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SelfHTML goes Wiki.

15. März 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in CollaborationWelt

SelfHTML, die deutschsprachige Referenz für HTML und Webdevelopment, bricht heute auf zu neuen Ufern im Web-2.0-Land, nämlich als Wiki. Das ist bemerkenswert, wenn auch kein Paradigmenwechsel im kollaborativen Sinne, denn das hat Stefan Münz, der Erfinder von SelfHTML, schon vor einigen Jahren vollzogen, in dem er nicht mehr der alleinige Redakteur ist, sondern sich durch das damals eingerichtete Forum im Laufe der Zeit ein Redaktionsteam gebildet hat, dass die Weiterentwicklung übernommen hatte. Kollaboration ist also bei SelfHTML nichts neues und wurde schon praktiziert, als es denn Begriff "Web 2.0" noch gar nicht gab. Ab diesem Zeitpunkt entstanden dann zahlreiche weitere Dokumentationsfeatures, die Stefan Münz als alleiniger Redakteur hätte gar nicht alle selbst betreuen können.

Im Januar dieses Jahres gab es dann eine bemerkenswerte Diskussion darüber, wie es mit SelfHTML weitergehen sollte. Auch das Redaktionsteam kam an seine Grenzen, was sich vor allem darin zeigte, dass es mit neueren Versionen immer komplizierter wurde. Für eine neue Version im Sinne eines Buches braucht es einen Artikelbaum, geschriebene Artikel, Lektorat und vor allem einen festen Zeitrahmen, den man nur mit einem festen Team halbwegs sinnvoll eingehalten bekommt. Aber kann es das sein? Ist das Web nicht gerade deshalb das Web, weil man hier schreiben und veröffentlichen kann, ohne auf die Version zu schauen. Muss man tatsächlich immer hin zu einem fertigen See schreiben oder kann man es nicht auch mit dem Paradigma eines ständig fließenden Flusses tun? Den inzwischen gewaltigen Diskussionsbaum zum Thema "Ist SelfHTML tot?" kann ich nur empfehlen, hier steckt viel darüber drin, wie Altes und Neues im Web funktioniert.

Ein Ergebnis dieser Diskussion war der erste Wiki-Anlauf von Stefan Münz, sozusagen als “Einfach-Machen-Versuch”. Typisch Stefan Münz, könnte man sagen, denn mit der Einfach-mal-Machen-Mentalität ist SelfHTML einst selbst erst entstanden. Nach nun gut sieben Wochen ist dieser Wiki-Versuch zwar bei weitem nicht mit dem Umfang des “Mutter-Projekts” zu vergleichen, allerdings hat es gezeigt, dass es geht – wenn man will.

Und nun geht es eben richtig los: Say hello to the SelfHTML Wiki.

Der Weg ist das Ziel. Aus diesem Grund machen es die Macher nun auch “ganz von vorn”, denn viele Seiten sind leer. Leer, um sie zu befüllen und SelfHTML so neu zu gebähren.

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QYPE führt ein Medaillensystem ein.

14. März 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in NetworkingWelt

Autoren im Bewertungsportal QYPE.com kannten bisher nur zwei Arten von “Ruhm”: Ab 250 verdienten Punkten den Status als “Insider” und ab 1.000 Punkte den “Experten”. Diese Punktezahlen zu erreichen ist sicherlich nicht ganz so einfach, wie sich das auf den ersten Blick anhört (für Artikel zu neuen Standorten gibt es 20 Punkte, für Bewertungen zu Standorten, die von anderen Nutzern schon bewertet wurden, nur noch 8 Punkte), allerdings sank der Ansporn deutlich, wenn man schon jenseits dieser Punktegrenzen war.

Seit Dienstag ist nun alles anders, denn nun gibt es Medaillen für aktive QYPE-Nutzer und hier gleich eine ganze Palette voll, nämlich genau 21 Stück. Jede Medaille gibt es beim Erreichen des Medaillenzieles, beispielsweise das Schreiben einer bestimmten Anzahl von Artikeln, besonders gut bewertete Artikel, das Bewerten von Orten in anderen Ländern und so weiter und so fort. Eine Medaille namens “Gründer” dürfte dabei besonders rar bleiben, denn die haben nur die Benutzer bekommen, die vor dem Jahr 2008 schon bei QYPE angemeldet waren.

Das Medaillensystem beschert mir jetzt zu Beginn 8 Medaillen von 20 erreichbaren. Es gibt also noch etwas zu tun. Und es gibt tatsächlich QYPE-Nutzer, die schon alle Medaillen haben …

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Blogs aus der Region (25).

12. März 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in BlogWelt

Das März-Update der Liste von Weblogs aus Pforzheim & Enzkreis:

  • Weblog Nummer 100 in meiner Liste ist das Weblog “Buchhaltung live” und wird von einem guten Bekannten von mir, nämlich von Sascha Rehm bestückt. Ist einsortiert in der Rubrik der Businessblogs.
  • Ein weiteres Businesblog nennt sich “Hammertext” des Texters und Kommunikationsberaters Thomas Hammer aus Ötisheim.
  • Ein privates Weblog, das sich mit Linux und Open Source beschäftigt, nennt sich “Ubuntuxx” und wird von Philipp Murmann betrieben.

Wir sind nun bei 102 Weblogs und davon sind genau 50 private Weblogs.

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Ab in die Google-Cloud mit den Feeds.

8. März 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in WebZweiNullWelt

Ich bin ja nun nicht wirklich jemand, der bei jedem Mist ganz vorne mitlaufen muss. Zumindest von der zeitlichen Warte aus betrachtet. Und so kam es trotz meines Faibles für so manch Web-2.0-Spielerei soweit, dass ich bis gestern doch tatsächlich noch den Luxus genoss, meine RSS-Feeds zu Hause, auf meinem PC zu sammeln und zu aggregieren, im FeedReader für Windows, jahrelang und zuverlässig im Einsatz.

Was am Anfang noch ganz wunderbar lief, störte mich im Laufe der Zeit dann doch ganz gewaltig im Workflow, denn die Feeds sitzen ja sicherlich gut auf dem PC, allerdings deutlich außer Reichweite, wenn ich bierflaschenschwenkend und furzend auf dem Sofa liege nicht am Schreibtisch sitze. Bis dato behalf man sich mit einem VPN nach Hause und dem windows’schen Remote Desktop, allerdings ist das am Ende vor allem eine vor einigen Tagen hier bereits gestellte Frage des sinnlosen Stromverbrauchs. Und dass ein Remote Desktop auf dem iPhone nun wirklich überhaupt nicht zu den wirklich nützlichen Dingen des Lebens gehört, muss man hier gar nicht erwähnen.

Privacy hin oder her – das Warten meines PC auf das Lesen von rund 80 RSS-Feeds und ein paar E-Mails kostet mich unterm Strich 50 Euro im Jahr und eine nicht zu unterschätzende EDV-Abnutzung. Ich musste mir das tatsächlich erst einmal rechnerisch vor Augen führen, um schlagartig zu erkennen, dass das so keinesfalls weitergehen kann.

Also, Feeds aus dem FeedReader als OPML-Datei ex- und ab in die Google-Cloud, in den Google Reader importiert. Die Lernkurve für die gefühlten 2.000 Einstellungsmöglichkeiten des Google Readers ist nicht ganz flach, so richtig hübsch sieht das alles auch nicht aus und es ist nebenbei auch ein tolles Problem aufgetreten: Der Google Reader (und übrigens die meisten Online-Dienste für RSS-Feeds) haben eine flache Verzeichnisstruktur, ermöglichen also keine verschachtelten Verzeichnisse. Genau davon habe ich im FeedReader aber ausgiebig Gebrauch gemacht. Also musste ich mal eben alles neu gruppieren und bei der Gelegenheit sind auch den 80 RSS-Feeds nun 62 geworden, weil es doch erstaunlich viele Weblogs in meiner Sammlung gibt, die es gar nicht mehr gibt oder zumindest so tun, als ob es sie nicht mehr gäbe.

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Warum deutscher Sport und Web 2.0 nicht funktionieren.

27. Februar 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in WebZweiNullWelt

Im ganzen Olympia-Trubel stellt Thomas Knüwer in seinem Blog eine interessante Frage auf, die da lautet, warum Web 2.0 im deutschen Sport nicht funktioniert.

Die Antwort dürfte eigentlich sehr naheliegend sein: Es gibt offensichtlich keine Notwendigkeit dafür. Und in der Tat trifft es diese zunächst subjektiv aufgestellte These weitgehend auf den Kopf, denn der deutsche Profisport kommt im Internet – wenn überhaupt – quasi ausschließlich in Web 1.0 daher. Aber woran liegt’s eigentlich?

Professioneller Sport außerhalb der großen, voll durchkommerzialisierten Sportarten wie eigenverwaltetem Ligasport von Fußball, Handball, Eishockey oder solchen Werbeverkaufsveranstaltungen mit angeschlossenem Sportevent wie die Formel 1 etc. ist ein zutiefst verbandsorientierter und staatlich subventionierter Sport. Das fängt schon in den unteren Ligen der großen Sportarten an und wird immer trister, je tiefer und regionaler es wird. Wenn ein Verein und ein Sportler nicht zuschaut, seinen Enthusiasmus zu vermarkten, dem bleibt am Ende nur noch das Joggen mit selbstbezahlten Turnschuhen.

Verbandssport bedeutet im Idealfall: “Das Team ist alles, das Individuum gehört dazu.” Gern ist es aber auch mal: “Der Verband ist alles, das Team ist viel und das Individuum ist nun mal da.” Und irgendwann, wenn es dann professionell werden soll und das alles nicht mehr in den Verbandsrahmen passt, ist plötzlich der Staat da, in Form des Beamtentums. Da sind dann auf der Loipe Sporter unterwegs, die von Beruf Soldat sind, Polizist oder Zöllner. Die sicherlich auch irgendwann mal eine Grundausbildung im Schnelldurchlauf durchziehen, aber ansonsten sich auf ihren Sport konzentrieren und Ihr Gehalt fortan bis zu ihrem Ausscheiden vom Staat erhalten.

Es gehört bei jeglicher Art von Unterordnung (das ist jetzt per se noch gar nicht böse gemeint) dazu, ein Stück des eigenen Individualismus aufzugeben. Und das sieht man dann sehr schön in den Internet-Auftritten und in den weitgehend abgestellten Selbstvermarktungsaktivitäten.

Eine eigene Sportler-Homepage ist da noch das größte, was man zu sehen bekommt. Die direkte Ansprache der Besucher in den in der Regel äußerst homöopathisch veröffentlichten Nachrichten ist dabei der einzig wirkliche Versuch, eine Art von Dialog vorzugaukeln, der Rest ist dann eher erschütternd. Die wenigen Fotos kommen aus dem professionellen Shooting, das Gästebuch ist nun mal ein Gästebuch im Einbahnstraßenverkehr, die Biografie stammt vom Berater. Von so einfachsten Sachen wie einem RSS-Feed ist weit und breit nichts zu sehen.

Solche Art von Fan-Versorgung mag zwar Mainstream sein, entspricht aber in etwa einer handkopierten Mitgliederzeitung des fiktiven Manta-Clubs Nordschwarzwald. Müffelt etwas nach Schweiß, sieht aus wie die grundsätzlich grauen Anzüge der bundesdeutschen Wintersport-Nationalmannschaften mit Bundesadler und spricht meist mit bayerischem Akzent.

Glamour? Starkult? Glamour “made in Germany” sieht folgendermaßen aus: Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg fährt zu seinen Untergebenen nach Whistler, lässt sich mit ihnen im Sparkassen-Viererbob (der so aufgrund des Werbeaufdrucks gar nicht fahren darf) fotografieren, sitzt im völlig albernen quietschgelben Anorak im Publikum einer Veranstaltung und diktiert so denkwürdige Sätze in die Notizblöcke der Journalisten, wie als dass er Magdalena Neuner seine Handynummer gegeben habe und sie ihn jederzeit anrufen könne. Ideales Popcorn für das unter fortschreitender Gehirnfäule leidende BILD-Publikum. Goldhäschen trifft Star-Minister! Und wenn man dann wieder zurück im heimischen Lande ist, geht es zum nächsten Knietätscheltermin von “Wetten dass” und wieder zurück ins Arbeitslager.

Zugegeben, eine überzogene Zeichnung, die ich hier male. Aber warum finden wir es aufregend, was die Amerikaner so tun? Mein bestes Beispiel ist hier die US-Skiläuferin Julia Mancuso (deren Homepage derzeit allerdings nur gelegentlich funktioniert), der ich seit einer Weile in Twitter followe, neben den derzeit 14.131 anderen Followern. Mancuso gilt selbst in den USA als Sportlerin mit durchwachsenem Privatleben, in dem sie es auch durchaus auch mal krachen lässt. Mancuso in kurzen Hosen beim Skifahren, Mancuso im Whirlpool, an die Brüste fassen lassend. Dazu noch hier ein Alkoholexzess, da noch irgendwelche Männerbegleitungen, von denen Väter grundsätzlich warnen und so weiter und so fort.

Sicherlich sind Julia Mancusos Twitter-Beiträge in den seltensten Fällen Beiträge, mit denen man im ZDF-Nachtjournal die Philosophennacht zum leuchtenden Tage umdefiniert bekommt. Allerdings ist es eines: Authentisch. Man muss es als Sportler sicherlich nicht bis zum Anschlag übertreiben, aber wann finden wir einen anderen Menschen interessant? Wenn er etwas tut, was man selbst nicht tut und wenn uns dieser Mensch daran teilhaben lässt.

Selbstvermarktung ist etwas, was jeder Freiberufler, jeder Autor, jeder Handwerker, jeder Jungunternehmer tun muss. Selbstvermarktung im Sport ist aber nach wie vor etwas, was im bundesdeutschen Sport grundsätzlich pfui ist, obwohl es, und da sind wir beim Web-2.0-Paradigma, ein zentrales Ding wäre, Sport zu einem Gemeinschaftserlebnis zu machen. Und spätestens da sind wir dann auch dort, wo auch das Interesse potentieller Sponsoren beginnt.

Ich bin jetzt sicher keiner, der die totale Kommerzialisierung der Sportförderung (!) oder das Entblättern jeglicher Privatsphäre fordert. Es ist schon schlimm genug, anzusehen, wie manch Sportler nach seiner Karriere auf äußerst peinliche Weise seinen zweiten Frühling auslebt und das dummerweise auch noch öffentlich im Fernsehen. So Tiefflieger wie Katarina Witt, die offensichtlich tatsächlich jedem Menschen auf dem Planeten erzählen und auf der Olympia-Website der ARD gar bloggen und twittern muss, was für ein furchtbar tolles Leben sie hat und dabei gern auch mal der Geschichtsverklärung unterliegt – das tut dem Zuschauer weh.

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WordPress 2.9.2.

16. Februar 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in BlogWelt

Wieder ein kleines WordPress-Reparaturupdate, das jedoch ein eher minimales Problem behebt, nämlich einen eventuell möglichen Zugriff auf Inhalte des WordPress-Papierkorbes durch andere Benutzer als die jeweiligen Autoren. Das Problem ist also logischerweise nur in den WordPress-Umgebungen interessant, in denen mehrere Personen zusammenarbeiten und die Gefahr besteht, dass es zu atmosphärischen Störungen gibt, wenn die Inhalte des Papierkorbes anderen Benutzer ge- oder missfallen könnten.

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Was ist eigentlich … Google Buzz?

11. Februar 2010 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in WebZweiNullWelt

Meine erste Reaktion auf die Ankündigung von Google Buzz war: “Das hat jetzt kommen müssen.” Gut, die meisten Leser meines Blogs sind es gewohnt, dass ich eher launisch auf Hypes reagiere, aber Google Buzz ist so eine typische Sache, wie sie immer Microsoft macht – einem Hype hoffnungslos hinterherlaufen und dann ein Wettbewerbsprodukt auflegen, das von Anfang an nichts ganzes und nichts halbes ist. Was aber ist Google Buzz? Am ehesten vergleichbar ist das Ding, das gestern mit eher mäßigem Tamtam vorgestellt wurde, mit FriendFeed.

FriendFeed ist einer der älteren Web-2.0-Dienste und hat es nie so richtig aus dem Windschatten von Twitter und Facebook geschafft, obwohl es eigentlich gar nicht dumm ist. Ursprünglich war FriendFeed dazu gedacht, seinen Freundeskreis über die eigenen Aktivitäten in der Web-2.0-Sphäre auf Empfang zu halten. Dazu kann man in FriendFeed zu vielen Diensten Verbindungen einrichten und sich so bequem die Aktivitäten bei den verbundenen Diensten zum FriendFeed-Account pushen lassen. Und selbst wenn ein Dienst keine Schnittstelle zu FriendFeed bietet, gibt es immer noch die hübsche Möglichkeit, einfach den RSS-Feed (falls wenigstens das vorhanden ist) einzubinden. Facebook ist ideell gesehen eine Fortführung der FriendFeed-Idee, wenn auch erheblich unübersichtlicher und vor allem alberner. (Ja, ich komme über den App-Wahnsinn von Facebook einfach nicht hinweg.)

Doch zurück zu Google Buzz. Vom Prinzip her ist Google Buzz ein leicht aufgebohrtes Twitter. “Aufgebohrt” deshalb, weil es von Anfang an eine Unterstützung für die Geo-Position des Autors mitbringt, Kommentierungen von Nachrichten unterstützt, multimediale Inhalte in Nachrichten integrieren lässt, sich mit einigen anderen Diensten verbinden kann und vor allem in Google Mail integriert ist. Also im Prinzip ist Google Buzz von Anfang an das, was Twitter erst nach Jahren (und mit Zuhilfenahme anderer Dienste) war und Facebook weitgehend schon heute ist, exklusive dem App-Wahn von letzterem. Ach ja, und Google Buzz lässt sich schön über mobile Webbrowser auf Smartphones bedienen.

Das war’s dann eigentlich auch schon. Google Buzz ist tatsächlich nicht viel mehr als Twitter und eine spaßfreie Industrie-Ausgabe von Facebook, eingebettet in Google Mail und auch eher verankert im Paradigma eines E-Mail-Clients. Das kann man nützlich finden, wohl kaum schön, auch nicht wirklich innovativ, aber es ist eben Google. Und wenn Google das macht, dann skaliert es, hat von Anfang an wenigstens nachvollziehbare Datenschutzregeln, eine eigene Smartphone-Plattform, eine bereits etablierte User-Basis. Und: Google ist schon hochprofitabel.

Google Buzz ist nicht schön, könnte aber funktionieren und das vor allem deshalb, weil Twitter und Facebook es bis heute nicht wirklich geschafft haben, ihre Marktführerschaft sinnvoll zu monetarisieren und ihren Usern teilweise mit erstaunlicher Hartnäckigkeit und Chuzpe auf den Senkel gehen. Schön ist allerdings was anderes und Google hat sich mit dem spartanischen Aussehen von Google Buzz sicherlich keinen Gefallen getan. Social Networking muss anders daherkommen, als eine Suchmaschine. Und beim Namen hätte man auch etwas kreativer sein können.

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Blogs aus der Region (24).

8. Februar 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in BlogWelt

Mit diesem Update gibt es fünf weitere, private Weblogs für die Liste der Blogs aus Pforzheim & Enzkreis:

  • Das Weblog von Biggi Arndt ist ein Teil ihrer recht sehenswerten Homepage. Laut ihrer Beschreibung studiert sie an der Hochschule Pforzheim, ist aber derzeit auf Auslandssemester in Vancouver. Egal, hat im näheren Sinne etwas mit Pforzheim zu tun und ist damit akkreditiert. :-)
  • Das nächste Weblog nennt sich “Pforzemer Seckl” und wird von Florian Freiberger beschickt.
  • Die restlichen drei Weblogs werden im Paket vorgestellt, weil sie sich alle drei mit dem Thema BMX-Rädern beschäftigen. Da seien zum einen “Alex” und “Viktor”, die gemeinsam das Weblog “Twenty4Inch-Pforzheim” beschicken und “Kroni-D” und “Marius”, die ihrerseits das Weblog “Pforzheim BMX” befüllen. “Marius” pflegt seinerseits nochmal ein eigenes Blog mit dem kurzen und knappen Namen “unsinn!

Wir sind jetzt bei 99 Weblogs. Man verzeihe, ich habe echt versucht, die 100 zu reißen, aber das muss wohl bis zum nächsten Update warten. Sachdienliche Hinweise werden selbstverständlich jederzeit entgegengenommen.

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Relevanz in der deutschen Blogosphäre.

3. Februar 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in BlogWelt

Nico Lumma hat in seinem Blog eine interessante These aufgeworfen. “Blogs in Deutschland sind nett,” so Nico, “aber nett ist auch der Hund des Nachbarn.” Er beklagt – durchaus zu Recht – dass es in der deutschsprachigen Blogosphäre weitgehend an “Informanten” fehlt. Meinungsführerschaften in der deutschen Blogosphäre sind tatsächlich rar, wenn man da an so us-amerikanische Blogosphären-Highlights wie die Huffington Post oder tmz.com denkt.

Der Situationsbericht von Nico ist durchaus berechtigt, aber probieren wir uns doch mal an der Frage, warum das so ist. Ich werfe mal ein paar Thesen ein:

  1. Die Nachrichtenlandschaft sieht bei uns in Deutschland anders aus, als in den USA (eingebettet in einem anderen Artikel habe ich das bereits mal gebloggt). Während wir in Deutschland (noch) eine vielfältige Lokal- und Regionalzeitungskultur haben, haben in den USA überregionale Zeitungen die absolute Marktmacht. Das gilt auch für das Fernsehen, denn die meisten Fernsehsender senden zwar eigene Inhalte, sind aber in Syndikate der großen Fernsehsender eingebunden. Das bedeutet im Umkehrschluss für die amerikanischen Online-Medien und letztendlich auch für die amerikanische Blogosphäre eine ganz andere Publikationsbasis.
  2. Beim Thema Celebrity-Blogs, also der so genannten “Klatschpresse”, gibt es ganz andere Unterschiede gegenüber den USA. Es gibt bei weitem nicht so viel “bunte” Prominente, Stars und Sternchen wie in den USA und die Persönlichkeitsrechte sind erheblich restriktiver. Mal eben so über einen Promi zu klatschen, endet schnell mit Post vom Anwalt. Ob das so auch ist, wenn eine größere Klatsch-Szene in der Blogosphäre vorhanden wäre, bleibt dahingestellt, aber allein schon die Sorge, dass man schnell mal eine saftige Rechnung zu begleichen hat, weil ein Promi nicht verstanden hat, dass seine Prominenz nicht einfach so abschaltbar ist, wie ein Fernseher, schreckt ab.
  3. Ich bin mir, wo wir gerade bei professionellen Blog-Anwendungen sind, gar nicht unbedingt so sicher, ob ein professioneller Blog-Journalismus der ausschlaggebende Punkt ist, blühende Blog-Welten zu bekommen. Die Vielfalt macht es, nicht unbedingt eine überall möglichst hohe Qualität.
  4. Die Blogosphäre lebt vor allem von einem: Von Bloggern. Und zwar nicht nur von den vielgelesenen und –zitierten A-Bloggern, sondern auch von B-, C-, D- und letztendlich auch von Z-Bloggern. Die Analogie liefert der Begriff “Atmosphäre” dabei schon frei Haus, denn es gibt große Strömungen, kleine Strömungen, frische Luft, verbrauchte Luft, Sauerstofferzeuger, Sauerstoffverbraucher und so weiter. Es ist sicherlich eine gewagte Aussage, wenn ich behaupte, dass die wahren Perlen in der Blogosphäre entstehen, in dem die Masse steigt. Je mehr Menschen bloggen, desto mehr Juwelen werden sich finden.
  5. Große Blog-Projekte funktionieren nicht mit einem Blogger als Alleinunterhalter, sondern können nur von einem Team von Autoren sinnvoll mit vielfältigen Inhalten bestückt werden. Irgendwie fehlt es an so einer Szene, die sich doch so schön vor allem für ein Regional-Blog eignen würde. Ich bin mir ziemlich sicher, dass solche Blog-Projekte der lokalen Medienlandschaft sehr zugute kommen würde, da diese Art des Publizierens endlich einen vernünftigen Wettbewerb zur Meinungsmach-Hoheit vieler Lokalzeitungen  darstellen würde. Dabei geht es gar nicht so sehr darum, die Lokalpresse zu ruinieren, sondern eine Meinungsvielfalt zu erzeugen, die in Regionen mit starker Lokalpresse oftmals schlicht und einfach fehlt.
  6. Vielleicht täuscht der Eindruck, aber es ist in der deutschsprachigen Blogosphäre nach wie vor unglaublich schwer, ein Blog innerhalb der Sphäre promotet zu bekommen. Das “interkommunale” Verlinken innerhalb der Blogosphäre wird fast schon zu einer aussterbenden Tierart und wenn verlinkt wird, passiert das viel zu oft inzestuös innerhalb der Top-100. Das Milieu lebt davon, dass interdisziplinär verlinkt wird und es ist dabei überhaupt keine Schande, auch mal ein Weblog zu verlinken, dass kaum bekannt ist. Niemand, der verlinkt, muss befürchten, dass ihm dadurch auch nur ein einziger Leser verloren geht.

Diese Thesen, die sicherlich nicht vollständig und sicherlich auch diskutabel sind, führen konsequenterweise zur weitergehenden Frage: Was ist zu tun?

  • Menschen, die in der eigenen Region in Sachen Web 2.0 organisieren, durch informelle und ungezwungene Treffen beispielsweise. Das stärkt den Informationsaustausch und die Vernetzung ungemein. Wen man kennt, liest man, schätzt man, empfiehlt man.
  • Vernetzung offensiv fördern! Du bloggst? Warum baust du für deine Region keine regionale Blogroll auf? Oder zu deinen Lieblingsthemen? Einer muss immer den ersten Schritt tun, also warum nicht du?
  • Menschen dazu bewegen, sich im Internet meinungsmachend zu betätigen, beispielsweise durch ein Weblog, aber durchaus auch mit anderen Web-2.0-Anwendungen wie Twitter oder Facebook.
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Retweeten für Anfänger und Fortgeschrittene.

28. Januar 2010 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in NetworkingWelt

Eine Twitter-Meldung zu “retweeten” ist so eine Sache. Wir wollen da gar nicht erst darüber diskutieren, ob das Retweeten sinnvoll ist oder nicht, sondern einfach mal darüber, wie man eigentlich korrekt retweetet. Denn irgendwie scheint es da teilweise ziemlich krasse Missverständnisse darüber zu geben.

Grundsätzlich: Retweeten ist das, was bei E-Mail das “Weiterleiten” ist. “Weiterleiten” bedeutet in diesem Kontext, dass man eine Nachricht weitergibt. Und zwar gern mit einem Kommentar, die Nachricht aber selbst bleibt unverfälscht. Zugegeben, das nicht verfälschen ist bei einer Beschränkung auf 140 Zeichen nicht ganz einfach, sondern weitgehend unmöglich.

Das “alte” Retweeten

Die Idee des Retweets war, wie so viele Dinge bei Twitter, eine Sache, die erst später, weit nach dem Start von Twitter nachträglich eingebaut wurde. So weit, so gut. Was ebenfalls twitter-typisch ist, ist der Umstand, dass man anfänglich experimentiert hat, und zwar mit der Syntax der Retweet-Kennung. Hatte man sich am Ende auf die Buchstabenfolge “RT” geeinigt, gab es zwischendrin auch mal Ideen für die Nutzung eines Symboles, das in einigen Schriftarten vorkommt und am ehesten damit zu vergleiche ist, was landläufig Recycling symbolisiert – quader- oder dreiecksförmig als Endlosschleife angeordnete Pfeile. Das man dieses Zeichen kaum sinnvoll auf einer Tastatur eingeben kann, ist bei einem Retweet im Gegensatz zu einem Reply oder einer Direct Message eher unwichtig, da ein Retweet ja von einem Twitter-Client oder dem Twitter-Backend erzeugt wird.

Nun, wie auch immer, am Ende sah es dann so aus:

@besim schreibt: Hallo, dies ist ein Text.

@blafurzbasel retweetet: RT @besim Hallo, dies ist ein Text.

Bei einem relativ kurzen Tweet ist das relativ einfach zu bewerkstelligen. “Relativ kurz” deshalb, weil der Vorspann eines Retweets ja auch schon Zeichen kostet. Im Falle des obigen Beispieles gehen durch den Vorspann “RT @besim” plus einem nachfolgenden Leerschritt immerhin 10 von 140 möglichen Zeichen verloren.

Aber noch andere Fehler kann man beim “alten” Retweet noch machen, nämlich den Retweet verfälschen. Okay, ich verstehe, dass man als jemand, der eine Twitter-Meldung retweeten möchte, noch einen zusätzlichen, eigenen Hinweis zur rezutweetenden Nachricht hinzufügen möchte. Dafür gibt es allerdings keine festgelegte Syntax, sondern am ehesten eine “Good-Practice”-Empfehlung, nämlich den eigenen Inhalt davorzusetzen, so dass dies dann so aussehen würde:

Coole Sache! RT @besim Hallo, dies ist ein Text.

Nicht wirklich übersichtlich. Das Problem verschärft sich allerdings noch gewaltig und kann richtige Missverständnisse auslösen, wenn man einen Retweet falsch einsetzt. Zum Beispiel dann, wenn jemand einen Link retweeten möchte, den ursprünglichen Text des Erstautors abändert, das alles aber als Retweet markiert:

@besim schreibt: Geiler Link, unbedingt anschauen! http://foo.bar/geil

@blafurzbasel retweetet: RT @besim http://foo.bar/geil – Link für Geile

Der (fiktive) User @blafurzbasel wollte hier vielleicht einfach nur den Link, den ich empfohlen habe, an seine Freunde senden und hat das als Retweet markiert, allerdings hinten den Text abgeändert, was er ja, da das alles normaler Text ist, auch technisch problemlos machen kann. Er kann so nebenbei auch den Sinn komplett entstellen und ich habe dann am Ende nicht einen “geilen Link” gesendet, sondern einen “Link für Geile”, obwohl ich das niemals selbst geschrieben habe.

In diesem Beispiel mag das noch herzlich belanglos sein, aber man denke an dieser Stelle weiter. Sehr einfach kann man hier anderen Leuten Dinge in den Mund legen, die sie so nie gesagt haben.

Das “neue” Retweeten

Twitter hat irgendwann erkannt, dass die bisherige Retweet-Lösung nicht wirklich intelligent ist, eben aus dem Grund, dass ein Retweet immer zusätzliche Zeichen benötigt, der dann im Retweet-Tweet fehlt und dass eben “alte” Retweets vortrefflich vom Retweet-sendenden Nutzer manipuliert werden können. Lösung: Retweet fest ins Backend einbauen, was dann vor einigen Monaten auch implementiert wurde, wenn auch anfänglich recht halbherzig.

Das “neue” Retweeten sieht dann beispielsweise im Twitter-Client TweetDeck so aus:

Der zu zitierende Text eines Retweets kann vom “Retweeter” nicht geändert werden, zudem wird beim “neuen” Retweet der gesamte Vorrat von 140 Zeichen zur Verfügung gestellt. Die Information über den eigentlichen Nutzer, der den zitierten Text geschrieben hat, wird komplett im Backend gespeichert.

Und nun?

Ganz einfach: Nur noch das “neue” Retweeten nutzen. Erspart einem selbst das Zeichenzählen, sieht hübscher aus und der so weitergeleitete Tweet entspricht dem Original. Das “neue” Retweeten funktioniert in der Zwischenzeit auch von der eingedeutschten Twitter-Website und von den meisten aktuellen Twitter-Clients aus. Falls der eigene das nicht kann, entweder aktualisieren oder einen neuen suchen, denn allein das “neue” Retweeten ist den Aufwand wert.

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