Die Daltons von Vodafone.

Werbung von Telekommunikationsanbietern gehört für gewöhnlich in die Kategorie Gehirnwäsche, ähnlich wie Waschmittel. Wo will man auch tatsächlich ein Profil schaffen, wo man doch gerade darauf Wert legen muss, dass man genau die technischen Normen verwendet, wie die Konkurrenz, damit das Telefonieren auch tatsächlich funktioniert? Also muss man Geschichten erzählen. Früher gab man sich verbal noch Mühen, die Telekom probiert sich gern an Web-Trends und der Rest macht es dann einfach hanebüchen. Laute Musik, seltsame Bildergeschichten. Und Vodafone jetzt mit Maskottchen (Achtung, das Filmchen ist extrem laut):

http://www.youtube.com/watch?v=nGiSAA04t60

Die vier in den billig wirkenden, roten Jogginganzügen, das sollen vermutlich die vier Daltons von Vodafone darstellen. Und auch wenn man über die Daltons bei Lucky Luke sogar lachen kann – die Wikipedia schreibt im Artikel zu Lucky Luke ernüchterndes zu den vier Herren Dalton:

„Die an Orgelpfeifen erinnernden Brüder Joe, William, Jack und Averell Dalton stellen Lukes größte Gegenspieler dar. Sie rauben meist Banken und Postkutschen aus und terrorisieren die Bürger.“

Übereinstimmungen der echten Daltons mit den Vodafone-Verschnitten sind vermutlich rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Fax-Spam loswerden.

Um was man sich beim Start einer Unternehmen und der hoffnungsvollen (oder lästigen) Installation eines Telefax-Gerätes bzw. eines Telefax-Gateways nicht zu kümmern braucht, ist der eingehende Telefax-Spam. Früher oder später kommt der Spam, so sicher wie das Bluten des Zahnfleisches bei Benutzung einer Stahlbürste zum Zähneputzen.

Ich drucke zwar eingehende Telefaxe nicht aus, sondern lasse sie von meiner Fritzbox am ISDN-Anschluss empfangen und danach lokal auf einen USB-Stick ablegen und als PDF-Datei an mich mailen, allerdings ist Fax-Spam an einer entscheidenden Stelle nerviger, als E-Mail-Spam: Fax-Spam lässt sich ungleich schwerer filtern, nämlich nur dann, wenn man eine OCR-Software am Start hat, die eine Texterkennung über eingehende Telefaxe laufen lässt. Etwas viel Aufwand, zumal ich das ja eigentlich server-gestützt bräuchte, da ich ja auf eingehende Telefaxe für gewöhnlich per E-Mail zugreife.

Ich habe es dann mal auf die ganz abenteuerliche und subversive Art probiert – eine E-Mail an die in den Fax-Spams angegebene E-Mail-Adresse zum Abbestellen geschickt und um Austragen meiner Telefaxnummer gebeten. Freundlich, mit einem nicht ganz richtigen Grund, dass hinter der angegebenen Telefaxnummer „ein automatisiertes System stecken würde, das bei eingehenden Fax-Spam jedes Mal neu gestartet werden müsste und mein Kunde darüber nicht sehr glücklich sei“. Tech-Blabla zum Angst machen. 😉

Der aber offensichtlich wirkt. Bis dato war ich in zwei Fax-Spam-Verteilern, dem „Swissreport“-Dingens mit obskuren Aktienempfehlungen für Pennystocks und dem Versandhändler für Bürostühle/Ventilatoren/Flaggenmasten/Telefonbuch-CDs/etc. Von beiden Spammern erhalte ich seit der Abbestellung vor ca. drei Monaten keine Fax-Spams mehr. Ob das auf Dauer so bleibt, muss sich noch zeigen, aber zumindest geben die Nervensägen schon mal mittelfristig Ruhe.

AVM Fritzfon MT-F.

Nachdem ich ja nun schon eine ganze Weile das AVM Fritzfon MT-D besitze und damit auch telefoniere, war der Schritt zum MT-F eigentlich nur konsequent, wenn auch einfach nicht notwendig. Da mir aber die alte Gigaset-Anlage so langsam auseinanderfällt, muss ich nun doch mal langsam schauen, einen adäquaten Ersatz zu finden. Also muss das AVM Fritzfon MT-F an einen Test glauben.

Auspacken

Wie immer hat AVM das Verpacken vollkommen im Griff. Der überflüssige Müll auf das absolut notwendigste beschränkt, die Verpackung weitgehend aus Pappe. Neben dem Mobilteil gibt es den Akku, den gut einrastenden Akkufachdeckel, eine Ladeschale, das Ladegerät und ein gedrucktes Handbüchlein. Kein Auspackorgien und kein eimerweiser Müll. Dass AVM mit Kampfpreisen kalkuliert, erkennt man allerdings daran, dass das MT-F zwar einen Anschluss für ein Headset mitbringt, aber kein selbiges beilegt. Das kann man bedauern, muss man allerdings nicht unbedingt, da Headsets nicht mehr die Welt kosten und eine normale „kleine Klinke“ eingesetzt werden, wie sie beispielsweise auch das iPhone einsetzt.

Gehäuse

Das MT-F hat zudem praktischerweise genau die gleichen Gehäusedimensionen, wie das MT-D. Das ist insofern praktisch, da die alte Ladeschale damit auch mit dem MT-F funktioniert und das gilt sogar für das alte Netzteil, obwohl das MT-F mit einem Lithium-Ion-Akku daherkommt, während das MT-D noch einen Nickel-Metallhydrid-Akku nutzt. Beide Geräte können aber sowohl alte, als auch neue Ladeschale und Netzteil nutzen. Durchdacht.

Was auch weiterentwickelt wurde, ist das Gehäuse selbst. Während das MT-D noch mit glänzendem Kunststoff daherkamm, der schon nach wenigen Wochen aussah, wie eine zerkratzte Bratpfanne, ist das Gehäuse des MT-F matt. Zudem gibt es auf der Geräterückseite oben zwei deutlich erhabene Füße, die das Gehäuse nicht plan auf einer Oberfläche aufliegen lassen und die größten Kratzeffekte damit vermeiden. Kleine Details, die zeigen, dass man gelernt hat, denn dadurch wirkt das Mobilteil auch nach einigen Wochen Benutzung durchaus noch hochwertig.

Display

Was beim MT-F sofort auffällt, ist die „Glotze“, das Display. Kam das MT-D noch mit einem monochromen Display und einer Auflösung von 112 mal 65 Pixel daher, bringt das MT-F ein Farbdisplay mit 240 mal 320 Pixel mit. Und darauf lässt sich deutlich mehr unterbringen, was vor allem die Menüs und das Telefonbuch übersichtlicher erscheinen lässt. Einen Beitrag hierzu liefert die höherauflösende Schrift und ein Satz von hübschen Symbolen, die die bisherigen monochromen Piktogramme ersetzen. Tatsächlich hebt sich das MT-F mit seinem Display so ziemlich von allen gängigen DECT-Mobilteilen sehr locker ab.

Wobei… man hätte noch mehr daraus machen können. Zwar bietet nämlich das MT-F in den Einstellungen für das Display eine Hintergrundgrafik an, meint damit aber nur die eine Hintergrundgrafik, die auf dem Gerät fest hinterlegt ist – eine eigene Grafik lässt sich, zumindest mit jetzigem Versionsstand, nicht hinterlegen. Dafür profitiert das MT-F von Bildern von Anrufern, die auf der Fritzbox hinterlegt werden können und auf dem MT-F dann erscheinen, wenn der Anrufer anhand seiner Caller-ID bei einem eingehenden Anruf identifiziert werden kann. Fast wie auf einem vernünftigen Smartphone.

Klangqualität

Da gibt es nichts zu meckern, die Klangqualität ist „Superior“ und misst sich mit dem, was jahrelang beispielsweise Siemens mit ihrer Gigaset-Serie als Messlatte hatte. DECT auf Fritzboxen hatte anfänglich mit ziemlichen Problemen gerade in tief verschachtelten Räumen zu kämpfen gehabt, in der Zwischenzeit hat AVM jedoch sowohl auf Fritzboxen, als auch auf Fritzfon-Geätschaften mit Software-Updates sehr stark nachgebessert, so dass schon mit meinem alten MT-D kaum noch Übertragungsfehler auftraten. Das MT-F führt diese Qualitätsverbesserungen nahtlos weiter.

Wo AVM wirklich die Nase vorn hat, ist das, was AVM „HD-Telefonie“ nennt, also die optionale Nutzung eines anderen Codecs namens G.722, anstatt des im DECT üblichen G.726. Kommunizieren zwei Mobilteile miteinander, die beide G.722 können, resultiert dies in einer deutlich besseren Sprachqualität, die zwar immer noch in Mono daherkommt, allerdings viel nuancierter daherkommt und richtig Spaß macht. Wir sind als moderne Menschen in Sachen Telefonie zwar immer noch eine vergleichsweise schlechte Sprachqualität gewohnt, AVM zeigt aber mit G.722 sehr deutlich, was mit moderner Komprimierungstechnik auf normalen Übertragungswegen gehen könnte, wenn alle mitmachen würden.

Nutzt man also an einer DECT-fähigen Fritzbox nur Fritzfon-Geräte, kommt man bei internen Gesprächen immer in den Genuß von „HD-Telefonie“ und das fällt wirklich auf.

Benutzung, Internet-Funktionen und ISDN-Komfortfunktionen

Die Benutzung ist AVM-typisch auf hohem Niveau und noch ein Tick besser, als beim MT-D. Die Menüreisen erfolgen angenehm flott und auch das Telefonbuch, das zentral auf der Fritzbox geführt wird, ist herrlich schnell und macht das Telefonieren zu einem echten Spaß. Lediglich die leider immer noch vorhandene „Gedenkpause“ nach dem Beenden eines Gespräches ist immer noch da – nach Auflegen einer Verbindung braucht auch das MT-F etwa zehn Sekunden, bis ein neue Verbindung gewählt werden kann. Das sieht aber immer noch nach einem Thema aus, das vermutlich auf der Fritzbox existiert.

In Sachen Internet-Funktionen hat das MT-F alle Möglichkeiten geerbt, die neuere Fritzboxen auch schon mit dem MT-D ausliefern können – mehr auch nicht. Auf der Fritzbox können RSS-Feeds, Mailkonten und Internet-Radiosender ausgewählt und konfiguriert werden, die dann auch über das MT-F genutzt werden können. Gerade in Sachen Internet-Radio ist das in Verbindung mit einem Headset eine richtige Alternative zu einem tragbaren Radio, auch wenn man das Manko hinnehmen muss, dass das MT-F das Radio nur in Mono klingen lässt, selbst über ein Headset. Übertragen wird das alles nämlich nach wie vor über die DECT-Schnittstelle. Aber mal eben auf dem Ergometer mit dem MT-F Radio über einen Kopfhörer zu hören, das ist schon nicht ganz unpraktisch.

Die üblichen ISDN-Funktionen wie Halten, Makeln, Sperren und Rufweiterleitungen funktionieren selbstverständlich auch auf den DECT-fähigen Fritzboxen mit angebundenen DECT-Mobilteilen. Ärgerlicherweise sind jedoch Rufweiterleitungen immer noch nur über die Fritzbox konfigurierbar, immer noch nicht über angeschlossene DECT-Mobilteile. Das führt leider dazu, dass man für das Neuanlegen einer Rufweiterleitung im ungünstigsten Fall einen Rechner hochfahren muss, um damit über die Fritzbox-Konfiguration eine Rufweiterleitung einzurichten. Ich habe das mehrmals beim AVM-Support bemängelt, aber leider hat sich in diese Richtung immer noch nichts getan. Noch.

Update-Fähigkeit

„Noch“ deshalb, weil AVM auch beim Fritzfon MT-F auf Software-Updates setzt, so wie bei allen Fritzboxen, die noch in Sachen Firmware gepflegt werden und regelmäßige Updates mit teilweise richtig hochwertigen Funktionserweiterungen erhalten. Diese vorbildliche Software-Pflege gilt auch für das Fritzfon MT-F, das regelmäßig mit neuen Fritzbox-Firmwares und -Labor-Firmwares ein eigenes Softwareupdate erhält. Kleines Manko hier ist, dass die Software für das MT-F deutlich größer ist, als die vom MT-D, aber das ist zu verschmerzen, da das Update vollkommen automatisch passiert, das Mobilteil danach automatisch neu startet und wieder einbucht.

Fazit zum Fritzfon MT-F

Ganz einfach gesagt: Das Fritzfon MT-F macht Spaß und ist endlich ein richtig gutes DECT-Mobilteil. Während das Fritzfon MT-D etwas unter seiner behäbigen Geschwindigkeit, seinem monochromen Display und seinem billig wirkenden Gehäuse leidet, hat das MT-F all diese Probleme nicht mehr. AVM hat wieder einmal sehr schön gezeigt, dass sie verstehen und lernen und das zeigt sich in deutlich ausgereiftere Produkte, eben wie das Fritzfon MT-F. Preislich bewegt es sich zwischen 65 und 90 Euro, was für ein erwachsenes DECT-Mobilteil mit großzügigem Display ein vernünftiger Preis ist.

Wer eine DECT-fähige Fritzbox wie die 7270 oder die 7390 hat, ist mit dem Fritzfon MT-F bestens bedient. Ich bin immerhin schon so weit, dass ich nun konkret überlege, meine bisherige Gigaset-Anlage, die noch parallel läuft, endgültig aufs Altenteil zu schicken und alles nur noch über meine Fritzbox 7270, meinen zwei AVM-Mobilteilen und ggf. noch ein, zwei alten Gigaset-Mobilteilen zu erledigen. Es tut!

DECT-Verschlüsselung nun an oder aus?

Das ganze, jämmerliche Drama um viele DECT-Telefone, die nur auf dem Papier Gespräche verschlüsseln und teilweise noch nicht mal die DECT-eigene Verschlüsselung implementiert haben, zeigt wunderschön, wohin proprietäre Technik führt. Das DECT-Forum gibt Informationen über die eingesetzte Verschlüsselung nicht heraus, weil sie mit dem Argument kontert, dass das die Sicherheit von DECT gefährden würde, was aus kryptologischer Sicht schon mal völliger Nonsens ist, da moderne Verschlüsselungsverfahren zwischen Algorithmus und Schlüssel trennen und man beides braucht, um ein Kryptogramm zu entschlüsseln. Und zum anderen gibt es keine Qualitätskontrolle innerhalb des Forums, so dass im Prinzip jeder Hersteller, der im DECT Forum organisiert ist, mit dem Standard tun und lassen kann, was er möchte, Hauptsache, der Schein bleibt gewahrt und das Endgerät ist mit anderen kompatibel, wenn dann im Zweifelsfall auch nur auf den niedrigsten gemeinsamen Nennern.

Willkommen in der Welt von Absurdistan und eigentlich sollte man nun DECT-Telefone auf eine Erdumlaufbahn schießen. Andererseits ist die Technik millionenfach im Einsatz und ganz so billig ist die ganze Hardware ja sicherlich auch nicht gewesen. Deshalb: Evaluieren und wenigstens zuschauen, dass die Gerätschaften verschlüsseln.

Nur: Wie erkennen? Wie es sich für Bellheads gehört, hat sich kaum jemand aus dieser Personengruppe je darum geschert, es dem normalen Anwender auf einfache Weise zu ermöglichen, zu überprüfen, ob Gespräche denn nun gerade verschlüsselt werden oder nicht. Das versteht der gemeine Endkunde sowieso nicht, das hat er damit auch nicht zu wissen und deshalb gibt es meines Wissens nach keine klassische DECT-Anlage, die eine aktivierte Verschlüsselung anzeigt. Und wie die ZDF-Sendung Frontal 21 dann auch feststellen musste, stellen sich die meisten Hersteller von DECT-Gerätschaften bei direkten Anfragen auch einfach mal stumm.

AVM macht es auch hier wieder vor. In der Fritzbox 7270 ist bekanntlicherweise eine DECT-Basisstation integriert und deren Interaktion mit angemeldeten Mobilteilen lässt sich über einen DECT-Monitor beobachten. Auf welcher Frequenz und auf welchem Zeitschlitz eine angemeldete Basisstation sendet, ist da eher weniger interessant als die Angabe, ob für eine bestehende Verbindung aktuell Verschlüsselung aktiv ist oder nicht, was zumindest einen Rückschluss darauf geben kann, ob das Mobilteil überhaupt verschlüsseln kann. Meine Siemens-Mobilteile können das offensichtlich mit der Fritzbox 7270.

Allerdings ist das eben auch nur die eine Hälfte: Um nachzuprüfen, ob die Siemens-Mobilteile auch mit der Siemens-Basisstation verschlüsseln, ist ein Scanner und ein Stück Software zum Decodieren der DECT-Übertragung notwendig und gänzlich erschwert wird das alles durch den Umstand, dass die Verschlüsselung zwischen Mobilteil und Basisstation fallweise erfolgt, also bei jedem Verbindungsaufbau aufs Neue.

Alles nicht wirklich hübsch. Es bleibt abzuwarten, wie die plötzliche, negative Publicity und die immer stärkere, technische Aufklärung mit der damit verbundenen Sensibilität gegenüber Verschlüsselung (und vor allem schlechter oder fehlender Verschlüsselung) dem DECT-Standard und letztendlich auch den Bellheads auf Dauer bekommt.

AVM Fritzfon MT-D.

Mit dem weihnachtlichen Kauf der DECT-fähigen AVM Fritzbox 7270 habe ich gleichzeitig auch das DECT-Mobilteil Fritzfox MT-D gekauft, das es just zu diesem Zeitpunkt von einem Händler im Amazon.de-Marketplace für einen unschlagbaren Preis angeboten wurde. Und als DECT-Mobilteil kann man grundsätzlich nicht allzuviel falsch machen, denn so ein Mobilteil funktioniert auch an anderen DECT-Anlagen, sonst wäre es kein DECT-Mobilteil.

Der Lieferumfang des Fritzfon MT-D ist kompakt: Neben dem Mobilteil gibt es einen (leider etwas fummelig einzusetzenden) Akku, eine Ladeschale, ein Ladegerät und eine Kurzanleitung. Angebunden wird das Mobilteil, wie bei DECT üblich, mit dem Anmeldemodus der Telefonanlage und einer PIN, was innerhalb von zwei Minuten erledigt ist. Ist das passiert, ist das Telefon auch umgehend funktionsfähig. Das Paaren des Mobilteiles mit der Fritzbox 7270 ist erwartungsgemäß problemlos. Praktischerweise bietet das Fritzfon MT-D die Möglichkeit, Paarungen mehrerer Basisstationen zu speichern, so ist zum Beispiel das Wechseln zwischen der Siemens-Anlage und der Fritzbox wirklich nur ein Knopfdruck, wenn das Mobilteil an beiden Basisstationen einmal angemeldet wurde.

Das Telefon kommt durchaus schick daher. Der schwarze Riegel liegt gut in der Hand, ist nicht zu schwer und nicht zu leicht. Das Gehäuse ist aus leider sehr fingerabdruck- und kratzerempfindlichen Kunststoff. Das Display ist monochrom und gut beleuchtet, die Bedienführung AVM-typisch gut. Man merkt, dass die AVM-Leute in Sachen Benutzerführung einfach den Blues haben. Die Bedientasten sind übrigens identisch wie bei vielen anderen DECT-Mobilteilen, die zentrale Steuertaste ist haargenau genauso belegt, wie meine Siemens S45-Mobilteile und auch ebenso zu bedienen.

Ein Hammer des Fritzfon MT-D offenbarte sich, als ich im Bett einmal die Bedienbarkeit im Dunklen und die Helligkeit der Tastatur testen wollte – es gibt nämlich keine Tastaturbeleuchtung! Und das ist wirklich ein Mangel, den was bringt eine gar nicht so üble Displaybeleuchtung, wenn man im Dunklen das Telefon gar nicht bedienen kann, wenn man sich nicht auf den Fingerblindflug verlässt? Zwar trifft man die Ziffern und Bedienelemente mit etwas Übung, dennoch ist eine fehlende Tastaturbeleuchtung wirklich ein gewaltiges Ding, das das Telefon gnadenlos abwertet.

Zu meckern gibt es am Telefonischen wiederum nichts: Die Sprachqualität ist DECT-typisch sehr gut, die Reichweite ebenso. Meine Basisstation steht ziemlich genau neben meiner Siemens-Basisstation und das Fritzfon MT-D hat eine quasi gleichwertige Reichweite, wie ein Siemens S45. In Sachen Sprachqualität bringt das Fritzfon MT-D noch eine weitere Neuerung, die das AVM-Marketing „HD-Telefonie“ nennt und schlicht die Fähigkeit bezeichnet, dass neben dem bei DECT üblichen Codec G.726 auch der Codec G.722 unterstützt, der eine erheblich besser Sprachqualität ermöglicht – wenn die Gegenstelle ebenfalls G.722 unterstützt. Tut sie das nicht, bleibt es bei normaler DECT-Qualität.

Im Gegensatz zu den meisten DECT-Systemtelefonen hat das Fritzfon kein eigenes Telefonbuch, sondern greift auf das Telefonbuch einer DECT-Zentrale zu. Und das geht natürlich nur dann, wenn die DECT-Zentrale so ein zentrales Telefonbuch anbietet, meine Siemens-DECT-Anlage kann das beispielsweise nicht. Ohne eine DECT-fähige Fritzbox ist das Fritzfon MT-D deshalb nur ein einfaches DECT-Systemtelefon, aber immerhin gehört es ja auch zu den günstigeren der Klasse.

DECT mit der AVM Fritzbox 7270.

Meine bestellte Fritzbox 7270 ist heute tatsächlich noch pünktlich zu Weihnachten gekommen, so dass ich gleich mal etwas zum Spielen hatte, bevor ich vor lauter Langeweile noch den Weihnachtsbaum zersäge. Von der Fritzbox 7270 als Telefonanlagenersatz habe ich schon vor einigen Tagen fabuliert und mir deshalb eine bestellt, weil ich mit meinem derzeitigen ISDN-Telefon mit drei Mobilteilen von Siemens zwar nicht gänzlich unzufrieden bin, es dennoch sicherlich besser ginge. Und da ich mit der Fritzbox 7170 durchweg nur gute Erfahrungen mache, fällt der Test des großen Bruders nicht sehr schwer.

Vom Prinzip her ist der Funktionsumfang der 7270 der 7170 gleichwertig, mit zwei großen Unterschieden: Die 7270 hat eine Unterstützung für den WLAN-Standard 802.11n (als Draft) und ist eben eine DECT-Telefonanlage mit der Möglichkeit, DECT-Mobilteile anzusteuern. Rein äußerlich zeigt sich die 7270 in einem etwas größeren Gehäuse und mit drei kleinen Stummelantennen. Zusätzlich befinden sich an der Seite zwei TAE-Anschlüsse für zwei anschließbare Telefone. Ebenso ist die Konfiguration und Bedienung der Fritzbox 7270 weitgehend identisch mit der von der 7170 – eben mit der Ausnahme, dass in den WLAN-Einstellungen 802.11n aktiviert werden kann und es einen gänzlich neuen Menüpunkt zu DECT gibt.

Die Anmeldung von DECT-Mobilteilen gestaltet sich ebenso einfach, wie bei herkömmlichen Telefonanlagen: Mobilteil auf Anmeldung an eine Basisstation stellen, an der Fritzbox entweder den DECT-Knopf an der Gehäuseoberseite oder im DECT-Menüpunkt die Anmeldung eines Mobilteiles forcieren und schon geht es los. Die voreingestellte PIN ist, wie üblich, die „0000“, läßt sich aber auch auf eine eigene Zahl abändern. Ist die Anmeldung erfolgreich gewesen, lässt sich an der Box schließlich noch einstellen, bei welcher MSN das Mobilteil klingeln soll und fertig, das Mobilteil horcht ab sofort.

Wie bei DECT-Mobilteilen üblich, gibt es zwei Modi in deren Gerätesteuerung, nämlich einen internen Modus und einen externen. Im internen Modus wird auf Inhalte im Mobilteil selbst zugegriffen (beispielsweise ein eigenes Telefonbuch im Mobilteil) und beim externen Modus quasi per Terminalsitzung auf eine Menüführung in der Basisstation geschaltet. Letzteres nutzt die Fritzbox 7270 für das zentrale Telefonbuch, das auf der Fritzbox eingerichtet und auch dort gepflegt werden kann. Durch den externen Modus steht es dann auch allen angeschlossenen Mobilteilen zur Verfügung, wenngleich der Zugriff darauf – eben weil auf dieses Telefonbuch quasi online zugegriffen wird – etwas behäbig wirkt.

Mobilteile sind intern relativ umständlich anwählbar, nämlich durch eine bestimmte Kennung. Das erste angemeldete Mobilteil hört auf Stern-Stern-610, das zweite Mobilteil auf Stern-Stern-611 usw. Die Reihenfolge lässt sich nur durch Ab- und wieder Anmelden des Mobilteiles ändern, was wirklich ein Mangel ist. Was wiederum gut funktioniert, sind interne Weiterleitungen – wenn man weiß, wie es funktioniert, denn hier kommt die altbekannte R-Taste ins Spiel und danach die Eingabe der internen Mobilteilkennung. Eine auswählbare Übersicht gibt es nicht, so dass das für Ungeübte wieder einmal Böhmische Dörfer sind.

Andererseits funktionieren grundsätzlich alle DECT-Mobilteile an der Fritzbox 7270, so auch meine Siemens-Mobilteile, die nun plötzlich anders klingeln können oder Anrufe anders auf dem Display anzeigen. Von AVM gibt es auch eigene DECT-Telefone namens Fritzfon MT-C und MT-D, letzteres teste ich ebenfalls, allerdings mit etwas gemischten Gefühlen. Den Verriss dazu gibt es hier.

Die Unart des unaufgeforderten Rückrufes.

Kurzum: Ich mag es, wenn jemand bei einem Anruf seine Rufnummer übermittelt. Moderne Telefone ermitteln daraus aus ihrem Telefonbuch den passenden Anrufer und man weiß schom beim Klingeln, der dran ist und möglicherweise einem blüht, wenn er abnimmt. Und wenn mich jemand anruft und ich nicht abnehme bzw. nicht abnehmen kann, sehe ich seine Rufnummer und kann entscheiden, ob ich zurückrufe oder nicht.

Aber bitteschön: Ich rufe doch nicht jeden zurück, dessen Nummer ich nicht kenne, oder? Deshalb ist es mir wirklich unverständlich, warum manche Leute auf die Idee kommen, ihre komplette Liste mit verpassten Anrufen abzutelefonieren. Denn vielleicht hat sich einer verwählt. Oder vielleicht geht dann jemand an den Hörer ran, der gar nicht versucht hat, anzurufen. Oder vielleicht ist die übermittelte Rufnummer gar nicht die Rufnummer, von der aus angerufen wurde (beispielsweise von einer Nebenstelle). Und oft kommt alles das auch zusammen. Ein Bekannter von mir, der in einer Telefonzentrale eines größeren Unternehmens arbeitet, berichtet jedenfalls, dass immer häufiger Anrufe kommen von Menschen, die berichten, dass jemand von diesem Anschluss aus sie anrufen hat wollen. Und das nervt. Wenn jemand anruft und jemanden nicht erreichen kann, dann soll er das nochmal probieren oder bleiben lassen.

Und natürlich haben auch schon Gauner diesen Trend entdeckt und lassen von Automaten anrufen, die jeweils nur für einen Bruchteil einer Sekunde klingeln lassen, die übermittelte Rufnummer aber dann in der Liste der verpassten Anrufe steht. Ist das dann eine kostenpflichtige Rufnummer, wird mit Mist Geld verdient und im Zweifelsfall kann der Gauner sich immer darauf berufen, dass er ja nicht angerufen hat und auch nicht zum Rückruf aufgefordert hat.

"Erleben, was verbindet."

Die Deutsche Telekom macht jetzt einen auf emotional und thematisiert endlich einmal das, was Kommunikation zu einem großen Stück auch tatsächlich ausmacht. Der Slogan: „Erleben, was verbindet.

Zum heutigen Einstieg in die Kampagne, die übergreifend für alle Sparten der Deutschen Telekom gilt, durfte heute der neue Werbespot ran, der bei RTL auch gleich in einer „Spotpremiere“ (tatsächlich, sowas gibts) laufen durfte und in der eine Ikone des Graswurzelfernsehens, Paul Potts, seinen Auftritt hatte. Wir erinnern uns: Das ist das damals hässliche, kleine Entlein, das in einer britischen Castingshow etwas schüchtern vor der Jury erklärte, es wolle Opern singen, es dann auch vor Jurys Gnaden durfte und die Welt mit einer phänomenalen Gesangseinlage erschütterte. Echte Musikexperten erbrachen sich zwar verbal, allerdings schaffte es das erste Album Potts mühelos in Haushalte, in denen noch nie ein Klassik-Album Einzug fand.

Der Werbespot, in dem die Protagonisten den damaligen Ausschnitt aus der Castingshow auf allen möglichen Gerätschaften anschauen, ist eine schöne Hommage an das moderne, digitale Leben. Wäre tatsächlich nicht ganz schlecht, wenn sich die Telekom da auch tatsächlich wieder verstärkt wiederfinden würde.

AVM FritzBox als vollwertiges Faxgerät.

Es hat eine ganze Weile gedauert, bis AVM den aktuellen FritzBoxen 7170 und 7270 auch offiziell eine Faxfunktion spendiert, nicht nur als öffentliche Beta. Mit der Anfang Mai veröffentlichten Firmware-Versionen 29.04.57 (FritzBox 7170) bzw. 54.04.57 (FritzBox 7270) ist das aber nun endlich live. Und es ist wirklich eine sehr lässige Sache.

Neben der Möglichkeit, ein herkömmliches Faxgerät an die Fritzbox anzuschließen, kann die FritzBox nämlich auch als Faxgerät agieren. Eingehende Faxe (die über ISDN – dann muss natürlich die FritzBox eine Verbindung zum NTBA haben – oder auch über VoIP kommen dürfen) werden dann entweder auf einen eventuell an die FritzBox angeschlossenen USB-Stick gelegt oder per E-Mail an eine E-Mail-Adresse gesendet. Das Fax selbst liegt als PDF-Datei vor. Und man hat auch an ein paar Feinheiten gedacht, denn der Faxempfang an der FritzBox kann entweder auf eine bestimmte MSN gelegt werden oder auf alle eingehende Faxe, unabhängig von der MSN, an die das Fax gesendet wird. Universeller geht es kaum noch und so ist das gute alte Telefax nahezu perfekt in das Heimnetzwerk integriert.

[unter anderem via Golem.de]

Baugruppe defekt.

Nicht bei mir, sondern bei meinem DSL-Anschluss zu Hause, weshalb ich Microsoft mal in Sachen Service Pack etwas in Schutz nehmen muss. Zumindest ist das meine Vermutung, denn zwei DSL-Router funktionieren aktuell nicht und die Telekom-Hotline meint, sie könne mein Modem nicht erreichen. Da meine Router allesamt PPPoE-Versuche unternehmen, die sie logischerweise nicht unternehmen würden, wenn das Modem defekt wäre, ist die Diagnose von meiner Seite her relativ deutlich.

War allerdings erst dem zweiten Hotliner zu vermitteln, der allerdings nach dem Verlesen meiner Rechte („Sie müssen halt den Einsatz zahlen, wenn das nicht Telekom-Verschulden ist, was allerdings hier relativ deutlich nicht Ihr Problem ist.) umgehend den Reparaturauftrag eintippte und der, so will, heute zwischen 11 und 15 Uhr sich das Maleur mal in der Vermittlungsstelle anschaut.