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blogoscoop.

25. April 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in BlogWelt

Zugegeben, der Name ist gewöhnungsbedürftig und liest sich schöner, als er ausgesprochen klingt. blogoscoop ist, um es mal in einem Satz für Blogger zu sagen, eine Art Technorati in Deutsch, derzeit noch in der geschlossenen Alpha-Phase. Man versucht sich als Blogverzeichnis, in das Blogger sich erst einmal grundsätzlich eintragen und dabei ihr Blog mit den grundlegenden Parametern versehen: Standort, Geburtstag des Blogs, Tagwords, Beschreibung, Adressen des Artikel- und Kommentar-Feeds.

Nächste Stufe sind dann die “technischen” Parameter, die blogoscoop selbst heraussucht und hinzufügt: Google Pagerank, Verlinkungen zu Technorati, Google und Blogato und statistische Auswertungen über Seitenaufrufe, Artikel- und Kommentarzahl. Letztere leben halt leider auch erst mal davon, dass diese Zahlen in der Blogosphäre ohne Auswertung der Feeds weitgehend unbrauchbar sind. Aber egal.

Der nächste Step sind dann Möglichkeiten für Besucher, Blogs “menschlich” zu kategorisieren. Da gibt es vier Punkte: “Eigener Eindruck” (wohl für den Gesamteindruck gemeint), “Nachricht” (damit wird gemeint, ob Artikel im Blog themenzentriert sind oder nicht), “Meinung” (Bewertung nach Tendenzen zu eher kritischen Meinungen oder nicht) und “Verlinkung” (wohl ob das Blog einen starken Grad der Verlinkung besitzt oder nicht, wobei das mir nicht wirklich klar ist, wie das ein Benutzer sinnvoll entscheiden soll).

Ich bin mir nicht sicher, ob diese “menschlichen” Bewertungsmöglichkeiten das Gelbe vom Ei sind. Müsste man mal abwarten, wie sich das entwickelt. Immerhin ein ambitionierter Versuch, ein weiteres Blogverzeichnis auf die Welt zu bringen. Ich unterstütze das mal vorerst mit, rechts (auf der Website natürlich, nicht im Feed) findet sich im “Spielzeug”-Widget deshalb ein blogoscoop-Webbug, der mitzählt. Vielleicht werde ich ja superreich dadurch und bekomme einen gelben SLK geschenkt.

Spam wieder da!

10. April 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in BlogWelt

Okay, ich habe nicht wirklich damit gerechnet, dass der Kommentar-Spam einfach so aufhört. Immerhin ist es auf sehr niedrigem Niveau derzeit. Dafür hatte ich eine aufschlussreiche Diskussion mit einem - ich bleibe neutral - Menschen, der offenkundig Trackbacks sammelt, unter allen möglichen Domains Fake-Blogs betreibt und sich dann bei mir beschwerte, dass ich ja seine Trackbacks nicht veröffentlichen würde. Solche Steilvorlagen kann ich nicht stehenlassen:

“Hi,
Jepp, ich veröffentliche die Trackbacks von deinem Blog, das offenkundig zu Fake-Zwecken dient, nicht. Und was dich vielleicht noch viel eher interessiert: Ich melde es per Akismet, so dass auch andere nicht in die Falle treten.
Grüße, Besim”

Wohlgemerkt: Wir sprechen hier nicht von einem normalen Blog mit normalen Inhalten, sondern wir sprechen von einem Blog, dass wahllos Artikel aus Foren und dem Usenet als Artikel postet und darin wahllos einzelne Wörter mit Artikeln aus echten Blogs verlinkt. Solche Trackbacks laufen bei mir unter kristallklarem Spam.

Eigentlich hatte ich daraufhin mit einem Schwall von Beschimpfungen gerechnet, so wie es immer ist, wenn man jemandem zentral auf den Schlips tritt. Hielt sich dann aber in Grenzen, dafür war sein Notargument umso origineller:

“[..] Finde ich nicht in Ordnung, dass du mich denunzierst! Immerhin sorge ich mit meinen Trackbacks ja dafür, dass dein Blog im Technorati-Ranking nach oben kommt! [..]“

Tja, da hat er Recht. Gegenfrage: Was kann ich dafür? Soll ich ihn jetzt verklagen, weil er auf mein Blog verlinkt und meinen Technorati-Zähler nach oben verschiebt? Was bilden sich diese Halbaffen eigentlich ein, wer sie seien?

Der Editor in WordPress 2.5.

5. April 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in BlogWelt

Der Editor gefällt wirklich gut, es macht Spaß, darin einen Artikel zu verfassen. Neben dem von Grund auf neuen Editorfenster sind es vor allem die Details, die auffallen. Beispielsweise die Möglichkeit, den Permalink zu verändern, was vor allem bei Artikeln, die ohne endgültige Überschrift zwischengespeichert wurden, Sinn macht. Schön gelöst sind auch die Funktionen zum Hinzufügen von Bildern, Video, Audio und Dateien. Das hatte alles früher einen, sagen wir es freundlich, etwas verwegenen, organischen Eindruck. Nun ist es schön Streamline.

Was nicht ganz praktikabel gelöst ist, ist die Kategorienauswahl. Die war früher direkt rechts und schnell greifbar, ist aber nun unter dem Editorfenster. Man hat also etwas herunterzuscrollen, wenn eine Kategorie ausgewählt werden soll.

WordPress 2.5.

30. März 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in BlogWelt

Gestern kam es heraus, die 2.5er-Version von WordPress. Ich habe mal sicherheitshalber eine Nacht gewartet, vielleicht hätten die Programmierer ja doch nochmal zurückgezogen. ;-)
Scherz beiseite: Ich habe es soeben installiert und da haben die Macher ja wirklich ganze Arbeit geleistet. Was mir so beim Überfliegen der komplett neu gestalteten Administrationsoberfläche auffällt, ist die neue Übersicht, die Möglichkeit, Plugins nun automatisch direkt über die Administrationsoberfläche zu aktualisieren und der neue Texteditor, der endlich einmal übersichtlich aussieht.

Der Upgrade zu 2.5 ist übrigens genauso schmerzlos, wie “normale” Updates. Nach dem Hochladen der Dateien per FTP ist das Blog nach wie vor aktiv, beim erstmaligen Zugriff auf dem Administrationsbereich muss lediglich die Datenbank aktualisiert werden, was jedoch üblicherweise nur ein paar Sekunden dauert und dann läufts. Die deutsche Sprachdatei bei Wordpress Deutschland ist noch nicht aktualisiert, vorerst tut es aber auch die jetzt noch verfügbare.

Acomo.

21. März 2008 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in WebZweiNullWelt

Einmal schneller sein als Robert Basic: Seit heute um 18 Uhr ist eine neue Community-Plattform namens Acomo online, ziemlich konzentriert eine Mischung aus MySpace und Facebook. Etwas überrascht habe ich dabei festgestellt, dass ich den Chef namens Sascha Boerger kenne und gar nicht mitbekommen habe, dass er schon seit einer ganzen Weile an seinem Baby schraubt.

Nun gut, testen muss der geneigte Leser dann leider selbst, aus bekannten Gründen. Ich bin zu wenig ein Alleinunterhalter, um so eine Plattform multimedial permanent zu beschicken. Außerdem hat mein Handy keine Videoaufnahmefunktion, weshalb ich derzeit nicht zur medialen Revolution beitragen kann. ;-)

WordPress 2.5 in den Startlöchern.

18. März 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in BlogWelt

Hätte eigentlich schon letzte Woche kommen sollen, allerdings taten die Programmierer gut daran, doch noch etwas zu warten, Bugfixing zu betreiben und einigen Plugin-Programmierern Zeit zum Aktualisieren ihrer Plugins zu geben.

Dafür gibt es einen Blick hinein und das überrascht dann doch, denn das Dashboard ist umfassend aufgeräumt worden. Die Benutzerführung zum Schreiben von Artikeln ist renoviert, ebenso die Verwaltung, die nun anscheinend auch ohne zusätzliche Plugins die Tag-Verwaltung ermöglicht. Erfreulicherweise wurde bei diesem Frühjahrsputz die Navigation nicht ebenfalls saubergekärchert, so dass auch der Ungelernte und Ungelenke zukünftig seine Items findet.

Okay, Freunde, dann mal raus damit. :-)

API veröffentlichen = Revolution?

14. März 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in WebZweiNullWelt

Also ich verstehe den Artikel von SPIEGEL Online über die “radikale Dominanz-Strategie” von Google nicht wirklich, auch nach mehrmaligem Lesen nicht. Autor Christian Stöcker hat nichts weniger als die Revolution beobachtet, die dadurch begründet ist, dass Google diverse API (Programmierschnittstellen) zu YouTube veröffentlicht hat, mit der nun jeder Noob (was so nicht ganz stimmt, da man entweder eine API programmieren muss oder zumindest einen Dienst haben sollte, der diese API nutzt) seine “eigene Videoseite bauen” kann. Es folgen diverse Schmeicheleien, Staunereien und Huldigungen, aber wo ist nun die Revolution dabei?

Fakt ist, dass YouTube, wie jedes vernünftige Angebot im Web, das nachhaltig sein soll, sich anpassen muss. Der Hype, Oma Bertha beim Teeschlürfen zu filmen und das dann hochzuladen, mag für den Einsteiger ein unvergessliches Erlebnis sein - möglicherweise auch für Oma Bertha, wenn sie dann dieses Video auf der Homepage ihrer Enkel sehen kann, das sich dort ja bereits seit längerem mit ein wenig HTML einbetten lässt.

Genau genommen bohrt Google hier YouTube auf und bietet mit den veröffentlichten API weitere Einbettungsmöglichkeiten, nicht nur auf HTML-Ebene, sondern direkt als Webservice in Web-Anwendungen. Das ist eine alte Mütze, denn das funktioniert mit vielen anderen Diensten bereits seit Jahren. Googles Suchmaschine hat sowas, Amazon.com bietet auf diese Weise maßgeschneiderten Zugriff auf seinen Produktkatalog, Kartendienste lassen sich so einbetten und so weiter und so weiter. Der Markt für Webservices ist zweifellos bereits schon seit langem da und auch durchaus eine lukrative Angelegenheit, weil es, beispielsweise im Onlineshop-Geschäft, den Point of Sales genau da hinbringt, wo der Konsument ist. Das ist wirklich nichts neues, das ist absolute Notwendigkeit.

Die weiteren Thesen im Artikel, die die Revolution untermauern sollen, haben genau genommen kaum etwas mit der API-Strategie zu tun. Google wolle damit die Marke YouTube stärken (absolut neu!), den Markt bereinigen (ach was!), YouTube zum Fernsehsender befördern (das hatten wir auch schon mal).

Was man doch nicht alles für niedliche Reaktionen auslösen kann, wenn man Pressemeldungen mit genügend “Vision” überladet.

Xing-Kontakteparanoia.

11. März 2008 | 6 Kommentare | Veröffentlicht in CollaborationWelt

Jetzt ist es mir schon zum zweiten Mal passiert, dass ich in Xing einen Kontaktwunsch an eine Person losgelassen habe, die erst vor kurzem zu Xing gestoßen ist und sich dementsprechend verwundert darüber zeigte, wie schnell man doch gefunden wird und vor allem wieso von mir.

Wieso von mir, kann ich nicht direkt beantworten, ich schaue halt einfach alle paar Tage mal in der erweiterten Suche nach, wer in den letzten Tagen mit dem Geschäftsort Pforzheim neu dazugekommen ist. Oder gebe als Postleitzahl “75″ ein und als Land “Deutschland” und bekomme auf diese Weise die Neumitglieder aus dem Enzkreis (weitgehend) serviert.

Gelernt: So kurz neu hinzugekommene Mitglieder nicht sofort mit Kontaktwünschen beladen, sondern erst einmal merken und den Kontaktwunsch ein paar Tage/Wochen später schicken.

Facebook - Das soll es sein?

1. März 2008 | 5 Kommentare | Veröffentlicht in WebZweiNullWelt

Seit einigen Wochen habe ich spaßeshalber einen Facebook-Zugang. Ich bin ja bekanntlicherweise niemand, der an vorderster Front hippe Worte schreit und auf jeder noch so tollen Welle surft, aber gelegentlich muss der Sprung ins Wasser sein. Und das war dann schon sehr kalt und ist es jetzt immer noch.

Erster Eindruck: Es ist unübersichtlich. Sehr unübersichtlich. Offenkundig ist es so, dass ich, wenn ich jemanden als Kontakt nehme bzw. bestätige, diverse Dinge von ihm gleich mit abonniere. So sehe ich dann neue Blog- und Forum-Einträge, die mich alle ungefähr so interessieren, wie ein defektes Waffeleisen. Ich habe eine Weile nach einem Vergleich gesucht, inzwischen habe ich es gefunden: Ein neuer Facebook-Zugang ist für Erwachsene in etwa so überwältigend, wie ein völlig unaufgeräumtes Kinderzimmer, inklusive integrierter Lebensmittelreste und Schmutzwäsche.

Was bitteschön ist eigentlich “Today’s Gift”, also die Idee, einen fiktiven Gegenstand wie beispielsweise für ein Blödsinn oder die Albernheiten, jemanden anderen für eine fiktive Summe zu “kaufen”, um seine Sympathie damit zu bekunden? Spieltrieb und Kreativität hin oder her, aber sieht da jemand irgendeinen technischen oder sozialkompetitiven Zweck? Der Albernheitsfaktor erinnert mich stellenweise an das wirklich katastrophale Orkut, der wahren Mutter in Sachen perfekte Imitation einer leicht nach Schweiß riechenden Highschool-Lobby.

Überhaupt erscheint mir die ganze Veranstaltung gewaltig durchsetzt mit chronischer Hyperventilation. Es warten nicht weniger als tausende so genannter Widgets darauf, eingesetzt zu werden, die mit den in Facebook hinterlegten Informationen und gebildeten Netzwerken allerlei seltsame Dinge fabrizieren oder einfach nur altbackene Anwendungen wie einbindbare Witzbilder, Karikaturen, Online-Kartendienste oder Visualisierungen sind. Das mag alles vielleicht dazu dienen, den Langeweilefaktor weiter herauszuschieben, aber genau das übermannt mich nach den ersten zwei Stunden Facebook gewaltig: Gähnende Langeweile. Mein Facebook-Netzwerk besteht aus den üblichen Verdächtigen, deren Blogs ich eh schon seit langem lese und die ich größtenteils schon aus der Vor-Web-2.0-Welt kenne und bei denen ich nicht wirklich wissen muss, was sie in den Augen anderer in fiktiven US-Dollar wert sind.

Sieht einer den Sinn des ganzen Dings?

TiddlyWiki-Updateanleitung.

29. Februar 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in CollaborationWelt

ToDo: Neuer Upgrade-Pfad für TiddlyWiki beschreiben. DONE!

Ich muss eingestehen, das Importieren von Tiddler aus alten TiddlyWiki-Dateien ist wirklich clever, einfach und stabil. Ich habe die Importfunktion aus dem Backstage-Bereich tatsächlich bisher noch nie verwendet, sondern immer noch auf die klassische Weise meine TiddlyWiki-Dateien aktualisiert.

Das ist nun ab sofort verboten, ich habe die Update-Anleitung aktualisiert und idiotengesichert.