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		<title>Urlaubsvertretungsbloggen.</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 21:46:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Besim Karadeniz</dc:creator>
				<category><![CDATA[BlogWelt]]></category>
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		<category><![CDATA[Science-Fiction]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Science-Fiction-Autor ist gleich in mehrfacher Hins [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Science-Fiction-Autor ist gleich in mehrfacher Hinsicht mein Premierenmann des Monats. Zum einen ist er nach langer Zeit der erste noch lebende Autor, von dem ich ein Science-Fiction-Roman gelesen habe, n&#228;mlich &#8220;<a href="http://www.amazon.de/Zwischen-den-Sternen-John-Scalzi/dp/3453525612/netplanet0d" target="_blank">Zwischen den Sternen</a>&#8221; (Affiliate-Link). Zum anderen war es das erste Buch, das ein eBook war und auf dem iPad gelesen wurde. Kein wirklicher Genuss, aber dazu demn&#228;chst mehr.</p>
<p>Und zum dritten ist John Scalzi ein moderner Autor, der seit 2002 exzessiv bloggt. Und das nicht einfach nur zu PR-Zwecken in hom&#246;opathischen Dosen, sondern direkt auf seiner Website unter <a href="http://whatever.scalzi.com/" target="_blank">http://whatever.scalzi.com</a> und dort richtig viel und unwiderstehlich gut. Wenn man sich Autoren &#8211; und vor allem Science-Fiction-Autoren &#8211; als eher eigenbr&#246;dlerische, stille und seltsam tickende Menschen vorstellt, ist John Scalzi vermutlich genau das Gegenteil. Er schreibt &#252;ber dies und das, Fotos von Sonnenunterg&#228;ngen, aus dem Homeoffice, von seiner augenscheinlich bloggenden Katze und er kommentiert Science Fiction. Dass seine Artikel eifrig kommentiert werden, ist ein starker Gradmesser daf&#252;r, dass Scalzi es begriffen haben muss, wie man in modernen Zeiten vern&#252;nftig mit seinen Konsumenten kommuniziert. <a href="http://twitter.com/scalzi" target="_blank">Scalzi twittert</a> auch und hat dort immerhin auch &#252;ber 13.000 Follower, aber sein Meisterst&#252;ck gibt er zweifellos im Weblog ab.</p>
<p>Vom 1. August bis Mitte September ist Scalzi im Urlaub. Wow, denkt sich jetzt der geneigte Leser, das muss ja furchtbar interessant sein, wenn Besim das bloggt. Scalzi aber mottet sein Weblog nicht einfach so lange ein, sondern l&#228;sst &#8220;vertretungsbloggen&#8221; von vier &#8220;Aushilfsbloggern&#8221;, die er vorher angesprochen und zum Schreiben aquiriert hat. Und das ist eine beneidenswert gute Idee, denn es kommt Input ins Weblog, den Scalzi allein nicht packt und der teilweise auch so gar nichts mit Science-Fiction zu tun hat, aber dennoch interessante Ansichten vermittelt.</p>
<p>Urlaubsvertretungsbloggen. Interessante Idee. Muss ich mir mal weiter den Kopf dar&#252;ber zerbrechen, was wir auch dem Thema so machen k&#246;nnten.</p>
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		<title>Erde an Siena! Erde an Siena!</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 20:30:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Besim Karadeniz</dc:creator>
				<category><![CDATA[GamingWelt]]></category>
		<category><![CDATA[Google Earth]]></category>
		<category><![CDATA[Gran Turismo]]></category>
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		<description><![CDATA[Es soll malerische St&#228;dte auf dieser Welt geben, die v [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es soll malerische St&#228;dte auf dieser Welt geben, die von Tourismus leben. Viele dieser St&#228;dte befinden sich in der Mittelmeerregion und einer dieser St&#228;dte ist die Stadt Siena in der Toskana. Halten wir so fest. Siena hat zumindest einen atemberaubenden Platz namens Piazza del Campo. Halten wir mal so fest.</p>
<p>Dass dieser Platz nett ist, haben wohl auch die Macher von Gran Turismo entdeckt, das Unternehmen <a href="http://www.polyphony.co.jp/english/" target="_blank">Polyphony</a> aus Japan. Deren Chef namens Kazunori Yamuchi, in der Szene der Rennsimulationen schlicht und einfach ein Gott, ist bekannt daf&#252;r, dass er es hundertprozentig genau nimmt und eine Aufnahme einer Rennstrecke einer Adelung gleichkommt. Der erfahrene Gran-Turismo-Fahrer denkt in diesem Zusammenhang an so legend&#228;re Rennstrecken wie den N&#252;rburgring, der in Gran Turismo 4 derartig realit&#228;tsnah nachgebildet wurde, dass aufgemalte Graffiti-Malereien der Strecke auch in der Simulation an der richtigen Stelle zu finden sind. Und wenn man von malerischen Strecken spricht, findet man so Beispiele wie Laguna Seca, Le Mans, Strecken in Paris oder das bezaubernde Citta di Aria. Strecken, die den Originalen in ungeheurer Detailgenauigkeit nachgeahmt wurden.</p>
<p>Die Piazza del Campo in Siena ist nun eine Strecke, die in der Neuauflage des Rennklassikers namens <em>Gran Turismo 5</em> ab November auf der PS3 an den Start geht. Beziehungsweise an den Start gehen will. Denn glaubt man einschl&#228;gigen Informationsquellen, dann haben die <a href="http://www.golem.de/1008/77479.html" target="_blank">Stadtv&#228;ter damit doch tats&#228;chlich ein Problem</a> und pochen beispielsweise darauf, dass in der Simulation bestimmte Wappen abgebildet sein k&#246;nnten, auf die es Urheberrechte g&#228;be.</p>
<p>Gut, keine Ahnung, wie das in Italien ist. Eventuell m&#246;ge doch aber bitte jemand den Stadtv&#228;tern sagen, dass Spiele aus der Gran-Turismo-Reihe in der Regel Spiele sind, die sich schon kurz nach Erscheinen millionenfach auf dem gesamten Globus verkaufen. Allein von Gran Turismo 4, der letzten Version f&#252;r die PS2, wurden, Stand Juni 2010, insgesamt &#252;ber 11 Millionen Exemplare verkauft. Z&#228;hlt man alle GT-Versionen zusammen, wurden, ebenfalls Stand Juni 2010, insgesamt &#252;ber 56 Millionen Exemplare von Gran Turismo f&#252;r die PlayStation 1, der PS2, der PS3 und der PSP verkauft. Zahlen, die in der Branche der Rennsimulationen beispiellos sind, wenn man ber&#252;cksichtigt, dass es die Gran-Turismo-Serie nur auf PlayStation-Konsolen gibt.</p>
<p>L&#228;ngst geh&#246;rt es f&#252;r die meisten Autohersteller und Werbetreibende zum guten Ton, sich darum zu rei&#223;en, mit eigenen Fahrzeugen oder Marken in Gran Turismo pr&#228;sent zu sein. Nicht ohne Grund gibt es daher in Gran Turismo einige hundert Fahrzeuge zur Auswahl, die in noch mehr Strecken gefahren werden m&#252;ssen, um Gran Turismo durchzuspielen. Man sitzt nicht Stunden dran, nicht Tage, auch nicht Wochen, sondern in der Regel mehrere Monate, um nennenswerte Fortschritte einzufahren.</p>
<p>Man kann also guten Gewissens behaupten, dass es kaum eine bessere und nachhaltige Werbewirksamkeit gibt, in Gran Turismo zu werben und das insbesondere dann, wenn das absolut kostenlos geschieht wie eben bei der Einbindung einer Simulation von einer real existierenden Rennstrecke. Denke ich mir mal so, denn ich <a href="http://www.karadeniz.de/" target="_blank">maintaine seit einigen Jahren eine Google-Earth-Datei</a>, die alle real existierenden Strecken markiert und allein diese Datei wird monatlich mehrere tausend Mal aus ausnahmslos allen Winkeln dieser Erde von meinem Webserver aus abgerufen.</p>
<p>Man m&#252;sste ein vollkommen ignoranter Idiot sein, es nicht zu wollen, in Gran Turismo in irgendeiner Form aufzutauchen. Mal sehen, wie das die Stadtv&#228;ter von Siena sehen werden. Zumal denen ihr Platz in Google Earth schon l&#228;ngst kartografiert ist.</p>
<p>[via <a href="http://www.golem.de/1008/77479.html" target="_blank">Golem.de</a>]</p>
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		<title>Google App auf dem iPhone und Benachrichtigungen.</title>
		<link>http://blog.netplanet.org/2010/08/24/google-app-auf-dem-iphone-und-benachrichtigungen/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 22:32:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Besim Karadeniz</dc:creator>
				<category><![CDATA[MobileWelt]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Erkl&#228;rungen in diesem Blog zur Synchronisation von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Erkl&#228;rungen in diesem Blog zur Synchronisation von Kalender und Kontakte zwischen iPhone und den korrespondierenden Google (Links siehe unten) erfreuen sich gr&#246;&#223;erer Beliebtheit. Nicht ganz unberechtigt, denn die Synchronisation funktioniert flott und z&#252;gig.</p>
<p>Kleiner Hinweis am Rande: Am gestrigen Montag hat Google nach langer Zeit seine eigene iPhone-App aktualisiert, die nun den iPhone-eigenen Push-Dienst f&#252;r Google Mail und Google Calendar unterst&#252;tzt. Das funktioniert relativ simpel dadurch, in dem in der App die Zugangsdaten zum Google-Konto hinterlegt werden und die App dann im Hintergrund die Verbindung zur Google-Cloud h&#228;lt und entsprechende Meldungen als Push-Meldung anzeigt.</p>
<p>Sinnvoll ist das selbstverst&#228;ndlich nur dann, wenn der Anwender Google Mail bzw. Calendar nicht &#252;ber die iPhone-eigenen Borddienste synchronisiert. Tut man das, ruft also Google Mail &#252;ber die iPhone-Mailwendung und/oder Google Calender &#252;ber den iPhone-Kalender ab, braucht es keinen zus&#228;tzlichen Push &#252;ber die Google-App.</p>
<p>Und weil es inzwischen recht komplex geworden ist, hier nochmal sorgf&#228;ltig sortiert alle korrespondierenden Artikel im Blog zur Google-iPhone-Synchronisation:</p>
<ul>
<li><a href="http://blog.netplanet.org/2010/07/10/terminsynchronisation-zwischen-iphone-und-google-calendar/">Terminsynchronisation zwischen iPhone und Google Calendar.</a></li>
<li><a href="http://blog.netplanet.org/2010/07/10/synchronisation-mehrerer-kalender-zwischen-iphone-und-google-calendar/">Synchronisation mehrerer Kalender zwischen iPhone und Google Calendar.</a></li>
<li><a href="http://blog.netplanet.org/2010/07/19/synchronisation-von-kontakten-zwischen-iphone-und-google-contacts/">Synchronisation von Kontakten zwischen iPhone und Google Contacts.</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>&#220;ber guten und schlechten Wirrwarr.</title>
		<link>http://blog.netplanet.org/2010/08/23/ueber-guten-und-schlechten-wirrwarr/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 10:33:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Besim Karadeniz</dc:creator>
				<category><![CDATA[MüllWelt]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
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		<description><![CDATA[Das gestrige ZDF-Sommerinterview mit Angela Merkel war  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das gestrige ZDF-Sommerinterview mit Angela Merkel war genau so, wie man es sich schon Wochen vorher vorgestellt hat: Langweilig und dr&#246;ge, weil Angela Merkel es selten schafft, verbal jemanden aus dem Sessel zu hieven. Das ist Programm. Wobei&#8230; ein verbal nach Merkelscher Art kaputtgedengelter Satz blieb im Hinterkopf und transportiert ungewollt die blanke Wahrheit:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Ich glaube, dass wir die Menschen zum Teil nicht erreicht haben, weil das Wirrwarr und die Umgangsformen nicht so waren, wie wir uns das vorstellen und deshalb wird&#8217;s da auch besser werden und deshalb werde ich mich auch genau daf&#252;r einsetzen.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Wir stellen also fest: Der Wirrwarr war also schon geplant und halt leider nicht so, wie sie sich das vorgestellt hat. Unangenehm.</p>
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		<title>Spa&#223;iges zu Roland Koch.</title>
		<link>http://blog.netplanet.org/2010/08/22/spassiges-zu-roland-koch/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 14:43:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Besim Karadeniz</dc:creator>
				<category><![CDATA[PolitikWelt]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Roland Koch]]></category>
		<category><![CDATA[SPIEGEL]]></category>

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		<description><![CDATA[Wo wir gerade bei Nachrufen sind - &#252;ber Roland Koch Wi [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wo wir gerade bei Nachrufen sind &#8211; &#252;ber Roland Koch Witze zu machen, ist eine Qual. Einen durchtriebenen und durchschaubaren Politiker zu karikieren, ist eine leidige Geschichte. Umso mehr musste ich deshalb gestern Abend bei der Lekt&#252;re des kommenden SPIEGEL schallend &#252;ber einen Absatz lachen, der in wenigen S&#228;tzen den Menschen Roland Koch beschreibt:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Es geht zum Sommerreisebus, der ihn zur Frankfurter Polizei bringt und von da nach Gie&#223;en und Kassel, wo die anderen Geschichten liegen, die er hinterlassen will. Er m&#246;chte jetzt ein Beispiel geben f&#252;r personelle Wechsel, die nach einer gewissen Zeit &#252;berall in der Gesellschaft notwendig seien. &#8216;Was mich in den letzten Jahren am meisten genervt hat, war, dass die Meiden mir selten glaubten, dass ich das, was ich sage, auch so meine&#8217;, sagt Roland Koch. &#8216;Die denken doch immer, hinter allem, was ich sage, stecke irgendein Kalk&#252;l.&#8217;<br />
</em></p>
<p><em>Man sieht ihm nach und denkt: Genauso ist es.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Dem ist nichts mehr hinzuzuf&#252;gen. Es ist nun gut, dass Roland Koch der Politik den R&#252;cken kehrt und es bleibt hoffen, dass es ein endg&#252;ltiger Schritt bleibt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Zum Tode von Christoph Schlingensief.</title>
		<link>http://blog.netplanet.org/2010/08/21/zum-tode-von-christoph-schlingensief/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Aug 2010 21:25:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Besim Karadeniz</dc:creator>
				<category><![CDATA[MedienWelt]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Schlingensief]]></category>
		<category><![CDATA[Nachruf]]></category>

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		<description><![CDATA[Christoph Schlingensief zu beschreiben, ist relativ ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Christoph Schlingensief zu beschreiben, ist relativ einfach: Als Kind habe ich die medienwirksamen Aktionen dieses Mannes nicht verstanden, als Erwachsener dann umso mehr. Es gibt vermutlich kaum eine coolere Sau wie Christoph Schlingensief, der es so fulminant verstanden hat, den Leuten einen Spiegel vorzuhalten.</p>
<p>Zwei Fernsehhighlights f&#252;r die Nacht:</p>
<p><object width="500" height="400"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/BhZRclRzFVc?fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/BhZRclRzFVc?fs=1" type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="400" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><object width="500" height="400"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/DZ2Ch7mZGCM?fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/DZ2Ch7mZGCM?fs=1" type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="400" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Unsicherheiten auf Unkonferenzen.</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 20:47:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Besim Karadeniz</dc:creator>
				<category><![CDATA[SicherheitsWelt]]></category>
		<category><![CDATA[Verschlüsselung]]></category>
		<category><![CDATA[VPN]]></category>
		<category><![CDATA[WLAN]]></category>

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		<description><![CDATA[WLAN-Netzwerke sind eine coole Sache. Gerade auf Barcam [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>WLAN-Netzwerke sind eine coole Sache. Gerade auf Barcamps. Und dabei st&#246;rt meist noch nicht mal, dass gerade auf solchen &#8220;nerdigen&#8221; Unkonferenzen die aufgebauten WLAN-Netzwerke schwer unter Last stehen und schon die Netzplanung f&#252;r eine kleinere Veranstaltung recht anspruchsvoll sein kann. Die hohe Zahl an Ger&#228;ten ist auch recht einfach zu erkl&#228;ren: Zwei WLAN-f&#228;hige Ger&#228;tschaften sind mit Smartphone und Laptop fast schon normal und nicht wenige Nutzer bringen es auf drei, vier oder gar mehr WLAN-f&#228;hige Ger&#228;te. Mal eben einen Access Point hinstellen, um einen WLAN-Hotspot aufzubauen, ist da nicht. Da braucht es schon segmentierte Netze.</p>
<p>&#220;ber was sich allerdings relativ wenig Nutzer Gedanken machen, ist die &#220;bertragungssicherheit. Bei offenen WLAN-Netzwerken wird in der Regel nicht mit Verschl&#252;sselung gearbeitet, um das Benutzen des WLAN-Netzwerks zu vereinfachen. Das bedeutet allerdings, dass &#220;bertragungen von und zum Access Point so offen sind, wie Postkarten. Schneidet ein Nutzer einfach mal den Datenverkehr im &#196;ther mit, sind Zugangsdaten, Passw&#246;rter und vertrauliche Informationen offen, wenn der Einzelne nicht mit einer optionalen Verschl&#252;sselung seine &#220;bertragungen absichert, beispielsweise durch die Nutzung sicherer Kan&#228;le per SSL oder einem VPN. Letzteres w&#228;re der K&#246;nigsweg: VPN aufbauen und den gesamten &#220;bertragungsweg absichern, dann spielt auch das offene WLAN-Netzwerk keine Rolle.</p>
<p>Zwar k&#246;nnen die meisten Endger&#228;te (selbst Smartphones) heutzutage als VPN-Client t&#228;tig werden &#8211; sogar das iPhone &#8211; allerdings scheitert es meist daran, dass es an einem VPN-Endpunkt fehlt, der idealerweise im eigenen Betrieb oder zu Hause steht. Es gibt zwar kommerzielle Dienste, die VPN-Endpunkte anbieten, aber im Grunde genommen h&#246;hlt das jede Sicherheitsphilosophie schon wieder aus.</p>
<p>Hat mal also kein VPN, muss man zuschauen, wie man seine Dienste auf verschl&#252;sseltem Wege nutzt. Bei HTTP, IMAP, SMTP und POP3 ist das theoretisch alles kein Problem, hier gibt es verschl&#252;sselte Varianten, sofern die Gegenstelle mitspielt. Tja, sofern. Bei E-Mail kann man da ja durchaus mit seinem ISP diskutieren, aber bei HTTP und einem Web-2.0-Dienst ist man darauf angewiesen, dass der Diensteanbieter auch HTTPS anbietet. Twitter und Facebook, um bei zwei gr&#246;&#223;eren Anbietern zu testen, tun das &#8211; hier kann man die Portale auch via &#8220;https://&#8221; erreichen.</p>
<p>Alles kein Problem, wenn die Dienste direkt im Browser aufgerufen werden, denn dort h&#228;tte man die Wahl, einfach HTTPS zu verwenden. Die wenigsten Clients und Apps bieten das jedoch. Die meisten Twitter- und/oder Facebook-Clients bieten erst gar keine Einstellm&#246;glichkeit f&#252;r den API-Zugriff hinsichtlich HTTPS und das bedeutet, dass die meisten Clients unverschl&#252;sselt mit den jeweiligen Diensten kommunizieren. Und das bedeutet, dass Zugangsdaten f&#252;r die jeweiligen Dienste bzw. Cookie-Authentifizierungen unverschl&#252;sselt &#252;ber die Luftschnittstelle wandern, wenn das WLAN-Netzwerk offen ist.</p>
<p>Was tun? In solchen Umgebungen entweder tats&#228;chlich den eigenen Datenverkehr &#252;ber einen VPN-Tunnel absichern oder lieber auf das WLAN-Netzwerk verzichten und auf GSM/UMTS umschwenken. Genau genommen ist auch die Verschl&#252;sselung im GSM-Standard nicht wirklich (mehr)  frei von Fragw&#252;rdigkeiten, allerdings besser als gar nichts.</p>
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		<title>Microsoft Flight.</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 12:28:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Besim Karadeniz</dc:creator>
				<category><![CDATA[GamingWelt]]></category>
		<category><![CDATA[Cascade Game Foundry]]></category>
		<category><![CDATA[Flight Simulator]]></category>
		<category><![CDATA[Microsoft]]></category>
		<category><![CDATA[Simulatoren]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass Microsoft nach dem Rausschmiss der Entwickler des  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Microsoft nach dem <a href="http://blog.netplanet.org/2009/01/24/turbulenzen-beim-microsoft-flight-simulator/">Rausschmiss der Entwickler des bisherigen Flight Simulators</a> vor eineinhalb Jahren die &#196;ra der Flugsimulatoren aufgeben w&#252;rde, war eher nicht denkbar. Der Flight Simulator ist l&#228;ngst eine Legende in der Computerspieleindustrie geworden und es stellt sich seit dem Rauswurf des Entwicklerstudios eher die Frage, wie Microsoft die Legende weiterf&#252;hrt und damit umgeht. Da wird noch viel zerst&#246;rtes Porzellan in den einschl&#228;gigen Flight-Simulator-Communities, die allesamt sehr mi&#223;trauisch sind, zusammenzukehren sein.</p>
<p>Zumindest nun hat Microsoft den Schleier ein kleinwenig gel&#252;ftet und auf der Gamescom in K&#246;ln verk&#252;ndet, dass der Microsoft Flight Simulator aber der n&#228;chsten Version nur noch Microsoft Flight hei&#223;en wird. Punkt. Mehr gibt es nicht. Ah, doch. Eine<a href="http://www.microsoft.com/games/flight/" target="_blank"> flash-lastige Microsite mit einem Trailer</a>. Weitere Einblicke, Features, Ver&#246;ffentlichungstermine &#8211; alles noch unbekannt, was bedeuten d&#252;rfte, dass es noch ein gutes St&#252;ck dauern wird, bis etwas sichtbares passiert.</p>
<p>Von der ehemaligen Flight-Simulator-Truppe, die seit April in einem Unternehmen namens <a href="http://www.cascadegamefoundry.com/" target="_blank">Cascade Game Foundry</a> in Seattle schraubt, gibt es ebenfalls nicht sehr viel. Die Website (auf Basis von WordPress <img src='http://blog.netplanet.org/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> ) gibt au&#223;er einer sehr knappen Unternehmensvorstellung nicht viel mehr her und auf der <a href="http://www.facebook.com/album.php?profile=1&amp;id=155467945438" target="_blank">Facebook-Seite von Cascade Game Foundry</a> wird davon gesprochen, dass man aktuelle Entwicklungen auf Spielemessen einem Fachpublikum gezeigt habe. Nun gut. Spannend wird es auf beiden Ebenen: Wird Microsoft mit Microsoft Flight an alte Erfolge ankn&#252;pfen und wird Cascade Game Foundry als die &#8220;echten&#8221; Flight-Simulator-Macher ebenfalls die Legende beerben?</p>
<p>Eines scheint aber, wenn man sich die Bedecktheit beider Parteien anschaut, sicher: Dieses Jahr kommt sicherlich nichts. Es gibt also keinen Grund zur Hektik.</p>
<p>[via <a href="http://www.golem.de/1008/77252.html" target="_blank">Golem.de</a>]</p>
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		<title>Warum wir JETZT spenden m&#252;ssen.</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Aug 2010 23:27:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Besim Karadeniz</dc:creator>
				<category><![CDATA[SonstigeWelt]]></category>
		<category><![CDATA[Nächstenliebe]]></category>
		<category><![CDATA[Naturkatastrophen]]></category>
		<category><![CDATA[Pakistan]]></category>
		<category><![CDATA[Spendenaktion]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine kleine Geschichte: In meiner Grundschulzeit, irgen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine kleine Geschichte: In meiner Grundschulzeit, irgendwann vor fast 30 Jahren, hatten wir im Winter in der Schule Besuch von Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes. Die verteilten kleine Pappkartons mit der Bitte, die mit nach Hause zu nehmen und mit Dingen zu f&#252;llen, die wir Kinder auf diese Weise anderen Kindern in Polen (ich denke, es war Polen, wei&#223; es aber nicht mehr ganz genau) schenken w&#252;rden, weil dort, wohin diese P&#228;ckchen alle gehen sollten, akute Not herrschen w&#252;rde.</p>
<p>Ich kann mich noch sehr gut an diesen kleinen Pappkarton erinnern, darauf war ein gro&#223;es, rotes Kreuz und der Schriftzug &#8220;Deutsches Rotes Kreuz&#8221; in Deutsch und Englisch geschrieben, vielleicht 30 mal 15 mal 15 Zentimeter gro&#223;. Meine Butterbrotbox war fast gr&#246;&#223;er. Ich brachte diesen Pappkarton also in meinem Schulranzen nach Hause, zeigte ihn meiner Mutter. Ich spielte etwas mit dieser eindrucksvoll bedruckten Box herum, bis meine Mutter mich dann irgendwann nachmittags fragte, ob wir denn nun diesen Pappkarton bef&#252;llen sollten.</p>
<p>Ich wusste ehrlich gesagt bis zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich, was man in diesen Pappkarton hineinstecken k&#246;nnte. Ich wusste zwar, wo Polen lag und dass dort offensichtlich Menschen wohnten. Aber wie man nun mit so einem Pappkarton helfen soll, das wusste ich nicht. Das hat mir dann meine Mutter gezeigt. Was wir genau in den Pappkarton gesteckt haben, wei&#223; ich gar nicht mehr. Ich kann mich dunkel unter anderem an einen Block und Malstifte erinnern, an eines aber ganz genau: Ein Mars-Riegel.</p>
<p>Am n&#228;chsten Tag brachte ich meinen Pappkarton wieder mit in die Schule, jeder meiner Klassenkameraden (einige lesen hier mit) hatte seinen gef&#252;llten Pappkarton auch dabei. Die Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes kamen wieder, wir packten alle unsere kleinen Pappkartons in eine gro&#223;e, eindrucksvolle Metallbox und sie gingen alle auf die Reise. Irgendein Kind in Polen wird sich einige Tage oder Wochen sp&#228;ter &#252;ber einen Mars-Riegel aus Deutschland gefreut haben, der in einem Pappkarton des Deutschen Roten Kreuzes lag und von einer t&#252;rkischen Familie gepackt wurde. Und das im Kalten Krieg. Wo ist hier Raum f&#252;r Hass?</p>
<p>Wo bitte genau haben wir Probleme damit, dass es ausgerechnet das Land Pakistan sein soll, in dem gerade ein F&#252;nftel des Landes unter Wasser steht, 20 Millionen Menschen auf der Flucht sind und buchst&#228;blich die Welt untergeht? ARD und ZDF wollen keine Spendengala machen, weil man noch abwarten wolle, wie die Bilder aus Pakistan hier ankommen? Viele Menschen haben gar Angst, dass gespendete Geld w&#252;rde irgendwelchen Terroristen in die H&#228;nde fallen? N&#228;chstenliebe jetzt nur noch f&#252;r Menschen westlich von uns? Morgen vielleicht dann nur noch Wei&#223;e und auf jeden Fall keine Moslems?</p>
<p>Wie delikat schei&#223;e wir doch gelegentlich sein k&#246;nnen. Seit wann denken wir von anderen Menschen erst einmal schlecht, bevor wir ihnen bei Naturkatastrophen helfen oder vielleicht auch nicht? Woher haben wir diesen dumpfen Hass nur her? <strong>Mannmannmann!</strong></p>
<p>Hier geht&#8217;s lang:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.aerzte-ohne-grenzen.de/spenden/index.html" target="_blank">Spendenseite von &#8220;&#196;rzte ohne Grenzen Deutschland e.V.&#8221;</a></li>
<li><a href="http://www.tagesschau.de/spendenkonten/spendenpakistan100.html" target="_blank">&#220;bersicht der Tagesschau &#252;ber Hilfsorganisationen, die in Pakistan t&#228;tig sind</a></li>
</ul>
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		<title>Reisen wir anders mit Google StreetView?</title>
		<link>http://blog.netplanet.org/2010/08/14/reisen-wir-anders-mit-google-streetview/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 23:57:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Besim Karadeniz</dc:creator>
				<category><![CDATA[WebZweiNullWelt]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Google StreetView]]></category>

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		<description><![CDATA[In letzter Zeit lasse ich h&#228;ufiger mal das Auto stehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In letzter Zeit lasse ich h&#228;ufiger mal das Auto stehen, wenn ich in die Stadt muss. Zwar ist es von meinem Wohnort bis in die Innenstadt nur etwa einen Kilometer Luftlinie weit, allerdings ist Pforzheim in einer Berg-und-Tal-Landschaft situiert und die motorisierte Fortbewegung ist somit die bequemere. Allerdings ist es mit dem Bus mindestens genauso schnell, wie mit dem Auto und erheblich g&#252;nstiger.</p>
<p>Bei der heutigen R&#252;ckfahrt aus der Stadt habe ich an einer  interessanten These geknabbert in Sachen Google StreetView und Reisen geknabbert und das so intensiv, dass ich drei Stationen zu sp&#228;t ausgestiegen bin. Die These:</p>
<h2 style="text-align: center;">Ist Google StreetView eine neue Form des Reisens?</h2>
<p>Ausl&#246;ser war ein mitt&#228;gliches Gespr&#228;ch mit Joachim, in dem wir aus irgendeine Anlass zum gleichen Ergebnis kamen, dass es doch eigentlich ein Wahnsinn ist, viele Orte nur wegen der dort gemachten Fotos zu besuchen. Eine zuerst einmal weitgehend unspannende These. Die jedoch spannender wird, wenn man mit dem Bus nach Hause f&#228;hrt. Was macht es eigentlich aus, einen Ort zu besuchen? Das dortige Flanieren? Das Sprechen mit dortigen Menschen? Das Essen dort? Oder einfach die Gewissheit, dort gewesen zu sein und ein paar Fotos mitgebracht zu haben, wie die meisten von uns?</p>
<p>Diese Frage wird richtig aufregend, wenn man sich dabei vorstellt, mit einem Bus zu reisen und genau zu diesem Gedankengang hat mich die heutige Busfahrt animiert. Ich war beispielsweise 1993 w&#228;hrend eines Landschulheimaufenthaltes im britischen Cambridge. Dort unternahmen wir f&#252;r einen Tag eine Reise nach London, die weitgehend aus einer zweist&#252;ndigen Stadtrundfahrt mit unserem Bus, einem Besuch bei McDonald&#8217;s am Tower und aus einem Besuch des Wachsfigurenkabinetts von Madame Tussaud&#8217;s bestand.</p>
<p>Zweifellos war ich, faktisch gesehen, somit in London. Nur: Ich habe London aus dem Bus heraus gesehen. Mit Einheimischen habe ich gesprochen: Bei McDonald&#8217;s und an der Kasse von Madame Tussaud&#8217;s. Wir haben keinen Kaffee/Tee dort getrunken, ich bin keine 1.000 Schritte auf einem Londoner B&#252;rgersteig gelaufen, habe keinen Fotoapparat dabei gehabt und war, ein etwas unappetitlicher Aspekt, in den ca. sechs Stunden, in denen wir uns innerhalb des Londoner Stadtgebietes aufhielten, nicht ein einziges Mal auf einer Londoner Toilette.</p>
<p>Wenn ich ehrlich sein soll: Ich war nicht wirklich jemals in London.</p>
<h3>Unser wahres Leben in Erinnerungen</h3>
<p>Anderes Beispiel, und jetzt wird es matrix-like: Ich habe drei Jahre f&#252;r das ZDF gearbeitet, vom Herbst 1995 bis Herbst 1998. Drei Jahre, in denen ich einige hundert Eins&#228;tze als Kameraassistent absolviert habe. Seit dem Ende meiner Mitarbeit beim ZDF habe ich das Sendezentrum in Mainz danach genau zwei Mal betreten. Ich lebe also faktisch, wenn ich an das ZDF in seiner existentiellen Form als Geb&#228;udegebilde denke, in einer Mischung aus Erinnerungen, eigent&#252;mlichen Ger&#252;chen, die man damals in Fluren und Studios eingesogen hat und aktuellen Bildern, die ich im Fernsehen oder in Zeitschriften sehe. Dennoch wei&#223; ich genau, wo das neue Nachrichtenstudio liegt und kann mich auch nach &#252;ber zehn Jahren weitgehend gut orientieren, obwohl ich gar nicht dort bin und ich noch nicht mal wissen kann, ob die jeweiligen Redaktionen, deren Sendungen ich schaue, tats&#228;chlich noch an der Stelle sind, wie sie das vor zehn, f&#252;nfzehn Jahren einmal waren.</p>
<p>Im Grunde genommen ist das jedoch, und damit kommen wir zu meiner These, v&#246;llig irrelevant, was ich in meiner Erinnerung habe und was ich denke, wo etwas sein k&#246;nnte, wie etwas riecht und wie es aussieht. Es reduziert sich letztendlich alles auf die Frage herunter, ob ich mir tats&#228;chlich die M&#252;he machen will, an einen bestimmten Ort zu reisen, um dort eine gewisse Zeit zu leben, ob nun f&#252;r ein paar Stunden im Urlaub, ein paar Tage, Wochen, Monate oder Jahre. Den Ort interessiert das nicht, die meisten dort lebenden Menschen auch nicht, aber ausgerechnet ich?</p>
<h3>Simulacra and Simulations</h3>
<p>Noch ein Beispiel und jetzt wird computersimuliert: Ich bin begeisterter Hobbypilot von Flug- und Rennsimulationen. Im der Gran-Turismo-Spieleserie gibt es in fr&#252;heren Ausgaben beispielsweise eine Streckensimulation des N&#252;rburgringes. Wohlgemerkt, der alten Strecke, also der &#8220;Gr&#252;nen H&#246;lle&#8221;. Die ist, so kann ich sagen, recht realistisch, weil ich diese Strecke zu meiner ZDF-Zeit einmal zu dienstlichen Zwecken gefahren bin. Wie sehe ich also die Simulation? Ich vergleiche sie mit der Realit&#228;t. Und in Wirklichkeit war ich um ein Vielfaches &#246;fter auf der Strecke in einer Simulation, als real auf der echten Strecke. Sicherlich sp&#252;rt man erst echt vor Ort, wie uneben die Stra&#223;e wirklich ist und vor Ort habe ich mehr Angst um mein Leben gehabt, als an der Playstation. Aber die &#220;berlegung, extra dorthin zu fahren, um f&#252;r nicht wenig Geld eine echte Runde zu drehen, wenn ich an der Playstation effektiv f&#252;r weniger Geld und unbegrenzt haben kann, ist nicht mehr so einfach wegzuwischen, wenn man ber&#252;cksichtigt, dass die Simulation verdammt nah an der Realit&#228;t ist und ich eine unbewusste Abw&#228;gung treffe, ob es mir wert ist, tats&#228;chlich an den Ort zu fahren oder nicht.</p>
<p>Ich bin tats&#228;chlich in meinem bisherigen 35j&#228;hrigen Leben noch erstaunlich wenig im Ausland gereist, kann aber trotzdem sagen, dass ich einiges auf diesem Planeten gesehen habe. Eben aus Bildern, Fotos, Filmen, Videos, Satellitenaufnahmen, Simulationen. Die jahrhundertealte These, dass man reisen muss, um etwas zu sehen, die ist tats&#228;chlich so gar nicht mehr haltbar. Man muss eher sagen, dass man eben reisen muss, wenn es gar nicht anders geht und man sich oder anderen etwas beweisen will. (Diese These ist an dieser Stelle ausbauf&#228;hig, Ideen bitte in die Kommentare.)</p>
<h3>Google StreetView</h3>
<p>Google StreetView ist nicht einfach nur eine Ansammlung vieler Bilder von Stra&#223;enz&#252;gen. Google StreetView ist ein unglaublich ausgestatteter Bildband &#252;ber fremde St&#228;dte und L&#228;nder, garniert mit Millionen Hinweisen auf Gesch&#228;ften und Sehensw&#252;rdigkeiten. Davon haben wir, wenn wir einmal sehr genau, sehr offen und sehr tief in unserer eigenen Seelenwelt nachschauen, getr&#228;umt. Und viele andere Generationen vor uns, die sich in ein Fahrzeug gesetzt und in ein anderes Land gefahren sind, &#8220;um dort die Ferne zu sehen&#8221;, ebenso. Und: Die schier unglaubliche Datenmenge, die heute daf&#252;r zur Verf&#252;gung steht, war vor nicht vielen Jahren schlicht unfassbar.</p>
<p>Dass es heute so viele Menschen gibt, die Probleme mit Google und der Insbesonderheit Google StreetView haben, ist in meinen Augen deshalb vor allem eine Sache, die mit unbewusster Angst davor zu tun hat, dass jetzt etwas geschieht und m&#246;glich wird, was so unfassbar ist und vor wenigen Jahren v&#246;llig unglaublich schien. Nichts anderes. Der vermeintliche Datenschutz ist ein vorgeschobenes Alibi der Angsthasen und der Betonk&#246;pfe und G&#252;nstlinge, die sich um die Stimmen und Gelder der Angsthasen rei&#223;en. Das ist eine harte Beschuldigung, aber bitte einmal den Kopf freimachen und dar&#252;ber nachdenken, ob es nicht wirklich genau so ist! Ich finde n&#228;mlich kein anderes Argument und ich strenge mich seit zwei Tagen an.</p>
<p>Der moderne Mensch wird zuk&#252;nftig viele Reiseziele anders bewerten und besuchen, in etwa so:</p>
<ul>
<li>Freund war in Paris, in einem verwinkelten Stadtteil und hat dort ein bezauberndes Café gefunden.</li>
<li>Hervorragender Kaffee mit wunderbaren Croissants, der Kellner freundlich und ein Kavalier der Alten Schule.</li>
<li>Unbedingt wert, einmal dorthin zu fahren.</li>
<li>Ich: Keine Zeit, kein Geld und auch keine Lust. Aber anschauen kann man es ja mal.</li>
<li>Ich: Okay, schauen wir uns das Viertelchen wenigstens mal in Google StreetView an und tauchen etwas ein.</li>
<li>Ich: Gef&#228;llt mir. Oder gef&#228;llt mir nicht. Besuche ich vielleicht mal. Oder auch nicht.</li>
<li><strong>Gesehen habe ich es aber.</strong></li>
</ul>
<p>Kommentieren? Eigene Gedanken dazu? Gern. Ich glaube, die Diskussion ist sehr, sehr offen und ich bin wirklich an jeder Art von Gedankengang interessiert, die uns weiterbringt.</p>
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