalb ich an dieser Stelle mal Einblick in meine Tag-Strukturen biete. Alle folgenden Tags sind nur ein Ausschnitt der Tags, die ich einsetze, allerdings gibt es nicht mehr als 40 unterschiedliche Tags. Man sollte es auch eher nicht übertreiben, sondern klein anfangen, aber das appliziert man sich am besten in die eigene Kontaktestruktur hinein.

Es ist übrigens auch nicht schlimm und genau genommen auch unvermeidlich, wenn nicht alle Kontakte absolut korrekt getagged sind. Das Tagging lebt davon, dass es sehr flexibel einen Informationsraum recht strukturierbar auszeichnen kann, aber es muss nicht hundertprozentig genau sein, wie fest angelegte Kategorien (die es in Xing auch so nicht gibt).

  • “D”, “S”
    Zwei Tags, die jeder meiner Kontakte hat und sehr unverfänglich eine Sache markiert - ob ich den Kontakt mit “Du” oder “Sie” anspreche. Kann ich mir zwar durchaus bei den meisten Kontakten (noch) merken, aber für was Tagging nicht alles wunderbar geeignet ist..
  • “Familie”
    Auch klar, damit werden Familienangehörige getagged. Aber beispielsweise auch enge Freunde von Familienangehörigen, Schwager, Nachbar der Eltern etc. Also im Prinzip auch alle die Kontakte, die man näher nur durch Familienangehörige kennt.
  • “Alumni IRS”, “Alumni KG” etc.
    Auch relativ klar - damit markiere ich ehemalige Schulkameraden und Kommilitonen. “Alumni IRS” steht beispielsweise für “Insel-Realschule”, die Abkürzung “KG” für Kepler-Gymnasium etc.
  • “Netmanufacture”
    In meinem Fall Kontakte, die ich über meine Arbeit bei meinem Arbeitgeber kenne. Da unser Schuppen “Netmanufacture” heißt, erklärt sich dieser Tag von selbst.
  • “Ex-Kollege”
    Ehemalige Kollegen, mit denen ich mal bei meinem jetzigen oder bei meinen früheren Arbeitgebern zusammengearbeitet habe, kommen in diese Rubrik. Kann man natürlich erweitern, in dem man “Ex-Kollege Firma A”, Ex-Kollege Firma B” einsetzt. In meinem Fall jedoch alles noch überschaubar.
  • “Dienstleister”
    Reserviert für Arzt, Rechtsanwalt, Postbote, Hauspolizist, Friseur
  • “ISOC”, “AWO”, “SPD”
    Kontakte in Verbänden, Vereinen, Parteien, aber denkbar auch für Stammtische, Treffs etc.
  • “Blogger”, “IRC”, “Usenet”, “ML netlife”
    Tags, die für Kontakte reserviert sind, die ich schwerpunktmäßig online über diverse Netzwerke kennengelernt habe. “ML” steht für “Mailingliste”.
  • “netplanet”, “TiddlyWiki”
    Kontakte, die in Zusammenhang mit von mir verwalteten Projekten stehen. Können Projektbeteiligte sein, aber beispielsweise auch Ratsuchende, die mich wegen diesen Projekten kontaktiert haben.
  • “Stuttgarter”, “Berliner” etc.
    Hier wiederum kommen Kontakte hinein, die ich in den betreffenden Städten kennengelernt habe und dort zu einer Community gehören. Im Falle der “Stuttgarter” sind das Kontakte, die ich über den IRCNet-Channel #stuttgart kennengelernt habe, bei den Berlinern analog mit #berlin. In der Zwischenzeit etwas verwaschen, weil ich durchaus da auch Leute kenne, die da eher nur in den näheren Dunstkreis gehören.
  • “XING Pforzheim”, “XING ASB” etc.
    Alles, was mit “XING” anfängt, markiere ich für Kontakte, die über Xing-Foren entstanden sind.
  • “U2″
    Okay, erklärt sich von selbst. :-)
  • “FreundFreund”
    Das ist meine neueste Tag-Rubrik, die Freunde bezeichnet, die ich über andere Freunde kennengelernt habe und in keinem anderen Netzwerk vorkommen. So schlecht vernetzte Menschen gibt es gottlob relativ wenige, diese Rubrik deckt aber letztendlich auch den letzten Kontakt in meinem Adressbuch ab.

Wenn man sich einmal die Mühen gemacht hat, seine Kontakte vernünftig zu taggen, hat man zwei nette, kleine Gimmicks: Im Adressbuch finden sich die Tags mit unterschiedlichen Färbungen oberhalb der Kontakte und geben einen schönen Überblick, wo die Schwerpunkte bei den Kontakten im Adressbuch liegen. Genau das gleiche sieht man auch, wenn man in der Tag-Eingabezeile einfach die Pfeil-nach-unten-Taste auf der Tastatur drückt und sich die Tag-Liste einblendet, denn diese ist nach Anzahl von Kontakten pro Tag sortiert.

Und was auch wichtig ist: Das eigene Tagging im Adressbuch sehen die Kontakte in ihrem Profil nicht. Man sollte zwar aus Sicherheitsgründen nicht beginnen, die Kontakte im Adressbuch nach Tiernamen oder mit Schimpfwörtern zu sortieren, allerdings würden die Kontakte das auch nicht sehen, wenn es eben doch so getan wird.

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Terroristen in Birkenfeld.

28. Oktober 2008 | 7 Kommentare | Veröffentlicht in MedienWelt

Hach, ist das Internet aufregend! Sagen sich sicherlich jeden Morgen die Redakteure der Pforzheimer Zeitung, der anerkannten Zeitung für Moral und Bürgerpflicht.

Um was geht es? Zwei Jugendliche spielen im April 2007 (!) in einem 27-Sekunden-Filmchen eine Hinrichtung nach. Mit einer knatternden Spielzeugpistole. Eine Menge Kommentare, die den eher müden Film nicht gut finden. Irgendwann geht ein entsetzter Zuschauer zur Polizei und es ermittelt dann doch tatsächlich die Birkenfelder Polizei. Die Pforzheimer Zeitung bekommt Wind davon und schreibt einen absolut aufregenden Aufreißer, ohne Rücksicht auf die eh schon extrem peinlichen Fettnäpfchentritte in der Vergangenheit:

Birkenfelder Jugendliche stellen auf YouTube Geiselerschießung nach

Das ist eine derart dämliche und armselige Geschichte, es macht schlicht sprachlos. Da muss unsereiner fast schon froh sein, dass wir während unser Kindheit keine Kamerahandys hatten und unsere Cowboy&Indianer-Spiele im Kindergarten nicht gefilmt haben, möglicherweise hätten wir dann ebenfalls zeigefingerschwingende Moralaposteln und die Lokaljournallie am Hals. Und wer dann später in die Politik wollte, hätte vermutlich handfeste Rassismusanschuldigungen an der Backe.

Was wird wohl passieren, wenn die Birkenfelder Polizei und die Pforzheimer Zeitung die Videos von Saddam Husseins Hinrichtung in YouTube entdeckt? Vermutlich eine Sonderausgabe.

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Twitternde Terroristen.

27. Oktober 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in SicherheitsWelt

Das US-Militär hat in einem Bericht des 304th Military Intelligence Battalion überraschenderweise erkannt, dass mobil verfügbare Dienste wie Twitter nicht nur für Menschen, sondern auch für Terroristen interessant sein könnten.

Terroristen könnten ihre Bomben per Karte markieren und auslösen lassen oder Demonstranten online über so Dienste wie Twitter Gefolgschaften organisieren. Überhaupt, Twitter macht den Autoren des Berichtes wohl am meisten Sorgen:

Twitter sei bereits, so der Bericht, zu einem beliebten Werkzeug “von Sozialisten, Menschenrechtsgruppen, Kommunisten, Vegetariern, Anarchisten, religiösen Gruppen, Atheisten, politischen Eiferern, Hacktivisten und anderen geworden, um miteinander zu kommunizieren und Nachrichten an ein größeres Publikum zu schicken”. Als aktuelles Beispiel nennt der Bericht den Einsatz von Twitter durch Demonstranten zur Koordierung ihrer Proteste beim Parteitag der US-Republikaner.
[via Golem.de]

Diese Feststellung macht nebenbei deutlich, was für das US-Militär alles subversiv sein könnte… Anarchisten, Kommunisten, Vegetarier… alles sehr gefährliche Leute.

Das ist natürlich alles Dünnschiss von Leuten, die keine Ahnung haben, wie Twitter funktioniert:

  • Über Twitter geheime Nachrichten auszutauschen, ist in etwa so geheim, wie mit einem Megaphon in der Fußgängerzone zu stehen und seine Bankzugangsdaten zu veröffentlichen. Jeder kann praktisch alles mitlesen und die Jungs bei Twitter können generell sowieso alles nachlesen, da sie jeden geposteten Furz aufzeichnen. Über die Suchfunktion lässt sich da sogar für den Laien, also auch für jede US-Behörde, recherchieren.
  • Im Zweifelsfall geht man als US-Beamter zu Twitter, legt seinen Ausweis auf den Tisch und eine Verfügung einer passenden Behörde und zwickt Twitter einfach aus - da Twitter ein zentralistisch angelegter Dienst ist, ist die Lösung für den Ernstfall die isolierte Kneifzange.
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