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Obama 2012 – Grassroots-Volunteering per Telefon.

15. Januar 2012 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in Allgemein, PolitikWelt
Kampagnenlogo Barack Obama 2012

Zum Partybuilder als zentrales Werkzeug zur Mobilisierung und Verwaltung von Mitstreitern habe ich schon im letzten Artikel meines kleinen Obama-2012-Dossiers etwas geschrieben. Es war also an der Zeit, das Thema Grassroots-Volunteering auch selbst auszuprobieren, also an der nach dem Schneeballsystem organisierten Art und Weise der Rekrutierung von Mitstreitern teilzunehmen. Und das geht bestechend einfach.

Volunteering im Liveexperiment

Ich habe mich dazu einfach einmal eingeloggt in die Obama-2012-Website und bin in das Volunteering-Tools gewechselt. Single-Sign-On, der Einstieg ist also so arm an Hürden, wie nur möglich. Und man ist dann auch mittendrin, denn passend zur Uhrzeit wird dort angezeigt, in welchen US-Bundesstaaten ein Anruf gerade am sinnvollsten ist und mit einem Klick auf einen Bundesstaat ist man auch sofort mittendrin im Anruf-Tool. Für deutsche Datenschutzverhältnisse ein absoluter Horror, in den USA aber zumindest in der politischen Arbeit ein unverzichtbares und sogar akzeptiertes Mittel zur Information:

Links erscheint die Rufnummer und der Name der anzurufenden Person (Rufnummer und Nachname von mir geschwärzt) und rechts ist ein Textvorschlag als Leitfaden (die volle Ansicht der Seite gibt es ganz unten im Artikel als Anhang). Das ist so perplex einfach, dass ich tatsächlich zum Hörer gegriffen habe und die Telefonnummer des beschriebenen Anthony in Conneticut gewählt habe, rein aus Neugier. Vermutlich ist es aber genau diese extrem niedrige Einstiegshürde, die dafür sorgt, einfach in die Kampagne einzusteigen, ohne es sich beim Ausfüllen von ellenlangen Mitgliedsformularen vielleicht noch einmal anders zu überlegen.

Anthony, 64 Jahre alt, angenehme und kultiviert klingende Stimme, war dann auch tatsächlich zu Hause. Glücklicherweise jemand, der den Demokraten freundlich zugeneigt ist. Ich habe mit dann tatsächlich in den ersten Sätzen an die Textvorlage gehalten und das mit meinem unüberhörbar europäischen Englisch, aber der Anrufer war dabei und ließ sich geduldig auf meinen Monolog zum Beschäftigungspakt, den Obama gerade forcierte und in der Obama-Kampagne “gefahren” wird, ein.

Auf die Zielfrage hin, ob Anthony interessiert wäre, von einem lokalen Kampagnenleiter zwecks einer Mitarbeit in den nächsten Tagen angerufen zu werden (ganz unten in der Textwüste), antwortete er mit einem Ja und damit war auch genau das erreicht, was mit diesem Volunteering-Call bezweckt war – abgrasen einer riesigen Telefonliste nach dem Schneeballprinzip und mit einem standardisierten Text Interessenten herauskämmen, die dann vom heißen Kern der Kampagnenleitung nochmals direkt angegangen werden.

Anthony hat natürlich gemerkt, dass ich als Anrufer nun nicht unbedingt sehr us-amerikanisch klinge und fragte vorsichtig nach, woher ich komme. Auf die Antwort, dass ich in Deutschland wohne und ich im Team von Obama 2012 mitarbeite (was ja so gar nicht mal gelogen ist), war er nun überhaupt nicht vorbereitet:

“Are you kidding? You’re calling from Germany? What the hell is driving you to fight for Barack Obama out of Germany? Let me think: Is it not dark night in Germany at this time? How old are you?”

Sehr spannend. Immerhin war er so perplex darüber, dass ihn ausgerechnet jemand aus Deutschland anrief und ihn fragte, ob er nicht für Obama 2012 mitarbeiten möchte, dass er daraufhin abschließend erwiderte, dass er sehr gespannt auf den Rückruf ist und sich eine Mitarbeit sehr gut vorstellen könne. “God bless you in Germany.” Ich werde es mir bei dieser Gelegenheit merken.

Die Einfachheit des Anrufes und die Qualität der Datensammlung

Die bestechende Effizienz des Anruf-Tools ist der genau definierte Rahmen, in dem sich Anrufer und Anzurufende bewegen. Der Text ist vorgegeben, ebenso die Auswahlmöglichkeiten und auch “Havarietexte”, also Texte, die dann gesprochen werden sollen, wenn der Anruf abzugleiten droht. Zudem hat der Anrufer vorgegebene Möglichkeiten zur Anrufbewertung, so dass er, selbst wenn er nicht geübt ist, sehr schnell und effizient so einen “Cold Call” ausführen kann.

Es ist aber nicht nur die Art der Dialogführung, sondern die Idee dahinter, die den Charme der Mitstreitersuche ausmacht. Es sitzen (nicht nur) professionell bezahlte Kräfte in Callcentern im System, sondern so Leute wie du und ich, die sich in irgendeiner Form mit der Idee, der Partei oder des Protagonisten identifizieren können. Leuten “von unten” hat man grundsätzlich weniger entgegenzusetzen, als wenn die Kontaktaufnahme “von oben” erfolgt.

Das bestechenste Argument ist aber dann tatsächlich das, was am Ende dabei herauskommt, nämlich die Datenbasis und Datenqualität. Darüber weiß man natürlich als Anrufer herzlich wenig und wird auch kaum etwas dazu erfahren, dennoch kann man getrost davon ausgehen, dass mit keinem anderen Ansatz eine so schnelle “Anrufwelle” erzeugt werden kann, wie mit dieser Graswurzelmethode. Und durch die Möglichkeiten des Feedbacks lässt sich eine Qualität der Datenbasis halten, die mit anderen Methoden unerreichbar ist.

Kompletter Screenshot einer Anrufseite im Anruf-Tool des Partybuilders:

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Quellenangaben in netplanet.

15. Januar 2012 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in netplanetares

Unlängst hatte ich eine interessante Diskussion in meiner Mailbox. Begonnen hatte alles mit einer E-Mail, in der der Absender nach den Quellen fragte, aus denen ich meine netplanet-Artikel – also die Artikel im Lexikon – aufbaute. Eine sehr gute Frage, denn ich verstand die Frage nicht. Also fragte ich nach, welche Quellen er denn meinte beziehungsweise wie er auf die Idee gekommen sei, dass ich Artikel mit unbenannten Quellen schreiben würde.

Es entwickelte sich ein Mailverkehr, der sich weitgehend weiterhin um diese Fragestellung herum drehte. Tatsächlich verstand der Absender nicht, dass zwar durchaus Wissen durch andere Websites und Bücher aneigne, aber ein neuer Text nicht unbedingt nur aus einfachen, zu belegenden Quellen besteht.

Genau genommen bestehen die wenigsten Inhalte in netplanet aus solchen Quellen. Was vor allem am Umstand liegt, dass die allermeisten Texte, die ich einst zum Aufbau meines Wissens genutzt habe, in einer so miserablen inhaltlichen Qualität waren, dass sie 1.) nicht ansatzweise eine vollständige Beschreibung darstellten, 2.) sprachlich kaum zu gebrauchen waren und 3.) mein Anspruch niemals war, einfach nur eine zusammengeklebte Quellensammlung hinzustellen.

Dass die meisten netplanet-Artikel ziemlich anders in die Thematik hineinführen, zeigt vor allem der Artikel über Schichtenmodelle. Schichtenmodelle zu erklären, ist eine ziemlich trockene Geschichte, die man nur mit technischem Background korrekt erklären kann. Will man es für Laien zumindest so erklären, dass man TCP/IP verstehen kann, kann man entweder voraussetzen, dass der Leser gehöriges Vorwissen mitbringt oder man erklärt es ihm mit Analogien oder auf andere Weisen. Und hier fängt sehr wohl eine “erklärerische” Eigenleistung an, die sich kaum so kopieren lässt, wenn man weiß, wie RFC aussehen und wenn man sich vorstellt, was für ein Krampf einst so im Internet stand und das Internet erklärte.

 

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Käse & Rhabarber gerade kostenlos im Kindle-Shop.

10. Januar 2012 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in LeseWelt

Der Titel hört sich gut an, nicht? Wo gibt es schon Käse und Rhabarber kostenlos? ;-)

Ist aber zumindest mit meinem kleinen eBook gerade so, das ist nämlich im Rahmen einer Werbeaktion, die ich ausprobiere, kostenlos am heutigen 10. und morgigen 11. Januar 2012 erhältlich. Und zwar noch den gesamten Tag, allerdings nach amerikanischer Westküstenzeit. Zumindest bei uns also bis nach Mitternacht unserer Zeit. Das Einrichten von Werbeaktionen ist demnach herrlich einfach, allerdings doch etwas verbesserungswürdig, denn die amerikanische Westküstenzeit ist für mich als Mitteleuropäer für ein deutsches Buch eigentlich herzlich unwichtig.

Wie auch immer: Wer also das Büchlein kostenlos im Kindle-Shop abgreifen möchte, bedient sich genau jetzt. Bitte rechts auf den Button oder das Cover klicken, auf den Preis von “0,00 Euro” achten und abholen.

Ach, und eine Bewertung darf übrigens auch mal geschrieben werden, bitteschön. Ich als Autor kann das unmöglich selbst tun.

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Warum haben Notebook-Akkus keinen Ladestecker?

10. Januar 2012 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Das ist wirklich mal so eine Frage, auf die ich keine Antwort finde, wie ich gerade in einem längeren Telefon festgestellt habe. Gut, bei Handy-Akkus könnte ich mich noch auf die Argumentation einlassen, dass für einen Stecker kein Platz ist und bei modernen Smartphones in der Regel der Akku-Ausbau – wenn überhaupt möglich – nur sehr umständlich möglich ist und zudem die wenigsten Menschen tatsächlich auch einen Ersatzakku dabeihätten. Aber bei Notebook-Akkus ist das nun wirklich so eine Frage. Zumal es bei vielen Notebooks inzwischen üblich ist, dass zwei Akkus mitgeliefert werden und mit einem Ladegerät logischerweise auch nur ein Notebook geladen werden kann. Mit zwei Ladegeräten übrigens dann eben auch nur, denn zum Laden brauche ich ja, mangels eigenem Ladestecker des Akkus, eben immer das Notebook dazwischen.

An der Ladeelektronik kann es kaum, die ist bei Lithium-Ion-Akkus entweder direkt im Akku mit verbaut oder extern im Notebook, kann aber nicht so teuer sein, dass man sie nicht auch in einem Netzteil, eben im Akku oder mindestens in einem dazwischenschaltbaren Adapter integrieren könnte.

No idea. Keine Ahnung, warum Notebook-Akkus keinen eigenen Ladestecker haben.

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Best of BesimBlog – “Käse & Rhabarber”.

6. Januar 2012 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in LeseWelt

Ich bin dann mal eben unter die Buchautoren gegangen und habe ein kleines Buch veröffentlicht. Da ich schon immer darüber nachdachte, die Inhalte meines ersten Weblogs namens “BesimBlog” in irgendeiner Form als Archiv zur Verfügung zu stellen, habe ich das nun als Buch gemacht, genau genommen als eBook für die Kindle-Plattform. Der Titel lautet “Käse & Rhabarber“, weil das so ein Nonsens-Name ist, den so schnell niemand anderes klaut. Immerhin ist die Kombination Käse und Rhabarber mehr als entsetzlich.

Also, hier geht es los, das hier rechts ist der Link zur Produktseite bei Amazon.de. Zum Lesen braucht es entweder einen Amazon Kindle oder die Kindle-App für iPad/iPhone, Android, Windows Mobile, Mac oder Windows. Wer es kauft, kauft es nur einmal und kann es auch auf mehreren Geräten lesen, wenn diese alle im gleichen Amazon-Account registriert sind. Diejenigen, die das Buch erst mal anlesen wollen oder das Schicken eines eBooks zuerst einmal ausprobieren wollen, können das auch, denn auf der Amazon-Produktseite gibt es auch eine abgespeckte Leseprobe.

Der Preis des Machwerks liegt bei 1,53 Euro. Der etwas krumme Preis kommt dadurch zustande, dass ich beim Festlegen des Verkaufspreises nicht beachtet habe, dass da noch 3 % luxemburgische Mehrwertsteuer dazukommen. Nun gut, sei’s drum.

Im Buch selbst gibt es selbstverständlich nicht alle Artikel meines früheren Weblogs, denn sonst wäre das Buch glatt zehnmal so “dick” und mindestens auch zehnmal so langweilig. Aus den über 800 Artikeln habe ich daher die meiner Meinung nach besten 80 herausgefiltert, teilweise überarbeitet, nochmal lektoriert (war ganz wichtig), ordentlich in HTML gesetzt und als eBook gegossen.

Über die technischen Arbeiten und das Veröffentlichen schreibe ich bei Gelegenheit noch einen oder mehrere Blog-Artikel. Jetzt dürft ihr es aber gern mal probelesen und auch gern kaufen, pro Buch verdiene ich immerhin den sagenhaften Betrag von etwas über 50 Cent und festige nebenbei noch meinen Status als Freiberufler beim Finanzamt. Und eine hübsche Autorenseite habe ich auf Amazon.de nun auch. ;-)

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