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Größerer Trouble bei Facebook(?)

16. Juli 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in NetworkingWelt

Mein Microgeblogge nimmt normalerweise den Weg von Twitter, das ist hauptsächlich nutze, zu Facebook. Hierzu habe ich in Facebook vor langer Zeit schon eine Facebook-Twitter-App installiert, die entsprechend die Verbindung zu Twitter schafft. Das funktionierte alles auch so weit ganz gut, unter allen Facebook-Nachrichten, die via Twitter hereingespült werden, erschien bis dato auch artig, dass sie von Twitter kamen.

Zumindest bis vor wenigen Minuten. Denn da hieß es plötzlich, dass die Tweets von einer Facebook-App namens “LoudSocial Applications” kommen. Das ist tatsächlich eine andere Facebook-App, die ich jedoch gar nicht autorisiert habe, geschweige denn überhaupt mal gesehen. Eine anscheinend fremde Facebook-App übernimmt unautorisiert meine Twitter-Nachrichten über die Autorisierung, die ich einst mal eingerichtet habe. Na das ist ja wunderbar.

Es wird aber noch lustiger, wenn man auf die Facebook-Seite der offiziellen Facebook-for-iPhone-App geht, der iPhone-App für Facebook. Denn da funktioniert seit einigen Stunden auch einiges nicht mehr korrekt, Nutzer der iPhone-App können nicht mehr in ihre Timeline schreiben. Auch ganz lustig, wobei es vermutlich haarsträubend ist, wenn man daran denkt, was da wohl gerade alles bei Facebook/Twitter schiefläuft.

Erste Maßnahme, wenn ihr ebenfalls Twitter nutzt und automatisch Tweets zu Facebook schieben lasst: Überprüft mit einem Test-Tweet und einem Blick auf eure eigene Timeline, ob eure Tweets über die Twitter-App oder auch über “LoudSocial Applications” importiert werden. Wenn letzteres passiert, solltet ihr diese App umgehend sicherheitshalber sperren.

Update vom 19. Juli: Irgendwann im Laufe der Nacht zum 17. Juli funktionierte es dann wieder, nachdem Facebook offensichtlich die App “LoudSocial Applications” deaktiviert hat. Betroffen waren nicht nur diverse Twitter-Apps und die App, die als Verbindungsstück zur Facebook-iPhone-App dient, sondern auch eine Reihe von Spiele-Apps, die allesamt vorübergehend nicht mehr zu anderen Social Networks mehr Inhalte senden konnten. Warum auch immer. Gerüchteweise kam dann noch auf, dass der Entwickler der ominösen “LoudSocial”-App angeblich ein Facebook-Mitarbeiter sei, aber bestätigen lässt sich das alles nicht.

Es bleibt lediglich ein weiterer, schaler Beigeschmack über die Frage, wie eine fremde Applikation plötzlich Berechtigungen anderer Apps übernehmen kann. Unerfreulich.

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Neueste Masche zum Traffic-Generierung in Facebook: Gruppen-Napping.

8. Mai 2010 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in NetworkingWelt

Facebook-Nutzer sind bisweilen so doof, dass selbst die billigste Art von Spam offensichtlich so gut funktioniert, dass niemand das Problem meldet und sich hunderttausende finden, die darauf hereinfallen. Die Masche ist dabei so einfach, dass es schon erstaunt:

Man nehme eine Kunstfigur, beispielsweise Homer Simpson. Man baue eine Facebook-Gruppe, lade dort als Gruppenbild ein Foto von Homer Simpson hoch und erzeuge eine Seite in dieser Gruppe. Diese Seite beinhaltet eine Vorschauseite, die sagt, dass man nach dem Beitritt dieser Gruppe die Möglichkeit habe, zu sehen, wie Homer Simpson “in echt” aussehe. Nachdem man dann der Gruppe beigetreten ist, wird auf eine weitere Facebook-Seite weitergeleitet, die einen Link enthält. Ein Klick darauf führt auf eine Website außerhalb von Facebook – vermutlich vom Gruppeninhaber – auf der dann ein mehr oder weniger lustiges Bild ist, auf dem Homer Simpson mit menschlichen Zügen gemalt ist.

Der Clou hierbei: Diese Website ist verseucht von Werbebannern und lässt alle möglichen Fenster aufpoppen. Prinzipiell wäre es auch kein Problem, mit diesem Trick gleich mal alle gängigen Sicherheitslöcher auszuprobieren und ggf. den Rechner des Besuchers zu befallen.

Das überaus interessante Moment dieser Aktion: Solche Gruppen haben gern mal fünf- bis sechsstellige Fan-Zahlen und deren Bekanntheit verbreitet sich epidemieartig, da standardmäßig ein Gruppenbeitritt einer Person allen seinen Facebook-Freunden in deren Timeline gemeldet wird.

Das alte Motto, dass man auch aus Scheiße Geld machen kann, trifft es hier auf den Kopf.

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Twittere niemals deine Telefonnummer!

7. April 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in NetworkingWelt

LeVar Burton, besser bekannt als der schick bebrillte Schauspieler der Figur “Geordi LaForge” aus der Fernsehserie Star Trek – The Next Generation hatte vor einer Woche vermutlich ziemlich unruhige Stunden. Denn am 31. März setzte er über seinen Twitter-Stream eine Nachricht mit einer ominösen US-Telefonnummer ab. Ich habe mich noch gewundert und mir meinen Teil gedacht und offensichtlich war der Gedanken, den ich da hatte, gar nicht so falsch. Jedenfalls twitterte LeVar einige Stunden so eine Art S.O.S.:

Gut, könnte man vermutlich aushalten, wenn LeVar Burton nicht ganz so prominent im Twitter-Space wäre, wie er ist:

Bei 1,6 Millionen Follower reichen schon 0,1 Promille davon als Anrufer, um den Tag als gelaufen zu bezeichnen. ;-)

Die Nachricht schlug dann kurz darauf auch im MTV Movies Blog auf:

A minor Twit-pocalypse broke out yesterday when LeVar Burton accidentally posted his phone number to his account. It sounds like he had to get his number changed thanks to all of the incoming calls, but luckily for him, his old “Star Trek: The Next Generation” co-stars Wil Wheaton and Brent Spiner were around to lend moral support.
MTV Movies Blog

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QYPE führt ein Medaillensystem ein.

14. März 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in NetworkingWelt

Autoren im Bewertungsportal QYPE.com kannten bisher nur zwei Arten von “Ruhm”: Ab 250 verdienten Punkten den Status als “Insider” und ab 1.000 Punkte den “Experten”. Diese Punktezahlen zu erreichen ist sicherlich nicht ganz so einfach, wie sich das auf den ersten Blick anhört (für Artikel zu neuen Standorten gibt es 20 Punkte, für Bewertungen zu Standorten, die von anderen Nutzern schon bewertet wurden, nur noch 8 Punkte), allerdings sank der Ansporn deutlich, wenn man schon jenseits dieser Punktegrenzen war.

Seit Dienstag ist nun alles anders, denn nun gibt es Medaillen für aktive QYPE-Nutzer und hier gleich eine ganze Palette voll, nämlich genau 21 Stück. Jede Medaille gibt es beim Erreichen des Medaillenzieles, beispielsweise das Schreiben einer bestimmten Anzahl von Artikeln, besonders gut bewertete Artikel, das Bewerten von Orten in anderen Ländern und so weiter und so fort. Eine Medaille namens “Gründer” dürfte dabei besonders rar bleiben, denn die haben nur die Benutzer bekommen, die vor dem Jahr 2008 schon bei QYPE angemeldet waren.

Das Medaillensystem beschert mir jetzt zu Beginn 8 Medaillen von 20 erreichbaren. Es gibt also noch etwas zu tun. Und es gibt tatsächlich QYPE-Nutzer, die schon alle Medaillen haben …

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Retweeten für Anfänger und Fortgeschrittene.

28. Januar 2010 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in NetworkingWelt

Eine Twitter-Meldung zu “retweeten” ist so eine Sache. Wir wollen da gar nicht erst darüber diskutieren, ob das Retweeten sinnvoll ist oder nicht, sondern einfach mal darüber, wie man eigentlich korrekt retweetet. Denn irgendwie scheint es da teilweise ziemlich krasse Missverständnisse darüber zu geben.

Grundsätzlich: Retweeten ist das, was bei E-Mail das “Weiterleiten” ist. “Weiterleiten” bedeutet in diesem Kontext, dass man eine Nachricht weitergibt. Und zwar gern mit einem Kommentar, die Nachricht aber selbst bleibt unverfälscht. Zugegeben, das nicht verfälschen ist bei einer Beschränkung auf 140 Zeichen nicht ganz einfach, sondern weitgehend unmöglich.

Das “alte” Retweeten

Die Idee des Retweets war, wie so viele Dinge bei Twitter, eine Sache, die erst später, weit nach dem Start von Twitter nachträglich eingebaut wurde. So weit, so gut. Was ebenfalls twitter-typisch ist, ist der Umstand, dass man anfänglich experimentiert hat, und zwar mit der Syntax der Retweet-Kennung. Hatte man sich am Ende auf die Buchstabenfolge “RT” geeinigt, gab es zwischendrin auch mal Ideen für die Nutzung eines Symboles, das in einigen Schriftarten vorkommt und am ehesten damit zu vergleiche ist, was landläufig Recycling symbolisiert – quader- oder dreiecksförmig als Endlosschleife angeordnete Pfeile. Das man dieses Zeichen kaum sinnvoll auf einer Tastatur eingeben kann, ist bei einem Retweet im Gegensatz zu einem Reply oder einer Direct Message eher unwichtig, da ein Retweet ja von einem Twitter-Client oder dem Twitter-Backend erzeugt wird.

Nun, wie auch immer, am Ende sah es dann so aus:

@besim schreibt: Hallo, dies ist ein Text.

@blafurzbasel retweetet: RT @besim Hallo, dies ist ein Text.

Bei einem relativ kurzen Tweet ist das relativ einfach zu bewerkstelligen. “Relativ kurz” deshalb, weil der Vorspann eines Retweets ja auch schon Zeichen kostet. Im Falle des obigen Beispieles gehen durch den Vorspann “RT @besim” plus einem nachfolgenden Leerschritt immerhin 10 von 140 möglichen Zeichen verloren.

Aber noch andere Fehler kann man beim “alten” Retweet noch machen, nämlich den Retweet verfälschen. Okay, ich verstehe, dass man als jemand, der eine Twitter-Meldung retweeten möchte, noch einen zusätzlichen, eigenen Hinweis zur rezutweetenden Nachricht hinzufügen möchte. Dafür gibt es allerdings keine festgelegte Syntax, sondern am ehesten eine “Good-Practice”-Empfehlung, nämlich den eigenen Inhalt davorzusetzen, so dass dies dann so aussehen würde:

Coole Sache! RT @besim Hallo, dies ist ein Text.

Nicht wirklich übersichtlich. Das Problem verschärft sich allerdings noch gewaltig und kann richtige Missverständnisse auslösen, wenn man einen Retweet falsch einsetzt. Zum Beispiel dann, wenn jemand einen Link retweeten möchte, den ursprünglichen Text des Erstautors abändert, das alles aber als Retweet markiert:

@besim schreibt: Geiler Link, unbedingt anschauen! http://foo.bar/geil

@blafurzbasel retweetet: RT @besim http://foo.bar/geil – Link für Geile

Der (fiktive) User @blafurzbasel wollte hier vielleicht einfach nur den Link, den ich empfohlen habe, an seine Freunde senden und hat das als Retweet markiert, allerdings hinten den Text abgeändert, was er ja, da das alles normaler Text ist, auch technisch problemlos machen kann. Er kann so nebenbei auch den Sinn komplett entstellen und ich habe dann am Ende nicht einen “geilen Link” gesendet, sondern einen “Link für Geile”, obwohl ich das niemals selbst geschrieben habe.

In diesem Beispiel mag das noch herzlich belanglos sein, aber man denke an dieser Stelle weiter. Sehr einfach kann man hier anderen Leuten Dinge in den Mund legen, die sie so nie gesagt haben.

Das “neue” Retweeten

Twitter hat irgendwann erkannt, dass die bisherige Retweet-Lösung nicht wirklich intelligent ist, eben aus dem Grund, dass ein Retweet immer zusätzliche Zeichen benötigt, der dann im Retweet-Tweet fehlt und dass eben “alte” Retweets vortrefflich vom Retweet-sendenden Nutzer manipuliert werden können. Lösung: Retweet fest ins Backend einbauen, was dann vor einigen Monaten auch implementiert wurde, wenn auch anfänglich recht halbherzig.

Das “neue” Retweeten sieht dann beispielsweise im Twitter-Client TweetDeck so aus:

Der zu zitierende Text eines Retweets kann vom “Retweeter” nicht geändert werden, zudem wird beim “neuen” Retweet der gesamte Vorrat von 140 Zeichen zur Verfügung gestellt. Die Information über den eigentlichen Nutzer, der den zitierten Text geschrieben hat, wird komplett im Backend gespeichert.

Und nun?

Ganz einfach: Nur noch das “neue” Retweeten nutzen. Erspart einem selbst das Zeichenzählen, sieht hübscher aus und der so weitergeleitete Tweet entspricht dem Original. Das “neue” Retweeten funktioniert in der Zwischenzeit auch von der eingedeutschten Twitter-Website und von den meisten aktuellen Twitter-Clients aus. Falls der eigene das nicht kann, entweder aktualisieren oder einen neuen suchen, denn allein das “neue” Retweeten ist den Aufwand wert.

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